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MD-11F der Lufthansa Cargo in Saudi-Arabien verunglückt


Erste Bilder zum Lufthansa-Absturz (Frachtflugzeug) in Riad (... on Twitpic
Lufthansa Cargo-Unfall in Riad, © TwitPic
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FRANKFURT - Ein Fracht-Flugzeug der Lufthansa ist am Dienstag beim Landeanflug im saudi-arabischen Riad verunfallt. Die beiden Piloten konnten sich über Notrutschen retten, wie Lufthansa Cargo mitteilte. Die Maschine brach auseinander und ging in Flammen auf. Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde von Saudi-Arabien erlitten die beiden Piloten nur leichtere Verletzungen. Sie wurden in einer Klinik behandelt. Bereits vor dem Aufsetzen der Maschine sei schwarzer Rauch zu sehen gewesen.

Dies berichtete der Sender al-Arabiya. Nach dem Aufsetzen stiegen dichte Rauchwollen auf, die Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle. Wie ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde Saudi-Arabiens sagte, hatte der Kapitän über Funk um Hilfe gebeten, bevor er zum Landen ansetzte.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um die MD-11 D-ALCQ. Die 1993 gebaute Maschine war mit 80 Tonnen Fracht unter der Flugnummer LH 8460 in Frankfurt gestartet und sollte in Riad planmäßig landen. Nach einem weiteren Zwischenstopp wäre die Maschine nach Hongkong weitergeflogen.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ein Expertenteam der Lufthansa Cargo machte sich auf den Weg nach Riad. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich bei den beiden Piloten um erfahrene Flugzeugführer. Die Maschine habe bislang 73.000 Flugstunden bei mehr als 10.000 Flügen absolviert.

Lufthansa Cargo verfügt über insgesamt 19 Frachter vom Typ MD-11. Zwei davon sind derzeit nicht im Einsatz, sondern in einer Wüste geparkt. Die MD-11-Großraumjets verfügen über drei Triebwerke und sind heute vor allem bei Luftfrachtunternehmen im Einsatz.

Bereits mehrere Landeunfälle mit Flugzeugtyp

Flugzeuge vom Typ MD-11 waren bereits mehrfach in Landeunfälle verwickelt. Im März 2009 verunglückte eine MD-11F des Logistikdienstleisters FedEx (Reg.: N526FE) bei der Landung am Flughafen Tokio Narita. Die Maschine wurde im Endanflug von schweren Winden erfasst, kippte und ging in Flammen auf. Bei dem Vorfall kamen beide Piloten ums Leben. 

Im Juli 1997 hatte FedEx vorher schon einmal unter ähnlichen Umständen eine MD-11F (Reg.: N611FE) am Flughafen Newark verloren.

Im August 1999 verunglückte eine MD-11 der China Airlines bei einer in Landung in Hong Kong. Drei der 315 Menschen an Bord kamen bei dem Unfall ums Leben. Ebenfalls drei Menschen starben beim Absturz einer MD-11F der Avient Aviation im November 2009, die kurz nach dem Start verunglückte. Ein weiterer Landezwischenfall mit dem Flugzeugtyp ereignete sich erst einen Monat zuvor als eine MD-11F der Centurion Airlines (Reg.: N701GC) in Montevideo nach einem harten Aufsetzen auf der Landebahn beschädigt wurde.

Ebenfalls bei einer harten Landung nahm eine andere MD-11F der Lufthansa Cargo (Reg.: D-ALCO) am 13. September 2009 in Mexico City Schaden. 


© dpa, aero.de | Abb.: Christoph Flink | 27.07.2010 12:41




Leser-Kommentare (7)

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27.07.2010 18:55
Das erklärt das strukturelle Versagen relativ schlüssig. Vielleicht war das noch Glück im Unglück, wäre das Feuer früher ausgebrochen, wäre es evtl gar nicht mehr zu einer Landung gekommen. Wenn dem so war ist wieder einmal mehr ein eindrucksvoller Beweis wie kritisch Feuer an Bord zu bewerten ist. Aber abseits alledem wünsche ich den beiden Kollegen eine schnelle Genesung!
27.07.2010 18:34
 http://avherald.com/h?article=42edca16&opt=0
"Aviation sources in Riyadh reported, that the crew declared emergency reporting a cargo fire indication while on approach to Riyadh.

Observers on the ground said, that the airplane was already trailing smoke while on final approach. "

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2010 18:39 Uhr bearbeitet.
27.07.2010 16:39
Die Bilder auf der verlinkten Seite sehen m.A. inzwischen nach einem Feuer im Laderaum aus.

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2010 16:40 Uhr bearbeitet.


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