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Lufthansa A380-Linie nach Peking startet mit Problemen

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A380 MSN044 "Peking", © Gerhard Vysocan, edition airside
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FRANKFURT - Die hohe Verkehrsnachfrage auf der Strecke macht die chinesische Hauptstadt Peking zum Schlüsselziel im Flugplan der Lufthansa nach Fernost. Der Konzern erkor Frankurt - Peking zu einer frühen A380-Linie aus. Seit 1. September setzt Lufthansa ihre dritte A380 (Reg.: D-AIMC, "Peking") auf der Verbindung ein. Kurz vor Streckenstart musste die größte deutsche Fluggesellschaft allerdings einen herben Dämpfer der Behörden einstecken.

Die Civil Aviation Administration of China (CAAC) erteilte Lufthansa vorerst nur die Genehmigung für einen wöchentlichen A380-Dienst nach Peking. Eigentlich sollte das neue Großraumflugzeug ab September drei Mal in der Woche - Montags, Mittwochs und Freitags - von Frankfurt in Richtung China starten.

Ab Ende Oktober - mit Zugang der vierten A380 in ihre Flotte - plante Lufthansa einen täglichen Einsatz des Flugzeugs zwischen Frankfurt und Peking. Eine A380-Umkehr in die chinesische Metropole kann Lufthansa ihren Passagieren einstweilen aber nur Mittwochs unter der Flugnummer LH720/721 anbieten.

An den übrigen Verkehrstagen muss Lufthansa weiterhin Fluggerät vom Typ Boeing 747-400 und Ersatzkapazität aus dem Konzern einsetzen.

"Die tägliche Verbindung München-Peking haben wir aufgrund dieser Situation umgestellt auf Airbus A340-600 (306 Sitze) anstelle von Airbus A340-300 (221 Sitze)", erklärte Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty am Donnerstag gegenüber aero.de. "Ansonsten nutzen wir Umbuchungsmöglichkeiten auf andere Fluggesellschaften."

Noch ist unklar, wie lange diese Lösung vorhalten muss. "Im Sinne unserer Fluggäste hoffen wir, möglichst schnell den täglichen Flug mit A380 anbieten zu können, doch vorhersagen lässt sich dies momentan noch nicht", sagte der Sprecher.

A380-Dienst nach Johannesburg vorgezogen

Peking wird seit Anfang August von Emirates mit einem täglichen A380-Dienst aus Dubai angeflogen. Die zeit- und personalintensive Abfertigung der neuen Flugzeugklasse bereitet dem ohnehin bereits hochausgelasteten Flughafen seither Probleme.

Lufthansa hat auf die Schwierigkeiten in Peking reagiert und den Beginn ihrer A380-Flüge in das südafrikanische Johannesburg vorgezogen. Die Strecke sollte eigentlich erst am 25. Oktober mit drei wöchentlichen Flügen starten. Nach den Anlaufproblemen in Peking wird Lufthansa ihre A380 jetzt hingegen schon ab 12. September zweimal in der Woche - jeweils Sonntags und Donnerstags - auf die Linie nach Johannesburg abstellen. 


© aero.de | Abb.: Gerhard Vysocan, edition airside | 09.09.2010 09:29




Leser-Kommentare (8)

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10.09.2010 10:27
@ Helmut

Das machen die Chinesen doch schon seit Jahren um ihre Flag Carrier zu schützen und ist im allg. auch üblich in der Branche, leider so wird Wettbewerb kleine gehlaten.
Ausser innerhalb Europas und EU - USA, nennt man Open Sky und ist eine Folge der Lieberalisierungen in Europa und den USA.
10.09.2010 10:02
Die Flüge scheinen also dramatisch leer zu sein und zusätzlich ruiniert man mit so einer Preispolitik den Markt.
Jetzt bräuchte China der Lufthansa nur noch vorschreiben unter welchem Preis auf dieser Fluglinie Tickets nicht verkauft werden dürfen, ähnlich es Deutschland mit Emirates macht.

Dann wäre das Maß wohl bald gänzlich voll. :-)
10.09.2010 09:47
Zu der Diskussion um Auslastung: Habe gerade alle 380 Flüge nach JNB in Amadeus nach Verfügbarkeit geprüft. Jeden 380 Flugtag kann man noch die billigsten Tickets ohne Einschränkung buchen. Die Flüge scheinen also dramatisch leer zu sein und zusätzlich ruiniert man mit so einer Preispolitik den Markt. Super Strategie von LH - kann man nur hoffen, dass sie in Zukunft ein bisschen besser planen.


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