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All Nippon Airways übernimmt drei Skymark-A380-Slots

TOKIO - Wie der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei Asian Review am Neujahrstag berichtet, sollen sich der japanische Star-Alliance-Carrier All Nippon Airways (ANA) und Airbus auf einen Kompromiss geeinigt haben: ANA wird zum Fiskaljahr 2018 drei der sechs gekündigten Skymark-A380 übernehmen.

Der Superjumbo soll nach Hawaii zum Einsatz kommen. ANA hat auf der hochausgelasteten Pazifikroute einen Marktanteil von 20 Prozent. Marktführer auf der Strecke ist Japan Airlines mit einem Anteil von 35 Prozent. Der Einsatz des A380 erlaubt es ANA, ihre Kapazität in diesem Marktsegment fast zu verdoppeln.

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Skymark Airbus A380, © Airbus

Hintergrund der nach Listenpreis rund 1,23 Milliarden US-Dollar schweren Auftrags ist der von der japanischen Regierung forcierte Einstieg von All Nippon Airways bei dem im Januar 2015 in die Insolvenz geflogenen Lowcost-Rivalen Skymark Airlines. Inzwischen hält All Nippon an Skymark 16,5 Ptozent der Anteile.

Nach Zahlungsausfällen hatte Airbus die Bestellung von sechs, zum Teil bereits fertiggestellten A380 gekündigt und eine Entschädigung von 700 Millionen US-Dollar gefordert. Eine Vertragsübernahme soll ANA von Zugeständnissen des Herstellers bei der Umsetzung des Restrukturierungsplans vom August 2015 abhängig gemacht haben.

Offizell hält sich ANA bedeckt. Gegenüber dem Luftfahrtdienst ATW verwies die Airline auf eine zum 29.Januar angesetzte Pressekonferenz, wo sie ihre mittelfristige Unternehmensstrategie darlegen wird.

All Nippon Airways wäre die erste japanische Fluggesellschaft, die das Flaggschiff von Airbus in Dienst nimmt. Bloomberg News gegenüber ortet ein Analytiker allerdings einen höheren Bedarf: Niemand würde nur drei Machinen kaufen, das reiche gerade um die Maschine auf einer Strecke auszuprobieren, erklärt Addison Schoneland von AirInsight Inc., Baltimore.

Airbus-Chefverkäufer John Leahy hatte in den letzten Monaten mehrfach von Verhandlungen mit A380-Neukunden berichtet, zuletzt auf der Dubai Airshow. Dabei soll es um Aufträge von zwei Kunden für zwölf, respektive 20 Maschinen gehen.
© aero.at | Abb.: Airbus | 01.01.2016 10:38

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Beitrag vom 12.01.2016 - 10:55 Uhr
In der neuesten Airbus-Statistik ist ein Auftrag für 3 A380 notiert. Wenn das nicht Skymark ist fresse ich einen Besen.
Beitrag vom 05.01.2016 - 17:49 Uhr
vielleicht interessant:
'The spokesman added that ANA plans to issue its medium-term corporate strategy on Jan. 29.'
 ANA: A380 deal not decided
Beitrag vom 04.01.2016 - 14:00 Uhr
Bin mal gespannt, wie der Deal schließlich aussieht. 3 A380 allein für die HNL-Strecke wirkt erstmal etwas unfreiwillig. Das kann eigentlich nur funktionieren, wenn sie einen A380 Slot in HND bekommen und dann NRT-HNL-HND-HNL-NRT fliegen. Den ganzen HNL-Verkehr über NRT oder zusätzlich zu den Flügen aus HND wäre wohl kaum noch wirtschaftlich.

Was heisst unfreiwillig?
ANA wusste ja was es mit Skymark bekommt.
IM Grunde ist es ein "eine hand waescht die andere" Deal.
ANA nimmt die kleinstmoegliche A380 Menge und bekommt die HND slots.

Airbus wird die 3 Skymark A380 los, die schon in der Produktion waren. Dazu kommt added value, indem ANA auf die A320neo setzt, etwas goodwill und Kompensation fuer den Umstieg von Skymark auf B737.

Beide haben davon einen Nutzen:
ANA hat relativ guenstig ein paar Flieger bekommen, das Risiko ist gering. Sollte der A380 bei ihnen nicht funktionieren oder der Oelpreis steigen, stellt man die 3 Flieger halt nach 10 Jahren in die Wueste.
3 Maschienen reichen ja gerade mal fuer eine Linie, wenn die Anschaffungskosten gering genug sind wird sich das ausgehen.
Airbus ist die 2 A380 los die rumstehen, sehr wichtig. Und man kommt einigermassen unbeschadet aus der Geschichte.

Beide koennen sich das Ergebnis wohl schonen reden/trinken.

Aber eine Flotte von 3 Maschinen betreiben? Ich wäre jetzt auch nicht völlig überrascht, wenn es doch ein paar Maschinen mehr sind und sie dann aus SIN und BKK aus NRT heraus bedienen. Dann lohnt sich der Aufbau von Crew und Maintenance schon eher.

Stimme ich ihnen zu, 6 Maschienen galten ja mal als das eigentliche Minimum an sinnvoller Teilflottengroesse fuer den A380.
Aber die Maintanace kann ja auch jemand anderes machen, und am Ende schlaegt der Anschaffungspreis dann doch alles.
Wenn der Flieger guenstig genug her geht, sind die Betriebskosten weniger wichtig.


Airbus hat damit halt leider nicht im geringsten sein A380 Problem geloest.
Man hat immer noch eine Menge zweifelhafter Orders und seit Jahren keine order mehr.
BA und TK sind die einzigen Kunden die mir jetzt so auf die schnelle einfallen, die noch ein paar A380 abnehmen koennten.
Airbus hat ein richtig grosses Problem, und die 3 ANA A380 sind nur ein Tropfen.


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