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Maas: "Lufthansa soll Air-Berlin-Tickets akzeptieren"

Heiko Maas
Heiko Maas, © SPD

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BERLIN - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Lufthansa nach dem Erwerb großer Teile von Air Berlin zu Kulanz aufgefordert. "Es sollte im eigenen Interesse der Lufthansa liegen, sich jetzt möglichst kulant gegenüber den Kunden zu zeigen, und Air-Berlin-Tickets auf den von ihr übernommenen Strecken zu akzeptieren".

Dies sagte Maas den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Donnerstag). Es  wäre ein wichtiges Signal, um Kundenvertrauen nicht zu verlieren.

Ähnlich äußerte sich der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller: "Viele tausend Air-Berlin-Kunden werden von ihrem Geld nichts mehr wiedersehen. Die Lufthansa sollte sich großzügig zeigen und Air-Berlin-Kunden die Gebühren für bereits gebuchte Tickets erstatten."

Die Lufthansa kauft 81 der zuletzt 134 Air-Berlin-Maschinen und will bis zu 3000 der etwa 8000 Beschäftigten einstellen. Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz angemeldet. Wer vor dem Termin ein Ticket für einen Flug gekauft hat, der gestrichen wurde, muss sich an den Insolvenzverwalter wenden, wenn er Geld zurückhaben will. Passagiere stehen in der Reihe der Gläubiger aber ganz hinten.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: SPD | 19.10.2017 06:17

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Beitrag vom 20.10.2017 - 23:27 Uhr
Wird hier nicht immer wieder behauptet, dass Lufthansa ein Monopol hat, nachdem Air Berlin weg ist? Dann braucht Lufthansa auch keine Werbung machen um die Neukunden für sich zu gewinnen, die kommen dann ganz von alleine.
Fürchte da ist was dran. Das kann sich aber schnell ändern. Ein Grund warum der Easyjet-Deal stockt, liegt darin dass Easy den Deal gar nicht mehr braucht. Wenn AB am 29.Oktober den Betrieb einstellt, gehen die restlichen Slots und Flieger automatisch auf den Markt. Dazu wird Brüssel auch den LH-Deal nur absegnen, wenn Lufthansa am Markt ordentlich Platz macht.

Keine gute Idee Air Berlin-Passagiere da schon im Vorfeld zu vergraulen. Die werden schneller in Easy oder Ryanair-Fliegern sitzen als es LH lieb sein kann.
Beitrag vom 20.10.2017 - 20:26 Uhr
@tom.me: Hier geht es ausschließlich um Rückflugtickets, die vor der Insolvenz gebucht werden. Die Zahl der da noch offenen Rückflüge dürfte wohl überschaubar sein. Die Hansa übernimmt zwar nicht die Airline, aber deren Geschäft, und damit auch deren Kunden. Ein wenig unorthodoxe Kulanz würd sich das schnell bezahlt machen.

Wird hier nicht immer wieder behauptet, dass Lufthansa ein Monopol hat, nachdem Air Berlin weg ist? Dann braucht Lufthansa auch keine Werbung machen um die Neukunden für sich zu gewinnen, die kommen dann ganz von alleine.
Beitrag vom 20.10.2017 - 18:48 Uhr
@tom.me: Hier geht es ausschließlich um Rückflugtickets, die vor der Insolvenz gebucht werden. Die Zahl der da noch offenen Rückflüge dürfte wohl überschaubar sein. Die Hansa übernimmt zwar nicht die Airline, aber deren Geschäft, und damit auch deren Kunden. Ein wenig unorthodoxe Kulanz würd sich das schnell bezahlt machen.


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