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EADS verhandelt mit L-3 Communications und Raytheon

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EADS/Northrop Grumman KC-45, © Northrop Grumman
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PARIS - Der Airbus-Mutterkonzern EADS hält sich nach dem Rückzug seines Partners Northrop Grumman eine erneute Bewerbung um den milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrag der US-Regierung weiterhin offen. Es gebe Gespräche unter anderem mit den US-Konzernen L-3 Communications und Raytheon, bestätigte EADS-Chef Louis Gallois am Montag dem französischen Fernsehsender LCI. EADS suche dabei nach einem amerikanischen Partner für Teile der Elektronik.

Ein Angebot wolle EADS allerdings nur zu einem vernünftigen Preis abgeben, betonte Gallois. Der Konzern werde keinen Verlust in Kauf nehmen, nur um einen strategisch wichtigen Auftrag zu erhalten.

Rückzug vom Rückzug denkbar

Die US-Regierung will insgesamt 179 Tankflugzeuge bestellen, um ihre veraltete Flotte zu erneuern. Der Auftrag könnte sich auf bis zu 50 Milliarden US-Dollar belaufen. EADS hatte den Auftrag bereits in der Tasche. Nach Protest des US-Konkurrenten Boeing schrieb das Verteidigungsministerium das Geschäft allerdings unter veränderten Bedingungen neu aus. Der bisherige amerikanische EADS-Partner Northrop Grumman zog sich daraufhin aus dem Geschäft zurück.

Der EADS-Tanker KC-45 ist vom Großraumflugzeug Airbus A330 abgeleitet und hat bisher alle internationalen Wettbewerbe gegen Boeings KC-767 gewonnen. Die neuen Ausschreibungsbedingungen der US-Regierung sind nach Ansicht von Northrop Grumman und EADS jedoch auf den Boeing-Flieger zugeschnitten. Nun erwägt EADS ein verändertes Angebot mit einem neuen Partner.

© dpa-AFX | Abb.: Northrop Grumman | 12.04.2010 16:44




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