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Minus im ersten Halbjahr

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Finnair Vorstandschef Hienonen schmeißt hin

HELSINKI (dpa) - Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 44,7 Millionen Euro eingeflogen. Im Vorjahreszeitraum hatte das teilstaatliche Unternehmen noch einen Gewinn von 16,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Zwischenbilanz am Freitag in Helsinki erklärte Konzernchef Jukka Hienonen seinen Rücktritt.



Er begründete ihn mit der schlechten Zwischenbilanz sowie dem «fehlenden Willen der Gewerkschaften zu Veränderungen».

Der Finnair-Umsatz sank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 15,7 Prozent auf 943,1 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte sich bis zur Finanzkrise erfolgreich auf den Markt für Interkontinentalflüge zwischen Helsinki und Fernost konzentriert.

Im zweiten Quartal brach der Umsatz um 21,6 Prozent auf 427,4 Millionen Euro ein. Der Verlust betrug 26,1 Millionen Euro nach einem Plus von 13,4 Millionen Euro im zweiten Quartal 2008. Die Verkehrsleistung nahm in den Monaten April bis Juni um 8,5 Prozent ab.

Zugleich kürzte Finnair ihr Angebot um 11,7 Prozent, wodurch sich die Auslastung um 2,5 Prozentpunkte auf 72 Prozent verbesserte.

Keine Einigung mit Gewerkschaften

Insgesamt beförderte Finnair im zweiten Quartal 3,7 Millionen Passagiere. In der betrachteten Periode nahm der Frachtumschlag um 24,0 Prozent ab. Die erzielten Yields brachen im Passagierverkehr um 18,0 Prozent, im Frachtgeschäft um 33,1 Prozent ein. Parallel erhöhten sich die Stückkosten im Flugbetrieb um 2,8 Prozent.

Finnair hat daher ein Sparprogramm von 200 Millionen Euro aufgelegt. Maßnahmen beim Personal sollen 120 Millionen Euro zu diesem Einsparziel beitragen, 600 Stellen fielen bislang weg. Die Gewerkschaften tragen den Kurs der Gesellschaft nicht mit. Finnair konnte lediglich mit der Belegschaft der Sparte Technical Services eine Einigung erzielen.

© dpa, aero.de | Abb.: Finnair | 07.08.2009 14:37




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