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Quartalszahlen über Erwartungen

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Lufthansa bleibt trotz höherem operativen Gewinn skeptisch

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Lufthansa Airbus A330-300, © Deutsche Lufthansa AG
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FRANKFURT - Die Lufthansa sieht trotz eines überraschend positiven Sommerquartals kaum Licht am Ende des Tunnels. Ob der angestrebte operative Gewinn im Gesamtjahr erreicht werde, hänge wesentlich von der Geschäftsentwicklung im letzten Jahresviertel ab, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. "Sehr hohe Risiken" sieht der Vorstand im steigenden Ölpreis und der Mengen- und Preisentwicklung im Fluggeschäft.

Zudem dürften die neuen Konzerntöchter Austrian Airlines Group (AUA) und BMI in nächster Zeit rote Zahlen liefern. Die Lufthansa-Aktie stürzte nach den Nachrichten weiter in die Verlustzone und notierte zuletzt mit 3,87 Prozent im Minus bei 10,54 Euro. Der Dax zeigte sich zwar ebenfalls tiefrot, verzeichnete allerdings nicht ganz so hohe Verluste.

Erwartungen übertroffen

Mit ihrem Gewinn übertraf die Lufthansa die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten deutlich. Nicht nur die Auflösung einer Rückstellung für die jüngst erworbene Austrian Airlines, sondern auch deren Geschäft und dasjenige des britischen Neuerwerbs British Midland (BMI) brachten dem Konzern zweistellige Millionenbeträge ein.

Der in den ersten sechs Monaten aufgelaufene Konzernverlust von 216 Millionen Euro reduzierte sich unter anderem durch diese Effekte nach den ersten drei Quartalen auf 32 Millionen Euro. Analysten hatten hingegen ein Minus von 222 Millionen erwartet. Der operative Gewinn schrumpfte in den ersten neun Monaten von 954 auf 226 Millionen Euro, fiel damit aber fast dreimal so hoch aus wie erwartet.

Umsatz weiter unter Druck

Beim Umsatz machte sich hingegen die schwache Geschäftsentwicklung bemerkbar. Der Lufthansa-Erlös ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie erwartet um 13 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zurück.Diese Entwicklung wurde noch gebremst durch die erstmalige Einbeziehung der neuen Töchter, die in den Vorjahreszahlen noch nicht enthalten waren. BMI geht erst seit Juli, AUA seit September dieses Jahres in die Konzernzahlen ein.

Die Lufthansa versucht derzeit, mithilfe eines Sparprogramms wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Bis zum Jahr 2011 sollen die Kosten im Passagierverkehr um eine Milliarde Euro sinken. 400 Vollzeitstellen stehen zur Disposition.

Damit will sich der Linienflieger für den verschärften Wettbewerb mit Billiganbietern wie Ryanair und Air Berlin rüsten. In Winter senkt die Lufthansa ihre wöchentlichen Flüge um fast 1.000 auf 12.400. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo hat bereits Kurzarbeit eingeführt und mehrere Flieger stillgelegt. Hier gilt ein Verlust im Gesamtjahr bereits als ausgemacht.

© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 28.10.2009 16:03




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