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Beitrag vom 23.06.2023 - 08:33 Uhr
User4UPilot
User (455 Beiträge)
Mir tun die Leute leid, die bei LH einen überteuerten Green Tarif kaufen und wirklich glauben, sie würden damit etwas für die Umwelt tun.
Beitrag vom 23.06.2023 - 12:05 Uhr
UserFRAHAM
User (1285 Beiträge)
Mir tun die Leute leid, die meinen sie könnten die Menschheit retten. Um einen Klimawandel durch den Menschen zu minimieren müssten wir mal wieder auf Bevölkerungszahlen von 1950 zurück und ein Wohlstandsniveau deutlich unter unserem heutigen.

Es muss doch weh tun zu sehen, wie man auf eine Wand zu fährt und alle erst mal diskutieren, ob die Wand selbst gebaut ist oder ob das ein Fels sei und ob die Wand wirklich im Weg steht und wie groß die eigentlich ist. Aber nahezu alle im Fahrzeug beschweren sich über mögliche Fahrzeitverluste wenn man bremst. Man müsste wirklich darüber nachdenken, dem Menschen beide "sapiens" wieder zu entziehen.
Beitrag vom 23.06.2023 - 16:09 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Mir tun die Leute leid, die bei LH einen überteuerten Green Tarif kaufen und wirklich glauben, sie würden damit etwas für die Umwelt tun.

A fool and its money are soon parted... Ich sehe das mehr als Medienkompetenzübung an.
Wer hätte es gedacht - Werbung von Airlines lügt wie jede andere...
Wer was für die Umwelt tun will, fliegt weniger oder gar nicht.

Mir tun die Leute leid, die meinen sie könnten die Menschheit retten.

Und erst die, die meinen, die Menschheit wäre nicht mehr zu retten...

Um einen Klimawandel durch den Menschen zu minimieren müssten wir mal wieder auf Bevölkerungszahlen von 1950 zurück und ein Wohlstandsniveau deutlich unter unserem heutigen.

Ich denke es ist Ihnen schon klar, dass man eine bestehende Wirtschaft auch auf nicht-Karbonbasierte Enrgiequellen umstellen kann, dass also Massenmord nicht der einzig mögliche Ausweg aus dieser Krise ist.


Es muss doch weh tun zu sehen, wie man auf eine Wand zu fährt und alle erst mal diskutieren, ob die Wand selbst gebaut ist oder ob das ein Fels sei und ob die Wand wirklich im Weg steht und wie groß die eigentlich ist.

Durchaus. Und besonders weh tut es, Meinungen zu lesen,
- nach denen eh alles zu spät ist
- nach denen es gar keine Krise gibt.

Aber nahezu alle im Fahrzeug beschweren sich über mögliche Fahrzeitverluste wenn man bremst.

Zum einen Teil die, die es nicht verstanden haben.
Zum lauteren Teil die, die es ums verrecken nicht verstehen wollen...

Man müsste wirklich darüber nachdenken, dem Menschen beide "sapiens" wieder zu entziehen.

Bestimmten Gruppen schon, stimmt.


Dieser Beitrag wurde am 23.06.2023 16:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.06.2023 - 16:45 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4341 Beiträge)
Mir tun die Leute leid, die meinen sie könnten die Menschheit retten. Um einen Klimawandel durch den Menschen zu minimieren müssten wir mal wieder auf Bevölkerungszahlen von 1950 zurück und ein Wohlstandsniveau deutlich unter unserem heutigen.

Sie sind also der Meinung, die Menschheit ist eh nicht mehr zu retten, richtig?

Es ist aber wissenschaftlich erwiesen, daß auf unserem Planeten Erde durchaus > 10 Milliarden Menschen leben könnten.

 https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/die-welt-ernaehren-ohne-den-planeten-zu-schaedigen-ist-moeglich

"...und ein Wohlstandsniveau deutlich unter unserem heutigen."

Müsste dafür der (weitaus geringere Teil der Menschen) leider, leider auf ein bisschen was verzichten (z.B. nicht 20 verschiedene Mineralwassersorten aus jeder Region dieser Welt im heimischen Supermarkt erwarten, sondern nur 2-3 (regionale - was für eine umfassbare Zumutung!)...ich weiß das alleine rettet nix, ist auch nur ein Beispiel von unzähligen Fehlentwicklungen der letzten 100 Jahre).

So stellt sich eben die Frage:
'Was ist wirklicher Wohlstand?'.

Tja und da scheiden sich eben die Geister bzw. kommt die Natur des Menschen zum Vorschein:
'Verzichten - aber ich doch nicht!'

Es muss doch weh tun zu sehen, wie man auf eine Wand zu fährt und alle erst mal diskutieren, ob die Wand selbst gebaut ist oder ob das ein Fels sei und ob die Wand wirklich im Weg steht und wie groß die eigentlich ist. Aber nahezu alle im Fahrzeug beschweren sich über mögliche Fahrzeitverluste wenn man bremst. Man müsste wirklich darüber nachdenken, dem Menschen beide "sapiens" wieder zu entziehen.

Es tut weh sowas zu lesen, nicht weil Sie das Schreiben.
Sondern weil es die Realität, zumindest in unserer Gesellschaft, in der sogenannten 1.Welt, sehr gut beschreibt:
"Aber nahezu alle im Fahrzeug beschweren sich über mögliche Fahrzeitverluste wenn man bremst."
Beitrag vom 23.06.2023 - 18:55 Uhr
UserGB
User (1076 Beiträge)
Es ist aber wissenschaftlich erwiesen, daß auf unserem Planeten Erde durchaus > 10 Milliarden
Menschen leben könnten.

Erwiesen ist das nicht, es sind lediglich einigermaßen fundierte Annahmen als Berechnungsgrundlage für eine These herangezogen worden.

Leider haben diese "Wissenschaftler" vergessen dazuzuschreiben, daß sie unter leben können nur ernährt werden können verstehen. Leben besteht i.A. aus etwas mehr als überleben.
Beitrag vom 23.06.2023 - 19:55 Uhr
Userfbwlaie
User (5401 Beiträge)
LH z. B. kann natürlich - statt das Geld an andere abzugeben - selbst es etwas für den Umweltschutz tun.
LH muss nur die eigenen MA mal fragen.


Beitrag vom 23.06.2023 - 21:55 Uhr
Usermpilot
User (680 Beiträge)
Es ist aber wissenschaftlich erwiesen, daß auf unserem Planeten Erde durchaus > 10 Milliarden
Menschen leben könnten.

Erwiesen ist das nicht, es sind lediglich einigermaßen fundierte Annahmen als Berechnungsgrundlage für eine These herangezogen worden.

Leider haben diese "Wissenschaftler" vergessen dazuzuschreiben, daß sie unter leben können nur ernährt werden können verstehen. Leben besteht i.A. aus etwas mehr als überleben.

Ja, wer möchte in solch einer überbevölkerten Welt "überleben". Diese jährlich mit BusiJets für das Top Prognose Meeting in Davos einfallenden "Eliten" prognostizieren diese 10 Mrd allen Ernstes als machbar, obwohl wir doch heute schon in den Problemen ersticken. Sicherlich haben sie für sich selbst militärisch gesicherte Refugien in der Karibik vorgesehen.


Beitrag vom 24.06.2023 - 09:22 Uhr
UserFRAHAM
User (1285 Beiträge)
Und erst die, die meinen, die Menschheit wäre nicht mehr zu retten...

Ich möchte es nicht so undifferenziert stehen lassen. In der aktuellen Verfassung und mit aktuellem Habitus ist das so. Wenn nicht wenigstens bei >90% der Menschen auf der ganzen Welt der Schalter umgelegt wird und ein Umdenken stattfindet, sehe ich hier in der Tat schwarz. Es lassen sich ja noch nicht mal einfachste Dinge umsetzen, die in sich logisch und vernünftig sind.

Beispiele:
- Es lässt sich keine generelle Geschwindigkeitsbegrenz einführen, da es keinen einzigen Wissenschaftler gibt, der Geschwindigkeiten oberhalb 130 km/h als förderlich für das Klima darlegen kann.
- Die Menschheit raucht weiterhin, obwohl Anbau, Transport und Konsum von Tabak klimaschädlich ist. Von Gesundheit zu schweigen.
- Wir feiern hier kräftig neue wirtschaftliche Erfolge von einer Branche, wissentlich, dass diese eigentlich nicht mehr in dem Ausmass gebraucht wird und das Klima schädigt.
- Wir kaufen bei amerikanischen oder chinesischen Handeslplattformen Produkte (oft auch nur reinen "Nippes", die aus Fernost sehr klimaschädigend hergeschafft werden muss.
- Wir erlauben es unverändert - auch die aktuellen Gesetzesbemühungen helfen nur wenig - das Geräte mit geplanter Lebensdauer erstellt, produziert und vertrieben werden.
- Wir brauchen in großen Mengen der/die/das neue |Smartphone|Spielekonsole|Streaming-Dienste|Dating-Plattformen|Auto|Liste beliebig erweiterbar|, nur weil er/siees einem neuen optischen Zeitgeist unterliegt, irgendwelche unwichtigen Features mehr haben oder einfach "man es haben muss".
- Es sind zwar Plastik-Strohhalme verboten worden, aber die tausenden/millionenfachen Plastikverpackungen in den Supermärkten sind immer noch vorhanden, obwohl es sicherlich anders gehen würde.
- Wir privatiesieren und multiplizieren Dienstleistungen, statt ein ordentlich geplantes Gemeinschaftswerk zu haben (z.B. Paketdienste).
- Wieso müssen tausende von Haustieren gehalten werden, die genau betrachtet nur Ressourcen verbrauchen, aber keinen "Nutzen" haben (wie viele Hunde, Katzen, Aquarien und Terrarien inkl. Heizungen haben wir in diesem Land)?
- Und ist es nicht eigentlich unsinnig wegen der dauerhaft steigenden Temperaturen in alle Verkehrsmittel und immer mehr Gebäude und damit auch Wohnungen, Klimaanlagen zu verbauen, die noch mehr Ressourcen verbrauchen und damit das Problem im wahrsten Sinne des Wortes noch "anheizen"? Es gibt zwar keine Statistik darüber, aber als Hochrechnung aus Verkaufszahlen, kann von rund 1,6 Mio. Klimageräten in Deutschland ausgegangen werden. Bei einem Stromverbrauch von "gut angenommenen" 1,2 KWh (Verbräcuhe üblicherweise 0,7-3KWh) reden wir von 1,92 Millionen KWh pro Betriebsstunde. BEi durchschnittlichem Stromverbrauch von 1300KWh pro Jahr (worin die Klimaanlagen rechnerisch auch enthalten wären) bedeutet nur eine Stunde Betrieb pro Gerät das äquivalent von 1.476 Personen, die mit der nicht genutzten Energie ihre Haushalte betreiben könnten.
- Und wenn man es genau betrachtet - wir gönnen uns ein Luftfahrtforum, in dem wir uns unter Verwendung von (vermutlich karbonbasierten) Ressourcen über ein Hobby austauschen, dass bei strenger Betrachtung keinen Mehrwert für Klimaziele oder Gesellschaft hat.

Diese Beispiele lassen sich unendlich weiter ausformulieren. Ich möchte wetten, nahezu jeder hat gerade schon bei mindestens einem Beispiel sich gedacht "Ja, aber ich ...". Und es sind genau diese Relativierungen (von denen ich mich auch nicht ausnehme), die mich zweifeln lassen, dass die Menschheit dieses Problem in den Griff bekommt.

Ich denke es ist Ihnen schon klar, dass man eine bestehende Wirtschaft auch auf nicht-Karbonbasierte Enrgiequellen umstellen kann, dass also Massenmord nicht der einzig mögliche Ausweg aus dieser Krise ist.

Ja, aber das ist eine Mikro-ökologische Betrachtung. Ich kann einen Betrieb oder einen Wirtschaftsteil auf nicht-karbonbasierte Energiequellen umstellen. Problem bei der Sache ... zur Umstellung aller Wirtschaftszweige und das auch idealerweise weltweit, wird diese Form der Energiegewinnung zum einen nicht ausreichen oder auf absehbare Zeit geschaffen werden können. Es bedeutet zudem eine Verteuerung, was dann auch bedeutet, dass sich "der Wohlstand" des Status Quo verschlechtern wird. Ich begrüße das und wäre froh, wenn in der Richtung mehr getan würde.

Zu den regenerativen Energien gehört aber als Wahrheit auch dazu, dass diese auch nicht frei von Nebeneffekten sind. Dies spielen zwar meist nur in kleinem Rahmen eine Rolle derzeit, aber wenn wir die Energiegewinnung weltweit darauf stützen, gilt das auch zu betrachten. Gezeiten- und Windkraftwerke nehmen Bewegungsenergie, was zu einer Veränderung von Strömungen und Wind führt. Wasserkraftwerke bedürfen Stauseen oder aufgestaute Flüsse, was eine Ã"nderung des Klimas bedeutet. Und nach meinem letzten Kenntnisstand werden bei Solaranlagen auch zum einen Strahlungen reflektiert, die nicht genutzt werden kann und die auch die Erdathmosphäre nicht wieder verlassen kann. Zudem reden wir hier über großflächige Versiegelung von Böden bei einigen Betriebsmodellen. Alles in geringem Ausmass, aber wir nutzen es ja auch wie gesagt nur sehr gering.

Ist es aber nicht auch ein wenig "bequem", wenn man sich darauf "ausruht", dass es auch anders gehen könnte?

Einen Massenmord kann keiner ernsthaft gut finden noch in Erwägung ziehen. Und da stehen wir mit unserem Dilemma.

Durchaus. Und besonders weh tut es, Meinungen zu lesen,
- nach denen eh alles zu spät ist
- nach denen es gar keine Krise gibt.

Agree ... aber das muss eine Diskussion aushalten und solange es nicht polemisiert oder jemand persönlich angegriffen wird, darf gerne auf Sachbasis versucht werden diese Menschen abzuholen, denn die sind es, die meine These unterstützen, dass wir den Klimawandel nicht reduzieren können ohne einen Menschenwandel.
Und sollte es anders rübergekommen sein, ich zähle mich nicht zu einen der beiden genannten Kategorien. Wer mich dort einstuft, hat meine Kritikpunkte leider nicht verstanden. Ich tue schon sehr viel, was in meiner Macht steht. Mir ist auch bewusst, dass es noch deutlich mehr sein könnte. "Aber" ich stehe mir da als Mensch selber im Weg, weil ich auf manchen Luxus aktuell nicht bereit bin zu verzichten - mindestens mal auf das Mitwirken hier - und auch bei dem einen oder anderen Punkt aus meinen Beispielen ebenso.

Dieser Beitrag wurde am 24.06.2023 09:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.06.2023 - 09:35 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)
Sollt man gerne auch mal bei der achsogrünen DB anschauen.

Zertifikate machen den Strom nicht grüner beim größten Dieseleinzelverbraucher der Republik.
Beitrag vom 24.06.2023 - 12:48 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Ja, wer möchte in solch einer überbevölkerten Welt "überleben". Diese jährlich mit BusiJets für das Top Prognose Meeting in Davos einfallenden "Eliten" prognostizieren diese 10 Mrd allen Ernstes als machbar, obwohl wir doch heute schon in den Problemen ersticken. Sicherlich haben sie für sich selbst militärisch gesicherte Refugien in der Karibik vorgesehen.

Das mit den militärisch gesicherten Rückzugsorten für Milliardäre in der "Endzeit" ist gar nicht so einfach. Denn ein Milliardär ist ohne funktionierende Weltwirtschaft ebenfalls nur "just another Guy". Wie sollten sie also die militärische Sicherung ihres Refugiums motivieren?
Die meisten Szenarien gehen davon aus, dass bei einem Zusammenbruch der Ordnung das Sicherungspersonal selbst die Macht in den Milliardärsrefugien übernehmen würde, nachdem es sich der Eigentümer entledigt hat.
Ist also mehr eine Lose-Lose Aussicht. Auch für Milliardäre.
Beitrag vom 24.06.2023 - 13:08 Uhr
UserFRAHAM
User (1285 Beiträge)
Das ist nicht umsonst der Grund, warum viele Reiche auch an einer Paranoia leiden.
Beitrag vom 24.06.2023 - 18:28 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4341 Beiträge)
Und erst die, die meinen, die Menschheit wäre nicht mehr zu retten...

Ich möchte es nicht so undifferenziert stehen lassen. In der aktuellen Verfassung und mit aktuellem Habitus ist das so. Wenn nicht wenigstens bei >90% der Menschen auf der ganzen Welt der Schalter umgelegt wird und ein Umdenken stattfindet, sehe ich hier in der Tat schwarz. Es lassen sich ja noch nicht mal einfachste Dinge umsetzen, die in sich logisch und vernünftig sind.

Beispiele:
- Es lässt sich keine generelle Geschwindigkeitsbegrenz einführen, da es keinen einzigen Wissenschaftler gibt, der Geschwindigkeiten oberhalb 130 km/h als förderlich für das Klima darlegen kann.
- Die Menschheit raucht weiterhin, obwohl Anbau, Transport und Konsum von Tabak klimaschädlich ist. Von Gesundheit zu schweigen.
- Wir feiern hier kräftig neue wirtschaftliche Erfolge von einer Branche, wissentlich, dass diese eigentlich nicht mehr in dem Ausmass gebraucht wird und das Klima schädigt.
- Wir kaufen bei amerikanischen oder chinesischen Handeslplattformen Produkte (oft auch nur reinen "Nippes", die aus Fernost sehr klimaschädigend hergeschafft werden muss.
- Wir erlauben es unverändert - auch die aktuellen Gesetzesbemühungen helfen nur wenig - das Geräte mit geplanter Lebensdauer erstellt, produziert und vertrieben werden.
- Wir brauchen in großen Mengen der/die/das neue |Smartphone|Spielekonsole|Streaming-Dienste|Dating-Plattformen|Auto|Liste beliebig erweiterbar|, nur weil er/siees einem neuen optischen Zeitgeist unterliegt, irgendwelche unwichtigen Features mehr haben oder einfach "man es haben muss".
- Es sind zwar Plastik-Strohhalme verboten worden, aber die tausenden/millionenfachen Plastikverpackungen in den Supermärkten sind immer noch vorhanden, obwohl es sicherlich anders gehen würde.
- Wir privatiesieren und multiplizieren Dienstleistungen, statt ein ordentlich geplantes Gemeinschaftswerk zu haben (z.B. Paketdienste).
- Wieso müssen tausende von Haustieren gehalten werden, die genau betrachtet nur Ressourcen verbrauchen, aber keinen "Nutzen" haben (wie viele Hunde, Katzen, Aquarien und Terrarien inkl. Heizungen haben wir in diesem Land)?
- Und ist es nicht eigentlich unsinnig wegen der dauerhaft steigenden Temperaturen in alle Verkehrsmittel und immer mehr Gebäude und damit auch Wohnungen, Klimaanlagen zu verbauen, die noch mehr Ressourcen verbrauchen und damit das Problem im wahrsten Sinne des Wortes noch "anheizen"? Es gibt zwar keine Statistik darüber, aber als Hochrechnung aus Verkaufszahlen, kann von rund 1,6 Mio. Klimageräten in Deutschland ausgegangen werden. Bei einem Stromverbrauch von "gut angenommenen" 1,2 KWh (Verbräcuhe üblicherweise 0,7-3KWh) reden wir von 1,92 Millionen KWh pro Betriebsstunde. BEi durchschnittlichem Stromverbrauch von 1300KWh pro Jahr (worin die Klimaanlagen rechnerisch auch enthalten wären) bedeutet nur eine Stunde Betrieb pro Gerät das äquivalent von 1.476 Personen, die mit der nicht genutzten Energie ihre Haushalte betreiben könnten.
- Und wenn man es genau betrachtet - wir gönnen uns ein Luftfahrtforum, in dem wir uns unter Verwendung von (vermutlich karbonbasierten) Ressourcen über ein Hobby austauschen, dass bei strenger Betrachtung keinen Mehrwert für Klimaziele oder Gesellschaft hat.

Diese Beispiele lassen sich unendlich weiter ausformulieren. Ich möchte wetten, nahezu jeder hat gerade schon bei mindestens einem Beispiel sich gedacht "Ja, aber ich ...". Und es sind genau diese Relativierungen (von denen ich mich auch nicht ausnehme), die mich zweifeln lassen, dass die Menschheit dieses Problem in den Griff bekommt.

Ich denke es ist Ihnen schon klar, dass man eine bestehende Wirtschaft auch auf nicht-Karbonbasierte Enrgiequellen umstellen kann, dass also Massenmord nicht der einzig mögliche Ausweg aus dieser Krise ist.

Ja, aber das ist eine Mikro-ökologische Betrachtung. Ich kann einen Betrieb oder einen Wirtschaftsteil auf nicht-karbonbasierte Energiequellen umstellen. Problem bei der Sache ... zur Umstellung aller Wirtschaftszweige und das auch idealerweise weltweit, wird diese Form der Energiegewinnung zum einen nicht ausreichen oder auf absehbare Zeit geschaffen werden können. Es bedeutet zudem eine Verteuerung, was dann auch bedeutet, dass sich "der Wohlstand" des Status Quo verschlechtern wird. Ich begrüße das und wäre froh, wenn in der Richtung mehr getan würde.

Zu den regenerativen Energien gehört aber als Wahrheit auch dazu, dass diese auch nicht frei von Nebeneffekten sind. Dies spielen zwar meist nur in kleinem Rahmen eine Rolle derzeit, aber wenn wir die Energiegewinnung weltweit darauf stützen, gilt das auch zu betrachten. Gezeiten- und Windkraftwerke nehmen Bewegungsenergie, was zu einer Veränderung von Strömungen und Wind führt. Wasserkraftwerke bedürfen Stauseen oder aufgestaute Flüsse, was eine Ã"nderung des Klimas bedeutet. Und nach meinem letzten Kenntnisstand werden bei Solaranlagen auch zum einen Strahlungen reflektiert, die nicht genutzt werden kann und die auch die Erdathmosphäre nicht wieder verlassen kann. Zudem reden wir hier über großflächige Versiegelung von Böden bei einigen Betriebsmodellen. Alles in geringem Ausmass, aber wir nutzen es ja auch wie gesagt nur sehr gering.

Ist es aber nicht auch ein wenig "bequem", wenn man sich darauf "ausruht", dass es auch anders gehen könnte?

Einen Massenmord kann keiner ernsthaft gut finden noch in Erwägung ziehen. Und da stehen wir mit unserem Dilemma.

Durchaus. Und besonders weh tut es, Meinungen zu lesen,
- nach denen eh alles zu spät ist
- nach denen es gar keine Krise gibt.

Agree ... aber das muss eine Diskussion aushalten und solange es nicht polemisiert oder jemand persönlich angegriffen wird, darf gerne auf Sachbasis versucht werden diese Menschen abzuholen, denn die sind es, die meine These unterstützen, dass wir den Klimawandel nicht reduzieren können ohne einen Menschenwandel.
Und sollte es anders rübergekommen sein, ich zähle mich nicht zu einen der beiden genannten Kategorien. Wer mich dort einstuft, hat meine Kritikpunkte leider nicht verstanden. Ich tue schon sehr viel, was in meiner Macht steht. Mir ist auch bewusst, dass es noch deutlich mehr sein könnte. "Aber" ich stehe mir da als Mensch selber im Weg, weil ich auf manchen Luxus aktuell nicht bereit bin zu verzichten - mindestens mal auf das Mitwirken hier - und auch bei dem einen oder anderen Punkt aus meinen Beispielen ebenso.

Sie treffen 'den Nagel auf den Kopf' - besser kann man die derzeitige Situation nich beschreiben.
Nur ein kleine Anmerkung: ich würde nicht "nicht wenigstens bei >90% der Menschen auf der ganzen Welt der Schalter umgelegt wird" schreiben.

Ich glaube rein quantitativ sind es viel weniger die "den Schalter umlegen müssten" - die größere Masse hat diese Möglichkeit gar nicht.

Ansonsten: ich teile Ihre pessimistische Haltung, leider ist es so und ändern wird sich höchstwahrscheinlich nichts.
Beitrag vom 24.06.2023 - 18:30 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4341 Beiträge)
Sollt man gerne auch mal bei der achsogrünen DB anschauen.

Zertifikate machen den Strom nicht grüner beim größten Dieseleinzelverbraucher der Republik.

Das gehört zum von @FRAHAM beschrieben, katastrophalen Welt- Gesamtpaket dazu.

Ist lediglich das (übliche) Narrativ: 'aber die anderen...'.

Hilft nicht wirklich weiter.
Beitrag vom 24.06.2023 - 18:39 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4341 Beiträge)
Oder aber die Weltrevolution fällt mal wieder aus und weder Wirtschaft noch Klima ändern sich wesentlich.


Welche 'Weltrevolution'!?
Wer und wo (ausser in den Köpfen von Schwurrblern) macht/soll diese stattfinden?

Soll vorkommen bei sich selbst regulierenden Systemen.

Welche sind das genau, in Bezug auf die gigantischen Probleme auf die wir zurasen?

Oder meinen Sie diese 'Selbstregulierung', dass der größte Naturschädling auf der Erde, die Menschheit, über kurz oder mittelfristig verschwinden wird
(wenn sie es nicht doch noch sehr zeitnah hinbekommt voll auf die Bremse zu treten!)?

Da würde ich Ihnen doch glatt mal zustimmen.
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