Beitrag vom 27.05.2025 - 16:04 Uhr
Eine gute Meldung. Ein (möglicherweise) mal echter privater Wettbewerber für die DB.
Btw. Wo ist dieser Bahnhof ð?¤?ð????
Beitrag vom 27.05.2025 - 21:33 Uhr
Dieser Bahnhof ist im Kopf einer KI vermute ich mal ...
Ist es eine gute Meldung? Ich bin mir nicht sicher. Denn private Unternehmen wie Flix wollen Geld verdienen, denen sind nur die Strecken wichtig, auf denen hohe Nachfrage ist. Solange man diese nicht zwingt (wie eine DB) auch die Peripherie zu versorgen, sorgt ein solcher "Mitbewerber" nur für weniger Einnahmen bei der Bahn, die diese aber braucht um die Verluste in der Peripherie auszugleichen. Vergleiche in anderen Ländern wie USA und UK haben gezeigt, wie excellent man die Bahn zerstören kann unter dem Deckmantel des Wettbewerbs.
Nur mal als Denkanstoss - die Trassenpreise sind für alle Wettbewerber gleich, die Züge hat die Bahn auch gekauft (genau die gleiche Kombi), d.h. am Ende geht es doch nur darum, wer seinem Personal weniger bezahlen wird (oder kein lästiges Netz betreiben muss in strukturschwachse Gegenden).
Des weiteren werden Trassen dann zu Gunsten des neuen Anbiters von der Bahn weg genommen, d.h. für Bestandskunden weniger Ausweichmöglichkeiten, weil man ja untereinander die Fahrkarten in der Regel nicht anerkennt. Ich sehe also so gut wie keinen Mehrwert in dieser Aktion von Flix.
Ein andere Kapitel aus dem "Erfolgs"-Modell: Gewinne privatisieren und Verluste verallgemeinern. Herzlichen Glückwunsch.
Beitrag vom 27.05.2025 - 22:46 Uhr
Dieser Bahnhof ist im Kopf einer KI vermute ich mal ...
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Nur mal als Denkanstoss - die Trassenpreise sind für alle Wettbewerber gleich, die Züge hat die Bahn auch gekauft (genau die gleiche Kombi), d.h. am Ende geht es doch nur darum, wer seinem Personal weniger bezahlen wird (oder kein lästiges Netz betreiben muss in strukturschwachse Gegenden).
Nun ja, die Versorgung strukturschwacher Gebiete mit Bahnen geschieht in der Regel im Auftrag der jeweiligen Bundesländer, die die entsprechenden Leistungen ausschreiben und bezahlen. Und schon jetzt wird ein guter Teil des Regionalverkehrs von privaten Bahnen (oder Töchtern ausländischer Bahnen) geleistet. So gesehen sticht Ihr Argument nicht ganz.
Des weiteren werden Trassen dann zu Gunsten des neuen Anbiters von der Bahn weg genommen, d.h. für Bestandskunden weniger Ausweichmöglichkeiten, weil man ja untereinander die Fahrkarten in der Regel nicht anerkennt. Ich sehe also so gut wie keinen Mehrwert in dieser Aktion von Flix.
Ich als DB-Kunde sehe durchaus Vorteile, Schaut man nach Italien, hat Konkurrenz im Fernverkehr das Angebot erweitert und die Preise gesenkt. Für die Kunden ergibt sich also durchaus ein Mehrwert, auch weil ein Monopol im Fernverkehr endlich beendet werden könnte.
Ein andere Kapitel aus dem "Erfolgs"-Modell: Gewinne privatisieren und Verluste verallgemeinern. Herzlichen Glückwunsch.
Wann hat das Flix gemacht? Die wurden in Corona im Unterschied zur LH nicht mit Steuergeldern "gerettet". (Auch wenn die Kredite inzwischen zurück gezahlt wurden)-
Dieser Beitrag wurde am 27.05.2025 22:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.05.2025 - 22:49 Uhr
Dieser Bahnhof ist im Kopf einer KI vermute ich mal ...
Ist es eine gute Meldung? Ich bin mir nicht sicher. Denn private Unternehmen wie Flix wollen Geld verdienen, denen sind nur die Strecken wichtig, auf denen hohe Nachfrage ist. Solange man diese nicht zwingt (wie eine DB) auch die Peripherie zu versorgen, sorgt ein solcher "Mitbewerber" nur für weniger Einnahmen bei der Bahn, die diese aber braucht um die Verluste in der Peripherie auszugleichen. Vergleiche in anderen Ländern wie USA und UK haben gezeigt, wie excellent man die Bahn zerstören kann unter dem Deckmantel des Wettbewerbs.
Das sehe ich nicht. Gerade im Fernverkehr braucht die DB richtigen Wettbewerb.
Der Regionalverkehr ist ja schon in großen Teilen nicht mehr bei der DB, da gibt es mittlerweile sehr viele Wettbewerbe. Die Strecken werden ausgeschrieben und die DB muss sich um diese bewerben.
Nur mal als Denkanstoss - die Trassenpreise sind für alle Wettbewerber gleich, die Züge hat die Bahn auch gekauft (genau die gleiche Kombi), d.h. am Ende geht es doch nur darum, wer seinem Personal weniger bezahlen wird (oder kein lästiges Netz betreiben muss in strukturschwachse Gegenden).
Die Trassen (sprich: das Schienennetz und die Bahnhöfe) sind mittlerweile nicht mehr bei der DB.
Hier wird das ganze etwas umfangreicher beleuchtet:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/flixtrain-greift-die-deutsche-bahn-an-zuege-fuer-2-4-milliarden-euro-bestellt-a-ffcfc970-b632-4a88-b2cb-9aebe6938720
Daraus:
"Zwar hatte die Vorgängerregierung das Netz in die InfraGo AG ausgegliedert und so rechtlich von der Bahn getrennt, wirtschaftlich gehört sie jedoch weiterhin zum Konzern und führt ihre Gewinne ab. Zuletzt hatte die InfraGo die Netzentgelte Anfang des Jahres erhöht."
Für die DB und alle Wettbewerber.
Somit steht die DB immer noch besser da, da sie die Gewinne abschöpft, inkl. ihrer gezahlten Entgelte.
Dies sollte m.E. auch noch abgeschafft werden: diese AG muss komplett aus der DB raus, aber nicht privatisiert werden.
Des weiteren werden Trassen dann zu Gunsten des neuen Anbiters von der Bahn weg genommen, d.h. für Bestandskunden weniger Ausweichmöglichkeiten, weil man ja untereinander die Fahrkarten in der Regel nicht anerkennt. Ich sehe also so gut wie keinen Mehrwert in dieser Aktion von Flix.
Da wird nichts 'weggenommen'.
(Fernverkehrs)Strecken können von der DB und eben auch von Flix angeboten werden. Das ist dann eben Wettbewerb.
Ein andere Kapitel aus dem "Erfolgs"-Modell: Gewinne privatisieren und Verluste verallgemeinern. Herzlichen Glückwunsch.
Eben nicht, siehe oben.
Beitrag vom 28.05.2025 - 01:31 Uhr
Nun ja, die Versorgung strukturschwacher Gebiete mit Bahnen geschieht in der Regel im Auftrag der jeweiligen Bundesländer, die die entsprechenden Leistungen ausschreiben und bezahlen. Und schon jetzt wird ein guter Teil des Regionalverkehrs von privaten Bahnen (oder Töchtern ausländischer Bahnen) geleistet. So gesehen sticht Ihr Argument nicht ganz.
Es geht um Fernverkehr - nicht Nahverkehr.
Und was die riesigen Vorteile der Privatisierung im Nahverkehr sind, erleben wir jeden Tag mit kaputten Fahrzeugen, fehlendem Personal und jeder Auftragnehmer, der mehr als Mindeslohn zahlt fliegt bei der nächsten Ausschreibung wieder raus.
Ich als DB-Kunde sehe durchaus Vorteile, Schaut man nach Italien, hat Konkurrenz im Fernverkehr das Angebot erweitert und die Preise gesenkt.
Ich als DB Kunde sehe keine Vorteile. Ist ja nicht so, als ob das Angebot der DB deutlich zu teuer oder zu schlecht wäre.
Wann hat das Flix gemacht?
Das ist quasi Geschäftsmodell ... sie vermitteln nur - der wirtschaftliche Erfolg und das Risiko wird abgeschoben auf die Subunternehmer.
Es gibt Dinge, die gehören nicht in eine freie Wirtschaft. Privatunternehmen können es auch nicht besser.
Beitrag vom 28.05.2025 - 10:01 Uhr
Ist das eine gute Nachricht? Hm. Wettbewerb (kann) das Geschäft beleben. Aber hier sehe ich es anders.
- Flix ist ebenfalls Monopolist im Fernbusverkehr. Wie haben sie es geschafft: Durch das massive senken von (Lohn)kosten -> Die allermeisten Flixbusse gehören nicht Flix sondern werden durch (Europaweite) Subunternehmen betrieben. Wenn die Ihren Preis nicht halten können sind sie raus. Dadurch wurde der Preiskamp so massiv gefahren das die anderen Anbieter aufgegeben haben bzw. von Flix aufgekauft wurden. Ich würde auch nicht davon ausgehen dass das Personal bei Flix in Deutschland (Sozialversicherungspflichtig) angestellt werden wird. Sieht man ja auch in der Fliegerei wo teilweise das Personal angestellt wird, um die Lohnkosten gering zu halten.
- Bei Flix ist es nun auch nicht so ungewöhnlich das Verbindungen gestrichen werden, weil sie nicht gut genug gebucht sind. Da erstattet man halt lieber ggf. das Geld zurück und fertig. Wer hat denn z.B. während Corona den Zugverkehr aufrecht erhalten? Flix hat einfach alles eingestellt.
- Im Nahverkehr gibt es mittlerweile etliche "private" Zugunternehmen. Privat in Anführungsstrichen weil dort teilweise Europäische (Staats)bahnen als Gesellschafter hinter stehen. Und hier bekommt in der Regel nur der billigste den Zuschlag. Es ist ja nicht nur einmal passiert das auf einmal ein Betreiber während der Vertragslaufzeit nachverhandeln musste bzw. aufgeben musste. Per "Notvergabe" wurden dann einige Strecken zurück an DB Regio gegeben. Ist natürlich super, wenn hier das Personal aufgrund der Ausschreibungsverluste abgebaut/verschoben wurde. Und ist es im Nahverkehr wirklich besser geworden? Denn die EVU's dort machen nur genau das was bestellt wurde. Kein bisschen mehr. Das schimpfen "Können die an dem RE (oder so) nicht ein Wagen mal mehr dran machen. Der ist doch immer voll -> Ja. Theoretisch geht das teilweise. Es ist aber vom Aufgabenträger nicht bestellt und bezahlt und daher wird es auch nicht gemacht. Auch mit welchen Fahrzeugen gefahren wird, welcher Takt .... Wird alles vom Aufgabenträger vorgeschrieben. Also was genau ist die Verbesserung im Nahverkehr? Außer eine Verlagerung von Arbeitskräften in andere Unternehmen? Wenn hier weniger Lohn gezahlt wird, nimmt der Bund auch weniger Lohnsteuer etc. ein.
- Das Netz in Deutschland ist sehr endlich. Schon jetzt gibt es Streckenabschnitte die eine Auslastung von über 100% haben. Wenn dann etwas passiert ist nun mal keinerlei Puffer mehr da
- Flix wird sich einzig und allein die Rosinen rauspicken. Macht dass das Angebot für alle besser? Nein. Es werden nur die auf den "Cash Flow Strecken" ggf. profitieren. Und das wird auch Auswirkungen auf Fernverkehrsnebenstrecken haben.
- Schaut man sich im Ausland um: England hat gerade damit begonnen den ersten EVU wieder zu verstaatlichen. Die restlichen EVU sollen folgen.
- Wollen wir in Deutschland eine echte Verkehrswende muss massiv in die Schiene investiert werden. Zudem muss der Zugang zum System Bahn einfach werden/bleiben. Bedeutet möglichst ein Ticket für eine Strecke. Wenn etwas schief geht sollte man dann einfach die nächstmögliche Verbindung nehmen können. Man wird aber Flix nicht dazu zwingen können z.B. die DB Tickets (kostenfrei) anzuerkennen.
- Es gibt bestimmt einiges an Verbesserungspotential bei der Schiene (Braucht es z.B. über 60 Tarifverbünde, die alle auch Ihre eigene Verwaltung etc haben?) . Ob es das System Schiene aber durch Flix besser macht? Das bezweifel ich.
Beitrag vom 28.05.2025 - 13:42 Uhr
Der Beitrag war schlecht zu lesen, aber was ich gelesen habe, passt. Außer:
Die allermeisten Flixbusse gehören nicht Flix
In Deutschland/Europa ist Flix nur Vermittler und betreib nicht einen Bus. Es werden mittlerweile einzelne Subunternehmen betrieben mit eigenen Bussen.
Beitrag vom 28.05.2025 - 13:49 Uhr
Nun ja, die Versorgung strukturschwacher Gebiete mit Bahnen geschieht in der Regel im Auftrag der jeweiligen Bundesländer, die die entsprechenden Leistungen ausschreiben und bezahlen. Und schon jetzt wird ein guter Teil des Regionalverkehrs von privaten Bahnen (oder Töchtern ausländischer Bahnen) geleistet. So gesehen sticht Ihr Argument nicht ganz.
Es geht um Fernverkehr - nicht Nahverkehr.
Und was die riesigen Vorteile der Privatisierung im Nahverkehr sind, erleben wir jeden Tag mit kaputten Fahrzeugen, fehlendem Personal und jeder Auftragnehmer, der mehr als Mindeslohn zahlt fliegt bei der nächsten Ausschreibung wieder raus.
Nein: derjenige fliegt, der die Ausschreibungsanforderungen auf Dauer nicht erfüllt. Da trifft es die DB schon auch.
Das erlebe ich als reger Nutzer des Schienennahverkehrs anders: seit es Konkurrenz gibt, ist auch die DB zuverlässiger geworden. Das Angebot wurde auch qualitativ verbessert. Und mir war schon klar, dass es um den Fernverkehr geht.
Ich als DB-Kunde sehe durchaus Vorteile, Schaut man nach Italien, hat Konkurrenz im Fernverkehr das Angebot erweitert und die Preise gesenkt.
Ich als DB Kunde sehe keine Vorteile. Ist ja nicht so, als ob das Angebot der DB deutlich zu teuer oder zu schlecht wäre.
Ich als DB-Kunde tue mich bisweilen damit schwer, dass es keine Alternativen gibt. Vor allem bei den langen Streiks der LDB-Lokführer. Da hätten Alternativen gut getan. In Italien - wie beeits geschrieben - kann man gut erleben, wie es besser geht.
Es gibt Dinge, die gehören nicht in eine freie Wirtschaft. Privatunternehmen können es auch nicht besser.
Auch das sehe ich anders: dabei gehört das Netz ganz sicher nicht in Privatbesitz, aber die alte "Beamtenbahn" mit ihrer Schwerfälligkeit und Srvicefeindlichkeit wünsche ich mir nichtb zutrück, die habe ich lange genug erlebt.
Beitrag vom 28.05.2025 - 13:53 Uhr
Ist das eine gute Nachricht? Hm. Wettbewerb (kann) das Geschäft beleben. Aber hier sehe ich es anders.
...
- Bei Flix ist es nun auch nicht so ungewöhnlich das Verbindungen gestrichen werden, weil sie nicht gut genug gebucht sind. Da erstattet man halt lieber ggf. das Geld zurück und fertig. Wer hat denn z.B. während Corona den Zugverkehr aufrecht erhalten? Flix hat einfach alles eingestellt.
Klar: Flix erhielt auch keine Staatshilfen...
- Es gibt bestimmt einiges an Verbesserungspotential bei der Schiene (Braucht es z.B. über 60 Tarifverbünde, die alle auch Ihre eigene Verwaltung etc haben?) . Ob es das System Schiene aber durch Flix besser macht? Das bezweifel ich.
Und was denken Sie dann in Bezug auf Fluggesellschaften? Der Logik nach reicht ja eine staatliche dann auch aus, wozu Wettbewerb? Den soll es wohl überall geben, nur nicht bei der Bahn?
Beitrag vom 28.05.2025 - 15:14 Uhr
Ich konnte nirgendwo lesen, dass Flix die bestellten Züge nur in Deutschland einsetzen möchte. Vielleicht gibt es einmal eine Zugverbindung nach Spanien, wo man nicht in Paris den Bahnhof wechseln muss. Gerade im grenzüberschreitenden Verkehr stellen sich die Nationalen Bahnen recht behäbig an.
Beitrag vom 28.05.2025 - 15:32 Uhr
Ich konnte nirgendwo lesen, dass Flix die bestellten Züge nur in Deutschland einsetzen möchte. Vielleicht gibt es einmal eine Zugverbindung nach Spanien, wo man nicht in Paris den Bahnhof wechseln muss. Gerade im grenzüberschreitenden Verkehr stellen sich die Nationalen Bahnen recht behäbig an.
Die Züge werden so bestellt und technisch ausgerüstet, dass die auch auf anderen Strecken als nur in Deutschland fahren können. Ob es eine durchgängige Linie z.B. von Deutschland nach Spanien geben wird, glaube ich jedoch nicht.
Hier waren die 'Kurswagen', die es früher gab (die meistens Schlaf- oder Liegewagen, ob der langen Reisezeit), wesentlich besser, weil flexibler.
Da immer mehr 'geschlossene Züge', also ohne die Möglichkeit einen Wagen ab- und an einen anderen Zug wieder anzukoppeln, zum Einsatz kommen, wird es die sicher auch nicht wieder geben.
Ich persönlich bedauere das sehr. Habe sehr schöne Erinnerungen an sehr weite und lange Reisen mit der Bahn. Auch die Rangiermanöver waren immer spannend.
Aber für Geschäftsreisende ist das sicher nichts.
Beitrag vom 28.05.2025 - 16:05 Uhr
Und was denken Sie dann in Bezug auf Fluggesellschaften? Der Logik nach reicht ja eine staatliche dann auch aus, wozu Wettbewerb? Den soll es wohl überall geben, nur nicht bei der Bahn?
Ich denke das vergleicht Ã"pfel mit Birnen.
Verstaatlichter Betrieb ist generell da sinnvoll, wo Bedarfsorientiert statt Gewinnorientiert entschieden werden soll.
ZB im öffentlichen Nahverkehr.
zB bei der DFS
Es gibt viel, was privatwirtschaftlich und Gewinnorientiert nicht funktioniert.
IMHO auch vielen Bereiche unseres Gesundheitssystems.
Verstaatlichte Fluggesellschaften wären demnach erst dann sinnvoll, wenn wir irgendwann mal auch von Fluggesellschaften eine Versorgung in der Fläche, Höchstpreise, Mindestfrequenzen und damit die Aufrechterhaltung unrentabler Strecken fordern würden.
Beitrag vom 28.05.2025 - 18:51 Uhr
Und was denken Sie dann in Bezug auf Fluggesellschaften? Der Logik nach reicht ja eine staatliche dann auch aus, wozu Wettbewerb? Den soll es wohl überall geben, nur nicht bei der Bahn?
Ich denke das vergleicht Ã"pfel mit Birnen.
Verstaatlichter Betrieb ist generell da sinnvoll, wo Bedarfsorientiert statt Gewinnorientiert entschieden werden soll.
ZB im öffentlichen Nahverkehr.
zB bei der DFS
Es gibt viel, was privatwirtschaftlich und Gewinnorientiert nicht funktioniert.
IMHO auch vielen Bereiche unseres Gesundheitssystems.
Zustimmung. Bei Gesundheitswesen, DFS, auch Post, auch Ã?PNV bein ich bei Ihnen.
Verstaatlichte Fluggesellschaften wären demnach erst dann sinnvoll, wenn wir irgendwann mal auch von Fluggesellschaften eine Versorgung in der Fläche, Höchstpreise, Mindestfrequenzen und damit die Aufrechterhaltung unrentabler Strecken fordern würden.
Fakt ist aber eben auch: die (staatliche) Bahn erfüllt ihren Auftrag (flächendeckender Passagiertransport UND massiver Güterverkehr) seit der Wiedervereinigung immer schlechter (beim Güterverkehr war sogar die DR, wenn auch zwangsweise, viel, viel weiter). Der Privatisierungsversuch in den 1990igern ist voll in die Hose gegangen, an den Folgen leidet die Bahn, insbesondere des Schienennetz noch heute.
M.E. ist der Ansatz (siehe den obigen Link auf den umfangreicheren Artikel dazu) das Netz auszugliedern m.E. ein erster Schritt. Aber das muss konsequent erfolgen, wie vorher von mir beschrieben. Also komplett weg von der DB, aber in staatlicher Hand, mit dem Ziel mindestens eine schwarze Null zu erreichen.
Auf dieser Grundlage kann dann im Angebot auf der Fernstrecke durchaus eben auch ein Wettbewerb stattfinden. Die staatliche DB ist ja auch dann immer noch, von der Ausgangssituation her, klar im Vorteil.
Beim Regioverkehr klappt doch der Wettbewerb auch schon ganz gut.
Allerdings ist hier, sowohl bei der DB, als auch beim Wettbewerb, der Trend zu 'geschlossen Einheiten', mit begrenzter, unveränderbarer Kapazität, eher suboptimal. Bei 'Lok - Wagen' Traktion (wie z.B. in Tschechien auf Regioverbindungen), könnten in Spitzenzeiten noch ein paar Wagen dran gehängt werden.
Gerade die DB, wie ich bei meinen Fahrten sehr oft sehen kann, hat doch soviel Material an ungenutzen Loks und Wagen (z.B. in Mukran unzählige Doppelstockeinheiten und in Leipzig viele E- Loks) ungenutzt rumstehen, wekche quasi 'vergammeln'.
Das ist eine enorme, sinnlose Verschwendung von Steuergeldern (ich verstehe nicht, warum die Aufsichtsbehörden das zulassen!?).
Flixtrain, mit dem bisherigen Angebot, zeigt doch das dieses Material durchaus noch sinnvoll verwendet werden kann und von den Reisenden auch angenommen wird.
Beitrag vom 29.05.2025 - 08:26 Uhr
Eine wirklich vielversprechende Entwicklung nachdem Flix durchaus die kritische Größe hat um es zumindest stellen-/ streckenweise mit der DummBahn aufnehmen zu können.
Eisenbahnverkehr ist ein kapitalintensives Geschäft (siehe Artikel) und daran scheitern viele kleinere Anbieter nachdem die DB ihre gebrauchten Fahrzeuge bewusst nicht oder nur zu überhöhten Preisen anbietet um diese hohe Hürde zu erhalten.
Natürlich hat die DB als Eigentümerin der Infrastruktur noch zahlreiche andere Möglichkeiten den Wettbewerb zu sabotieren und hat dies in der Vergangenheit z.B. über den Bahnstrom auch schon getan aber sie geht dabei teilweise so weit dass sie sogar (theoretische) interne Konkurrenz sabotiert und u.a. an der Stelle tun sich dann Marktlücken für Flix auf.
Seit die REs nämlich schnell und dicht genug sind ICE Trassen nutzen zu dürfen könnte z.B. ein von Leipzig nach München durchgehender RE dem ICE auf der Verbindung durchaus Konkurrenz machen.
Ganz unabhängig davon dass er so auch diverse Flughäfen miteinander verbinden könnte.
An Stelle von Flix würde ich es auf genau solchen Verbindungen versuchen nachdem die nicht nur im Verlauf künstlich durchtrennt d.h. verschlechtert werden sondern darüber hinaus auch teilweise unter krassen (und echten) Zuverlässigkeitsproblemen leiden, viel zu selten gefahren werden, eine hohe Nachfrage bieten und die von Flix bestellten Züge ohnehin nicht ganz so schnell sind und es im direkten Wettbewerb somit schwer haben werden denn die Preise der ICE Tickets kann man ja jederzeit anpassen im Gegensatz zur Höchstgeschwindigkeit der Flix Züge.
Beitrag vom 29.05.2025 - 09:06 Uhr
Interessant finde ich, dass der Lufthansa-Großaktionär Klaus-Michael Kühne zu den Investoren bei Flixbus gehört, wo es gerade dort jede Menge Betreiber gibt.
Da könnte man vermute, dass er bei Lufthansa gar nicht die Menge an Betreibern (AOCs) kritisiert, sondern nur den Außenauftritt. Vielleicht wünscht er sich bei Lufthansa ja nur einen gemeinsamen Markennamen, egal wie viele Betreiber es unter diesem gibt.
Sein Satz ("Lufthansa ist zu zersplittert aufgestellt, es gibt zu viele Markennamen") aus dem jüngsten Interview könnte man jedenfalls - im Zusammenhang mit seinem Engagement bei Flixbus - so interpretieren.