Beitrag vom 22.11.2024 - 08:04 Uhr
Lufthansa will die Leitplanken für die Crewplanung "neu verhandeln" und "vereinfachen". "Wir brauchen nicht mehr Regeln oder intelligentere Verfahren", schreibt Ritter. "Wir brauchen weniger davon."
Ein Schelm, wer dabei böses denkt..
Interessant was sich die Consultants, logischerweise alle ohne aktive Flugerfahrung, da ausgedacht haben und in wie weit die Anforderungen der Crews berücksichtigt werden... aber bis 2026 oder später vergeht ja noch viel Zeit
Beitrag vom 22.11.2024 - 08:28 Uhr
Lufthansa will die Leitplanken für die Crewplanung "neu verhandeln" und "vereinfachen". "Wir brauchen nicht mehr Regeln oder intelligentere Verfahren", schreibt Ritter. "Wir brauchen weniger davon."
Ein Schelm, wer dabei böses denkt..
Interessant was sich die Consultants, logischerweise alle ohne aktive Flugerfahrung, da ausgedacht haben und in wie weit die Anforderungen der Crews berücksichtigt werden... aber bis 2026 oder später vergeht ja noch viel Zeit
Wollen sie jetzt wirklich behaupten das 1500 Regeln nicht deutlich zuviel sind?
Das klingt nach einem bürokratischen Monster, passt aber natürlich super zur LH und zu Deutschland.
Beitrag vom 22.11.2024 - 08:37 Uhr
Glauben Sie denn ernsthaft, dass vor der Erstellung eines Dienstplanes hier 1500 einzelne Regeln berücksichtigt werden müssen? Oder kennt man langsam dann doch das LH Management und kann daher einschätzen, dass es zwar viele (zu viele) Regeln gibt, aber 1500 Regeln ein rein theoretischer Wert sind der in der Realität nie erreicht wird?
Beitrag vom 22.11.2024 - 08:41 Uhr
Ein hehres Ziel, eines das seit vielen Jahren oben auf der Agenda steht und von wirklich allen Seiten gut geheißen wird. Ob man das Ergebnis dann auch von allen Seiten gutheißen kann, wird denke ich maßgeblich davon abhängen, ob einmal mehr den verlockenden Einflüsterungen von Boston Consulting nachgibt (welche in der Regel auf eine auf Kante genähte Ops und "leider" oder "überraschend" nicht haltbaren Versprechen an die Mitarbeiter hinauslaufen), oder man sich tatsächlich auf die operationellen und betrieblichen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Planbarkeit des Privatlebens der Crews konzentriert.
Sollte Letzteres gelingen, wäre das ein Gewinn für alle Beteiligten und Ritter könnte von sich behaupten, wahrlich historisches geleistet zu haben.
Beitrag vom 22.11.2024 - 08:49 Uhr
Lufthansa will die Leitplanken für die Crewplanung "neu verhandeln" und "vereinfachen". "Wir brauchen nicht mehr Regeln oder intelligentere Verfahren", schreibt Ritter. "Wir brauchen weniger davon."
Ein Schelm, wer dabei böses denkt..
Interessant was sich die Consultants, logischerweise alle ohne aktive Flugerfahrung, da ausgedacht haben und in wie weit die Anforderungen der Crews berücksichtigt werden... aber bis 2026 oder später vergeht ja noch viel Zeit
Wollen sie jetzt wirklich behaupten das 1500 Regeln nicht deutlich zuviel sind?
Das klingt nach einem bürokratischen Monster, passt aber natürlich super zur LH und zu Deutschland.
Das klingt nicht nur so, das ist es auch. Das hat seinerzeit, als der letzte große MTV Kabine verhandelt wurde, auch der damaligen UFO Chef genau so genannt.
Was die 1500 bei den Regeln angeht, das bezieht sich auf das Gesamte, also Cockpit und Kabine. Allein die EASA FTL ist für sich schon umfangreich, das könnte schon hinkommen. Aber es spielt eigentlich keine Rolle, es ist zu viel und schränkt ein. Vieles was da drin steht macht komplex und kostet somit Geld, aber der Benefit für den Einzelnen ist fraglich. Das man da gleich in die Abwehrhaltung geht und natürlich, die Berater, gleich einen Buhmann parat hat, sagt ja schon Einiges über das Mindset aus.
Dieser Beitrag wurde am 22.11.2024 08:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:00 Uhr
Vielleicht muss man das auch im Zusammenhang mit der Reduzierung von Mitarbeitern im Verwaltungsbereich sehen. 2020 (neuere Zahlen habe ich nicht, aktuelle Mitarbeiter können sie aber im Intranet finden) waren 11% der Mitarbeiter im Overhead mit der Crewplanung- und Verwaltung beschäftigt.
Und Reduktion von Mitarbeitern im Overhead wird doch allgemein begrüßt ... oder etwa nicht?
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:14 Uhr
Auf der einen Seite wird sich immer beschwert der Wasserkopf und die Admin Kosten wären zu groß. Aber wenn es man konkret wird und darum geht Komplexität abzubauen, um genau diese Folge daraus zu eliminieren, hat das fliegende Personal sofort Angst, dass ihnen persönliche Extrawürste gestrichen werden. LH in a nutshell. So kommt man aus dem Loch nicht raus.
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:18 Uhr
Ein hehres Ziel, eines das seit vielen Jahren oben auf der Agenda steht und von wirklich allen Seiten gut geheißen wird. Ob man das Ergebnis dann auch von allen Seiten gutheißen kann, wird denke ich maßgeblich davon abhängen, ob einmal mehr den verlockenden Einflüsterungen von Boston Consulting nachgibt (welche in der Regel auf eine auf Kante genähte Ops und "leider" oder "überraschend" nicht haltbaren Versprechen an die Mitarbeiter hinauslaufen), oder man sich tatsächlich auf die operationellen und betrieblichen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Planbarkeit des Privatlebens der Crews konzentriert.
Sollte Letzteres gelingen, wäre das ein Gewinn für alle Beteiligten und Ritter könnte von sich behaupten, wahrlich historisches geleistet zu haben.
Ja, selbstverständlich würden die MA ihre eigenen Regeln so gestalten, dass das Unternehmen wieder Gewinne einfahren kann, und nicht so, dass es persönlich am angenehmsten ist :D Sie schrieben ja schon "Planbarkeit des Privatlebens", das wäre dann wohl der einzige Fokus
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:32 Uhr
Ein hehres Ziel, eines das seit vielen Jahren oben auf der Agenda steht und von wirklich allen Seiten gut geheißen wird. Ob man das Ergebnis dann auch von allen Seiten gutheißen kann, wird denke ich maßgeblich davon abhängen, ob einmal mehr den verlockenden Einflüsterungen von Boston Consulting nachgibt (welche in der Regel auf eine auf Kante genähte Ops und "leider" oder "überraschend" nicht haltbaren Versprechen an die Mitarbeiter hinauslaufen), oder man sich tatsächlich auf die operationellen und betrieblichen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Planbarkeit des Privatlebens der Crews konzentriert.
Sollte Letzteres gelingen, wäre das ein Gewinn für alle Beteiligten und Ritter könnte von sich behaupten, wahrlich historisches geleistet zu haben.
Ja, selbstverständlich würden die MA ihre eigenen Regeln so gestalten, dass das Unternehmen wieder Gewinne einfahren kann, und nicht so, dass es persönlich am angenehmsten ist :D Sie schrieben ja schon "Planbarkeit des Privatlebens", das wäre dann wohl der einzige Fokus
Ihre beengte Sicht auf komplexe Themen wie diese ist bemitleidenswert. Würden diese ganzen Regeln den Crews ein Lala-Land bei der Monatsplanung ermöglichen, würden sie wohl kaum selbst für deren Vereinfachungen eintreten.
Es ist zu einem Punkt gekommen, wo alle unter der Komplexität leiden, die Planer genauso wie die zu Planenden. Es soll vorkommen, dass man Dinge neu regeln kann und am Ende sind alle zufriedener als zuvor - ich weiß, das kam leider irgendwann gefühlt mal aus der Mode, aber man darf doch wohl noch träumen.
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:36 Uhr
Lufthansa will die Leitplanken für die Crewplanung "neu verhandeln" und "vereinfachen". "Wir brauchen nicht mehr Regeln oder intelligentere Verfahren", schreibt Ritter. "Wir brauchen weniger davon."
Ein Schelm, wer dabei böses denkt..
Interessant was sich die Consultants, logischerweise alle ohne aktive Flugerfahrung, da ausgedacht haben und in wie weit die Anforderungen der Crews berücksichtigt werden... aber bis 2026 oder später vergeht ja noch viel Zeit
Wollen sie jetzt wirklich behaupten das 1500 Regeln nicht deutlich zuviel sind?
Das klingt nach einem bürokratischen Monster, passt aber natürlich super zur LH und zu Deutschland.
Das klingt nicht nur so, das ist es auch. Das hat seinerzeit, als der letzte große MTV Kabine verhandelt wurde, auch der damaligen UFO Chef genau so genannt.
Was die 1500 bei den Regeln angeht, das bezieht sich auf das Gesamte, also Cockpit und Kabine. Allein die EASA FTL ist für sich schon umfangreich, das könnte schon hinkommen. Aber es spielt eigentlich keine Rolle, es ist zu viel und schränkt ein. Vieles was da drin steht macht komplex und kostet somit Geld, aber der Benefit für den Einzelnen ist fraglich. Das man da gleich in die Abwehrhaltung geht und natürlich, die Berater, gleich einen Buhmann parat hat, sagt ja schon Einiges über das Mindset aus.
EASA FTL wäre ja einfach zu handhaben, es gibt nur limits vor über die nicht hinausgegangen werden kann.
Aber das ist ja cockpit und kabine viel zu streng und mit zuviel arbeit verbunden, deshalb versuchen ja UFO, VC es in MTV´s "angenehmer" zu machen. Und so kommt es mittlerweile, dass die Kabine nach einem Langstreckenflug beispielsweise wesentlich länger frei hat, als das Cockpit (weil UFO härter verhandelt hat als VC)
Und dass wurde in den vergangenen Jahren (auch mit vielen Streiks untermauert) laufend getan, und so mit immer mehr regeln versehen.
Kein Wunder dass es LH mittlerweile reicht, und sie das ganze Regelwerk am liebsten sprengen würde, und nur mehr mit den (paar) EASA FTL Limits die Dienstpläne gestalten.
Aber da wird die Rechnung ohne die mächtigen Gewerkschaften gemacht - VC und UFO werden einen Teufel tun, auch nur auf eine hart erkämpfte MTV Regel zu verzichten.
Da bleibt LH eben nur mehr der Weg über neue Gewerkschften - wie die Verdi - mit der man (wie schon praktiziert) gute einfache neue Verträge abschliessen kann, ohne 100.000 Einschränkungen zu erfinden, um die Befindlichkeiten der einzelnen Berufsgruppen zu bedienen.
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:39 Uhr
Ein hehres Ziel, eines das seit vielen Jahren oben auf der Agenda steht und von wirklich allen Seiten gut geheißen wird. Ob man das Ergebnis dann auch von allen Seiten gutheißen kann, wird denke ich maßgeblich davon abhängen, ob einmal mehr den verlockenden Einflüsterungen von Boston Consulting nachgibt (welche in der Regel auf eine auf Kante genähte Ops und "leider" oder "überraschend" nicht haltbaren Versprechen an die Mitarbeiter hinauslaufen), oder man sich tatsächlich auf die operationellen und betrieblichen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Planbarkeit des Privatlebens der Crews konzentriert.
Sollte Letzteres gelingen, wäre das ein Gewinn für alle Beteiligten und Ritter könnte von sich behaupten, wahrlich historisches geleistet zu haben.
Ja, selbstverständlich würden die MA ihre eigenen Regeln so gestalten, dass das Unternehmen wieder Gewinne einfahren kann, und nicht so, dass es persönlich am angenehmsten ist :D Sie schrieben ja schon "Planbarkeit des Privatlebens", das wäre dann wohl der einzige Fokus
Ihre beengte Sicht auf komplexe Themen wie diese ist bemitleidenswert. Würden diese ganzen Regeln den Crews ein Lala-Land bei der Monatsplanung ermöglichen, würden sie wohl kaum selbst für deren Vereinfachungen eintreten.
Es ist zu einem Punkt gekommen, wo alle unter der Komplexität leiden, die Planer genauso wie die zu Planenden. Es soll vorkommen, dass man Dinge neu regeln kann und am Ende sind alle zufriedener als zuvor - ich weiß, das kam leider irgendwann gefühlt mal aus der Mode, aber man darf doch wohl noch träumen.
Danke, aber ich benötige Ihr Mitleid nicht. Meine, ihrer Aussage nach "beengte" Sicht, kommt eben aus Erfahrung, sowohl beruflich, als auch im privaten, bin ich immer wieder überrascht über die Vorstellungen und Erwartungen des fliegenden Personals. Daher bezweifle ich eben stark, dass diesen daran gelegen ist, das Unternehmen zu retten, sondern die eigenen Privilegien.
Dieser Beitrag wurde am 22.11.2024 09:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:47 Uhr
Meine, ihrer Aussage nach "beengte" Sicht, kommt eben aus Erfahrung, sowohl beruflich, als auch im privaten, bin ich immer wieder überrascht über die Vorstellungen und Erwartungen des fliegenden Personals. Daher bezweifle ich eben stark, dass diesen daran gelegen ist, das Unternehmen zu retten, sondern die eigenen Privilegien.
Wie wahr
Beitrag vom 22.11.2024 - 09:59 Uhr
Man muss ja mal überlegen, warum es so viele Regeln gibt.
Kaum ist ein neuer MTV unterschrieben, den übrigens auch die GL unterschreibt, werden Mittel und Wege gesucht, die verhandelten Dinge zu unterwandern und die Umsetzung teils zu verhindern oder so weit als möglich hinauszuzögern.
Also wird in einem weiteren MTV neue Regeln geschaffen, damit weniger unterwandert werden kann.
Somit entstehen immer mehr und mehr. Ã"ußerst kontraproduktiv. Keine Frage.
Sich aber hinzustellen und zu sagen, die Gewerkschaften sind alleinig Schuld an diesem Regelwust, ist mal wieder typisch LH.
Wusste gar nicht, dass die Gewerkschaften der LH diktieren, was in Verträge kommt.
Beitrag vom 22.11.2024 - 10:08 Uhr
Ein hehres Ziel, eines das seit vielen Jahren oben auf der Agenda steht und von wirklich allen Seiten gut geheißen wird. Ob man das Ergebnis dann auch von allen Seiten gutheißen kann, wird denke ich maßgeblich davon abhängen, ob einmal mehr den verlockenden Einflüsterungen von Boston Consulting nachgibt (welche in der Regel auf eine auf Kante genähte Ops und "leider" oder "überraschend" nicht haltbaren Versprechen an die Mitarbeiter hinauslaufen), oder man sich tatsächlich auf die operationellen und betrieblichen Erfordernisse unter Berücksichtigung der Planbarkeit des Privatlebens der Crews konzentriert.
Sollte Letzteres gelingen, wäre das ein Gewinn für alle Beteiligten und Ritter könnte von sich behaupten, wahrlich historisches geleistet zu haben.
Ja, selbstverständlich würden die MA ihre eigenen Regeln so gestalten, dass das Unternehmen wieder Gewinne einfahren kann, und nicht so, dass es persönlich am angenehmsten ist :D Sie schrieben ja schon "Planbarkeit des Privatlebens", das wäre dann wohl der einzige Fokus
Ihre beengte Sicht auf komplexe Themen wie diese ist bemitleidenswert. Würden diese ganzen Regeln den Crews ein Lala-Land bei der Monatsplanung ermöglichen, würden sie wohl kaum selbst für deren Vereinfachungen eintreten.
Es ist zu einem Punkt gekommen, wo alle unter der Komplexität leiden, die Planer genauso wie die zu Planenden. Es soll vorkommen, dass man Dinge neu regeln kann und am Ende sind alle zufriedener als zuvor - ich weiß, das kam leider irgendwann gefühlt mal aus der Mode, aber man darf doch wohl noch träumen.
Danke, aber ich benötige Ihr Mitleid nicht. Meine, ihrer Aussage nach "beengte" Sicht, kommt eben aus Erfahrung, sowohl beruflich, als auch im privaten, bin ich immer wieder überrascht über die Vorstellungen und Erwartungen des fliegenden Personals. Daher bezweifle ich eben stark, dass diesen daran gelegen ist, das Unternehmen zu retten, sondern die eigenen Privilegien.
Erläutern Sie uns doch mal genauer woher Ihre Sicht kommt? Was und bei wem fliegen Sie denn?
Beitrag vom 22.11.2024 - 10:16 Uhr
...
Sich aber hinzustellen und zu sagen, die Gewerkschaften sind alleinig Schuld an diesem Regelwust, ist mal wieder typisch LH.
Wusste gar nicht, dass die Gewerkschaften der LH diktieren, was in Verträge kommt.
Wo kommt die Auffassung her, dass die LH den Gewerkschaften die Schuld gibt?