Beitrag vom 22.11.2024 - 10:31 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Beitrag vom 22.11.2024 - 10:35 Uhr
...und es ist doch wohl so das auch KI unterstützte Einsatzpläne ebenfalls die zwischen Gewerkschaften und GL getroffenen Vereinbarungen berücksichtigen müssen, so diese weiterhin Gültigkeit haben!?
Beitrag vom 22.11.2024 - 10:35 Uhr
Es ist immer wieder beeindruckend, wer hier alles meint seinen Senf dazu geben zu müssen, wie das fliegende Personal sein Leben zu gestalten hat. Man kann bei LH exakt ein Mal im Monat einen 4-Tage Block festlegen (Kapazität vorausgesetzt), an welchem man frei haben möchte. Ansonsten kann man Wünsche für Touren abgeben, ohne jeglichen Anspruch auf Erfüllung.
Das funktionierte gerade auf der Langstrecke gut bis sehr gut, bis jemand auf die Idee kam, einen Computer die Planung erledigen zu lassen. Früher hat sich ein Mensch den Request angesehen und mit Menschenverstand beurteilt, ob das so geht oder nicht. Allzu einschränkende Regeln brauchte es nicht, es wurde hemdsärmelig gelöst. Ein Computer braucht zwangsweise ein enges Geflecht an Regeln und wenn es nicht klappt, dann muss noch eine weitere Regel dazu.
Ich habe diesen Monat nichts requestet, da alle meine Wünsche vom Computer mit der Begründung "Passt nicht in die Gesamtlösung des Gruppenplanes" abgelehnt wurden. Herausgekommen ist ein Vollzeitplan mit sage und schreibe 8(!) Einsatztagen. Das liegt aber weder an mir, noch an den Regeln.
Btw noch ein kleiner Auszug aus einem Artikel im Manager Magazin vom 14.11.: "Ã?berall soll es maximal gerecht zugehen, bis an die Grenze des Grotesken. Da gibt es etwa für die Bodenbeschäftigten sogenannte Vorfeiertagszuschläge â?" ein Trost für jene, die nicht an den Feiertagen arbeiten und Zuschläge kassieren dürfen."
Beitrag vom 22.11.2024 - 11:27 Uhr
@ Hop234
Sich aber hinzustellen und zu sagen, die Gewerkschaften sind alleinig Schuld an diesem Regelwust, ist mal wieder typisch LH.
Können Sie kurz die Quelle verlinken, wo die LH den Gewerkschaften die alleinige Schuld an dieser Regelwut gibt?
Beitrag vom 22.11.2024 - 11:29 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Kurze Verständisfrage: Sie schreiben "das kommt, weil...". Auf was bezieht sich dieses "das kommt"?
Beitrag vom 22.11.2024 - 11:30 Uhr
...
Das funktionierte gerade auf der Langstrecke gut bis sehr gut, bis jemand auf die Idee kam, einen Computer die Planung erledigen zu lassen. Früher hat sich ein Mensch den Request angesehen und mit Menschenverstand beurteilt, ob das so geht oder nicht. Allzu einschränkende Regeln brauchte es nicht, es wurde hemdsärmelig gelöst. Ein Computer braucht zwangsweise ein enges Geflecht an Regeln und wenn es nicht klappt, dann muss noch eine weitere Regel dazu.
Ich habe diesen Monat nichts requestet, da alle meine Wünsche vom Computer mit der Begründung "Passt nicht in die Gesamtlösung des Gruppenplanes" abgelehnt wurden. Herausgekommen ist ein Vollzeitplan mit sage und schreibe 8(!) Einsatztagen. Das liegt aber weder an mir, noch an den Regeln.
Mit ein paar Regeln weniger, hätte der Computer vielleicht doch was schieben können und der Request hätte Erfolg haben können. Mit Hemdsärmeligkeit fällt man heute früher oder später, bei solch komplexen Vorgängen und der Größe des Unternehmens. Und wenn am Ende das mit den 8 Tagen im Monat dann so auch nicht mehr vorkommt dafür Requests besser berücksichtigt werden können, haben doch alle was gewonnen. Die Gewerkschaften werden sich das schon genau anschauen.
Btw noch ein kleiner Auszug aus einem Artikel im Manager Magazin vom 14.11.: "Ã?berall soll es maximal gerecht zugehen, bis an die Grenze des Grotesken. Da gibt es etwa für die Bodenbeschäftigten sogenannte Vorfeiertagszuschläge â?" ein Trost für jene, die nicht an den Feiertagen arbeiten und Zuschläge kassieren dürfen."
Das schreibt das Magazin. Ich glaube kaum, dass die Gewerkschaft das so begründet hat. Mir würde als erstes das erhöhte Reiseaufkommen als Grund einfallen. Klingt im Magazin dann aber nicht so spektakulär.
Beitrag vom 22.11.2024 - 11:36 Uhr
Das funktionierte gerade auf der Langstrecke gut bis sehr gut, bis jemand auf die Idee kam, einen Computer die Planung erledigen zu lassen. Früher hat sich ein Mensch den Request angesehen und mit Menschenverstand beurteilt, ob das so geht oder nicht. Allzu einschränkende Regeln brauchte es nicht, es wurde hemdsärmelig gelöst.
Klingt wie ein Plädoyer für einen vergrößerten Verwaltungsapperat :)
Beitrag vom 22.11.2024 - 11:59 Uhr
... immer wieder witzig zu sehen wie Leute die nicht in Cockpit oder Kabine arbeiten über solche Dinge urteilen.
Beitrag vom 22.11.2024 - 12:07 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Kurze Verständisfrage: Sie schreiben "das kommt, weil...". Auf was bezieht sich dieses "das kommt"?
Gerne, das bezieht sich auf die geplanten Maßnahmen, wie im Artikel Verlautbarungen.
Beitrag vom 22.11.2024 - 12:24 Uhr
EASA FTL wäre ja einfach zu handhaben, es gibt nur limits vor über die nicht hinausgegangen werden kann.
Aber das ist ja cockpit und kabine viel zu streng und mit zuviel arbeit verbunden, deshalb versuchen ja UFO, VC es in MTV´s "angenehmer" zu machen. Und so kommt es mittlerweile, dass die Kabine nach einem Langstreckenflug beispielsweise wesentlich länger frei hat, als das Cockpit (weil UFO härter verhandelt hat als VC)
Mit Verlaub, das ist insofern totaler Quatsch, als das die Kabine der LH schon seit 30 Jahren großzügigere Ruhezeiten und Fakturierungen hat, als die Cockpitmitarbeiter. Vermutlich als eine der wenigen Airlines überhaupt. Da ist nix in den letzten Jahren erst passiert. Ich fürchte aber, das wird jetzt auch für die Kabine ein Ende haben.
Und dass wurde in den vergangenen Jahren (auch mit vielen Streiks untermauert) laufend getan, und so mit immer mehr regeln versehen.
Die Regeln sind hauptsächlich durch CS's Erfüllungsgehilfen bei der Crewplanung aufgestellt worden, um optimaler planen zu können und den Fliegern Requestmöglichkeiten einzuschränken. Heute ist es im IT Zeitalter halt ein einfaches, den Rechner jeden Monat mit Restriktionen zu versehen und in der Nacht mal eben zwei Millonen Dienstpläne damit zu rechnen. Ein Freund hat sich gerade nacheinander 5 verschiene Umläufe über Sylvester gewünscht. Leider hat Ihm der Rechner bei jeder Tour in die Ablehnung geschrieben, dass der "Gruppenplan nicht lösbar sei". Klar macht sowas nicht happy. Zudem hat LH bereits unzählige Flüge über die Feiertage gestrichen, da sie mit einem hohen Krankenstand rechnen. Make an educated guess, why?! Da geht es nicht um wirklich krank, wage ich mal zu unterstellen. LH wird auch dieses Jahr ein weiteres Waterloo erleben und noch mehr streichen müssen. Es gibt Crewplanungssysteme in den USA, wo man Pläne bekommt und diese dann selbstständig mit Kollegen tauschen kann. Bei LH klappt da häufig kein Tausch von New York gegen Boston, bei etwa gleicher Flugzeit und Ruhezeit. Warum nicht? Weil es wieder irgendeine Regel gibt die das verbietet. Selbst gemacht natürlich.
Kein Wunder dass es LH mittlerweile reicht, und sie das ganze Regelwerk am liebsten sprengen würde, und nur mehr mit den (paar) EASA FTL Limits die Dienstpläne gestalten.
Es würde reichen die im Laufe der Zeit selbst erstellten "Optimierungsregeln" zu streichen und sich an Vereinbarungen zu halten. Das hat über lange Jahre ganz gut funktioniert. Zudem müsste die Planung wieder dem Flugbetrieb unterstellt werden, damit da Weisungsbefugnis besteht. Planung ist halt Theorie, der Flugbetrieb ist die Praxis. Leider war das nicht mehr gewollt.
Aber da wird die Rechnung ohne die mächtigen Gewerkschaften gemacht - VC und UFO werden einen Teufel tun, auch nur auf eine hart erkämpfte MTV Regel zu verzichten.
So ist das mit Gewerkschaften und auch gut so. Der Gesetzgeber hat auf Druck der Industrie schon ziemlich viel ermöglicht, was die Entscheider in Ministerien sicher so auch nicht gerne selbst machen würden. Viele Vereinbarungen dienen schlicht dem Plus der Sicherheit und nicht dem Komfort der Mitarbeiter. Ein 9:30 Stunden flug zu zweit durch die Nacht ist halt sicherer zu dritt, vor allem wenn er im Rhytmustief beginnt. Da gäbe es unzählige Beispiele.
Da bleibt LH eben nur mehr der Weg über neue Gewerkschften - wie die Verdi - mit der man (wie schon praktiziert) gute einfache neue Verträge abschliessen kann, ohne 100.000 Einschränkungen zu erfinden, um die Befindlichkeiten der einzelnen Berufsgruppen zu bedienen.
Schauen wir mal, wie der Weg so wird. Ich denke, der führt in die Sackgasse.
Dieser Beitrag wurde am 22.11.2024 12:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.11.2024 - 12:50 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Kurze Verständisfrage: Sie schreiben "das kommt, weil...". Auf was bezieht sich dieses "das kommt"?
Gerne, das bezieht sich auf die geplanten Maßnahmen, wie im Artikel Verlautbarungen.
Ich kann Ihre Interpretation im Artikel nicht erkennen. Herr Kühne wird doch nur einmal erwähnt, im Zusammenhang mit den schlechten Ergebnissen der LHA. Ihre Deutung, die Entschlackung der Crewplanung geht man an, -weil- Herr Kühne Druck macht, steht meines Erachtens so nicht im Artikel.
Ich kann mir aber vorstellen, dass der Zeitpunkt schon mit dem FAZ Interview zu tun hat. Schließlich spricht Herr Kühne dort vom Problem der "Sonderwünsche des fliegenden und sonstigen Personals", das passt schon gut zu den 1.500 Regeln. Wahrscheinlich wurde ihm diese Komplexität mal vor Augen geführt, schließlich spricht er sich ja für einfache Strukturen aus. Diese Regeln sind schon seit Jahren ein (Produktivitäts-)Problem, ich würde das eher im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von Stellen im Verwaltungsbereich sehen, der schon vor Veröffentlichung das Interviews verkündet wurde.
Beitrag vom 22.11.2024 - 13:10 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Kurze Verständisfrage: Sie schreiben "das kommt, weil...". Auf was bezieht sich dieses "das kommt"?
Gerne, das bezieht sich auf die geplanten Maßnahmen, wie im Artikel Verlautbarungen.
Ich kann Ihre Interpretation im Artikel nicht erkennen. Herr Kühne wird doch nur einmal erwähnt, im Zusammenhang mit den schlechten Ergebnissen der LHA. Ihre Deutung, die Entschlackung der Crewplanung geht man an, -weil- Herr Kühne Druck macht, steht meines Erachtens so nicht im Artikel.
Ich kann mir aber vorstellen, dass der Zeitpunkt schon mit dem FAZ Interview zu tun hat. Schließlich spricht Herr Kühne dort vom Problem der "Sonderwünsche des fliegenden und sonstigen Personals", das passt schon gut zu den 1.500 Regeln. Wahrscheinlich wurde ihm diese Komplexität mal vor Augen geführt, schließlich spricht er sich ja für einfache Strukturen aus. Diese Regeln sind schon seit Jahren ein (Produktivitäts-)Problem, ich würde das eher im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von Stellen im Verwaltungsbereich sehen, der schon vor Veröffentlichung das Interviews verkündet wurde.
Das hat gar nichts mit Kühnes Kritik zu tun. Die Reform der Crewplanung ist schon deutlich länger ein Thema und wird es auch noch länger bleiben
Beitrag vom 22.11.2024 - 13:10 Uhr
Ich fände es ganz interessant zu hinterfragen, ob die Aussage im Artikel, das kommt weil "Herr Kühne der LH GF Druck macht" wirklich so stimmt. Denn das wäre dann quasi ein 'Armutszeugnis' für die GL.
Kurze Verständisfrage: Sie schreiben "das kommt, weil...". Auf was bezieht sich dieses "das kommt"?
Gerne, das bezieht sich auf die geplanten Maßnahmen, wie im Artikel Verlautbarungen.
Ich kann Ihre Interpretation im Artikel nicht erkennen. Herr Kühne wird doch nur einmal erwähnt, im Zusammenhang mit den schlechten Ergebnissen der LHA. Ihre Deutung, die Entschlackung der Crewplanung geht man an, -weil- Herr Kühne Druck macht, steht meines Erachtens so nicht im Artikel.
Ich kann mir aber vorstellen, dass der Zeitpunkt schon mit dem FAZ Interview zu tun hat. Schließlich spricht Herr Kühne dort vom Problem der "Sonderwünsche des fliegenden und sonstigen Personals", das passt schon gut zu den 1.500 Regeln. Wahrscheinlich wurde ihm diese Komplexität mal vor Augen geführt, schließlich spricht er sich ja für einfache Strukturen aus. Diese Regeln sind schon seit Jahren ein (Produktivitäts-)Problem, ich würde das eher im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von Stellen im Verwaltungsbereich sehen, der schon vor Veröffentlichung das Interviews verkündet wurde.
Das hat gar nichts mit Kühnes Kritik zu tun. Die Reform der Crewplanung ist schon deutlich länger ein Thema und wird es auch noch länger bleiben
Beitrag vom 22.11.2024 - 14:06 Uhr
EASA FTL wäre ja einfach zu handhaben, es gibt nur limits vor über die nicht hinausgegangen werden kann.
Aber das ist ja cockpit und kabine viel zu streng und mit zuviel arbeit verbunden, deshalb versuchen ja UFO, VC es in MTV´s "angenehmer" zu machen. Und so kommt es mittlerweile, dass die Kabine nach einem Langstreckenflug beispielsweise wesentlich länger frei hat, als das Cockpit (weil UFO härter verhandelt hat als VC)
Mit Verlaub, das ist insofern totaler Quatsch, als das die Kabine der LH schon seit 30 Jahren großzügigere Ruhezeiten und Fakturierungen hat, als die Cockpitmitarbeiter. Vermutlich als eine der wenigen Airlines überhaupt. Da ist nix in den letzten Jahren erst passiert. Ich fürchte aber, das wird jetzt auch für die Kabine ein Ende haben.
Und dass wurde in den vergangenen Jahren (auch mit vielen Streiks untermauert) laufend getan, und so mit immer mehr regeln versehen.
Die Regeln sind hauptsächlich durch CS's Erfüllungsgehilfen bei der Crewplanung aufgestellt worden, um optimaler planen zu können und den Fliegern Requestmöglichkeiten einzuschränken. Heute ist es im IT Zeitalter halt ein einfaches, den Rechner jeden Monat mit Restriktionen zu versehen und in der Nacht mal eben zwei Millonen Dienstpläne damit zu rechnen. Ein Freund hat sich gerade nacheinander 5 verschiene Umläufe über Sylvester gewünscht. Leider hat Ihm der Rechner bei jeder Tour in die Ablehnung geschrieben, dass der "Gruppenplan nicht lösbar sei". Klar macht sowas nicht happy. Zudem hat LH bereits unzählige Flüge über die Feiertage gestrichen, da sie mit einem hohen Krankenstand rechnen. Make an educated guess, why?! Da geht es nicht um wirklich krank, wage ich mal zu unterstellen. LH wird auch dieses Jahr ein weiteres Waterloo erleben und noch mehr streichen müssen. Es gibt Crewplanungssysteme in den USA, wo man Pläne bekommt und diese dann selbstständig mit Kollegen tauschen kann. Bei LH klappt da häufig kein Tausch von New York gegen Boston, bei etwa gleicher Flugzeit und Ruhezeit. Warum nicht? Weil es wieder irgendeine Regel gibt die das verbietet. Selbst gemacht natürlich.
Kein Wunder dass es LH mittlerweile reicht, und sie das ganze Regelwerk am liebsten sprengen würde, und nur mehr mit den (paar) EASA FTL Limits die Dienstpläne gestalten.
Es würde reichen die im Laufe der Zeit selbst erstellten "Optimierungsregeln" zu streichen und sich an Vereinbarungen zu halten. Das hat über lange Jahre ganz gut funktioniert. Zudem müsste die Planung wieder dem Flugbetrieb unterstellt werden, damit da Weisungsbefugnis besteht. Planung ist halt Theorie, der Flugbetrieb ist die Praxis. Leider war das nicht mehr gewollt.
Aber da wird die Rechnung ohne die mächtigen Gewerkschaften gemacht - VC und UFO werden einen Teufel tun, auch nur auf eine hart erkämpfte MTV Regel zu verzichten.
So ist das mit Gewerkschaften und auch gut so. Der Gesetzgeber hat auf Druck der Industrie schon ziemlich viel ermöglicht, was die Entscheider in Ministerien sicher so auch nicht gerne selbst machen würden. Viele Vereinbarungen dienen schlicht dem Plus der Sicherheit und nicht dem Komfort der Mitarbeiter. Ein 9:30 Stunden flug zu zweit durch die Nacht ist halt sicherer zu dritt, vor allem wenn er im Rhytmustief beginnt. Da gäbe es unzählige Beispiele.
Da bleibt LH eben nur mehr der Weg über neue Gewerkschften - wie die Verdi - mit der man (wie schon praktiziert) gute einfache neue Verträge abschliessen kann, ohne 100.000 Einschränkungen zu erfinden, um die Befindlichkeiten der einzelnen Berufsgruppen zu bedienen.
Schauen wir mal, wie der Weg so wird. Ich denke, der führt in die Sackgasse.
ja ich hatte einfach nur verdrängt, dass es bei LH mittlerweile seit 20 jahren bessere Ruhezeitenregeln für kabine gibt als für Cockpit.
ich kenne auch keine andere Airline, wo dies so der Fall ist.
es gibt ja auch bei der Planung kaum mehr einen Ansprechpartner, da durch den Einsatz von Computern als Planungstool viele Planer eingespart und nicht mehr ersetzt wurden.
so bekommt man eben keinen Wunschflug mehr (abgelehnt vom Computer, da sonst der Gesamtplan nicht erstellt werden kann) - und erhöht meine Krankenstandsquote. Nur so kann man den Plan einigermassen erträglich gestalten
Dieser Beitrag wurde am 22.11.2024 14:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.11.2024 - 14:51 Uhr
ja ich hatte einfach nur verdrängt, dass es bei LH mittlerweile seit 20 jahren bessere Ruhezeitenregeln für kabine gibt als für Cockpit.
ich kenne auch keine andere Airline, wo dies so der Fall ist.
Ist bei der Swiss genauso.