Community / / Piloten erhöhen Druck auf Aerologic

Beitrag 1 - 15 von 19
1 | 2 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 14.03.2022 - 07:20 Uhr
UserOggy
User (89 Beiträge)
Haben die letzten beiden Streik-Events denn etwas gebracht? Weiß jemand ob Flüge ausgefallen sind?

Für mich sieht das nach einem Rohrkrepierer aus...
Beitrag vom 14.03.2022 - 08:28 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Haben die letzten beiden Streik-Events denn etwas gebracht? Weiß jemand ob Flüge ausgefallen sind?

Für mich sieht das nach einem Rohrkrepierer aus...

Das wird sich zeigen. Der erste Streik schien erfolgreich zu sein: außer von Management-Piloten (die scheinbar nicht streiken dürfen), wurden die Flüge von keinem Cockpitpersonal durchgeführt. Die Management-Piloten können aber nicht 8 Tage Flugprogramm selbst übernehmen. Da werden dann definitiv Flüge gestrichen werden.
Beitrag vom 14.03.2022 - 09:24 Uhr
UserSonnenbar
User (206 Beiträge)
super, dass sich in diesem schwierigen Umfeld trotzdem Personen finden, die der Geschäftsführung entgegentreten.

Die meisten Mitarbeiter werden hier bedenken bezüglich der eigenen Karrierechancen haben und sich deswegen der Teilnahme verschließen. Nach außen mit dem Argument, dass die VC ja nur in Lufthansas Interesse handelt..

Das ist natürlich Schwachsinn, ist die Tarifkommission mit Piloten der Aerologic selbst besetzt.

Daher nochmals: Große Anerkennung an die Standhaftigkeit. Am Ende werden auch die leider nicht teilnehmenden davon profitieren.


Beitrag vom 14.03.2022 - 10:04 Uhr
Usercontrail55
User (6312 Beiträge)
Haben die letzten beiden Streik-Events denn etwas gebracht? Weiß jemand ob Flüge ausgefallen sind?

Für mich sieht das nach einem Rohrkrepierer aus...

Das wird sich zeigen. Der erste Streik schien erfolgreich zu sein: außer von Management-Piloten (die scheinbar nicht streiken dürfen)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)
wurden die Flüge von keinem Cockpitpersonal durchgeführt. Die Management-Piloten können aber nicht 8 Tage Flugprogramm selbst übernehmen. Da werden dann definitiv Flüge gestrichen werden.
Endlich, könnte man sagen. AL gibt es seit 2007 und erst jetzt fordert man eine Tarifierung.

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2022 10:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.03.2022 - 10:37 Uhr
UserSaintEx
User (383 Beiträge)
wurden die Flüge von keinem Cockpitpersonal durchgeführt. Die Management-Piloten können aber nicht 8 Tage Flugprogramm selbst übernehmen. Da werden dann definitiv Flüge gestrichen werden.
Endlich, könnte man sagen. AL gibt es seit 2007 und erst jetzt fordert man eine Tarifierung.

Was hat sich bei AL denn inzwischen verändert? Die dortigen Piloten waren doch immer total happy mit ihren untarifierten Arbeitsbedingungen + schönen, neuen Flugzeugen und sooo stolz darauf, nichts mit der bösen, bösen VC zu tun zu haben. Sie hatten zwischenzeitlich sogar Streikbrecherdienste gegen die LH-Cargo-Piloten übernommen und jetzt soll das alles nicht mehr richtig sein?
Beitrag vom 14.03.2022 - 10:56 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.

Endlich, könnte man sagen. AL gibt es seit 2007 und erst jetzt fordert man eine Tarifierung.

Stimmt doch gar nicht. Da ist man schon viele Jahre dran, aber so einfach war es bis dato nicht:  https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lufthansa-tochter-streit-ueber-aerologic-betriebsrat-eskaliert/14967242.html
Beitrag vom 14.03.2022 - 11:16 Uhr
Userichglaubdasnicht
User (481 Beiträge)
Piloten sind lernunfähig. Das ist so und das bleibt so. Frachtflieger werden als erste pilotenlos betrieben.
Beitrag vom 14.03.2022 - 11:43 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2230 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.



Würde es diesen Piloten denn überhaupt etwas bringen? Management-Posten sind in der Regel eh AT Stellen. Wenn die irgendwo anders in der Verwaltung unterwegs sind, könnte ich mir vorstellen, dass die dann eh nicht unter dem Tarifvertrag der "reinen" Piloten arbeiten würden.
Beitrag vom 14.03.2022 - 11:46 Uhr
Userrasch
😊
User (437 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.

Endlich, könnte man sagen. AL gibt es seit 2007 und erst jetzt fordert man eine Tarifierung.

Stimmt doch gar nicht. Da ist man schon viele Jahre dran, aber so einfach war es bis dato nicht:  https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lufthansa-tochter-streit-ueber-aerologic-betriebsrat-eskaliert/14967242.html

Da werfen sie aber einiges durcheinanderâ?¦

In den verlinkten Artikel geht es um betriebliche Mitbestimmung die ver.di einrichten wollte. Das hat mit Tarifverträgen nur sehr mittelbar zu tunâ?¦

Das wäre (ist?) eine Vertretung aller Mitarbeiter eines Betriebes. Daran sind die Kollegen aus der ersten Reihe eher nicht so interessiertâ?¦


Beitrag vom 14.03.2022 - 12:02 Uhr
Usercontrail55
User (6312 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.
Das wäre natürlich fatal, wenn das GG keine Rolle mehr spielt und irgendwann mal jemand die Faxen dicke hat und plaudert. Sie sprachen ja von dürfen, die dürfen. Jeder entscheidet dann selbst, wie weit er geht. Klar, die sind nicht doof, und kalkulieren wie sich eine Streikbeteiligung auf ihre Karriere auswirken könnte. Aber ich habe auch schon erlebt, dass das Management das eher sportlich sieht und weiß, dass man das nur die erste Runde machen kann.
Endlich, könnte man sagen. AL gibt es seit 2007 und erst jetzt fordert man eine Tarifierung.

Stimmt doch gar nicht. Da ist man schon viele Jahre dran, aber so einfach war es bis dato nicht:  https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lufthansa-tochter-streit-ueber-aerologic-betriebsrat-eskaliert/14967242.html
Sag ich doch die ganze Zeit. Sagt eine Menge über die GW aus, wenn man da schon so lange "dran" ist und noch nix erreicht hat. Auch wenn es in Ihrem Beispiel um den BR geht und nicht um Tarifierung.
Beitrag vom 14.03.2022 - 12:12 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Würde es diesen Piloten denn überhaupt etwas bringen? Management-Posten sind in der Regel eh AT Stellen. Wenn die irgendwo anders in der Verwaltung unterwegs sind, könnte ich mir vorstellen, dass die dann eh nicht unter dem Tarifvertrag der "reinen" Piloten arbeiten würden.

Das kommt noch dazu, ja. Die haben ihre Schäfchen im Trockenen.
Beitrag vom 14.03.2022 - 12:20 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Sag ich doch die ganze Zeit. Sagt eine Menge über die GW aus, wenn man da schon so lange "dran" ist und noch nix erreicht hat. Auch wenn es in Ihrem Beispiel um den BR geht und nicht um Tarifierung.

Ein BR bedingt aber einen Tarifvertrag. Wenn mir aber Gerichte eine Bildung des BR schon untersagen, wie soll ich dann einen Tarifvertrag durchsetzen können? Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert und damit hat die VC einen Hebel, den sie vorher nicht hatte.

Letztendlich liegt es auch an den Mitarbeitern, ob sie einen Tarifvertrag wollen oder nicht. Die letzten Jahre schien das wohl nicht gewünscht zu sein, aber jetzt hat sich wohl etwas geändert. Zwingen kann die VC niemanden. Ihr jetzt vorzuwerfen, sie wäre jahrelang untätig gewesen, ist absolut fehl am Platz. Andere Flugbetriebe in Deutschland sind ebenfalls tarifiert.
Beitrag vom 14.03.2022 - 12:21 Uhr
Usercontrail55
User (6312 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.
>
Würde es diesen Piloten denn überhaupt etwas bringen? Management-Posten sind in der Regel eh AT Stellen. Wenn die irgendwo anders in der Verwaltung unterwegs sind, könnte ich mir vorstellen, dass die dann eh nicht unter dem Tarifvertrag der "reinen" Piloten arbeiten würden.
Ist das so bei AT? Kenne mich damit nicht aus. Wird da mit jedem ATler jeder Punkt einzeln verhandelt oder verweißt man auf allgemeine innerbetiebliche/tarifliche Regelungen und regelt nur die Hauptpunkte individuell (Gehalt/Boni/Privilegien/etc.)?
Beitrag vom 14.03.2022 - 12:55 Uhr
Usercontrail55
User (6312 Beiträge)
Sag ich doch die ganze Zeit. Sagt eine Menge über die GW aus, wenn man da schon so lange "dran" ist und noch nix erreicht hat. Auch wenn es in Ihrem Beispiel um den BR geht und nicht um Tarifierung.

Ein BR bedingt aber einen Tarifvertrag.
Aber nur einen für die Gründung eines BR. Das hat mit der Tarifierung der Vergütung und/oder Arbeitssbedingungen nichts zu tun.
Wenn mir aber Gerichte eine Bildung des BR schon untersagen, wie soll ich dann einen Tarifvertrag durchsetzen können?
Den TV setze ich gegen den AG durch, das hat mit dem Gericht nichts zu tun. Das BetrVG galt damals nicht für Flugbetriebe. Heute ist da eine Umgehung dieser Regel eingebaut.
Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert und damit hat die VC einen Hebel, den sie vorher nicht hatte.
Für den VTV oder MTV hat sich bezüglich der Regularien nichts geändert.
Letztendlich liegt es auch an den Mitarbeitern, ob sie einen Tarifvertrag wollen oder nicht. Die letzten Jahre schien das wohl nicht gewünscht zu sein,
Wie, da wurde hier im Forum jahrelang die Tarifierung der AL gefordert und die wollten das garnicht? So kann man sich irren. Dabei hat die VC doch schon vor 10 Jahren die Tarifierung der AL gefordert. Passt irgendwie nicht zusammen.
aber jetzt hat sich wohl etwas geändert. Zwingen kann die VC niemanden. Ihr jetzt vorzuwerfen, sie wäre jahrelang untätig gewesen, ist absolut fehl am Platz. Andere Flugbetriebe in Deutschland sind ebenfalls tarifiert.

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2022 12:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.03.2022 - 13:59 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2230 Beiträge)
Die dürfen das auch, aber man entscheidet ganz für sich ob er/sie streikt oder auch nicht.
GG Artikel 9 (3)

Ach ich bitte Sie. Die werden so viel Druck von oben kriegen, dass das GG hier gar keine Rolle spielt.
>
Würde es diesen Piloten denn überhaupt etwas bringen? Management-Posten sind in der Regel eh AT Stellen. Wenn die irgendwo anders in der Verwaltung unterwegs sind, könnte ich mir vorstellen, dass die dann eh nicht unter dem Tarifvertrag der "reinen" Piloten arbeiten würden.
Ist das so bei AT? Kenne mich damit nicht aus. Wird da mit jedem ATler jeder Punkt einzeln verhandelt oder verweißt man auf allgemeine innerbetiebliche/tarifliche Regelungen und regelt nur die Hauptpunkte individuell (Gehalt/Boni/Privilegien/etc.)?

Das schöne an AT ist ja, dass man quasi volle Flexibilität hat. Theoretisch kann man da frei gestalten; viele Unternehmen haben aber natürlich Betriebsvereinbarungen und standards, die dann als Basis dienen. Teilweise auch an Tarifverträgen angelehnt. Aber ansonsten heißt ja das AT genau das: Man ist außerhalb des Tarifvertrags...
Das hängt in der Regel ja auch damit zusammen, dass man mehr Gehalt bekommt als es im Tarifvertrag vorgesehen ist. Das erste Opfer ist dann in der Regel die Ã?berstundenvergütung, die es dann in AT Verträgen in der Regel nicht mehr gibt.

Mein erster Vertrag damals war in der chemischen Industrie. Da hat man sich dann damit begnügt, dass die Verträge an den Tarifvertrag der BCE angelehnt waren (quasi eine 1:1 Kopie), ohne dass man Tarifverträge hatte. Das klappt also auch. Hat damals dann auch keinen gestört.
1 | 2 | « zurück | weiter »