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Beitrag vom 06.10.2022 - 06:52 Uhr
UserFL370
User (146 Beiträge)
Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Was genau hat der Streik mit dem kalten Winter und der nächsten Heizkostenabrechnung zu tun? Ich bitte dringend um Erhellung..
Beitrag vom 06.10.2022 - 07:49 Uhr
UserEricM
User (7197 Beiträge)
Ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Was genau hat der Streik mit dem kalten Winter und der nächsten Heizkostenabrechnung zu tun? Ich bitte dringend um Erhellung..

Nichts.
Das ist nur Teil der üblichen Taktik der LH, die �ffentlichkeit gegen die eigenen Mitarbeiter zu aufzuhetzen und in der BILD wieder was über "gierige" Piloten schreiben zu lassen.

Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Dieser Beitrag wurde am 06.10.2022 08:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.10.2022 - 08:07 Uhr
UserSonnenbar
User (206 Beiträge)
Es wurden schon die ersten zusätzlichen Assesment Termine bei EW Europe samt Einladungen festgesetzt und versendet. Gerade im Ausland gibt es noch genug geeignetes Personal. Das könnte mittelfristig nach hinten los gehen für EWD. Verständlich!
Beitrag vom 06.10.2022 - 08:09 Uhr
Userh
User (159 Beiträge)
Das Ziel der VC ist es nicht das Geschäftsmodell der EW zu zerstören, sondern es für die Mitarbeiter verträglicher zu machen. Denn das Momentane Geschäft baut auf einer lächerlich niedrigen Personaldecke, in Planung, Cockpit und Kabine auf. �berstunden werden im Sommer erwartet und im Winter soll man am Liebsten weniger Gehalt bekommen. Es ist wirklich eine bodenlose Frechheit was das Management hier abzieht. Das man sich in Frankfurt nicht schämt diese Amatuere bei EW einzusetzen.
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.
Beitrag vom 06.10.2022 - 08:41 Uhr
UserDaedalos1504
User (1011 Beiträge)
Langfristig wird es dazu führen, dass Wachstum nur noch dort stattfindet, wo die Mitarbeiter verlässlicher arbeiten. Der Kunde wird es dem Konzern danken.
Beitrag vom 06.10.2022 - 08:55 Uhr
Usergnarlberg
User (61 Beiträge)
Mit einer Sache hat die Geschäftsführung Recht. Eurowings ist der Karriereknick. Viele FOs würden bei einem Wechsel zu 4Y mehr Geld verdienen. EWE, das seit 2017 benutzte AOC für paneuropäisches Wachstum wie es immer propagiert wird, dümpelt seit Jahren bei 19 Flugzeugen in der Flotte rum und kommt nicht aus der Senke raus. Egal ob Prag Stockholm Salzburg Palma Base. Das ist ein Durchlauferhitzer ohne Bestand. Keine Gefahr.
Das Wachstum bei EWG ist durch Training und fehlende Bewerber bzw. fehlenden Nachwuchs limitiert.
4Y hat mit Mühe ein kleines Wachstum geschafft, die Not der Kollegen ausgenutzt und die TREs die zu CFG wechselten teuer in Wien einkaufen und ersetzen müssen.
Da im April schon die 100h Block in 28 Tagen gerissen wurden und bis in den Oktober anhalten, kann hier nicht von Maßlosen Forderungen gesprochen werden.
Wenn die Kundschaft im Sommer die Türen einrennt, und man trotzdem im Sommerquartal kein Geld verdient liegt das einzig an der Studentenverbindung Aviation in Köln. CFG freut sich. Aber wenn nichtmal Obst oder Snacks für die Mitarbeiter da ist, geschweige denn eine Cola bei einem 13h Tag mit Kapitänsentscheid, muss man sich nicht wundern wenn mehr Mitarbeiter die Arbeit niederlegen als die tatsächlich organisierten Mitarbeiter.
Beitrag vom 06.10.2022 - 09:30 Uhr
UserAirboeing300
User (110 Beiträge)
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.

Warum wechseln die Piloten dann nicht zu Ryanair? Sind die Arbeitsbedingungen dann vielleicht dort doch nicht so gut, wie in Tarifverhandlungen gerne behauptet?

Dieser Beitrag wurde am 06.10.2022 09:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.10.2022 - 09:45 Uhr
Usercogito.ergo.sum
User (120 Beiträge)
Aus Arbeitnehmersicht ist es wirklich zum verzweifeln. Wenn die â??alten, etabliertenâ?? Flugbetriebe wie EWG, DLH und GEC streiken, argumentiert das Management, man könne Kapazitäten auch auf die neuen Flugbetriebe wie EWE, OCN und BOX verlagern. Wenn die neuen Flugbetriebe aufbegehren (zu streiken wagen sie sich ja nicht wirklich), heißt es, sie müssten per Definition deutlich weniger verdienen, denn sonst brauche man sie nicht.
Dabei kann ich die Kostenproblematik, in der sich die etablierten Flugbetriebe befinden, sogar verstehen. Die Kaufentscheidung trifft der Eco-Fluggast (für Business und First gelten sicher komplexere Mechanismen) mit der Flugsuchmaschine auf Basis des Preises und nicht, wie vielleicht noch bis in die 90er hinein, weil es bei LTU ein Hasimir-Möhrmann-Malbuch für die Kinder gibt. Gleichzeitig ist der spanische RYR Skipper, der für 120K im Jahr ohne Betriebsvereinbarungen und MTV, 800 Stunden fliegt, ziemlich happy, weil zwei, drei oder vier mal so viel verdient, wie die meisten seiner Buddies. Dass das auf Dauer die deutschen Gehälter und Arbeitsbedingungen drückt, ist letztlich im Sinne der Logik von Globalisierungsmechanismen nur folgerichtig.
Gegensteuern ließe sich durch eine breite solidarische Front von Pilotinnen und Piloten. Leider ist die nicht in Sicht. Die VC hat es in den letzten Jahren versäumt, als echte PILOTENgewekschaft für KollegInnen außerhalb des KTVs in der Breite anschlussfähig zu werden. Viele ex Contact, Augsburg und AB-Leute, die jetzt bei EWG, OCN und BOX fliegen, haben das Gefühl, die VC, angeführt von einer starken KTK, habe sie damals verraten. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Nur wenn man sich den jüngsten Streikverversuch bei BOX anschaut, bei dem sich einige Leute offensiv der Firma angeboten haben, den Streik zu brechen, und zwar aus Angst vor einer starken VC, die die die Firma von innen heraus zerstören möchte, habe ich das Gefühl, die Management-Riege wird, leider!, noch lange von der nicht vorhandenen Geschlossenheit unter den Crews profitieren.
Beitrag vom 06.10.2022 - 09:51 Uhr
Userandeeew
User (180 Beiträge)
Zum Glück muss ich mit denen nicht fliegen!
Beitrag vom 06.10.2022 - 09:56 Uhr
Userh
User (159 Beiträge)
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.

Warum wechseln die Piloten dann nicht zu Ryanair? Sind die Arbeitsbedingungen dann vielleicht dort doch nicht so gut, wie in Tarifverhandlungen gerne behauptet?

Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.
Beitrag vom 06.10.2022 - 10:13 Uhr
UserAirboeing300
User (110 Beiträge)
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.

Warum wechseln die Piloten dann nicht zu Ryanair? Sind die Arbeitsbedingungen dann vielleicht dort doch nicht so gut, wie in Tarifverhandlungen gerne behauptet?

Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.

Ich glaube halt einfach nicht dass die Arbeitsbedingungen dort wirklich besser sind. Alleine das ständige Basis Ã?ffnen und Schließen ist als AN problematisch. Aber Sie können ja gerne mal die Punkte auflisten und vergleichen, bei denen Ryanair denn besser sein soll für den Piloten, um zu zeigen, dass Ihre Aussage nicht nur aus der Luft gegriffen war.
Beitrag vom 06.10.2022 - 10:32 Uhr
Userh
User (159 Beiträge)
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.

Warum wechseln die Piloten dann nicht zu Ryanair? Sind die Arbeitsbedingungen dann vielleicht dort doch nicht so gut, wie in Tarifverhandlungen gerne behauptet?

Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.

Ich glaube halt einfach nicht dass die Arbeitsbedingungen dort wirklich besser sind. Alleine das ständige Basis Ã?ffnen und Schließen ist als AN problematisch. Aber Sie können ja gerne mal die Punkte auflisten und vergleichen, bei denen Ryanair denn besser sein soll für den Piloten, um zu zeigen, dass Ihre Aussage nicht nur aus der Luft gegriffen war.

Deswegen habe ich in meinem Ursprungspost auch von Arbeitszeitbedingungen geschrieben. RYR fliegt permanent 5 on / 4 off, mit allen vor- und nachteilen. die kommen seltenst an die grenzen, an denen die EW piloten permanent hängen.
Zum thema stationen: EW hat den in MUC stationierten piloten einfach mal die basis ohne sozialplan genommen, durch die schließung der gwi. kleinere basen wurde in der vergangenheit auch wieder geschlossen. deshalb hat man den malus bei EW geführt, den man nun sebstverständlich auch abschaffen will. obwohl man weiß das man immer 10-15% springer braucht.
Bei RYR gibt es auch große stationen die nicht mal eben zugemacht werden.
Beitrag vom 06.10.2022 - 10:33 Uhr
UserChristian159
User (1734 Beiträge)
Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Wieso sollte der Preis von Heizöl sinken, wenn weniger geflogen wird?
Beitrag vom 06.10.2022 - 11:18 Uhr
Userh
User (159 Beiträge)
Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Wieso sollte der Preis von Heizöl sinken, wenn weniger geflogen wird?

Das ist quatsch, weil dann wie jetzt gerade gestern, OPEC+ tagt um mal eben die Fördermenge, für einen höheren �lpreis, zu reduzieren. Angebot und Nachfrage funktionieren am �lmarkt etwas anders.
Beitrag vom 06.10.2022 - 11:28 Uhr
Usercontrail55
User (6206 Beiträge)
Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.
Das ist natürlich richtig. Auf der anderen Seite produzieren die dann aber zu den Kosten der Auslandsbasis für die gleiche Strecke, zB SKG BER und buhlen Beide um den gleichen Kunden. Für BER STR gibt es keine Alternative, für die Auslandsstrecken schon und in diesem Umfeld bewegt man sich.
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