Community / / Pilotenstreik bei Eurowings hat bego...

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Beitrag vom 06.10.2022 - 11:54 Uhr
UserA300-600
User (299 Beiträge)
Na? Mal wieder nur selbstständige Unternehmer hier im Forum?
Anders kann ich mir so manches Dummgeschwätz in Bezug auf klare Arbeitnehmerrechte hier nicht erklären.
Beitrag vom 06.10.2022 - 12:01 Uhr
UserLunte
User (407 Beiträge)
Wie kann man nur bei so nem Verein arbeiten??
Beitrag vom 06.10.2022 - 12:43 Uhr
UserKibitzer1956
User (30 Beiträge)
Der (Personal-)Markt wird es regeln. Wenn bei uns das
passiert,was gerade in den USA läuft, wird sich die
Kosten/ Nutzen Rechnung deutlich verschieben.

Personalkosten auf der einen und Kosten durch Ausfälle, Subcharter bzw. Kundenzufriedenheit auf der anderen Seite.

Aber wer weiß?! Das einzig zuverlässige ist der natürliche
Instinkt der LH/EW Entscheider, daß falsche zu tun..
Beitrag vom 06.10.2022 - 15:19 Uhr
Userh
User (159 Beiträge)
Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.
Das ist natürlich richtig. Auf der anderen Seite produzieren die dann aber zu den Kosten der Auslandsbasis für die gleiche Strecke, zB SKG BER und buhlen Beide um den gleichen Kunden. Für BER STR gibt es keine Alternative, für die Auslandsstrecken schon und in diesem Umfeld bewegt man sich.

Das ist richtig, nur steigen auch die Kosten wenn man mit einem so niedrigen Crewfaktor (4,4 FO, 4,7 CPT) fliegt, das Standbys nahezu immer aktiviert werden und durch die hohe Arbeitsbelastung natürlich auch die Krankenrate steigt. Es ist auch möglich unter dem was die VC fordert sehr produktiv und viel zu arbeiten. Allerdings halt einfach besser aufgeteilt. Wenn zB Jemand im Büro arbeitet, dann ist am Freitag um 17 Uhr Schluss und am Montag geht um 08 Uhr weiter. Bei Eurowings geht es gerne am Freitagabend um 23 Uhr nach Hause und am Montagmorgen um 05 Uhr wieder zum Dienst. Das kann einfach nicht angehen. Requests werden per Zufall eingelöst, weil es einfach tu wenig Leute in der Planung gibt. Viele Gute sind von EW Aviation zur Discover abgehauen, weil eben auch da die Arbeitsbedingungen echt nicht gut sind. Der Fisch stinkt vom Kopf her und das muss die EW Führung kapieren, aber ganz besonders die Konzernspitze in Frankfurt. Es bringt nichts Amateure zur EW in Management zu stecken, die dann nach 12 Monaten wieder gehen und nur das Ziel haben ihren Lebenslauf für die Karriere zu schmücken.
Wenn diese Forderungen jetzt schon maßlos sind, wo ist denn der Raum für ein entgegenkommen seitens des AG? Hier wird schon die letzte Eskalationsstufe gewählt bevor es überhaupt zu einer wirklichen Eskalation gekommen ist.
Beitrag vom 06.10.2022 - 15:56 Uhr
Usercontrail55
User (6206 Beiträge)
Warum muss man immer gleich den Arbeitgeber wechseln und darf nicht dafür kämpfen, dass es besser wird? Ryanair hat zB keine wirklichen Basen in Deutschland.
Das ist natürlich richtig. Auf der anderen Seite produzieren die dann aber zu den Kosten der Auslandsbasis für die gleiche Strecke, zB SKG BER und buhlen Beide um den gleichen Kunden. Für BER STR gibt es keine Alternative, für die Auslandsstrecken schon und in diesem Umfeld bewegt man sich.

Das ist richtig, nur steigen auch die Kosten wenn man mit einem so niedrigen Crewfaktor (4,4 FO, 4,7 CPT) fliegt, das Standbys nahezu immer aktiviert werden
Ich dachte immer SBYs sind teuer, wenn sie nicht fliegen ;-)
und durch die hohe Arbeitsbelastung natürlich auch die Krankenrate steigt. Es ist auch möglich unter dem was die VC fordert sehr produktiv und viel zu arbeiten. Allerdings halt einfach besser aufgeteilt. Wenn zB Jemand im Büro arbeitet, dann ist am Freitag um 17 Uhr Schluss und am Montag geht um 08 Uhr weiter. Bei Eurowings geht es gerne am Freitagabend um 23 Uhr nach Hause und am Montagmorgen um 05 Uhr wieder zum Dienst. Das kann einfach nicht angehen. Requests werden per Zufall eingelöst, weil es einfach tu wenig Leute in der Planung gibt. Viele Gute sind von EW Aviation zur Discover abgehauen, weil eben auch da die Arbeitsbedingungen echt nicht gut sind. Der Fisch stinkt vom Kopf her und das muss die EW Führung kapieren, aber ganz besonders die Konzernspitze in Frankfurt. Es bringt nichts Amateure zur EW in Management zu stecken, die dann nach 12 Monaten wieder gehen und nur das Ziel haben ihren Lebenslauf für die Karriere zu schmücken.
Wenn diese Forderungen jetzt schon maßlos sind, wo ist denn der Raum für ein entgegenkommen seitens des AG? Hier wird schon die letzte Eskalationsstufe gewählt bevor es überhaupt zu einer wirklichen Eskalation gekommen ist.
Ich bin ja bei Ihnen. Aber es bring nichts, einen Aspekt rauszuholen und zu argumentieren. Gerade der Vergleich mit Ryanair kann da schnell nach hinten losgehen. EW hat Stückkosten CASK von 6,4ct excl. Fuel und Ryanair rund die Hälfte. Darauf läuft es am Ende hinaus, auch wenn man jetzt hoffentlich die Bedingungen verbessern kann.
Beitrag vom 06.10.2022 - 16:02 Uhr
UserEricM
User (7197 Beiträge)
Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Wieso sollte der Preis von Heizöl sinken, wenn weniger geflogen wird?

Das ist quatsch, weil dann wie jetzt gerade gestern, OPEC+ tagt um mal eben die Fördermenge, für einen höheren �lpreis, zu reduzieren. Angebot und Nachfrage funktionieren am �lmarkt etwas anders.

Diesel, Kerosin und Heizöl sind in etwa die gleiche Fraktionierungsstufe beim Output einer Raffinerie. Ein Einbruch der Nachfrage nach Kerosin würde daher den Output an Diesel und Heizöl steigen lassen und somit relativ verbilligen.

Egal, ob die OPEC die Fördermenge nach oben oder unten anpasst.
Beitrag vom 06.10.2022 - 16:28 Uhr
UserChristian159
User (1734 Beiträge)
Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Wieso sollte der Preis von Heizöl sinken, wenn weniger geflogen wird?

Das ist quatsch, weil dann wie jetzt gerade gestern, OPEC+ tagt um mal eben die Fördermenge, für einen höheren �lpreis, zu reduzieren. Angebot und Nachfrage funktionieren am �lmarkt etwas anders.

Diesel, Kerosin und Heizöl sind in etwa die gleiche Fraktionierungsstufe beim Output einer Raffinerie. Ein Einbruch der Nachfrage nach Kerosin würde daher den Output an Diesel und Heizöl steigen lassen und somit relativ verbilligen.

Aber die Kosten für die Herstellung von Heizöl ändern sich doch gar nicht. Die würden höchstens steigen, wenn die Raffinerie nicht mehr so viel produziert muss, sozusagen negative Skaleneffekte.
Oder bedeutet das, das die Preise gar nichts mit den Herstellungskosten zu tun haben, sondern - wie Sie schreiben - an Angebot und Nachfrage hängen?
Beitrag vom 06.10.2022 - 18:30 Uhr
UserEricM
User (7197 Beiträge)
Streng genommen wird andersrum ein Schuh draus: Würden Flüge in Europa stark eingeschränkt und so der Kerosinverbrauch merklich gesenkt, würde der Preis für das strukturell ähnliche Heizöl sinken und viele Menschen kämen billiger über den Winter.

Wieso sollte der Preis von Heizöl sinken, wenn weniger geflogen wird?

Das ist quatsch, weil dann wie jetzt gerade gestern, OPEC+ tagt um mal eben die Fördermenge, für einen höheren �lpreis, zu reduzieren. Angebot und Nachfrage funktionieren am �lmarkt etwas anders.

Diesel, Kerosin und Heizöl sind in etwa die gleiche Fraktionierungsstufe beim Output einer Raffinerie. Ein Einbruch der Nachfrage nach Kerosin würde daher den Output an Diesel und Heizöl steigen lassen und somit relativ verbilligen.

Aber die Kosten für die Herstellung von Heizöl ändern sich doch gar nicht.
Hat ja auch niemand behauptet.
Beitrag vom 07.10.2022 - 09:17 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4348 Beiträge)
"...sondern - wie Sie schreiben - an Angebot und Nachfrage hängen?".

Aber das sind doch die felsenfest stehenden Grundprinzipien eines 'funktionierenden Marktes':
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Oder stimmt das etwa doch nicht?

Siehe "Die Anstalt" von letzen Dienstag in der ZDF Mediathek :).

Man könnte glatt von kapitalistischen Glauben abfallen und denken, es geht nur um exorbitante Gewinnmaximierung... ;).
Beitrag vom 07.10.2022 - 10:15 Uhr
UserChristian159
User (1734 Beiträge)
"...sondern - wie Sie schreiben - an Angebot und Nachfrage hängen?".

Aber das sind doch die felsenfest stehenden Grundprinzipien eines 'funktionierenden Marktes':
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Oder stimmt das etwa doch nicht?

Doch, ich bin davon überzeugt. Andere hingegen glauben, die Kosten sind für den Preis verantwortlich und das man höhere Kosten einfach über den Preis an den Kunde weitergeben kann.
Beitrag vom 07.10.2022 - 12:42 Uhr
Userflydc9
User (895 Beiträge)
Das Ziel der VC ist es nicht das Geschäftsmodell der EW zu zerstören, sondern es für die Mitarbeiter verträglicher zu machen. Denn das Momentane Geschäft baut auf einer lächerlich niedrigen Personaldecke, in Planung, Cockpit und Kabine auf. �berstunden werden im Sommer erwartet und im Winter soll man am Liebsten weniger Gehalt bekommen. Es ist wirklich eine bodenlose Frechheit was das Management hier abzieht. Das man sich in Frankfurt nicht schämt diese Amatuere bei EW einzusetzen.
Easyjet und sogar Ryanair haben bessere Arbeitszeitbedingungen als die EW. Es kann einfach nicht sein, das Dienstpläne fünf mal und öfter geändert werden nur weil man permanent an den 100 Blockstunden in den letzten 28 Tagen hängt. Das ist keine Ausnahme, das ist Alltag.

man bekommt ja auch bezahlt für die arbeit....

so werden in zukunft neue flugzeuge zur ewe kommen und Ewd in zukunft schrumpfen.
gut gemacht vc.....

Dieser Beitrag wurde am 07.10.2022 12:44 Uhr bearbeitet.
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