Community / Allgemeines aus der Luftfahrtbranche / Senkung Luftverkehrssteuer

Beitrag 1 - 2 von 2
Beitrag vom 28.06.2026 - 16:22 Uhr
Userlunofra
User (4 Beiträge)
Selten wird in der Presse berichtet, dass die Luftverkehrssteuer nicht für die Kaufbereitschaft des Passagier relevant ist, sondern insbesondere für die Risikoanalyse der Airlines. Es ist irrelevent, ob die Airline in x Euro Senkung an die Passagiere weitergibt. Die hohen Abgaben für Luftverkehrssteuer, Flugsicherung und Sichheitskontrollen in Deutschland führen dazu, dass Airlines ihre Flugzeuge woanders positionieren, bzw. Flüge von ihren Basen in Länder planen, wo der "erste Passagier" nicht über 40 - 80 Euro mitbringen muss, sondern vielleicht nur 15 - 20 Euro. Das senkt deutlich das Risiko für neue Strecken.
In Folge führen die hohen Gebühren in Deutschland zu einem reduzierten Wettbewerb und zu einer unterdurchschnittlichen Angebotsqualität. Die Deutschen zahlen für weniger Flugverbindungen deswegen deutlich mehr als nur die LVST, einfach weil im Markt Optionen fehlen.
Das sieht man insbesondere am innerdeutschen Verkehr (2 mal teure Gebühren, da 2 Abflüge ab Deutschland), der trotz einer komplett dysfunktionalen Bahn, nicht mehr in die Gänge kommt: Mit Wettbewerb kam man häufig auch schon mal für 120€ von Berlin nach Köln und zurück und das 15 mal am Tag, ohne Wettbewerb geht das nicht mehr unter 250€. Gleichzeitig ging die Angebotsqualität dramatisch runter. Das ist der wahre Preis, den die Kunden für die extrem hohen Gebühren in DE bezahlen.
Beitrag vom 28.06.2026 - 16:43 Uhr
UserEricM
User (7163 Beiträge)
Selten wird in der Presse berichtet, dass die Luftverkehrssteuer nicht für die Kaufbereitschaft des Passagier relevant ist

Das klang bei der Einführung bzw bei der Anhebung dieser Abgabe aber ganz anders. Nicht nur in der Presse, auch bei Verbänden und den Airlines.
Komisch, oder?

Wer sollte denn Ihrer Meinung nach die "extrem teure" Flugsicherung und Sicherheitskontrollen bezahlen, wenn nicht der Passagier? Der Steuerzahler?