Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Flugbegleiter stellen sich gegen Abs...

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Beitrag vom 07.01.2026 - 07:35 Uhr
Userfliegerschmunz
User (870 Beiträge)
Ob und wie jemand abgeschoben wird, entscheiden nicht fie Flugbegleiter, sondern staatliche Institutionen. Ob ein Abgescobener für die Flugsicherheit eine Gefahr darstellt, entscheiden auch nicht die Flugbegleiter, sondern der Kapitän zusammen mit der BuPo.
Räumt mal die Galley auf!
Beitrag vom 07.01.2026 - 08:10 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (245 Beiträge)
Die von UFO vertretenen Flugbegleiter werden nicht nach Afghanistan fliegen oder?
Ist das eher ein politisches Statement als eines in Vertretung der Mitglieder?
Beitrag vom 07.01.2026 - 08:12 Uhr
UserX-Ray
User (868 Beiträge)
Ob und wie jemand abgeschoben wird, entscheiden nicht fie Flugbegleiter, sondern staatliche Institutionen.

Das "Ob" stellt die GW doch gar nicht in Frage, sondern die Methode. Es ist nun mal Aufgabe von Spartengewerkschaften, die Interessen der eigenen Klientel zu vertreten. Wer wüsste das besser, als das Cockpitpersonal.

Ob ein Abgescobener für die Flugsicherheit eine Gefahr darstellt, entscheiden auch nicht die Flugbegleiter, sondern der Kapitän zusammen mit der BuPo.

Das Kabinenpersonal hat aber keine unüberwindbare Tür, hinter der man im flauschigen Cockpit vor "verurteilten Intensivtätern" ein paar Meter weiter hinten geschützt und abgeschirmt ist. Die stehen "an der Front" und ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Praxis bei Abschiebungen für Flugbegleiter eine Belastung darstellt.

Räumt mal die Galley auf!

Wahnsinn. Und da rätseln diese Typen immer, warum sie keiner leiden kann.
Beitrag vom 07.01.2026 - 08:18 Uhr
UserX-Ray
User (868 Beiträge)
Die von UFO vertretenen Flugbegleiter werden nicht nach Afghanistan fliegen oder?

"Dem Vernehmen nach lief die Rückführung über Istanbul."

Ist das eher ein politisches Statement als eines in Vertretung der Mitglieder?
Beitrag vom 07.01.2026 - 08:19 Uhr
Useresworg
User (21 Beiträge)
Ob und wie jemand abgeschoben wird, entscheiden nicht fie Flugbegleiter, sondern staatliche Institutionen. Ob ein Abgescobener für die Flugsicherheit eine Gefahr darstellt, entscheiden auch nicht die Flugbegleiter, sondern der Kapitän zusammen mit der BuPo.
Räumt mal die Galley auf!

Mal davon abgesehen, dass UFO ja gerade die staatlichen Institutionen mit ihrem Statement anspricht, entscheidet die BuPo gar nichts. Die übergeben die Person auf gerichtliche Anweisung an der Kabinentür und der Rest ist ihnen egal.

Dann entscheiden wir im Cockpit gemeinsam unter Rücksprache mit der Kabine, ob die Person mitgenommen wird. Wenn die Kabinenbesatzung bereits beim Einsteigen absehen kann, dass potentiell problematisches Verhalten vorliegt, lassen wir die Person ausladen. Keine Diskussion, uns geht es nur um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kollegen und der restlichen Gäste.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Abschiebungen auf Linienflügen ohne sichernde Begleitpersonen stattfinden und die betreffenden Personen ohnehin nicht am Gate erscheinen. Wenn sie doch auftauchen, machen sie im Schnitt weniger Probleme als der durchschnittliche Passagier und sind unauffällig.

Beitrag vom 07.01.2026 - 09:32 Uhr
Useratc
User (704 Beiträge)
@fliegerschmunz
Ihr Statement ist von völlig unangemessener Geringschätzigkeit gegenüber der Arbeit und Verantwortung des Kabinenpersonals geprägt.
Selbstverständlich ist es eine Änderung der Lage, wenn ein Teil der mitfliegenden Passagiere nicht an Bord sein möchten und am Zielort mit existentiellen Problemen rechnen müssen. Egal, wie ruhig jemand beim Boarding erscheint, alles mögliche kann eine Person in einer Ausnahmesituation triggern.
Und abgeshen von Sicherheitsaspekten: Als PAX würde ich es durchaus belastend finden, wenn dirket neben meiner Kaffeetasse eine Person in Hanschellen sitzt.

Dieser Beitrag wurde am 07.01.2026 09:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.01.2026 - 09:55 Uhr
UserIRIS
User (86 Beiträge)
Na Gott sei Dank wird 2026 unsere A400M Flotte auf 53 Einheiten vervollständigt.

Bisher waren die Buschfähigkeiten des A400M für die Bundeswehr nur von Nachteil weil er deshalb keine Leoparden usw. transportieren konnte aber vielleicht werden die eines Tages entgegen jeder Vorhersage ja doch noch wichtig.

Die A400M könnte man auch eher wiesnmäßig mit Folien usw. auskleiden sollte das notwendig sein.
Beitrag vom 07.01.2026 - 10:11 Uhr
Userconcorde1980
User (122 Beiträge)
Für diese Diskussion müssen wir doch erstmal wissen, wie die Praxis aussieht. Da hat ausschließlich @esworg etwas Licht in das Dunkle gebracht.
Es gibt auch Menschen die ohne kriminellen Hintergrund abgeschoben werden. Für diese Gruppe sehe ich den Linienflug zumindest noch ein. Ob dieser Anteil relevant ist, kann ich nicht einschätzen.

Danach beginnt ein Verlauf ab wann ein Straftäter (Autodiebstahl? Drogen?) ein Risiko für den Flug ist bis hin zum "intensiv- Täter" (Mörder?!) der für mich ein No- Go ist WENN kein Polizist dabei ist.

Aber diese Risikobewertung am Ende dem Piloten zu überlassen, ist schon krass.

Ob wir uns bei Abschiebungen als Mit- Passagiere dann dadurch "belästigt" fühlen, ist für mich kein Argument obwohl ich mich natürlich auch sehr unwohl fühlen würde.

Ich kann das Statement der Flugbegleiter aufgrund der völlig unklaren Situation im FLugzeug gut verstehen und würde mich tendenziell anschließen.
Beitrag vom 07.01.2026 - 12:12 Uhr
UserMHalblaub
User (1244 Beiträge)
Danach beginnt ein Verlauf ab wann ein Straftäter (Autodiebstahl? Drogen?) ein Risiko für den Flug ist bis hin zum "intensiv- Täter" (Mörder?!) der für mich ein No- Go ist WENN kein Polizist dabei ist.

Eine Überschrift aus dem Artikel:

>> Bundespolizisten begleiteten Straftäter
Beitrag vom 07.01.2026 - 12:45 Uhr
UserTino Riva
User (62 Beiträge)
Mal davon abgesehen, dass UFO ja gerade die staatlichen Institutionen mit ihrem Statement anspricht, entscheidet die BuPo gar nichts. Die übergeben die Person auf gerichtliche Anweisung an der Kabinentür und der Rest ist ihnen egal.

Bis der Schübling an Ihrer Kabinentür übergeben wird, ist es ein sehr komplexer Prozeß. Beteiligt sind kommunale Ausländerbehörde, ggf. JVA, Landespolizei, Bundespolizei. Die in diesem Prozeß gesammelten Informationen über den Schübling sind durchaus relevant für die Sicherheit der Abschiebung. Warum ignorieren Sie das? Befragen Sie doch die übergebenden Beamten zu dem Schübling; vielleicht sind diese Informationen für Sie ja nützlich. Warum sollte den Beamten der Bundespolizei der Schübling egal sein? Es betrifft doch auch deren Sicherheit.
Und selbstverständlich entscheidet die Bundespolizei, ob die Abschiebung durchgeführt werden kann, solange sich der Schübling in deren Gewahrsam befindet. Kriterien dafür sind u.a. Fremdgefährdung, Eigengefährdung und gesundheitlicher Zustand. Und gerade darüber wissen Sie überhaupt nichts, wenn Ihnen der Schübling übergeben wird, die Bundesbeamten aber sehr viel.

Dann entscheiden wir im Cockpit gemeinsam unter Rücksprache mit der Kabine, ob die Person mitgenommen wird. Wenn die Kabinenbesatzung bereits beim Einsteigen absehen kann, dass potentiell problematisches Verhalten vorliegt, lassen wir die Person ausladen. Keine Diskussion, uns geht es nur um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kollegen und der restlichen Gäste.

Das soll so sein.
Aber sprechen Sie doch auch mit den Beamten für Ihre Lagebeurteilung. Und, falls eine Verständigung möglich ist, auch mit dem Schübling selbst.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Abschiebungen auf Linienflügen ohne sichernde Begleitpersonen stattfinden und die betreffenden Personen ohnehin nicht am Gate erscheinen. Wenn sie doch auftauchen, machen sie im Schnitt weniger Probleme als der durchschnittliche Passagier und sind unauffällig.

Das ist so zutreffend.
Beitrag vom 07.01.2026 - 13:03 Uhr
UserEricM
User (6885 Beiträge)
Schübling

@Tino Riva: Wo ist denn diese Ausgeburt des Neusprech-Extremismus entstanden?
Beitrag vom 07.01.2026 - 13:22 Uhr
Usercontrail55
User (5918 Beiträge)
Schübling

@Tino Riva: Wo ist denn diese Ausgeburt des Neusprech-Extremismus entstanden?
Guckst du Duden ;-)
 https://www.duden.de/rechtschreibung/Schuebling_Haeftling
Beitrag vom 07.01.2026 - 13:32 Uhr
Usercontrail55
User (5918 Beiträge)
Mal davon abgesehen, dass UFO ja gerade die staatlichen Institutionen mit ihrem Statement anspricht, entscheidet die BuPo gar nichts. Die übergeben die Person auf gerichtliche Anweisung an der Kabinentür und der Rest ist ihnen egal.

Bis der Schübling an Ihrer Kabinentür übergeben wird, ist es ein sehr komplexer Prozeß. Beteiligt sind kommunale Ausländerbehörde, ggf. JVA, Landespolizei, Bundespolizei. Die in diesem Prozeß gesammelten Informationen über den Schübling sind durchaus relevant für die Sicherheit der Abschiebung. Warum ignorieren Sie das? Befragen Sie doch die übergebenden Beamten zu dem Schübling; vielleicht sind diese Informationen für Sie ja nützlich. Warum sollte den Beamten der Bundespolizei der Schübling egal sein? Es betrifft doch auch deren Sicherheit.
Und selbstverständlich entscheidet die Bundespolizei, ob die Abschiebung durchgeführt werden kann, solange sich der Schübling in deren Gewahrsam befindet. Kriterien dafür sind u.a. Fremdgefährdung, Eigengefährdung und gesundheitlicher Zustand. Und gerade darüber wissen Sie überhaupt nichts, wenn Ihnen der Schübling übergeben wird, die Bundesbeamten aber sehr viel.

Dann entscheiden wir im Cockpit gemeinsam unter Rücksprache mit der Kabine, ob die Person mitgenommen wird. Wenn die Kabinenbesatzung bereits beim Einsteigen absehen kann, dass potentiell problematisches Verhalten vorliegt, lassen wir die Person ausladen. Keine Diskussion, uns geht es nur um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kollegen und der restlichen Gäste.

Das soll so sein.
Aber sprechen Sie doch auch mit den Beamten für Ihre Lagebeurteilung. Und, falls eine Verständigung möglich ist, auch mit dem Schübling selbst.
Das kann ich so bestätigen, zu meiner Zeit war das auch üblich. Oft schon im Briefing adressiert, da es in der Regel auf der PIL vermerkt ist als allgemein DEPO, oder detailliert als DEPU-unaccompanied oder DEPA-accompanied.
Dort wurde auch das Vorgehen abgestimmt, was möchte der CPT wie und wann. Kontakt mit den Beamten, Hinweis zum boarden (kommen oft vor den anderen Gästen), delgieren von Aufgaeben an den Purser usw.
Hier ist auch der beste Zeitpunkt, das allgemeine Vorgehen zu besprechen. Auch FBs sind nur Menschen und für manche Menschen ist eine Abschiebnung ein hochemotionaler Vorgang. Das kann soweit gehen, dass diese Menschen in der Crew als Ressource ausfallen oder es sich in der Crew hochschaukelt und CRM relevant wird.
Hier lassen sich auch nocheinmal alle Verfahren durchsprechen, die in den verschiedenen Flugphasen bei accompanied und möglicher Fesselung (sagt man das so??) zu beachten wären.
Vor diesem Hintergrund ist der Beitrag von @fliegerschmunz eine Katastrophe. Aber, not all is lost, es gibt auch das Gegenbeispiel von @esworg.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Abschiebungen auf Linienflügen ohne sichernde Begleitpersonen stattfinden und die betreffenden Personen ohnehin nicht am Gate erscheinen. Wenn sie doch auftauchen, machen sie im Schnitt weniger Probleme als der durchschnittliche Passagier und sind unauffällig.

Das ist so zutreffend.
Jup.

Dieser Beitrag wurde am 07.01.2026 13:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.01.2026 - 14:02 Uhr
UserTino Riva
User (62 Beiträge)
Schübling

@Tino Riva: Wo ist denn diese Ausgeburt des Neusprech-Extremismus entstanden?

Was soll diese dämliche Frage? Wenn man ein Wort nicht kennt, kann man es auch einfach nachschlagen.
Beitrag vom 07.01.2026 - 14:55 Uhr
Usertop_pax
User (337 Beiträge)
Ob und wie jemand abgeschoben wird, entscheiden nicht fie Flugbegleiter, sondern staatliche Institutionen. Ob ein Abgescobener für die Flugsicherheit eine Gefahr darstellt, entscheiden auch nicht die Flugbegleiter, sondern der Kapitän zusammen mit der BuPo.
Räumt mal die Galley auf!

Wow, diese Aussage zeugt von extremer Führungskompetenz, Empathie und Wertschätzung Ihrer Crew, Respekt!
Sie haben dann hoffentlich Ihr eigenes Pausenbrot und Getränke dabei, oder müssen das dann doch die unaufgeräumten Galley Mitarbeiter für Sie erledigen?
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