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Beitrag vom 06.04.2025 - 15:51 Uhr
UserGB
User (1114 Beiträge)
Nur weil Börsianer short gehen verkauft Boeing erstmal noch keine einzige Maschine weniger. Ã?ber Flugzeugkäufe wird auch nicht wie beim Discounter am Grabbeltisch spontan entschieden. Und ein Betreiber muß eine Boeing nicht unbedingt an seinem Standort bestellen und bezahlen. Börsenkurse bilden primär nur die Meinung der Maßgebenden über die Meinung der Unmaßgeblichen ab und machen noch keinen Umsatz.
Beitrag vom 06.04.2025 - 15:55 Uhr
UserAfterburner
User (554 Beiträge)
"China ist der wichtigste Exportmarkt für Boeing"

Naja, nicht nur das, für die 787 wird sehr viel ausserhalb der USA hergestellt, man denke nur an den Rumpf aus Japan. China liefert ebenfalls schon ein paar Teile zu, die EU sowieso.

Also die Zölle sind nicht nur wg. dem Verkauf ein Problem, sondern auch bei der Herstellung.

Anders gesagt leidet Boing doppelt an den Zöllen.

Dieser Beitrag wurde am 06.04.2025 15:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.04.2025 - 16:16 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Nur weil Börsianer short gehen verkauft Boeing erstmal noch keine einzige Maschine weniger. Ã?ber Flugzeugkäufe wird auch nicht wie beim Discounter am Grabbeltisch spontan entschieden. Und ein Betreiber muß eine Boeing nicht unbedingt an seinem Standort bestellen und bezahlen. Börsenkurse bilden primär nur die Meinung der Maßgebenden über die Meinung der Unmaßgeblichen ab und machen noch keinen Umsatz.

In dem Artikel steht nichts davon, dass Flugzeugverkäufe "spontan" über "Grabbeltische" gehen. Warum dann diese Unterstellung.
Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, und zwar den kompletten, noch ausstehenden Betrag. Solange die Empfängerbank des Flugzeugherstellers keinen Geldeingang signalisiert hat, verlässt das Flugzeug nicht die Standplätze beim Flugzeughersteller. In dem Zusammenhang verläuft der Eigentumsübertrag beim Flugzeugkauf im Grundsatz in der Tat nicht anders als der Kauf eines Bounty-Riegels im Supermarkt.

Ferner muss der Betreiber die Flugzeuge bei der Flugaufsicht des jeweiligen Landes registrieren, in der der geschäftliche Hauptsitz der Gesellschaft ist.

Von daher haben die an der Börse erwarteten Zollbelastungen für Boeing durchaus einen realen Hintergrund.

Dieser Beitrag wurde am 07.04.2025 16:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.04.2025 - 16:50 Uhr
UserA320Fam
User (2277 Beiträge)
... Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, ...

Mal doof gefragt: welche Schlüssel?
Beitrag vom 07.04.2025 - 17:23 Uhr
User-wolf-
User (496 Beiträge)
... Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, ...

Mal doof gefragt: welche Schlüssel?

Endlich kennen wir den Grund vieler Verspätungen: Der Pilot hat den Schlüssel vergessen
Beitrag vom 07.04.2025 - 18:43 Uhr
UserNunja
User (26 Beiträge)
Boing hat wie die meisten OEMs, das Problem, dass viele Teile von Zulieferer im Ausland hergestellt werden und diese nun mit Zollen belegt werden. Zölle und Logistikkosten werden meist von den OEMs getragen. Diese können nicht kurzfristig auf die Kunden weitergegeben werden. Daraus erfolgt erstmals ein Verlust.Langfristig wird Boeing die Preise erhöhen müssen, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Womit aber die Wettbewerbsfähigkeit leidet, da Airbus nicht so stark betroffen ist. Ja auch Airbus Mobile wird zwar ähnliche Probleme haben, aber nur für Flugzeuge die von USA beliefert werden.
Beitrag vom 07.04.2025 - 19:44 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
... Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, ...

Mal doof gefragt: welche Schlüssel?
Nicht wörtlich, im übertragenden Sinne�
Beitrag vom 08.04.2025 - 11:33 Uhr
UserRunway
User (2967 Beiträge)
Nicht das Trump ein besonderes Herz für Airbus hätte aber das Flugzeugteile zumindest wegen Boeing nicht von Zöllen ausgenommen wurde überrascht mich doch.

Boeing kann weder kurz- noch mittelfristig auf seine Auslandslieferanten verzichten. Sofern in den Verträgen mit Airlines diesbezüglich keine abweichenden Regelungen enthalten sind bleibt Boeing doch auf den gesamten Mehrkosten mit seinem hohen Auftragsbestand jahrelang sitzen. Oder plant er da einen Trick 17 um Airbus zur Kasse zu bitten und Boeing schadlos zu halten. Da ist vermutlich auch das Orakel von Delphi derzeit ahnungslos.

Beitrag vom 08.04.2025 - 11:55 Uhr
UserEricM
User (7260 Beiträge)
Nicht das Trump ein besonderes Herz für Airbus hätte aber das Flugzeugteile zumindest wegen Boeing nicht von Zöllen ausgenommen wurde überrascht mich doch.

Boeing kann weder kurz- noch mittelfristig auf seine Auslandslieferanten verzichten. Sofern in den Verträgen mit Airlines diesbezüglich keine abweichenden Regelungen enthalten sind bleibt Boeing doch auf den gesamten Mehrkosten mit seinem hohen Auftragsbestand jahrelang sitzen. Oder plant er da einen Trick 17 um Airbus zur Kasse zu bitten und Boeing schadlos zu halten. Da ist vermutlich auch das Orakel von Delphi derzeit ahnungslos.

Wenn man sich Trump und seine Mannschaft, Besset, Navarro und Lutnik so anhört, wie sie selbst bei ihnen wohlgesonnenen Medien wie Fox vergeblich versuchen, Antworten auf ganz einfache und "nette" Fragen zu den Zöllen zurechtzustammeln und sich in Merketing flüchten, "who knows, how the markets will react next week or next month", "it will be a boom, absolutely great", "we will make America great again!!!", kann man fast Mitleid bekommen ...

Es bleibt eigentlich nur ein Schluss: Die wussten echt nicht was sie da anrichten würden und schauen nun verwundert zu, wie die gesamte Wirtschaft um sie herum nun bröckelt...

Daher ist vermutlich selbst Boeing zu klein, um überhaupt auf der mentalen Karte eines der Beteiligten aufzutauchen. Die haben die Auswirkungen ihres Tuns schlicht nur ideologisch, aber nicht ökonomisch betrachtet.

Navarro hat es ja sogar geschafft Ford nur als "'amerikanischen'" (ausdrücklich in Anführungszeichen) Konzern zu bezeichnen, da sie Teile von außerhalb der USA importieren. Da darf man glaube ich exakt Null Verständnis für die Situation eines Flugzeugherstellers in internationalen Lieferketten erwarten.

Das kommt davon wenn man die mit den einfachen Antworten an die Macht läßt.
Vielleicht lernt ja der ein oder andere hierzulande daraus, dann hätte dieser ganze Mist wenigstens eine gute Seite.

Dieser Beitrag wurde am 08.04.2025 11:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.04.2025 - 12:12 Uhr
UserFW-Condor
User (249 Beiträge)
Sich mit der Flugzeug- oder Autoindustrie zu beschäftigen sind doch schon die höheren Regionen der Wirtschaft. Das erste was schon beim ersten Mal passiert ist, sind Zölle auf Stahl und Aluminium. Zu erkennen, dass die USA selber kaum Bauxitvorkommen haben und daher nahezu alles Aluminium eingeführt werden muss, wäre doch simpel, oder? Man könnte hier noch dutzende Beispiele auflisten, wo Sinn und Verstand gegen Ideologie, Rachsucht, persönliches Bereichern eben nicht ankommt.
Da aber Boeing nicht sterben darf ( Rüstung !!!! ) wird eben der amerikanische Steuerzahler dafür sorgen, das der Kampfjet der sechsten Generation gebaut wird. Kostet ja nicht Trump's Geld.
Beitrag vom 08.04.2025 - 14:23 Uhr
UserGB
User (1114 Beiträge)
@Weideblitz

In dem Artikel steht nichts davon, dass Flugzeugverkäufe "spontan" über "Grabbeltische" gehen. Warum dann diese Unterstellung.

Das war keine Unterstellung, sondern eine Begründung dafür, dass Flugzeugkäufe durchdacht und keine Spontanhandlung sind.

Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, und zwar den kompletten, noch ausstehenden Betrag. Solange die Empfängerbank des Flugzeugherstellers keinen Geldeingang signalisiert hat, verlässt das Flugzeug nicht die Standplätze beim Flugzeughersteller. In dem Zusammenhang verläuft der Eigentumsübertrag beim Flugzeugkauf im Grundsatz in der Tat nicht anders als der Kauf eines Bounty-Riegels im Supermarkt.

Hat niemand angesprochen geschweige denn Gegenteiliges behauptet.


Ferner muss der Betreiber die Flugzeuge bei der Flugaufsicht des jeweiligen Landes registrieren, in der der geschäftliche Hauptsitz der Gesellschaft ist.

Sie wissen aber schon, dass Betreiber und Fluggesellschaft nicht identisch sein müssen. Soll heißen, anstatt den Phantasiezoll auf einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag zu zahlen könnte es ja vielleicht auch eine europäische Tochterfirma geben, die das Flugzeugbetreibt.


Von daher haben die an der Börse erwarteten Zollbelastungen für Boeing durchaus einen realen Hintergrund.

Radio Eriwan läßt grüßen.
Beitrag vom 08.04.2025 - 14:32 Uhr
UserGB
User (1114 Beiträge)
Nur weil Börsianer short gehen verkauft Boeing erstmal noch keine einzige Maschine weniger. Ã?ber Flugzeugkäufe wird auch nicht wie beim Discounter am Grabbeltisch spontan entschieden. Und ein Betreiber muß eine Boeing nicht unbedingt an seinem Standort bestellen und bezahlen. Börsenkurse bilden primär nur die Meinung der Maßgebenden über die Meinung der Unmaßgeblichen ab und machen noch keinen Umsatz.

In dem Artikel steht nichts davon, dass Flugzeugverkäufe "spontan" über "Grabbeltische" gehen. Warum dann diese Unterstellung.
Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, und zwar den kompletten, noch ausstehenden Betrag. Solange die Empfängerbank des Flugzeugherstellers keinen Geldeingang signalisiert hat, verlässt das Flugzeug nicht die Standplätze beim Flugzeughersteller. In dem Zusammenhang verläuft der Eigentumsübertrag beim Flugzeugkauf im Grundsatz in der Tat nicht anders als der Kauf eines Bounty-Riegels im Supermarkt.

Ferner muss der Betreiber die Flugzeuge bei der Flugaufsicht des jeweiligen Landes registrieren, in der der geschäftliche Hauptsitz der Gesellschaft ist.

Von daher haben die an der Börse erwarteten Zollbelastungen für Boeing durchaus einen realen Hintergrund.

@EricM
Das kommt davon wenn man die mit den einfachen Antworten an die Macht läßt.

Immerhin erleubt mir der beschränkte Wortschatz des POTUS ein vollumfängliches Verstehen seiner Aussagen. Seither wundere ich mich immer über die Experten, die aus kindgerechten Sätzen einen raffiniert verborgenen Plan herausanalysieren möchten.
Beitrag vom 09.04.2025 - 12:13 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
In dem Artikel steht nichts davon, dass Flugzeugverkäufe "spontan" über "Grabbeltische" gehen. Warum dann diese Unterstellung.

Das war keine Unterstellung, sondern eine Begründung dafür, dass Flugzeugkäufe durchdacht und keine Spontanhandlung sind.

Von mir aus. Aber was soll diese Aussage am Ende "ausssagen": Boeing wird am Ende klar weniger Flugzeuge verkaufen, wenn die Gesamt-Beschaffungspreise für deren Flieger signifikant stärker steigen als die von Airbus. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist erheblich und darauf haben die Finnazmärkte reagiert. Da gibt es keinen Grund das herunterzuspielen ("Nur weil Börsianer short gehen verkauft Boeing erstmal noch keine einzige Maschine weniger.")

Ein Betreiber bezahlt das Flugzeug bei �bergabe der Schlüssel und Zulassungspapiere beim Flugzeugherstellers im Büro per Express-�berweisung, und zwar den kompletten, noch ausstehenden Betrag. Solange die Empfängerbank des Flugzeugherstellers keinen Geldeingang signalisiert hat, verlässt das Flugzeug nicht die Standplätze beim Flugzeughersteller. In dem Zusammenhang verläuft der Eigentumsübertrag beim Flugzeugkauf im Grundsatz in der Tat nicht anders als der Kauf eines Bounty-Riegels im Supermarkt.

Hat niemand angesprochen geschweige denn Gegenteiliges behauptet.

Doch Sie: "Und ein Betreiber muß eine Boeing nicht unbedingt an seinem Standort bestellen und bezahlen."
Was ich sage: Beoings werden bei Boeing bezahlt und ausgeliefert und nirgendwo sonst.


Ferner muss der Betreiber die Flugzeuge bei der Flugaufsicht des jeweiligen Landes registrieren, in der der geschäftliche Hauptsitz der Gesellschaft ist.

Sie wissen aber schon, dass Betreiber und Fluggesellschaft nicht identisch sein müssen. Soll heißen, anstatt den Phantasiezoll auf einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag zu zahlen könnte es ja vielleicht auch eine europäische Tochterfirma geben, die das Flugzeugbetreibt.

Auch das ist unzutreffend, sofern die Flugzeuge unverändert eine US-Basis haben sollen. Eine EU-Tochter kann den Fliugzeugen nur auf eine EU-Basis stationieren. Und damit muss das Flugzeug also im- bzw. exportiert werden
>

Dieser Beitrag wurde am 09.04.2025 12:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.04.2025 - 12:24 Uhr
UserEricM
User (7260 Beiträge)
Immerhin erleubt mir der beschränkte Wortschatz des POTUS ein vollumfängliches Verstehen seiner Aussagen. Seither wundere ich mich immer über die Experten, die aus kindgerechten Sätzen einen raffiniert verborgenen Plan herausanalysieren möchten.

Stimme zu, die meisten kommen glaube ich auf dem Umweg über "also /so/ blöd kann er ja wohl nicht sein, da muss ein Plan dahinterstecken" zu diesem Truggschluss.
Klare Antwort: Doch. Kann er. Und seine Truppe von Ja-Sagern stoppt ihn da auch nicht.
Selbst Besset ("Wirtschaftsminister") konnte nicht erklären, wie die Höhe der Zölle zustandekam, die Liste wäre "anderswo" erstellt worden...

Zum Abschluss: idiotische Policies prägnant illustriert:  https://xkcd.com/3073/ (habs leider nur in Englisch)


Beitrag vom 09.04.2025 - 13:55 Uhr
Userfbwlaie
User (5405 Beiträge)
Die knackige Umsetzung des Vergleichs mit einem Friseur, dem ich Geld gebe (und er noch meine Haare behält) und der nichts von mir kauft...(nicht von mir, sondern von einem renomierten Wirtschaftswissenschaftler).
Trump hat wohl erkannt, dass er seine Wählerschaft für dumm verkaufen kann - und nun tut es es auch.
Wenn die Chinesen für die Zölle aufkommen müssen, um so besser für den Kunden. An der Kasse ändert sich ja nichts und der Staat nimmt noch mehr ein....Das kann man wohl nur in den USA verbreiten.
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