Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa vermeidet Crewaufenthalte ...

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Beitrag vom 06.12.2021 - 10:18 Uhr
Usercogito.ergo.sum
User (102 Beiträge)
" Die Regierung verlangt einen negativen PCR-Test vor Abflug, einen Schnelltest direkt bei der Ankunft in Hongkong"

Das wäre schön. Tatsächlich wird bei Einkunft ein PCR-Test durchgeführt, auf dessen Ergebnis man nicht etwa im Hotelzimmer, sondern mitunter stundenlang auf einem zugewiesenen Stuhl im Terminal zu warten hat. Und das vollkommen übernächtigt nach einem elfstündigen Nachtflug. Erst danach folgt die Zimmerquarantäne. Living the dream.
Beitrag vom 06.12.2021 - 10:40 Uhr
UserDennis
Aviation IT & Media GmbH
Administrator
Vielen Dank für den Hinweis, wir haben das entsprechend im Artikel korrigiert.
Beitrag vom 06.12.2021 - 12:05 Uhr
UserJanO
User (38 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern? Ist das überhaupt noch mit deutschem Arbeitsrecht vereinbar? Welche Verpflichtungen hat ein (deutscher) Arbeitgeber, wenn man vor Ort in Quarantäne muss, gib es für den Zeitraum volles Gehalt, wie muss ich mir das vorstellen?
Beitrag vom 06.12.2021 - 12:31 Uhr
UserFRAHAM
User (203 Beiträge)
Wieso an Frachtpiloten? Doch eher an Arbeitsrechtler ;)

Was meinen Sie mit "vor Ort den Flug ... verweigern"?

Der Arbeitgeber hat grundsätzlich für den Schutz der Arbeitnehmer zu sorgen. In wie weit eine Weigerung zulässig sein kann, werden wohl Arbeitsgerichte klären müssen, wenn sich wirklich mal jemand weigert und für die Destination keine offizielle Reisewarnung vorliegt. Dass dies grundsätzlich erst einmal kein Weigerungsgrund sein kann zu arbeiten, sollte auf der Hand liegen. Sonst gäb es keine Ärzte und Pfleger die mit infektiösen Patienten arbeiten. Der Arbeitgeber hat aber die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung möglichst gering ist.

Wenn man vor Ort in Quarantäne gehen muss, weil man in der Ausübung seines Jobs dazu gezwungen wird, dann ist das sicherlich kein Kündigungsgrund und das Gehalt fließt weiter. Wenn es durch Selbstverschulden dazu kommt, kann das schon eine Abmahnung oder Kündigung nach sich ziehen.
Beitrag vom 06.12.2021 - 13:20 Uhr
UserBlotto
User (269 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.
Beitrag vom 06.12.2021 - 14:06 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?
Ja, das gibt es. Diese Möglichkeit ist allerdings sehr eng gefasst, zB Leib und Leben in Krisengebieten. Grundlage sind hier die Hinweise des AA. Grundsätzlich gilt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
Ist das überhaupt noch mit deutschem Arbeitsrecht vereinbar?
Ja, siehe oben
Welche Verpflichtungen hat ein (deutscher) Arbeitgeber, wenn man vor Ort in Quarantäne muss, gib es für den Zeitraum volles Gehalt, wie muss ich mir das vorstellen?
Ja. Ist zum Teil bereits im TV geregelt, zB Entführungen.
Zur Selbstverschuldung. Hier wäre zunächst zu prüfen, ob der AN gegen eine ausdrückliche Dienstanweisung gehandelt hat. Dann könnte uU die Entgeldfortzahlung verweigert werden.

Was die HKG Umläufe betrift wäre hierzu die Rechtslage interessant. Man testet hier negativ (PCR) und dann wird man dort positiv getestet, warum auch immer, (eine Rechtssicherheit gibt es ja vor Ort nicht) und man geht Gefahr für 23 Tage ins Quarantänelager zu müssen. Das hat im Vorfeld bereits eine erhebliche psychische Belastung ausgelöst... Kann man da gezwungen werden oder wäre so etwas Arbeitsverweigerung? Spannende Frage.


Dieser Beitrag wurde am 06.12.2021 14:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2021 - 14:10 Uhr
UserX-Ray
User (197 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.
Beitrag vom 06.12.2021 - 14:24 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

In memoriam @PilotResponse :)
Das war ein toller Tag damals .... selten so gelacht :)
Und jetzt kommt der nächste :)

Dieser Beitrag wurde am 06.12.2021 14:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2021 - 14:53 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

In memoriam @PilotResponse :)
Das war ein toller Tag damals .... selten so gelacht :)
Und jetzt kommt der nächste :)
Die sterben auch nicht aus, wie wir ja gerade in einem anderen Thread gut beobachten können ;-)
Beitrag vom 06.12.2021 - 16:04 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

In memoriam @PilotResponse :)
Das war ein toller Tag damals .... selten so gelacht :)
Und jetzt kommt der nächste :)
Die sterben auch nicht aus, wie wir ja gerade in einem anderen Thread gut beobachten können ;-)

Und dann gibt es Unverständnis, dass man aus solchen Vertragskonstrukten raus will ... :)
Man könnte wirklich lachen, wenn es nicht so traurig wäre ...
Beitrag vom 06.12.2021 - 18:02 Uhr
UserBlotto
User (269 Beiträge)
Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

Ob das eine Frage von Arbeitsethos ist, wenn einem 3 Wochen Einzelhaft drohen bei einem positiven Test? Ich kann schon verstehen, wenn man das Risiko nicht eingehen mag. Soll auch Crewmitglieder geben, die haben Familie und können nicht mal eben für so eine lange Zeit weg bleiben. Ist zum Glück nicht mein Problem, verstehen kann ich diese Reaktion aber.
Beitrag vom 06.12.2021 - 18:04 Uhr
UserViri
User (1059 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Die Sesselfurzer aus FRA müssen sich den Kram ja nicht antun, die können schön aus dem Homeoffice beim 3. Kaffee über die Deppen lachen, die sich im Terminal kaputt warten, während sie auf ihr Testergebnis warten.
Beitrag vom 06.12.2021 - 18:42 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)
Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

Ob das eine Frage von Arbeitsethos ist, wenn einem 3 Wochen Einzelhaft drohen bei einem positiven Test? Ich kann schon verstehen, wenn man das Risiko nicht eingehen mag. Soll auch Crewmitglieder geben, die haben Familie und können nicht mal eben für so eine lange Zeit weg bleiben.

Vielleicht ist es keine Frage des Atbeitsethos, in jedem Fall ist aber der Tatbestand des Betrugs gegeben.
Beitrag vom 06.12.2021 - 19:04 Uhr
UserBald-Lokführer
User (526 Beiträge)
Genau! Einfach krank melden, wenn einem die Destination nicht in den Kram passt. Diesen Vorschlag hat hier vor ein paar Monaten schon mal ein anderer User und LH-Cockpitmitarbeiter gebracht. Dieses interessante Arbeitsethos scheint beim LH-Personal in Sitzreihe Null also doch etwas weiter verbreitet zu sein.

Ob das eine Frage von Arbeitsethos ist, wenn einem 3 Wochen Einzelhaft drohen bei einem positiven Test? Ich kann schon verstehen, wenn man das Risiko nicht eingehen mag. Soll auch Crewmitglieder geben, die haben Familie und können nicht mal eben für so eine lange Zeit weg bleiben.

Vielleicht ist es keine Frage des Atbeitsethos, in jedem Fall ist aber der Tatbestand des Betrugs gegeben.

Es hat nichts mit Betrug zu tun, wenn man sich abmeldet, weil man Angst vor über 20 Tagen Quarantäne Lager hat.
Man muss fit und unbelastet zur Arbeit erscheinen. Wenn man 12h lang sich nur Gedanken macht über das Thema dann hat das mit Flugsicherheit nicht viel zu tun. Deshalb ist auch die klare Message der Flottenführung und sogar hoch bis zum Management, dass man nur 100% fokussiert auf den Job zur Arbeit erscheinen soll. Das ist schlicht eine Frage der Flugsicherheit.
Bleiben doch bitte alle bei Themen mit denen Sie sich auskennen, bevor solche Parolen (Betrug, Arbeitsethos etc.) herausgehauen werden.
Beitrag vom 06.12.2021 - 19:06 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Frage an die vielleicht mitlesenden Frachtpiloten: Gibt es die Möglichkeit angesichts der Bedingungen vor Ort den Flug zu einer bestimmten Destination zu verweigern?

Verweigern braucht man ja nicht, wenn man sich vorher leider krank melden musste.

Die Sesselfurzer aus FRA müssen sich den Kram ja nicht antun, die können schön aus dem Homeoffice beim 3. Kaffee über die Deppen lachen, die sich im Terminal kaputt warten, während sie auf ihr Testergebnis warten.
Den Sesselfurzern schwillt der Kamm, dass das selbst ernannte mittlere Management (oder eigentlich höher) nicht in der Lage ist sich selbst zu managen. Ein Attest holen und von Umläufen nach HKG freistellen lässt, wg psychologische Härte, oder mangelnder Fürsorgepflicht (Tipp, einfach einklagen, geht doch sonst auch), und man somit eine planbare Gruppe bekommt. So wird es nur für alle durch Planänderungen schwieriger, wenn man kurzfristig austeigt und jedesmal die Kaskade nach unten auslöst.
Aber jetzt ist es ja gelöst und vielleicht geht die Krankheitsquote auf bestimmten Flotten jetzt messbar runter. Kann aber auch am Booster liegen ;-)
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