Beitrag vom 05.01.2024 - 08:49 Uhr
Wenn es denn so war - und das klingt glaubhaft - dann kann man diesmal im Guten sehen, dass Passagiere keine Kunden sind, sondern eben Passagiere unter der Kommandogewalt einer Besatzung. Die gibt im Idealfall die richtugen Anweisungen, und die Passagiere setzen sie SOFORT und GENAUSO um.
Aber das klappt wohl nur in Japan. Bei uns würde man das alles wahrscheinlich nur als "schlechten Service" bemängeln. Da hat man die Paxe in den letzten 20, 30 Jahren ganz schön verzogen.
Ausspreche Anerkennung für die Crew und Passagiere!!!
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:03 Uhr
Wenn es denn so war - und das klingt glaubhaft - dann kann man diesmal im Guten sehen, dass Passagiere keine Kunden sind, sondern eben Passagiere unter der Kommandogewalt einer Besatzung. Die gibt im Idealfall die richtugen Anweisungen, und die Passagiere setzen sie SOFORT und GENAUSO um.
Aber das klappt wohl nur in Japan. Bei uns würde man das alles wahrscheinlich nur als "schlechten Service" bemängeln. Da hat man die Paxe in den letzten 20, 30 Jahren ganz schön verzogen.
Ausspreche Anerkennung für die Crew und Passagiere!!!
Ich finde das immer deutlich zu negativ, ich glaube das auch eine LH Crew eine vernünftige Evakuierung hinbekommen würde.
Auch frage ich mich ob das wirklich alles so gut gelaufen ist, wenn das rund 15 Minuten gedauert hat, bis alle draussen waren.
Gespannt bin ich auch ob rauskommt warum zuminderstens eines der Triebwerke noch drehte.
Grundsätzlich halte ich 2 Faktoren für entscheident:
1. Die A350 Zelle hat gehalten, wenn die bricht sterben Menschen.
2. Sie hielt dem Feuer lange genug stand, und brannte erst ab als alle draussen waren.
Das die Piloten rund 15 Minuten nach der Landung noch PAX aus den hinteren Sitzreihen evakuieren musste, weil diese entweder nicht angewiesen worden waren oder geschockt waren oder nicht fliehen konnten, ist ein anderes Thema.
Es ist vlt. unpopulär, aber das ist lange nicht so gut gelaufen wie es hier geschrieben steht.
Man wird daraus eine Menge lernen und da wird wohl noch einiges bekannt werden.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:10 Uhr
Der Kapitän, der Held. Warum geht er in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Not? Was will er da erreichen? Wenn er jemanden findet, schleppt er den dann alleine, im stärker werdenden Rauch, mit Feuer vor den Fenstern zum nächsten Ausgang? Warum vertraut er nicht seiner Kabinenbesatzung, die die Passagiere vor sich her zu den Ausgängen getrieben haben und dann, so sollte es gewesen sein, alle an den Ausgängen eintreffen und als letzte das Flugzeug verlassen. Der Kapitän hat großes Glück gehabt, dass er nicht die einzige Fatalty wurde. Wer hätte ihn holen sollen, wenn wer ohnmächtig wird?
Keiner geht ohne Not zum Selbstschutz in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Schutzausrüstung. Da prügeln das wir seit Jahren Eigenschutz in die Köpfe der Flugbegleiter und dann sowas. Da würden mich mal die Gründe interessiern. Schock, Kultur,... ?
Dieser Beitrag wurde am 05.01.2024 09:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:12 Uhr
Wenn es denn so war - und das klingt glaubhaft - dann kann man diesmal im Guten sehen, dass Passagiere keine Kunden sind, sondern eben Passagiere unter der Kommandogewalt einer Besatzung. Die gibt im Idealfall die richtugen Anweisungen, und die Passagiere setzen sie SOFORT und GENAUSO um.
Aber das klappt wohl nur in Japan. Bei uns würde man das alles wahrscheinlich nur als "schlechten Service" bemängeln. Da hat man die Paxe in den letzten 20, 30 Jahren ganz schön verzogen.
Ausspreche Anerkennung für die Crew und Passagiere!!!
Ich finde das immer deutlich zu negativ, ich glaube das auch eine LH Crew eine vernünftige Evakuierung hinbekommen würde.
Auch frage ich mich ob das wirklich alles so gut gelaufen ist, wenn das rund 15 Minuten gedauert hat, bis alle draussen waren.
Gespannt bin ich auch ob rauskommt warum zuminderstens eines der Triebwerke noch drehte.
Grundsätzlich halte ich 2 Faktoren für entscheident:
1. Die A350 Zelle hat gehalten, wenn die bricht sterben Menschen.
2. Sie hielt dem Feuer lange genug stand, und brannte erst ab als alle draussen waren.
Das die Piloten rund 15 Minuten nach der Landung noch PAX aus den hinteren Sitzreihen evakuieren musste, weil diese entweder nicht angewiesen worden waren oder geschockt waren oder nicht fliehen konnten, ist ein anderes Thema.
Das habe ich jetzt nirgendwo so gelesen. Gibt es dazu eine Quelle? Danke.
Es ist vlt. unpopulär, aber das ist lange nicht so gut gelaufen wie es hier geschrieben steht.
Man wird daraus eine Menge lernen und da wird wohl noch einiges bekannt werden.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:16 Uhr
@ kosmopolit
LH mag sein, die können das wohl auch. Aber es heisst, die waren nach 15 Minuten auch durchgezählt! Das muss man erstmal hinkriegen, im Dunkeln nahe bei einem brennenden Wrack.
"Passagiere in Linie zu drei Gliedern antreten!" wird aiuch in Japan nicht klappen. Aber da muss einer in der schwierigen Situation die Zahl genau gekannt haben.
Wie das bei einer "multilingualen" ME3 Crew, die nur Angst vor der Entlassung als Motivation kennt, gelaufen wäre? Spannende Frage.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:38 Uhr
Nachdem der Zusammenstoß passiert war hat sicher die Kabinencrew einen wesentlichen Anteil gehabt denn sie hat eine (verständliche) Panik verhindert. Dann hätte es sicher ettliche Tote gegeben. Ob alles wirklich so perfekt war wird man noch genauer untersuchen müssen. Vielleicht kann der Unfall für noch bessere Abläufe in der Zukunft dienen. Auf alle Fälle Respekt.
Was mich (rein techn.) interessiert. Nachdem das Bugfahrwerk abgebrochen oder zumindest nicht mehr funktionstüchtig war konnten (mussten oder haben) die Piloten noch Einfluss genommen (bzw. nehmen können) die Maschine auf der Landebahn zu halten?
Dieser Beitrag wurde am 05.01.2024 09:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2024 - 09:57 Uhr
@ runway,
das Seitenruder hat wohl noch funktioniert und wirkt wohl geschätzt bis hinunter auf 50 ?? Knoten - und den Rest hat wohl INERTIA gemacht.
Beitrag vom 05.01.2024 - 10:03 Uhr
@ kosmopolit
LH mag sein, die können das wohl auch. Aber es heisst, die waren nach 15 Minuten auch durchgezählt! Das muss man erstmal hinkriegen, im Dunkeln nahe bei einem brennenden Wrack.
Wenn es denn so war. Keiner weiß woher diese Info kommt. Es gibt Bilder, wo sich alle in einem Warteraum befinden, nachdem sie mit Bussen hingebracht wurden. Da könnte das passiert sein, mit Liste zum abstreichen, und dann wurde der gefangene Fisch mit jeder Erzählung größer.
"Passagiere in Linie zu drei Gliedern antreten!" wird aiuch in Japan nicht klappen. Aber da muss einer in der schwierigen Situation die Zahl genau gekannt haben.
Wie das bei einer "multilingualen" ME3 Crew, die nur Angst vor der Entlassung als Motivation kennt, gelaufen wäre? Spannende Frage.
Da wäre ich mal nicht so kritisch, die EK Kabine war ja soo schlecht nicht. Da haben schon ganz andere was vergeigt.
Beitrag vom 05.01.2024 - 10:38 Uhr
Wie das bei einer "multilingualen" ME3 Crew, die nur Angst vor der Entlassung als Motivation kennt, gelaufen wäre? Spannende Frage.
Da muss der Neidstachel aber ziemlich tief stecken, dass man bei jeder Gelegenheit ME3 potentiell schlechte Perfomance unterstellt.
Ich habe bislang keine schlechten Erfahrungen mit "multilingualen ME3 Crews" gemacht, im Gegenteil.
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:01 Uhr
Der Kapitän, der Held. Warum geht er in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Not? Was will er da erreichen? Wenn er jemanden findet, schleppt er den dann alleine, im stärker werdenden Rauch, mit Feuer vor den Fenstern zum nächsten Ausgang? Warum vertraut er nicht seiner Kabinenbesatzung, die die Passagiere vor sich her zu den Ausgängen getrieben haben und dann, so sollte es gewesen sein, alle an den Ausgängen eintreffen und als letzte das Flugzeug verlassen. Der Kapitän hat großes Glück gehabt, dass er nicht die einzige Fatalty wurde. Wer hätte ihn holen sollen, wenn wer ohnmächtig wird?
Keiner geht ohne Not zum Selbstschutz in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Schutzausrüstung. Da prügeln das wir seit Jahren Eigenschutz in die Köpfe der Flugbegleiter und dann sowas. Da würden mich mal die Gründe interessiern. Schock, Kultur,... ?
In Japan gibt es noch ein gewisses Ehrgefühl. Dies ist im Westen schon längst verloren gegangen, wo der Kapitän wie bei der Costa Concordia fast als erster das sinkende Schiff verlässt. Ich bin schon in einem Alter, in dem solche Werte noch zählen. Mein Respekt an den Kapitän, der seine Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen ernst nimmt und sein Leben risikiert, um sicher zu gehen, dass alle raus sind.
Auch Sullenberger, der aufgrund seines Alters wahrscheinlich auch noch mit solchen Werten aufgewachsen ist, ist als letzter von Bord gegangen, nachdem er sich überzeugt hat, dass keiner mehr an Bord ist.
In der heutingen Zeit, in der jeder zuerst an sich denkt, finden man so etwas vielleicht dumm oder schreibt es dem Schock zu...
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:03 Uhr
Nach dem Zusammenstoss mit der DASH muss es doch diverse Meldungen im Cockpit gegeben haben.
Das Feuer muss doch in der Kabine gut sichtbar gewesen sein. Das Kabinenpersonal wusste, dass eine Notevakuierung anstehen würde...Die Flieger rutschte/rollte noch über 1500m über auf der Bahn.
Die Nachsuche des Kapitäns war nicht vobildlich. Eine Nachsuche erspart man sich, indem man sofort die Geretten zählt. Die Evakuierung hat wohl zu lange gedauert...
Wie gut war die Feuerwehr?
Wie gut ist eine Simulation einer Notevakuierung am Rechner?
Dieser Beitrag wurde am 05.01.2024 11:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:14 Uhr
Der Kapitän, der Held. Warum geht er in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Not?
Der Kapitän erledigt seinen Job. Könnte wetten, sein Name war nicht Francesco Schettino.
Keiner geht ohne Not zum Selbstschutz in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Schutzausrüstung. Da prügeln das wir seit Jahren Eigenschutz in die Köpfe der Flugbegleiter und dann sowas. Da würden mich mal die Gründe interessiern. Schock, Kultur,... ?
Es gibt für die Crew portable Sauerstoffmasken.
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:31 Uhr
Eine Nachsuche erspart man sich, indem man sofort die Geretten zählt.
Viel Erfolg beim Zählen der Geretteten, wenn viele versuchen, möglichst schnell und möglichst weit vom brennenden Flieger weg zu kommen. Nicht jeder bleibt nach dem Verlassen des Fliegers in der Nähe und zückt sein Handy, um alles zu filmen.
Und was, wenn dann beim Zählen herauskommt, dass noch welche fehlen....?
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:35 Uhr
Der Kapitän, der Held. Warum geht er in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Not?
Der Kapitän erledigt seinen Job. Könnte wetten, sein Name war nicht Francesco Schettino.
Ist das sein Job, nochmal durch einen brennenden Flieger zu gehen um zu schauen, dass alle raus sind? Dann hätte ich etwas völlig falsch verstanden.
Keiner geht ohne Not zum Selbstschutz in eine mit Rauch gefüllte Kabine, ohne Schutzausrüstung. Da prügeln das wir seit Jahren Eigenschutz in die Köpfe der Flugbegleiter und dann sowas. Da würden mich mal die Gründe interessiern. Schock, Kultur,... ?
Es gibt für die Crew portable Sauerstoffmasken.
Die gibt es, sind aber nicht für ein Feuer geeignet, da sie die Umgebungsluft nur mit Sauerstoff anreichern. Sie meinten sicher ein PBE (Rauchschutzhabe). Hatte er denn eine an?
Dieser Beitrag wurde am 05.01.2024 11:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2024 - 11:41 Uhr
Nach dem Zusammenstoss mit der DASH muss es doch diverse Meldungen im Cockpit gegeben haben.
Es gab da zum Beispiel die akustische Warnung des A350, dass er über die Landebahn schleift. Das Einzige was die Cockpitcrew in diesem Moment zu tun hat, ist das Flugzeug auf der Bahn zu halten und alles andere zu ignorieren.
Das Feuer muss doch in der Kabine gut sichtbar gewesen sein. Das Kabinenpersonal wusste, dass eine Notevakuiereng anstehen würde...Die Flieger rutschte/rollte noch über 1500m über auf der Bahn.
Ein Flieger landet mit ca. 75 m/s. Das wären 20 Sekunden für 1.500 m bzw. 40 Sekunden gebremst zum Stopp. Das Kabinenpersonal sitzt bei der Landung aus gutem Grund wie die Passagiere. Zum Zeitpunkt des Stopps wusste die Crew nur, dasss es keine perfekte Landung war.
Die Nachsuche des Kapitäns war nicht vobildlich. Eine Nachsuche erspart man sich, indem man sofort die Geretten zählt. Die Evakuierung hat wohl zu lange gedauert...
Klar, und wenn man sich verzählt muss der Kapitän wieder rein?
Wie gut ist eine Simulation einer Notevakuierung am Rechner?
So gut wie die Eingabedaten: rubish in, rubish out!
U.a. wäre wichtig zu simulieren, wie viele Russen mit Handgepäck direkt vor dem Notausgang sitzen.