Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Das Vorkassenprinzip wackelt

Beitrag 16 - 30 von 37
Beitrag vom 11.07.2022 - 11:27 Uhr
UserSaintEx
User (383 Beiträge)
Ehrlich gesagt habe ich noch nie verstanden, warum ich per Kaufvertrag ein Auto im fünfstelligen Eurobereich ohne jede Anzahlung erwerben kann (selbst, wenn ich mir ein vergünstigtes Sondermodell o.ä. sichern möchte) und dieses erst Monate später nach der �bergabe bezahlen muss, ein Ticket im dreistelligen Eurobereich aber generell im Voraus bezahlen muss, wenn ich mir eine gewisse Günstigkeit sichern möchte und das selbst dann, wenn die Airline sich vorbehält, den Flug zwischenzeitlich zu stornieren.
Der Wert, mit dem ein Automobilhersteller mir gegenüber in Vorleistung tritt, ist jedenfalls erheblich höher.
Beitrag vom 11.07.2022 - 11:30 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2148 Beiträge)
Ehrlich gesagt habe ich noch nie verstanden, warum ich per Kaufvertrag ein Auto im fünfstelligen Eurobereich ohne jede Anzahlung erwerben kann (selbst, wenn ich mir ein vergünstigtes Sondermodell o.ä. sichern möchte) und dieses erst Monate später nach der �bergabe bezahlen muss, ein Ticket im dreistelligen Eurobereich aber generell im Voraus bezahlen muss, wenn ich mir eine gewisse Günstigkeit sichern möchte und das selbst dann, wenn die Airline sich vorbehält, den Flug zwischenzeitlich zu stornieren.
Der Wert, mit dem ein Automobilhersteller mir gegenüber in Vorleistung tritt, ist jedenfalls erheblich höher.

Wenn Sie die Abnahme des Autos dann aber am vereinbarten Tag verhindern, dann hat der Autohersteller immer noch das Auto und kann es anderweitig verkaufen. Wenn Sie nicht zum Flug erscheinen, dann hat die Airline einen leeren Platz, der nicht anders verkauft werden kann.

Also einen Unterschied gibt es da schon.
Beitrag vom 11.07.2022 - 11:30 Uhr
UserSpheniscidae
User (504 Beiträge)
Genauso wie das unilaterale Recht der Airline 14 Tage vor Abflug einen Flug ersatzlos ausfallen zu lassen.

Es zwingt einen niemand zu buchen

Die Airline soll also Flüge 1 Jahr im Voraus anbieten, zu niedrigsten Preisen selbstverständlich, für die Reservierungen soll aber kein Cent im voraus bezahlt werden und wenn einem die Buchung nicht mehr passt, kann man zu jederzeit kostenfrei stornieren und wo anders buchen, oder am Besten gleich mehrfach bei verschiedenen Airlines. Und der Kunde soll dafür selbstverständlich kein Risiko tragen, sondern nur die Airlines, die Ihre Flotten, das Kerosin und den Personalbedarf dafür dann mit dem Würfel auswürfeln sollen.

Oder wie stellt man sich das das vor?

Bei einer Pauschalreise werden auch in der Regel vorab 20%, bis 4 Wochen vorher 40% und ab 4 Wochen vorher 100% Vorkasse fällig und das Ganze dann in normalen Zeiten auch ohne Stornorecht.

Wenn ich ein Bus- oder Bahnticket vor Fahrtbeginn möchte, was ja auch Wochen oder Monate vorher geht, muss ich auch im Voraus 100% bezahlen und für die günstigsten Tarife gibt es kein Stornorecht. Oder aber ich kaufe halt zum Fahrtantritt. Dann kostet es aber auch mehr, deutlich mehr, gerne auch 100% und mehr mehr und sicher keine 3,3%

Ich glaube sie bringen da ein paar Dinge durcheinander, ich versuche es mal zu sortieren. Von einem kostenlosen Stornorecht habe ich nicht gesprochen. Wenn ich 12M im voraus einen Flug - unter irgendwelchen Stornobedingungen - buche, dann muss ich mich darauf verlassen können, dass ich diesen Flug auch bekomme. Wenn es für die Airline dann plötzlich â??inconvenientâ?? ist diesen Flug anzubieten, dann ist das ihr Risiko. Für den Pauschaltouri ist das nicht relevant, weil er eh alles im Paket bucht.
Airlines sind ein kapitalintensives Geschäft mit geringen Margen, von daher ist es besser, wenn die Tickets im Preis um ein paar Prozent steigen, als das der Staat bei der Rückführung von gestrandeten Touristen einspringt. Um das Problem zu lösen, einfach zurück zum HGB und Zug um Zug bezahlen. Wenn die Airlines eine Anleihe brauchen, dann können sie diese bei der Bank anfragen. Gilt meiner Meinung nach auch für Pauschalreisen. Wird teurer aber dann bleibt das Risiko im Unternehmen.
Beitrag vom 11.07.2022 - 11:41 Uhr
UserJoachimE
User (473 Beiträge)
@FloCo Er hat nicht nur das Auto, sondern auch noch 15% vom Kaufpreis ( die er vollstrecken kann ). Wobei es aber auch üblich ist sich bei speziellen Modellen oder wenn das Fahrzeug angeliefert wird eine Anzahlung zu nehmen. Vor allem wenn es sich um einen Neukunden handelt.

Dieser Beitrag wurde am 11.07.2022 11:42 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.07.2022 - 12:00 Uhr
Useramikino
Ex-Vielflieger
User (522 Beiträge)

Wenn dem Luftverkehr das Vorkasse-Prinzip wichtig ist, dann würde ich das Thema möglichst klein halten und die bei stornierten Flügen zustehenden Gelder zurücküberweisen.

Exakt, das ist der entscheidende Satz.
...und zwar umgehend.

Ohne die aktuelle Praxis, die Passagiere nach einer Annullierung hängen zu lassen, wäre die Diskussion gar nicht erst aufgekommen.

Eizig vernueftige Aussage im gesamten Tread! Ansonsten viele Argumente ohnen jeglichen Bezug...
Beitrag vom 11.07.2022 - 12:06 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2148 Beiträge)

Wenn dem Luftverkehr das Vorkasse-Prinzip wichtig ist, dann würde ich das Thema möglichst klein halten und die bei stornierten Flügen zustehenden Gelder zurücküberweisen.

Exakt, das ist der entscheidende Satz.
...und zwar umgehend.

Ohne die aktuelle Praxis, die Passagiere nach einer Annullierung hängen zu lassen, wäre die Diskussion gar nicht erst aufgekommen.

Eizig vernueftige Aussage im gesamten Tread! Ansonsten viele Argumente ohnen jeglichen Bezug...


ohne Bezug zu was?
Beitrag vom 11.07.2022 - 12:20 Uhr
Userrambazamba123
User (747 Beiträge)
Ehrlich gesagt habe ich noch nie verstanden, warum ich per Kaufvertrag ein Auto im fünfstelligen Eurobereich ohne jede Anzahlung erwerben kann (selbst, wenn ich mir ein vergünstigtes Sondermodell o.ä. sichern möchte) und dieses erst Monate später nach der �bergabe bezahlen muss, ein Ticket im dreistelligen Eurobereich aber generell im Voraus bezahlen muss, wenn ich mir eine gewisse Günstigkeit sichern möchte und das selbst dann, wenn die Airline sich vorbehält, den Flug zwischenzeitlich zu stornieren.
Der Wert, mit dem ein Automobilhersteller mir gegenüber in Vorleistung tritt, ist jedenfalls erheblich höher.

Wohl noch nie auf einem Konzert, Festival, oder einer größeren Fussballveranstaltung gewesen?

Dort zahlt man auch Monate bis zu einem Jahr im Voraus immer den vollen Preis, nicht stornierbar versteht sich von selbst.

Je nach Veranstaltung preislich durchaus mit dem Preis eines Flugtickets vergleichbar, von Shorthaul bis Longhaul.

Das Stornierungsrisiko gibt es bei mindestens bei Konzerten immer, in den letzten 2 Jahren dann aber auch pandemiebedingt bei Festivals und sportlichen Veranstaltungen auch mal gerne.

Dieser Beitrag wurde am 11.07.2022 12:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.07.2022 - 12:20 Uhr
Usercontrail55
User (5862 Beiträge)
Ehrlich gesagt habe ich noch nie verstanden, warum ich per Kaufvertrag ein Auto im fünfstelligen Eurobereich ohne jede Anzahlung erwerben kann (selbst, wenn ich mir ein vergünstigtes Sondermodell o.ä. sichern möchte) und dieses erst Monate später nach der �bergabe bezahlen muss, ein Ticket im dreistelligen Eurobereich aber generell im Voraus bezahlen muss, wenn ich mir eine gewisse Günstigkeit sichern möchte und das selbst dann, wenn die Airline sich vorbehält, den Flug zwischenzeitlich zu stornieren.
Der Wert, mit dem ein Automobilhersteller mir gegenüber in Vorleistung tritt, ist jedenfalls erheblich höher.
Sie können das auch noch weiter runterbrechen, wenn Sie eine Kinokarte für einen begehrten Film schon Wochen im voraus kaufen, dann wird der Unterschied zum Auto noch größer. Ob beim Autokauf eine Anzahlung fällig wird, handeln die Vetragspartner aus. Einer macht ein Angebot und der andere nimmt es oder auch nicht. Etwas anderes passiert bei der Kinokarte oder Flugticket auch nicht. Es gibt ein Angebot und das gefällt oder nicht.
Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.
Beitrag vom 11.07.2022 - 12:31 Uhr
UserVB
User (435 Beiträge)

Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.

Genau das ist anscheinend das Problem. Das System mit Vorkasse funktioniert schon sehr lang eigentlich ganz gut. In den letzten Jahrzehnten nahmen Krisen und Margendruck in der Branche zu, sodass es vermehrt zu Konstellation kommt, dass die Fluggesellschaft Geld zurückzahlen muss.

Es müssen die Vertragsbedingungen eingehalten werden. Wenn ich einem Unternehmen Vorkasse gebe muss ich darauf vertrauen können, dass ich das Geld bei Vertragsverletzung zurückbekomme.

Der Hinweis mit dem Sommerloch ist aber richtig: so neu ist die Thematik nicht. Probleme mit der Rückzahlung von Steuern und Versicherungen gab es schon immer, wobei ich hier mal den LH-Konzern in Schutz nehmen muss, bei dem meiner Erfahrung nach gut funktioniert hat bisher.

Und zur Bahn: hier ist auch Chaos im Betrieb, aber die Umsetzung der Fahrgastrechte inkl. Erstattung wegen Zugausfall nicht genutzter Fahrscheine funktioniert.
Beitrag vom 11.07.2022 - 13:28 Uhr
UserSpheniscidae
User (504 Beiträge)
� Einer macht ein Angebot und der andere nimmt es oder auch nicht. Etwas anderes passiert bei der Kinokarte oder Flugticket auch nicht. Es gibt ein Angebot und das gefällt oder nicht.
Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.

Das ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist, wenn der Markt versagt. Das passiert in Märkten mit hohen Einstiegshürden, sowie in Märkten mit starken Netzwerkeffekten. Beim Airlinegeschäft ist beides gegeben. Der Staat sollte hier korrigierend eingreifen. Keinesfalls durch eine �bernahme der Airlines, sondern nur an den Punkten, an denen es gesellschaftlich störend wird. Wenn eine Airline pleite geht und die Passagiere stranden, die Flüge gecancelt werden und für die Passagiere keine Ausweichmöglichkeit besteht, wenn die Gerichte über Gebühr beansprucht werden usw. dann sollte der Staat Spielregeln schaffen, die dafür Sorgen, dass der Schaden im System verbleibt. Auch wenn dies bedeutet, dass das Produkt etwas teurer wird.
Beitrag vom 11.07.2022 - 13:58 Uhr
Usercontrail55
User (5862 Beiträge)
� Einer macht ein Angebot und der andere nimmt es oder auch nicht. Etwas anderes passiert bei der Kinokarte oder Flugticket auch nicht. Es gibt ein Angebot und das gefällt oder nicht.
Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.

Das ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist, wenn der Markt versagt.
Der Markt kann nicht versagen. Der Markt ist das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage, mit allen Chancen und Risiken.
Das passiert in Märkten mit hohen Einstiegshürden, sowie in Märkten mit starken Netzwerkeffekten. Beim Airlinegeschäft ist beides gegeben. Der Staat sollte hier korrigierend eingreifen.
Ok, was sollte der Staat den ganz konkret machen? Einstiegshürden senken und Netzwerke entzerren? Oder was stellen Sie sich da vor? gerade netzwerke sind doch bestens geeignet lokale Ausfälle zu überspielen.
Keinesfalls durch eine �bernahme der Airlines, sondern nur an den Punkten, an denen es gesellschaftlich störend wird.
Wo stört es denn die Gesellschaft, wenn mein Flug ausgefallen ist?
Wenn eine Airline pleite geht und die Passagiere stranden,
Aber eine Airline geht ja nicht von heute auf morgen pleite. Das kündigt sich doch an. Wenn man dann da noch bucht, weil mit Schnäppchenpreisen noch irgendein Cashflow generiert werden soll, dann muss man damit klarkommen, wenn es schief geht. Davon ab, wie oft passiert denn sowas. Ich dachte es geht hier um verzögerte Erstattungen von Vorkasse.
die Flüge gecancelt werden und für die Passagiere keine Ausweichmöglichkeit besteht, wenn die Gerichte über Gebühr beansprucht werden usw. dann sollte der Staat Spielregeln schaffen, die dafür Sorgen, dass der Schaden im System verbleibt. Auch wenn dies bedeutet, dass das Produkt etwas teurer wird.
Die Spielregeln gibt es doch, sie werden nur nicht immer eingehalten. Egal wie man die Spielregeln formuliert, verschärft usw. irgendwo wird man immer jemanden finden, der das nicht einhält. Auch dann muss man wieder die Gerichte bemühen. Also alles wie bisher.

Dieser Beitrag wurde am 11.07.2022 14:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.07.2022 - 14:02 Uhr
UserSpheniscidae
User (504 Beiträge)
� Einer macht ein Angebot und der andere nimmt es oder auch nicht. Etwas anderes passiert bei der Kinokarte oder Flugticket auch nicht. Es gibt ein Angebot und das gefällt oder nicht.
Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.

Das ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist, wenn der Markt versagt.
Der Markt kann nicht versagen. Der Markt ist das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage, mit allen Chancen und Risiken.
Das passiert in Märkten mit hohen Einstiegshürden, sowie in Märkten mit starken Netzwerkeffekten. Beim Airlinegeschäft ist beides gegeben. Der Staat sollte hier korrigierend eingreifen.
Ok, was sollte der Staat den ganz konkret machen? Einstiegshürden senken und Netzwerke entzerren? Oder was stellen Sie sich da vor?
Keinesfalls durch eine �bernahme der Airlines, sondern nur an den Punkten, an denen es gesellschaftlich störend wird.
Wo stört es denn die Gesellschaft, wenn mein Flug ausgefallen ist?
Wenn eine Airline pleite geht und die Passagiere stranden,
Aber eine Airline geht ja nicht von heute auf morgen pleite. Das kündigt sich doch an. Wenn man dann da noch bucht, weil mit Schnäppchenpreisen noch irgendein Cashflow generiert werden soll, dann muss man damit klarkommen, wenn es schief geht. Davon ab, wie oft passiert denn sowas. Ich dachte es geht hier um verzögerte Erstattungen von Vorkasse.
die Flüge gecancelt werden und für die Passagiere keine Ausweichmöglichkeit besteht, wenn die Gerichte über Gebühr beansprucht werden usw. dann sollte der Staat Spielregeln schaffen, die dafür Sorgen, dass der Schaden im System verbleibt. Auch wenn dies bedeutet, dass das Produkt etwas teurer wird.
Die Spielregeln gibt es doch, sie werden nur nicht immer eingehalten. Egal wie man die Spielregeln formuliert, verschärft usw. irgendwo wird man immer jemanden finden, der das nicht einhält. Auch dann muss man wieder die Gerichte bemühen. Also alles wie bisher.

Wenn Sie nur halb so schlau sind wie sie tun und sich kurz von Ideologien befreien, dann können Sie sich diese Fragen leicht selbsr beantworten.
Beitrag vom 11.07.2022 - 14:07 Uhr
Usercontrail55
User (5862 Beiträge)
� Einer macht ein Angebot und der andere nimmt es oder auch nicht. Etwas anderes passiert bei der Kinokarte oder Flugticket auch nicht. Es gibt ein Angebot und das gefällt oder nicht.
Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Nichteinhalten von Vertragsbedingungen.

Das ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist, wenn der Markt versagt.
Der Markt kann nicht versagen. Der Markt ist das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage, mit allen Chancen und Risiken.
Das passiert in Märkten mit hohen Einstiegshürden, sowie in Märkten mit starken Netzwerkeffekten. Beim Airlinegeschäft ist beides gegeben. Der Staat sollte hier korrigierend eingreifen.
Ok, was sollte der Staat den ganz konkret machen? Einstiegshürden senken und Netzwerke entzerren? Oder was stellen Sie sich da vor?
Keinesfalls durch eine �bernahme der Airlines, sondern nur an den Punkten, an denen es gesellschaftlich störend wird.
Wo stört es denn die Gesellschaft, wenn mein Flug ausgefallen ist?
Wenn eine Airline pleite geht und die Passagiere stranden,
Aber eine Airline geht ja nicht von heute auf morgen pleite. Das kündigt sich doch an. Wenn man dann da noch bucht, weil mit Schnäppchenpreisen noch irgendein Cashflow generiert werden soll, dann muss man damit klarkommen, wenn es schief geht. Davon ab, wie oft passiert denn sowas. Ich dachte es geht hier um verzögerte Erstattungen von Vorkasse.
die Flüge gecancelt werden und für die Passagiere keine Ausweichmöglichkeit besteht, wenn die Gerichte über Gebühr beansprucht werden usw. dann sollte der Staat Spielregeln schaffen, die dafür Sorgen, dass der Schaden im System verbleibt. Auch wenn dies bedeutet, dass das Produkt etwas teurer wird.
Die Spielregeln gibt es doch, sie werden nur nicht immer eingehalten. Egal wie man die Spielregeln formuliert, verschärft usw. irgendwo wird man immer jemanden finden, der das nicht einhält. Auch dann muss man wieder die Gerichte bemühen. Also alles wie bisher.

Wenn Sie nur halb so schlau sind wie sie tun und sich kurz von Ideologien befreien, dann können Sie sich diese Fragen leicht selbsr beantworten.
Das finde ich jetzt spannend. Welche Ideologie meinen Sie denn?
Beitrag vom 11.07.2022 - 14:30 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Was spricht denn dagegen, ein System wie bei Hotelbuchungen einzuführen? Man hinterlegt eine Kreditkarte und dann wird gestaffelt über Zeit bis zum Flug mehr und mehr des Preises bei Stornierung einbehalten und spätestens bei Flugantritt wird der Preis komplett beglichen? Ein Hotel hat auch ständig laufende Kosten und das System scheint ja wohl trotzdem zu funktionieren.
Beitrag vom 11.07.2022 - 14:34 Uhr
UserVB
User (435 Beiträge)
Am "Markt" haben sich alle Anbieter auf Vorkasse geeinigt von Ryanair über Lufthansa bis Iran Air. Freiwillig wird da keiner von abrücken und die Nachfrager sind hier ohne eine staatliche Regulierung chancenlos. Natürlich könnten Sie sagen: "Liebe Lufthansa, ich kaufe bei euch nur das Ticket, wenn ich nach erbrachter Leistung zahle". Dann wird Lufthansa sagen: "nein, dann schließen wird keinen Vertrag ab".

Ob man jetzt alles regulieren muss, obwohl es im Grundsatz funktioniert? Aus meiner Sicht eher nicht, solange es funktioniert. Die zahlreichen Unternehmen, die Fluggastrechte durchsetzen sind jedenfalls kein gutes Zeichen dafür, dass es gut funktioniert. Auf der anderen Seite: so ein großes Problem wird es nicht sein, wenn man sich anschaut, wie groß die Nachfrage nach Tickets gerade ist.