Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Dornier 328 soll am Flughafen Leipzi...

Beitrag 16 - 30 von 36
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:21 Uhr
UserA340Skipper
User (23 Beiträge)
Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, war der Flieger Do328 Turboprop/Jet technologisch ein Erfolg - damals der "Daimler unter den Turboprops" -
Völlig unfähiges Management, eine bayerische Landesregierung die lieber Leo Kirch 100-te Millionen DM nachwarf, als ihren letzten (!) Flugzeughersteller zu retten, haben es verbockt ! Fakt !

... die Dornier 728-Jet hatte bereit Rollout/ Testflug stand an -  https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_728 -, die Lufthansa bereits 50 Optionen fest gezeichnet (die nun brasilianische Embraer fliegt !) - als die bayerische Landesregierung (Dr. Stoiber) den Stecker zog - und daraufhin in OBI die Lichter sprihwörtlich ausgingen und die bereits errichtete große DO 728 Fertigungshalle in OBI wieder abgebaut (!) wurde& das ganze Werk rück-gebaut wurde ...
und man seitdem dem einhergehenden personellen Kahlschlag nun in OBI - klein klein - an der nicht tot zu bekommenden Do 228 NG Plattform rumbastelt - die RUAG am liebsten verkaufen würde - da die Teile in mangelhafter Qualität in Indien gefertigt werden;

und genau DAS ist die Frage - warum baut man die Flieger nicht wieder genau DA wo bereits ein Großteil der Fertigungsanlagen stand (die allerding mehrheitlich nach dem Konkurs zu Machetti/ nach Italien gegangen sind, und dort im Freien verrottet sind :
denn qualifizierte Flugzeugmechaniker /-Bauer/ -prüfer sind eben NICHT mal eben auf die Schnelle anzulernen - es in Oberpfaffenhofen bei der Fa. Do 228 Service bereits umfangreiche (und teilw. ungenutzte) Fertigungsanlagen zur Verfügung stehen- wo noch immer Kundenflugzeuge für NSC oder VIP Kunden als Exklusiv "Aviando.Jet" gefertigt werden/ Umbauten ...

N.B.: der allerletzte rein in Deutschland gebaute Jet war Ende der 90er Jahre (!) die Do 328 Jet für F1-Rennfahrer Gerhard Berger - die dort oft in Caiscais/Portugal (Estoril) zu sehen war, da Nikis Duz-Kumpel Gerhard die damals ja noch selbst zu seiner portugiesischen (Model-)Frau flog ... OFF TOPIC

Back to topic .. aber warum nun ein Neu-Anfang in LEJ - anstelle in OBI ??

... zumal der Firmensitz der Type-Certification Holders (STC) Do 328 Services GmbH bereits seit Jahrzehnten dort eine große Do 328 Montagehalle /Wartung-& Reparatur betreibet?? Sind es Subventionen? - anderenfalls macht das keinen Sinn, zumal in OBI auch die ehemalige BW Schulungs-Einrichtung AEROBILDUNG an Do 228 und 328 schult?

Die entsprechenden Flugzeuge stehen dort auch wirklich noch als Anschauungs-/Schlulungsmodelle (Berufsschule) 1:1 in der Halle, Do 228, Do 328 etc.;

– zudem ist auch das gesamte (!) Archiv der Do 328 Konstruktion /eingescannte Original-Berechnungen/ Handrechnungen der 90er Jahre im ORIGINAL und gescannt in OBI – auch alle alte DON-Normen (heute RUAG-RAN-Normen /migriert) stehen dort digitalisiert mit kompletten Rechenprogrammen zur Struktur-Umbauten etc. zur Verfügung;

darauf wurde z.B. eine von HEINAN beauftragte Freighter-Version mit grosser Ladetür der 328 Turboprop gerechnet;
zudem gibt es dort eine komplette Rechnung eines MRT (Marine-/Patrol Aircraft in SAR Outfit), Auflastungsrechnungen, komplette Do 428 (!) Jet Variante mit vergrößertem Flügel etc.pp.
Spannend: die Amis (USAF) fliegen einen bei Lockheed umgebaute CFK-/Kohlefaser Freighter-Variante der Do 328 Jet mit Heckklappe zum Abwerfen von Lasten/ Fallschirmspringern in niedriger Höhe/aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten - die Amis lieben die 328, weswegen deren Strohfirma (SNC) ja auch die Mehrheitsanteile an der Do 328 SSG in Obig besitzt;
All dieses umfangreiche über Jahrzehnte gewachsene Know How gibt es NUR in Oberpfoffenhofen NIX davon existiert in LEJ – warum daher diese mehr wie merkwürdige Entscheidung für LEJ (so es denn stimmt …)

…das hat mehr wie ein Geschmäckle, da entgegen Aller rationalen und Ressourcen Überlegungen geplant –VERY Fishy !


Dieser Beitrag wurde am 15.08.2019 19:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:34 Uhr
UserAvokus
User (710 Beiträge)
@Avokus: Ganz einfach, der Turbopropmarkt war damals schon von Saab 340 und DHC-8-100 belegt in dieser Größenkategorie. Es gibt allerdings mehr als genug Strecken, wo sich ein größerer Turboprop einfach nicht lohnt. Das mag nicht so sehr in Europa der Fall sein, aber gerade in den USA und Kanada ist es das. Als Beweis sehe ich den weiteren Einsatz dieser FLugzeuge, weil es einfach keinen Ersatz gibt. Beispiel: Wideroe. Du kannst nicht einfach auf jeden Platz die Q400 einsetzen, dedshalb sind die kleinen Dash ja weiter in Betrieb, obwohl diese schon teilweise 30 Jahre und älter sind. Das könnte der Markt sein, den man anpeilt. Es wird hier sicherlich nicht um tausende Flugzege gehen, aber im niedrigen hunderter Bereich liegt der Bedarf wohl offensichtlich.
Bisher macht Viking Air keinerlei Anstalten, eine neue Version der Dash-8-100 anzubieten, aber weiss, was da noch kommt.

Nur als Anmerkung: Die Do328 ist schneller als die ATR.

Es liegt mir fern hier eine Diskussion über die Performance der 328 TP entfachen. Ich möchte aber nicht mißverstanden werden. Die ATR 42-600 ist schneller als seine Vorgänger zu Zeiten als sie in Verkaufskampagnen miteinander konkurrierten. Der Geschwindigkeitsvorteil der Do 328 gegenüber der ATR 42 war erheblich, konnte wirtschaftlich aber meist nicht realisiert werden, bei gleicher Anzahl der Flüge. Die 328 machte hauptsächlich Sinn für Betreiber mit speziellen Performanceanforderungen und wenn es gelang den Geschwindigkeitsvorteil in mehr Umläufe umzusetzen, ganz nach dem heutigen Low Cost Gedanken der schnellen Turn Arounds. In der Praxis scheiterte dies bei den Airlines an der Netzoptimerung. Gegenüber der ATR 42-600 ist der Speedvorteil ebenfalls nicht mehr entscheidend. Am Ende des Tages bleiben nur noch Strecken übrig, von denen es jedoch nicht viele gibt, auf den die 328 noch immer brillieren kann. Selbst bei der Runway und Hot and High Performance hat die ATR dank neuer Engines und Sechsblattpropeller deutlich aufgeholt. In jedem Fall nicht genug Strecken um eine wirtschaftliche Wiederaufnahme der Produktion zu rechtfertigen. Hinzukommt Airlines lieben bei annähernder Tripcostparität Flugzeuge mit mehr Sitzplätzen. Aber sei es drum, würde ich einem Unterfangen die 328 neu aufzulegen aller größten Erfolg wünschen.

In gewisser Weise hatte Dornier ein ähnliches Schicksal wie auch Airbus mit dem A380. Man war entweder zu früh dran (728 Familie und auch A380) oder zu spät, sh. 328 vs. Saab 340, EMB 120, ATR 42 und Dash 8 100 - 300.
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:35 Uhr
Usersf260
User (477 Beiträge)
@A340Skipper: Vlt wirds aber durch das Land Sachsen oder die Stadt Leipzig gefördert und durch Bayern einfach nicht? Leipzig versucht seinen Flughafen gerade als Standort für Logistic und auch Produktion zu vermarkten. Und bisher sind sie dabei sehr erfolgreich. DHL hat sein Drehkreuz dort. Alles Standortvorteile, die es zu berücksichtigen gilt.
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:41 Uhr
UserAvokus
User (710 Beiträge)
Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, war der Flieger technologisch ein Erfolg - damals der "Daimler unter den Turboprops" -
unfähiges Management, eine bayerische Landesregierung die lieber Leo Kirch 100te Millionen DM nachwarf, als ihren letzten (!) Flugzeughersteller zu retten, haben es verbockt - die Dornier 728 hatte bereit Rollout/ Testflug stand an - als die bayerische Landesregierung den Stecker zog - und man nun in OBI - klein klein - an der nicht tot zu bekommenden Do 228 NG Plattform rumbastelt - die RUAG am liebsten verkaufen würde - da die Teile in mangelhafter Qualität in Indien gefertigt werden;

und genau DAS ist die Frage - warum baut man die Flieger nicht wieder genau DA wo bereits ein Großteil der Fertigungsanlagen stand (die allerding mehrheitlich nach dem Konkurs zu Machetti/ nach Italien gegangen sind, und dort im Freien verrottet sind :
denn qualifizierte Flugzeugmechaniker /-Bauer/ -prüfer sind eben NICHT mal eben auf die Schnelle anzulernen - es in Oberpfaffenhofen bei der Fa. Do 228 Service bereits umfangreiche (und teilw. ungenutzte) Fertigungsanlagen zur Verfügung stehen- wo noch immer Kundenflugzeuge für NSC oder VIP Kunden als Exklusiv "Aviando.Jet" gefertigt werden/ Umbauten ...

N.B.: der allerletzte rein in Deutschland gebaute Jet war Ende der 90er Jahre (!) die Do 328 Jet für F1-Rennfahrer Gerhard Berger - die dort oft in Caiscais/Portugal (Estoril) zu sehen war, da Nikis Duz-Kumpel Gerhard die damals ja noch selbst zu seiner portugiesischen (Model-)Frau flog ... OFF TOPIC

Back to topic .. aber warum nun ein Neu-Anfang in LEJ - anstelle in OBI ??

... zumal der Firmensitz der Type-Certification Holders (STC) Do 328 Services GmbH bereits seit Jahrzehnten dort eine große Do 328 Montagehalle /Wartung-& Reparatur betreibet?? Sind es Subventionen? - anderenfalls macht das keinen Sinn, zumal in OBI auch die ehemalige BW Schulungs-Einrichtung AEROBILDUNG an Do 228 und 328 schult?

Die entsprechenden Flugzeuge stehen dort auch wirklich noch als Anschauungs-/Schlulungsmodelle (Berufsschule) 1:1 in der Halle, Do 228, Do 328 etc.;

– zudem ist auch das gesamte (!) Archiv der Do 328 Konstruktion /eingescannte Original-Berechnungen/ Handrechnungen der 90er Jahre im ORIGINAL und gescannt in OBI – auch alle alte DON-Normen (heute RUAG-RAN-Normen /migriert) stehen dort digitalisiert mit kompletten Rechenprogrammen zur Struktur-Umbauten etc. zur Verfügung;

darauf wurde z.B. eine von HEINAN beauftragte Freighter-Version mit grosser Ladetür der 328 Turboprop gerechnet;
zudem gibt es dort eine komplette Rechnung eines MRT (Marine-/Patrol Aircraft in SAR Outfit), Auflastungsrechnungen, komplette Do 428 (!) Jet Variante mit vergrößertem Flügel etc.pp.
Spannend: die Amis (USAF) fliegen einen bei Lockheed umgebaute CFK-/Kohlefaser Freighter-Variante der Do 328 Jet mit Heckklappe zum Abwerfen von Lasten/ Fallschirmspringern in niedriger Höhe/aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten - die Amis lieben die 328, weswegen deren Strohfirma (SNC) ja auch die Mehrheitsanteile an der Do 328 SSG in Obig besitzt;
All dieses umfangreiche über Jahrzehnte gewachsene Know How gibt es NUR in Oberpfoffenhofen NIX davon existiert in LEJ – warum daher diese mehr wie merkwürdige Entscheidung für LEJ (so es denn stimmt …)

…das hat mehr wie ein Geschmäckle, da entgegen Aller rationalen und Ressourcen Überlegungen geplant –VERY Fishy !

Bei meinem letzten Besuch in EDMO begrüßten mich in Gilching und Wessling und Umgebung Plakate der Fluglärmgegner. Vielleicht liegt es ja an der feindlichen Einstellung der Nachbargemeinden.
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:44 Uhr
Usersf260
User (477 Beiträge)
@avokus: Da muss ich dir Recht geben. Ich denke, dass spätestens wenn Viking die kleine Dash wieder auflegen sollte, man mit der Do Probleme bekommen sollte.
Ich hoffe ja immernoch sehr, dass Viking aus der Dash wieder ne Familie machen sollte.
Bei der ATR wird es jedenfalls spannend, wenn die optimierte -42 für STOL Operations rauskommen wird. Kapazitätsmässig etwas größer, aber nicht so extrem wie ne ATR-72 oder ne Q400.
Fakt ist jedoch, die ganzen 30 Sitzer müssen irgendwann ersetzt werden. Und bei weitem nicht für alle kommt ein deutlich größeres FLugzeug in Frage. WIe dieser Ersatz in Zukunft aussehen wird, wird sehr spannend werden.
Beitrag vom 16.08.2019 - 10:02 Uhr
UserSpheniscidae
User (299 Beiträge)
Mensch, da machen Boeing und Airbus aber was falsch. Stecken Milliarden in die Entwicklung neuer Flugzeuge und Weiterentwicklung der Bestehenden, dabei kann man den Markt einfach mit einer 30 Jahre alten Kiste umkrempeln.

Ich würde auch gerne wieder einen Golf II haben :)
Beitrag vom 16.08.2019 - 16:10 Uhr
UserA340Skipper
User (23 Beiträge)
@sf260 - denke Sie haben Recht - nur die massive Förderung : durch das Land Sachsen oder die Stadt Leipzig (im Ggs. zu Bayern welches nach Grob (fast - nach dem Absturz Ihres Business-Jets Projekts) und DORNIER auch das HQ der EADS nach Frankreich kampflos verloren hat;

... böse Zungen behaupten ja, nur zu diesem Zweck wurde der Strohmann/CEO T.E. ins Amt geholt - um alles den Franzosen auf einem Silbertablett zu präsentieren....
Beitrag vom 16.08.2019 - 16:10 Uhr
UserA340Skipper
User (23 Beiträge)
und @ Spheniscidae - da liegst Du zu 100% daneben mit Deiner Anmerkung:

"...da machen Boeing und Airbus aber was falsch. Stecken Milliarden in die Entwicklung neuer Flugzeuge und Weiterentwicklung der Bestehenden, ....“

BOEING und AIRBUS haben KEINERLEI eigene Entwicklungs-Aktivitäten im Bereich der Flugzeuge unter 100 Sitze! - schon gar kein Turbo-Prop-Know How !

Deswegen haben Sie ja auch das CS Programm etc. "angekauft" - und TURBO-Props können & machen beide großen Hersteller nicht -
diese Nische überlassen Sie daher den Mitbewerben - und die USAF hat schon Ihre guten Gründe warum Sie die Do328 als "unique& highly versatile" bezeichnen & mittels Ihrer Tochterfirma SNC gebrauchte Do328 in großen Stückzahlen ankaufen - und Sie sogar mit viel Geld & Know-How bei Lockheed einen Prototp als CFK-Frachter mit Heckklappe haben umbauen lassen- ("Lockheed Martin X-55A ACCA Do 328")- da gibt's absolut NIX Vergleichbares am Markt, schon gar nicht von AIRBUS oder BOEING ! ..daher haben die USAF auch die größte Do328 Flotte weltweit (mit um die 20 a/c) in operation - tendenz: Steigend !

Die beiden großen Hersteller können/machen beide sowas nicht !
...die kochen auch nur mit Wasser /zuviel Know-How outgesourct an "Ingenieurs-Dienstleister auf Zeitverträgen"

... die haben sich ja schon am A400M sowas von fachlich verhoben - leider inkl. tragischem CRASH des Protoptyps bei Sevilla...

Leider auch ihren A 330-Prototyp in der Nähe von Toulouse - tragischer weise ebenfalls unter Verlust der Testcrew - gecrasht im Testflugbetrieb...

der spekatakuläre 2-facher Crash der B737-Max wegen unausgegorener FCS..

.... leider alles traurige FAKTEN ... liest man eben nur zu selten in den Medien ...


Dieser Beitrag wurde am 16.08.2019 18:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.08.2019 - 16:57 Uhr
UserLP
User (147 Beiträge)
Ob es technisch sinnvoll ist, so ein relativ altes Modell „neu“ aufzulegen und erfolgreich zu vermarkten und welche Flugzeugmodelle in dieser Größenordnung noch so miteinander konkurrieren und welches warum besser wäre, kann ich nicht beurteilen. Nun komme ich aus Sachsen und könnte natürlich sagen: He, super, noch mehr Luftfahrtindustrie in unserem Bundesland! Geil! Aber ich bin Realist und komme aus der Branche, ich sage Euch: es ist bald Wahl!
Und für diejenigen, die fragen: warum in SN und nicht in BY: Thema Lohnkosten. 30 Jahre nach der Wende sind diese hier im zweistelligen Prozentbereich niedriger.
Beitrag vom 16.08.2019 - 17:56 Uhr
UserSpheniscidae
User (299 Beiträge)
@A340Skipper

Also davon abgesehen, dass unheimlich viel Quatsch in Deinem Post steht, glaube ich nicht dass da mehrere Jahrzehnte ein Goldstück geschlummert hat, das seiner Zeit 30 Jahre vorraus war.

Freue mich für Leipzig, wenn ich mich irre.
Beitrag vom 16.08.2019 - 18:11 Uhr
UserA340Skipper
User (23 Beiträge)
@ Spheniscidae - wäre es evtl. Ihnen möglich nur ein EINZIGES Beispiel zu benennen, was an meinem Post Ihrer Meinung nach inhaltlich nicht korrekt sein sollte ?

Alles an meinem Post sind belegte Fakten - Ihre unzutreffende Behauptung: AIRBUS und BOEING würde seit 30 Jahren an vergleichbaren Flugzeug-Entwicklungen arbeiten ist hingegen zu 100% als falsch widerlegt !

Nebenbei wird auch die Twin Otter (noch älter ) wieder neu aufgelegt -aber das werden Sie sicher auch nicht verstehen oder abstreiten - nu ja ... jeder wie er kann ...

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2019 18:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.08.2019 - 19:07 Uhr
UserA340Skipper
User (23 Beiträge)
...nebenbei wird in anderen Forum wesentlich sachlicher diskutiert - mit sehr interessanten & sachlich fundierten Hintergrund-Informationen zu den amerikanischen Strippenziehern hinter der Do328 - alias "C-146A Wolfshound"Version, von der die Amis/USAF ihre Turboprop-Flotten als "troop-transporter" für unbefestigte Pisten offenbar massiv vergrößern wollen:

 https://www.aerotelegraph.com/dornier-328-wird-in-leipzig-gebaut

Zitat des Users IKARUS -aus dem Forum - trifft es wohl auf den Punkt:

"Sierra Nevada Corporation bedient vor allem die US-Streitkräfte. Für die hat man 17 Do-328 Turboprops umgebaut zum Transport von Special Force Units. Anscheinend sind die Amis von ihrer C-146 A "Wolfhound" begeistert und wollen ganze Geschwader davon aufstellen. Erstaunlich ist, man plant mit 300 Mitarbeitern und man baut einen neuen Standort auf, obwohl RUAG sich aus Oberpfaffenhofen zurückzieht."

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2019 19:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.08.2019 - 19:47 Uhr
UserJoachimE
User (58 Beiträge)
Hat man nicht auch überlegr die AN124 wieder zu bauen? ( wie realistisch das auch immer sein mag )
Beitrag vom 16.08.2019 - 19:55 Uhr
Userjasonbourne
User (1702 Beiträge)
Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, war der Flieger Do328 Turboprop/Jet technologisch ein Erfolg - damals der "Daimler unter den Turboprops" -
Völlig unfähiges Management, eine bayerische Landesregierung die lieber Leo Kirch 100-te Millionen DM nachwarf, als ihren letzten (!) Flugzeughersteller zu retten, haben es verbockt ! Fakt !

... die Dornier 728-Jet hatte bereit Rollout/ Testflug stand an -  https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_728 -, die Lufthansa bereits 50 Optionen fest gezeichnet (die nun brasilianische Embraer fliegt !) - als die bayerische Landesregierung (Dr. Stoiber) den Stecker zog - und daraufhin in OBI die Lichter sprihwörtlich ausgingen und die bereits errichtete große DO 728 Fertigungshalle in OBI wieder abgebaut (!) wurde& das ganze Werk rück-gebaut wurde ...
und man seitdem dem einhergehenden personellen Kahlschlag nun in OBI - klein klein - an der nicht tot zu bekommenden Do 228 NG Plattform rumbastelt - die RUAG am liebsten verkaufen würde - da die Teile in mangelhafter Qualität in Indien gefertigt werden;

und genau DAS ist die Frage - warum baut man die Flieger nicht wieder genau DA wo bereits ein Großteil der Fertigungsanlagen stand (die allerding mehrheitlich nach dem Konkurs zu Machetti/ nach Italien gegangen sind, und dort im Freien verrottet sind :
denn qualifizierte Flugzeugmechaniker /-Bauer/ -prüfer sind eben NICHT mal eben auf die Schnelle anzulernen - es in Oberpfaffenhofen bei der Fa. Do 228 Service bereits umfangreiche (und teilw. ungenutzte) Fertigungsanlagen zur Verfügung stehen- wo noch immer Kundenflugzeuge für NSC oder VIP Kunden als Exklusiv "Aviando.Jet" gefertigt werden/ Umbauten ...

N.B.: der allerletzte rein in Deutschland gebaute Jet war Ende der 90er Jahre (!) die Do 328 Jet für F1-Rennfahrer Gerhard Berger - die dort oft in Caiscais/Portugal (Estoril) zu sehen war, da Nikis Duz-Kumpel Gerhard die damals ja noch selbst zu seiner portugiesischen (Model-)Frau flog ... OFF TOPIC

Back to topic .. aber warum nun ein Neu-Anfang in LEJ - anstelle in OBI ??

... zumal der Firmensitz der Type-Certification Holders (STC) Do 328 Services GmbH bereits seit Jahrzehnten dort eine große Do 328 Montagehalle /Wartung-& Reparatur betreibet?? Sind es Subventionen? - anderenfalls macht das keinen Sinn, zumal in OBI auch die ehemalige BW Schulungs-Einrichtung AEROBILDUNG an Do 228 und 328 schult?

Die entsprechenden Flugzeuge stehen dort auch wirklich noch als Anschauungs-/Schlulungsmodelle (Berufsschule) 1:1 in der Halle, Do 228, Do 328 etc.;

– zudem ist auch das gesamte (!) Archiv der Do 328 Konstruktion /eingescannte Original-Berechnungen/ Handrechnungen der 90er Jahre im ORIGINAL und gescannt in OBI – auch alle alte DON-Normen (heute RUAG-RAN-Normen /migriert) stehen dort digitalisiert mit kompletten Rechenprogrammen zur Struktur-Umbauten etc. zur Verfügung;

darauf wurde z.B. eine von HEINAN beauftragte Freighter-Version mit grosser Ladetür der 328 Turboprop gerechnet;
zudem gibt es dort eine komplette Rechnung eines MRT (Marine-/Patrol Aircraft in SAR Outfit), Auflastungsrechnungen, komplette Do 428 (!) Jet Variante mit vergrößertem Flügel etc.pp.
Spannend: die Amis (USAF) fliegen einen bei Lockheed umgebaute CFK-/Kohlefaser Freighter-Variante der Do 328 Jet mit Heckklappe zum Abwerfen von Lasten/ Fallschirmspringern in niedriger Höhe/aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten - die Amis lieben die 328, weswegen deren Strohfirma (SNC) ja auch die Mehrheitsanteile an der Do 328 SSG in Obig besitzt;
All dieses umfangreiche über Jahrzehnte gewachsene Know How gibt es NUR in Oberpfoffenhofen NIX davon existiert in LEJ – warum daher diese mehr wie merkwürdige Entscheidung für LEJ (so es denn stimmt …)

…das hat mehr wie ein Geschmäckle, da entgegen Aller rationalen und Ressourcen Überlegungen geplant –VERY Fishy !


Was für eine Verklärung der Geschichte.

Donier hatte sich einfach überhoben, der Markt war nicht so gross wie gedacht, die Entwicklung teuer, spät und auf dem falschen Pferd.
War intern auch bekannt.

Verbockt hat es einer, und das war Dornier selbst.

Das es nix geworden wäre, sieht man vlt. auch einfach an dem Fakt, das es heute in der größenordnung auch keinen Flieger gibt.
Beitrag vom 16.08.2019 - 23:36 Uhr
Usersf260
User (477 Beiträge)
Wie schon geschrieben, die Karre kam damals einfsch zu einer Zeit auf den markt, als dieser schon durch Saab 340, Embraer 120 und Dash-8-100/-200 Mehr oder weniger gesättigt war. Allerdings müssen diese Flugzeuge such irgendwann einmal ersetzt werden. Es ist ein kleiner Markt, aber er existiert. Potential hatte die Do auf jeden Fall. Ob man damit heute nochmal Kunden hinter dem Ofen hervorlocken kann, wird man sehen.