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Beitrag 16 - 30 von 34
Beitrag vom 29.04.2024 - 13:41 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4318 Beiträge)
Ich hätte dazu eine Verständnisfrage:

""Die Crew-Aufwendungen pro Blockstunde liegen deutlich über Marktschnitt""

Wie werden dieser Marktschnitt ermittelt?

Zählen da auch die ganzen 'Billihmgheimer' aus Fernost, Osteuropa etc. mit rein?

Danke für eine Antwort.
Beitrag vom 29.04.2024 - 13:54 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2180 Beiträge)
Ich arbeite z.B. in einem Industrieunternehmen in dem Reisezeiten maximal zu 50% als Arbeitszeit gewertet werden aber max. 4 Stunden pro Reise.
Also z.B. 2 Stunden Reisezeit = 1 Stunde Arbeitszeit
Flug nach Neuseeland = 4 Stunden Arbeitszeit.
In anderen Branchen werden Reisezeiten teilweise erst gar nicht berücksichtigt.

Und wie oft sind die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen auf Dienstreise? Lässt sich das wirklich mit LH Cargo vergleichen, wo die An-/Abreise quasi zum täglichen Geschäft gehört?
Nichtsdestotrotz ist IMHO die Minimierung von Deadheading primär eine Aufgabe des Unternehmens, sei es durch Optimierung der Routenplanung oder durch Crewstandorte im Ausland.

Keine Ahnung wie es in dem Unternehmen ist, aber das ist durchaus eine gängige Regel, dass nicht alles an Reisezeit 1:1 auch Arbeitszeit ist. Auch bei Unternehmen, in denen Reisen wöchentlich oder teilweise täglich erfolgen. Das Problem wird sein, dass der Gesetzgeber da unterschiede sieht zwischen Reisen in der Regelarbeitszeit und Reisen außerhalb. Ich denke da wird es schwer bei einer Airline die Regelarbeitszeit festzulegen, da es da ja keine Kernarbeitszeit von 9-5 oder sowas gibt.
Beitrag vom 29.04.2024 - 14:04 Uhr
Userkallebernd
User (80 Beiträge)
DH wird sowohl bei der Passage als auch bei Cargo nur mit 50 Prozent pro Blockstunde vergütet. Die 3h vorher am Flughafen sein und die Fahrten vom/zum Hotel werden nicht vergütet.
Dass die DH Zeit Dienstzeit ist und somit Max. Dutytime und ruhezeitwirksam, ist per EASA geregelt.
Beitrag vom 29.04.2024 - 14:31 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
DH wird sowohl bei der Passage als auch bei Cargo nur mit 50 Prozent pro Blockstunde vergütet. Die 3h vorher am Flughafen sein und die Fahrten vom/zum Hotel werden nicht vergütet.
Dass die DH Zeit Dienstzeit ist und somit Max. Dutytime und ruhezeitwirksam, ist per EASA geregelt.

Dann bin ich gespannt, was man da noch dran schrauben will.
Beitrag vom 29.04.2024 - 15:01 Uhr
Usercontrail55
User (6178 Beiträge)
DH wird sowohl bei der Passage als auch bei Cargo nur mit 50 Prozent pro Blockstunde vergütet. Die 3h vorher am Flughafen sein und die Fahrten vom/zum Hotel werden nicht vergütet.
Dass die DH Zeit Dienstzeit ist und somit Max. Dutytime und ruhezeitwirksam, ist per EASA geregelt.

Dann bin ich gespannt, was man da noch dran schrauben will.
Bezahlungswirksam geht immer was. Wenn man bedenkt, dass EK nur die Sticktime vergütet könnte man ja darüber nachdenken, warum man DH überhaupt vergütet. NUR nachdenken! ;-)
Da wir ja rund um die VTV Verhandlungen wissen, wie gut bei anderen bezahlt wird, wäre ein Vergleich der MTVs mal interessant. Wo kippt das zu ungunsten der LHC? Ist es doch die Vergütung oder liegt das woanders?
Beitrag vom 29.04.2024 - 15:05 Uhr
Usercontrail55
User (6178 Beiträge)
Ich arbeite z.B. in einem Industrieunternehmen in dem Reisezeiten maximal zu 50% als Arbeitszeit gewertet werden aber max. 4 Stunden pro Reise.
Also z.B. 2 Stunden Reisezeit = 1 Stunde Arbeitszeit
Flug nach Neuseeland = 4 Stunden Arbeitszeit.
In anderen Branchen werden Reisezeiten teilweise erst gar nicht berücksichtigt.

Und wie oft sind die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen auf Dienstreise? Lässt sich das wirklich mit LH Cargo vergleichen, wo die An-/Abreise quasi zum täglichen Geschäft gehört?
Nichtsdestotrotz ist IMHO die Minimierung von Deadheading primär eine Aufgabe des Unternehmens, sei es durch Optimierung der Routenplanung oder durch Crewstandorte im Ausland.

Keine Ahnung wie es in dem Unternehmen ist, aber das ist durchaus eine gängige Regel, dass nicht alles an Reisezeit 1:1 auch Arbeitszeit ist. Auch bei Unternehmen, in denen Reisen wöchentlich oder teilweise täglich erfolgen. Das Problem wird sein, dass der Gesetzgeber da unterschiede sieht zwischen Reisen in der Regelarbeitszeit und Reisen außerhalb. Ich denke da wird es schwer bei einer Airline die Regelarbeitszeit festzulegen, da es da ja keine Kernarbeitszeit von 9-5 oder sowas gibt.
Der Gesetzgeber unterscheidet mW. nicht zwischen Regelarbeitszeit usw. Er sagt, wenn gearbeitet wird und ich die Zeit nicht frei gestalten kann, dann ist es Arbeitszeit. Siehe Link oben. Fahren 2 Personen mit einem Wagen zu einem Termin, dann ist es für den Fahrer Abeitszeit. Arbeite ich im Zug, dann ist es Arbeitszeit usw. Ob das in die Regelarbeitszeit fällt ist erst mal irrelevant, da man ohnehin bezahlt wird. Deswegen fährt man ja eher außerhalb dieser Zeiten.

Dieser Beitrag wurde am 29.04.2024 15:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.04.2024 - 15:32 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Bezahlungswirksam geht immer was. Wenn man bedenkt, dass EK nur die Sticktime vergütet könnte man ja darüber nachdenken, warum man DH überhaupt vergütet. NUR nachdenken! ;-)

Hat man denn bei EK ebenfalls so viele DH Reisen? Wenn die ihre Planung so effizient aufgestellt haben, dass deutlich weniger DH Reisen von vornherein fällig werden, dann fällt eine Nicht-Vergütung von DH Reisen auch weniger ins Gewicht. Aber da fehlen die Details, und der aero Artikel ist da leider spärlich.

Da wir ja rund um die VTV Verhandlungen wissen, wie gut bei anderen bezahlt wird, wäre ein Vergleich der MTVs mal interessant. Wo kippt das zu ungunsten der LHC? Ist es doch die Vergütung oder liegt das woanders?

Das wäre wirklich interessant.
Beitrag vom 29.04.2024 - 17:00 Uhr
Usercontrail55
User (6178 Beiträge)
Bezahlungswirksam geht immer was. Wenn man bedenkt, dass EK nur die Sticktime vergütet könnte man ja darüber nachdenken, warum man DH überhaupt vergütet. NUR nachdenken! ;-)

Hat man denn bei EK ebenfalls so viele DH Reisen? Wenn die ihre Planung so effizient aufgestellt haben, dass deutlich weniger DH Reisen von vornherein fällig werden, dann fällt eine Nicht-Vergütung von DH Reisen auch weniger ins Gewicht. Aber da fehlen die Details, und der aero Artikel ist da leider spärlich.
Sicher, aber wir werden das ohnehin nicht diskutieren. Ging ja nur darum, was alles schon irgendwo zur Anwendung kommt und so natürlich Einfluss auf die Stückkosten hat. Die sind unter dem Strich ja das Problem.

Da wir ja rund um die VTV Verhandlungen wissen, wie gut bei anderen bezahlt wird, wäre ein Vergleich der MTVs mal interessant. Wo kippt das zu ungunsten der LHC? Ist es doch die Vergütung oder liegt das woanders?

Das wäre wirklich interessant.
Beitrag vom 29.04.2024 - 18:23 Uhr
UserGB
User (1052 Beiträge)
Ich hätte dazu eine Verständnisfrage:
""Die Crew-Aufwendungen pro Blockstunde liegen deutlich über Marktschnitt""
Wie werden dieser Marktschnitt ermittelt?
Zählen da auch die ganzen 'Billihmgheimer' aus Fernost, Osteuropa etc. mit rein?

Sofern diese den Durchschnitt senken, immer.

Es ist die primäre Aufgabe des Personalers, solche Statistiken durch geeignetes Zahlenmaterial zu produzieren. Als Produzent von Schlafsesseln würde ich auch die strikte Vermeidung von Betten fordern, weil die allermeisten Menschen in einem Bett sterben und das Bett folglich für einen sehr gefährlichen Ort gehalten werden muß, während die Sterbequote in Schlafsesseln bei fast exakt nullkommanull Prozent liegt.

Beitrag vom 29.04.2024 - 18:58 Uhr
UserHelmut J.
User (14 Beiträge)
Ich hätte dazu eine Verständnisfrage:

""Die Crew-Aufwendungen pro Blockstunde liegen deutlich über Marktschnitt""

Wie werden dieser Marktschnitt ermittelt?

Zählen da auch die ganzen 'Billihmgheimer' aus Fernost, Osteuropa etc. mit rein?

Danke für eine Antwort.

Es würde schon mal der Blick nach Leipzig zu Aero Logic fürs erst reichen, die ähnlich operieren und die DLH 50% Anteile hält. Wie hoch sind denn deren Crewkosten und sind die DH Regeln und Kosten identisch mit denen der LCA?
Beitrag vom 30.04.2024 - 07:56 Uhr
Usercontrail55
User (6178 Beiträge)
Ich hätte dazu eine Verständnisfrage:

""Die Crew-Aufwendungen pro Blockstunde liegen deutlich über Marktschnitt""

Wie werden dieser Marktschnitt ermittelt?

Zählen da auch die ganzen 'Billihmgheimer' aus Fernost, Osteuropa etc. mit rein?

Danke für eine Antwort.

Es würde schon mal der Blick nach Leipzig zu Aero Logic fürs erst reichen, die ähnlich operieren und die DLH 50% Anteile hält. Wie hoch sind denn deren Crewkosten und sind die DH Regeln und Kosten identisch mit denen der LCA?
Das wird aber nicht reichen. Um Ware von A nach B zu transportieren ist man mit allen, die Ware von A nach B transportieren können, im Wettbewerb. Daher zählen die alle mit, denn wenn diese den Auftrag bekommen haben, hat man ihn nicht bekommen.
Die Daten der Wettbewerber kann man bei Datendienstleistern kaufen. Jeder, auch Gewerkschaften. Wenn einem die Daten dann nicht gefallen, dann kann man das natürlich den Personalern in die Schuhe schieben.
Beitrag vom 30.04.2024 - 08:35 Uhr
UserEricM
User (7170 Beiträge)
Ich hätte dazu eine Verständnisfrage:

""Die Crew-Aufwendungen pro Blockstunde liegen deutlich über Marktschnitt""

Wie werden dieser Marktschnitt ermittelt?

Zählen da auch die ganzen 'Billihmgheimer' aus Fernost, Osteuropa etc. mit rein?

Danke für eine Antwort.

Es würde schon mal der Blick nach Leipzig zu Aero Logic fürs erst reichen, die ähnlich operieren und die DLH 50% Anteile hält. Wie hoch sind denn deren Crewkosten und sind die DH Regeln und Kosten identisch mit denen der LCA?
Das wird aber nicht reichen. Um Ware von A nach B zu transportieren ist man mit allen, die Ware von A nach B transportieren können, im Wettbewerb. Daher zählen die alle mit, denn wenn diese den Auftrag bekommen haben, hat man ihn nicht bekommen.
Die Daten der Wettbewerber kann man bei Datendienstleistern kaufen. Jeder, auch Gewerkschaften. Wenn einem die Daten dann nicht gefallen, dann kann man das natürlich den Personalern in die Schuhe schieben.

Wenn zwei Ware von A nach B transportieren, ist das ja noch lange nicht das gleiche.

Aus Deutschland heraus mit deutschen Mitarbeitern, deren Gehältern und Lohnnebenkosten rein über den Preis in weltweiten Wettbewerb treten zu wollen kann dabei aber doch gar nicht funktionieren.
_Jede_ Dienstleistung und jedes Produkt (im physischen Sinn) bekommt man prinzipbedingt billiger anderswo.
Daher kann Wettbewerb aus DE eigentlich nur über nicht-monetäre Vorteile wie zB besseren Service, bessere Qualität, Innovative Angebote oder besseres Know-How erfolgreich sein, die die höheren Preise ausgleichen und manchen Kunden den Mehrpreis wert sind.

Wenn man im Gegenteil in DE stattdessen die Servicequalität senkt um Kosten zu sparen, ist man genauso schlecht oder sogar schlechter als der internationale Wettbewerb - aber trotzdem noch teurer.
Das gilt ja nicht nur in der Luftfahrt...
Beitrag vom 30.04.2024 - 10:29 Uhr
Usercontrail55
User (6178 Beiträge)
Wenn zwei Ware von A nach B transportieren, ist das ja noch lange nicht das gleiche.
Doch, für den Kunden im Prinzip schon.
Aus Deutschland heraus mit deutschen Mitarbeitern, deren Gehältern und Lohnnebenkosten rein über den Preis in weltweiten Wettbewerb treten zu wollen kann dabei aber doch gar nicht funktionieren.
_Jede_ Dienstleistung und jedes Produkt (im physischen Sinn) bekommt man prinzipbedingt billiger anderswo.
Daher kann Wettbewerb aus DE eigentlich nur über nicht-monetäre Vorteile wie zB besseren Service, bessere Qualität, Innovative Angebote oder besseres Know-How erfolgreich sein, die die höheren Preise ausgleichen und manchen Kunden den Mehrpreis wert sind.
Das ist aber keine schwarz/weiß Einteilung, da gibt es eine Menge Grau dazwischen und darum geht es wohl. Die Qualitätsleistung, die LHC anbietet, machen bis auf einige Spezialleistungen, in der Breite andere auch. Nur von den Spezialleistungen kann man aber nicht leben. Also muss man in der Breite wettbewerbsfähig sein.
Wenn man im Gegenteil in DE stattdessen die Servicequalität senkt um Kosten zu sparen, ist man genauso schlecht oder sogar schlechter als der internationale Wettbewerb - aber trotzdem noch teurer.
Aber darum geht es ja nicht. Die Servicequalität wird doch nirgends erwähnt.

Dieser Beitrag wurde am 30.04.2024 10:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.04.2024 - 23:49 Uhr
UserHeinzi
User (551 Beiträge)
Dann bin ich gespannt, was man da noch dran schrauben will.
Bezahlungswirksam geht immer was. Wenn man bedenkt, dass EK nur die Sticktime vergütet könnte man ja darüber nachdenken, warum man DH überhaupt vergütet. NUR nachdenken! ;-)
Klar, denken darf man das alles. Rechnet ma bei EK jedoch alle "Goodies" von Steuerfreiheit, Wohn- und Schulgeld, Gesundheitssorge etc. zusammen, ist man auch bei LH Gehalt. Vielleicht sind diese "Goodies" nicht mit in den Vergleich eingeflossen. Ich würde allerdings eher noch die Frage stellen, ob man nicht andere Tätigkeiten Bezahlungswirksam stellen müsste. Heute hat eine LH Crew z.B. um 7 Uhr Briefing, boardet ein betanktes Flugzeug und steht anschließend mit Gästen 4 Stunden am Gate, weil man wieder Schneewetterlage ist. Enteisung funktioniert auch im sechzigsten Winter in Frankfurt nicht, letztlich wird der Flug gestrichen. Also erfolgt das Aussteigen der Gäste, Nacharbeit und schon ist der Dienst um 13 Uhr zu Ende. Hierfür bekommt die LH Crew derzeit keinen Cent, obwohl sie Flugvorbereitung, Nachbereitung, Gästeversorgung bis hin zur rechtlichen Verantwortung für die Sicherheit der Gäste an Bord übernommen hat. Auf Weisung des Arbeitgebers und in diesem Fall ohne Bezahlung. Warum eigentlich? Genau so könnte man hinterfragen, warum die Mitarbeiter der Flugzeugsteuerung bei bestem Wetter und ohne Störungen im Betrieb eigentlich bezahlt werden, da sie eh nur auf grüne Bildschirme starren, oder gar auf`s Fernsehprogramm. Man steht dem Arbeitgeber zur Verfügung, reist in dessen Auftrag und kann nicht über seine Zeit verfügen, daher gehört sie bezahlt und den Rest untermauert die EASA. Im Umkehrfall würde es bedeuten, man schickt jemanden den halben Monat DH um die Welt, weil es die Planung erfordert und dieser verdient deshalb nur die Hälfte, weil der Monat dumm gelaufen ist?
Da wir ja rund um die VTV Verhandlungen wissen, wie gut bei anderen bezahlt wird, wäre ein Vergleich der MTVs mal interessant. Wo kippt das zu ungunsten der LHC? Ist es doch die Vergütung oder liegt das woanders?
Würde mich auch interessieren, falls die Theorie überhaupt stimmt. Spannend ist, dass Personal heute schon knapp ist und man über Verschlechterung der Bedingungen diskutiert. Angebot und Nachfrage gilt halt auch im Personalsektor. Ob da die Verschlechterung der Angebotsseite zielführend ist? Wenn sich Kosten nicht mehr ohne weiteres drücken lassen muss man sich halt mal ins Zeug legen und die Nachfrage nach dem Produkt stärken. Durch Innovation und gefühlten Mehrwert für den Gast. Auf dieser Seite ist aber auch seit langer Zeit Funkstille bei LH. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Blick zu ungeliebten Mitbewerbern kann auch nicht schaden. Dort gibt es einheitliche Flotten, Kauf von Flugzeugen in großen Stückzahlen und Teilweiterverkauf. Zudem kurze Nutzungszeit der Flieger und Verkauf über Einkaufspreis. Dadurch keine Abschreibungskosten, Verkaufsgewinne und immer Herstellergarantie. Hoch riskant, sagen die LH Manager, andere betreiben das Spiel seit über 20 Jahren erfolgreich, selbst Corona haben sie damit überstanden.
Beitrag vom 01.05.2024 - 07:55 Uhr
User234778
User (87 Beiträge)
Dann bin ich gespannt, was man da noch dran schrauben will.
Bezahlungswirksam geht immer was. Wenn man bedenkt, dass EK nur die Sticktime vergütet könnte man ja darüber nachdenken, warum man DH überhaupt vergütet. NUR nachdenken! ;-)
Klar, denken darf man das alles. Rechnet ma bei EK jedoch alle "Goodies" von Steuerfreiheit, Wohn- und Schulgeld, Gesundheitssorge etc. zusammen, ist man auch bei LH Gehalt. Vielleicht sind diese "Goodies" nicht mit in den Vergleich eingeflossen. Ich würde allerdings eher noch die Frage stellen, ob man nicht andere Tätigkeiten Bezahlungswirksam stellen müsste. Heute hat eine LH Crew z.B. um 7 Uhr Briefing, boardet ein betanktes Flugzeug und steht anschließend mit Gästen 4 Stunden am Gate, weil man wieder Schneewetterlage ist. Enteisung funktioniert auch im sechzigsten Winter in Frankfurt nicht, letztlich wird der Flug gestrichen. Also erfolgt das Aussteigen der Gäste, Nacharbeit und schon ist der Dienst um 13 Uhr zu Ende. Hierfür bekommt die LH Crew derzeit keinen Cent, obwohl sie Flugvorbereitung, Nachbereitung, Gästeversorgung bis hin zur rechtlichen Verantwortung für die Sicherheit der Gäste an Bord übernommen hat. Auf Weisung des Arbeitgebers und in diesem Fall ohne Bezahlung. Warum eigentlich? Genau so könnte man hinterfragen, warum die Mitarbeiter der Flugzeugsteuerung bei bestem Wetter und ohne Störungen im Betrieb eigentlich bezahlt werden, da sie eh nur auf grüne Bildschirme starren, oder gar auf`s Fernsehprogramm. Man steht dem Arbeitgeber zur Verfügung, reist in dessen Auftrag und kann nicht über seine Zeit verfügen, daher gehört sie bezahlt und den Rest untermauert die EASA. Im Umkehrfall würde es bedeuten, man schickt jemanden den halben Monat DH um die Welt, weil es die Planung erfordert und dieser verdient deshalb nur die Hälfte, weil der Monat dumm gelaufen ist?
Da wir ja rund um die VTV Verhandlungen wissen, wie gut bei anderen bezahlt wird, wäre ein Vergleich der MTVs mal interessant. Wo kippt das zu ungunsten der LHC? Ist es doch die Vergütung oder liegt das woanders?
Würde mich auch interessieren, falls die Theorie überhaupt stimmt. Spannend ist, dass Personal heute schon knapp ist und man über Verschlechterung der Bedingungen diskutiert. Angebot und Nachfrage gilt halt auch im Personalsektor. Ob da die Verschlechterung der Angebotsseite zielführend ist? Wenn sich Kosten nicht mehr ohne weiteres drücken lassen muss man sich halt mal ins Zeug legen und die Nachfrage nach dem Produkt stärken. Durch Innovation und gefühlten Mehrwert für den Gast. Auf dieser Seite ist aber auch seit langer Zeit Funkstille bei LH. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Blick zu ungeliebten Mitbewerbern kann auch nicht schaden. Dort gibt es einheitliche Flotten, Kauf von Flugzeugen in großen Stückzahlen und Teilweiterverkauf. Zudem kurze Nutzungszeit der Flieger und Verkauf über Einkaufspreis. Dadurch keine Abschreibungskosten, Verkaufsgewinne und immer Herstellergarantie. Hoch riskant, sagen die LH Manager, andere betreiben das Spiel seit über 20 Jahren erfolgreich, selbst Corona haben sie damit überstanden.

Mal davon abgesehen das es sich hier um LH-Cargo handelt welche sicherlich nicht 4h mit Paxen an Bord rumsteht ,ist es auch sonst inhaltlich falsch.
Du suggerierst hier,das die Crew für das Ereignis nicht bezahlt wird. Das ist einfach falsch. Ich kriege ein monatliches Gehalt und eine steuerlich begünstigte Flugzulage.
Damit stehe ich dem AG im gesetzlichen Rahmen der Flugdienstzeiten zur Verfügung. Und wenn er meint,er müsste mich täglich 10h auf nen Flieger setzen um Gäste am Boden zu betreuen,dann ist das so. Nicht schön,aber ich werde dafür bezahlt. Genauso wie ich für CBTâ??s ,standby,EMCRMâ??s bezahlt werde.
Es wird nur nicht bezahlungswirksame Mehrflugstunden geben (und keine Spesen wenn es an der Homebase ist).
Diese Diskussion gibt es auch öfters in Crew-Foren,wenn dann fälschlicherweise behauptet wird,wir würden für stby nicht bezahlt werden.
Andere Firmen hinterlegen teilweise bezahlungswirksame Stunden für Stby-Dienste. Dafür gibt es dann andere goodies nicht.
Mir werden dafür z.B. pro Urlaubstag bezahlungswirksame Stunden angerechnet.,so dass ich selbst bei Urlaub in einem Monat noch Mehrflugstunden bekommen kann (trotz meines ohnehin schon guten Gehaltes).
Es gibt andere Baustellen bei der LH als das Gehalt und es ist weitaus komplexer als hier gerne dargestellt wird.