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Beitrag 16 - 30 von 42
Beitrag vom 08.02.2024 - 18:48 Uhr
Usercontrail55
User (6209 Beiträge)
Mehr bezahlen geht ja immer, da braucht der Arbeitgeber wahrscheinlich keine großen Anstrengungen zu unternehmen, um das irgendwie durchzudrücken ;)

Ich persönlich vermute ja, es ist ein juristischer Trick, um die Streikgründe einzuengen. Wenn man die Vergütung bereits gelöst hat, ist ja eine wesentliche Forderung vom Tisch, auch wenn man ansonsten im Tarifwerk - das ja wesentlich mehr regelt als nur die Vergütung - wohl keinen Schritt weiter ist.
Beitrag vom 08.02.2024 - 18:53 Uhr
Usercontrail55
User (6209 Beiträge)
Mehr bezahlen geht ja immer, da braucht der Arbeitgeber wahrscheinlich keine großen Anstrengungen zu unternehmen, um das irgendwie durchzudrücken ;)

Ich persönlich vermute ja, es ist ein juristischer Trick, um die Streikgründe einzuengen. Wenn man die Vergütung bereits gelöst hat, ist ja eine wesentliche Forderung vom Tisch, auch wenn man ansonsten im Tarifwerk - das ja wesentlich mehr regelt als nur die Vergütung - wohl keinen Schritt weiter ist.
Für Tricks braucht es aber Zwei. Viel spannender finde ich die Frage, warum der BR da mitgespielt hat? Hätte es ja ablehnen und an die Tarifparteien verweisen können. Bei der nächsten BR Wahl wird man sehen, wie das in der Belegschaft ankam.
Beitrag vom 08.02.2024 - 19:03 Uhr
UserEricM
User (7199 Beiträge)
Viel spannender finde ich die Frage, warum der BR da mitgespielt hat?

quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes
:)
Stimmt, bin mal gespannt wie sich das insgesamt auswirken wird...
Beitrag vom 08.02.2024 - 19:06 Uhr
UserEricM
User (7199 Beiträge)
Well, es zeigt halt mal wieder, dass es (oftmals) keine Gewerkschaften benoetigt, die zwischen den Mitarbeitern und der Firma stehen, schoenes Beispiel, dass man tarifliche Regelungen auch auf deutlich einfacherem Weg erreichen kann. Das nenne ich mal Effizient.
Ja, das unterstreicht den Trend. Die gewerkschaftliche Tarifierung ist auf dem Rückzug. Nur noch rund 50% uns es geht weiter runter, wie man sieht.

Wenn es keine Gewerkschaften benötigt, warum gab es diese BV nicht bereits vor Monaten?
Dass es diese BV ohne die aktuellen Aktionen der VC nicht gegeben hätte ist zwar nicht sicher, der Zeitpunkt der Vereinbarung legt aber einen Zusammenhang immerhin nahe...


Dieser Beitrag wurde am 08.02.2024 19:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.02.2024 - 19:09 Uhr
Userrasch
😊
User (437 Beiträge)
Für Tricks braucht es aber Zwei. Viel spannender finde ich die Frage, warum der BR da mitgespielt hat? Hätte es ja ablehnen und an die Tarifparteien verweisen können. Bei der nächsten BR Wahl wird man sehen, wie das in der Belegschaft ankam.

Und es wirft die Frage auf wieviel Einfluss die VC bei Discover hat. Eine Gewerkschaft die den BR nicht hinter sich hat ist eher selten.

Die ersten beiden Streiks waren ja nicht so sehr zu merken. Da mussten jetzt schon zwei Streiktage her, um Schaden anzurichten bzw. die Personalplanung über die Grenzen zu bringen.

Kann hier jemand den Organisationsgrad von VC abschätzen?

Beitrag vom 08.02.2024 - 20:40 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Andere Frage: Warum nicht? Wer gibt denn vor, dass Vergütungsthemen Tarifsache sind? Die Gewerkschaften, genau. Es steht aber nirgends gesetzlich geschrieben, dass Gehälter nur von Gewerkschaften ausgehandelt werden dürfen. Wäre auch schlecht für viele, da viele gar nicht in Gewerkschaften vertreten sind.

Jetzt wo Sie es ansprechen, bin ich mir nicht einmal sicher, ob die BV überhaupt zulässig ist:

§77 Abs. 3 BetrVG

"Arbeitsentgelte und sonstige Arbeitsbedingungen, die durch Tarifvertrag geregelt sind oder üblicherweise geregelt werden, können nicht Gegenstand einer Betriebsvereinbarung sein. Dies gilt nicht, wenn ein Tarifvertrag den Abschluss ergänzender Betriebsvereinbarungen ausdrücklich zulässt."

Die IG Metall schreibt dazu: "Die Regelung des §77 Abs. 3 BetrVG soll verhindern, dass die Wirkungsweise von Tarifverträgen ausgehebelt wird. Auf betrieblicher Ebene sollen Tarifregelungen und somit Rechtsansprüche, die für den Einzelnen direkt und unmittelbar gelten, nicht nochmals verhandelbar sein und verändert werden können. Der Betriebsrat (BR), der nach dem BetrVG auch dem Betriebsfrieden verpflichtet ist, kann die Rolle einer Gewerkschaft nicht übernehmen. Bei Tarifverhandlungen im Betrieb würde der BR sehr leicht durch den Arbeitgeber unter Druck geraten. Deshalb ist die Regelung, dass der BR solche Inhalte nicht regeln darf, ein Schutz für den BR und für die Beschäftigten. Die Arbeitnehmer/innen können sich direkt und zwingend auf den Tarifvertrag berufen. Verbesserungen können sie jederzeit im Arbeitsvertrag regeln, aber der Schutz der Mindestbedingungen bleibt unangetastet."

Und ich schätze, insbesondere die Tatsache, dass der BR zum Betriebsfrieden verpflichtet ist und durch den Arbeitgeber leicht unter Druck geraten kann, macht es deutlich, warum die BV überhaupt abgeschlossen wurde :-)

Wir haben an anderer Stelle gelesen, dass glückliche Mitarbeiter effizienter, weniger krank, etc sind... vielleicht will man ja bei Discover einfach mal diesen Punkt, der ja für viele scheinbar ein extrem wichtiger ist, ansonsten würde man ja nicht in jeder Begründung vom Reallohnverlust etc lesen, aus dem Weg räumen. Alles weitere dann mit mehr Zeit und ohne Eile.

Dann ist es erst recht unverständlich, warum man die Tarifverhandlungen so derart in die Länge zieht.

Das glauben Sie doch wohl selbst nicht, dass die VC sofort unterschrieben hätte und alle anderen Forderungen fallen gelassen hätte.

Sie sprechen vom MTV? Das ist ja auch eine andere Baustelle.

Der BR ist von den Mitarbeitern gewählt, es sind auch Mitarbeiter; wenn die jetzt nicht beim nächsten Tag im Büro gelyncht werden wollen, werden die das sicher nicht alleine gegen alle anderen durchgesetzt haben. Die Betriebsratswahl ist am Ende auch ein Demokratischer Prozess; die fallen ja nicht vom Himmel.

Genauso wie die Bundesregierung demokratisch gewählt wurde. Trotzdem sind 75% der Bevölkerung mit der Arbeit der Regierung unzufrieden. Und es wird mit Sicherheit auch einige geben, die sich darüber freuen. Man darf aber nicht aus den Augen verlieren, dass das nur eine kurzfristige Lösung ist.

Wofür braucht es denn dann überhaupt noch einen Betriebsrat, wenn der nicht die Interessen der Mitarbeiter vertritt?

Dasselbe wird doch auch gerade über die Gewerkschaften behauptet. Und dass es nicht auch Machtspielchen bzw. Politik im BR gibt, ist ja wohl auch nichts neues.

Den Sie da raus interpretieren, ja, so sind wir ja erst in diese Diskussion gekommen.

Was ist Ihre Interpretation, wenn jetzt erst einmal weitreichende Vorbedingungen gefordert werden, bevor man überhaupt mit der Verhandlung von Tarifverträgen beginnt?

Also hat die Gewerkschaft etwas gefordert, was die BV gar nicht will? Irgendwie fehlt hier in Ihrem Argumentationsstrang die Schlüssigkeit.

Wie meinen? Wenn in der BV im Prinzip dieselben Inhalte stehen wie in den Forderungen der VC, gibts da keine Diskrepanz. Oder was meinen Sie?

Ich hasse weder die VC noch Gewerkschaften an sich. Gewerkschaften waren wichtig und sind wichtig . Wenn man aber als neutraler Außenstehender mal drauf blickt, dann wird recht deutlich, dass es bei diesen ganzen Gewerkschaften im Flugwesen, aber auch bei der Bahn etc. mehr Gewerkschaftspolitik und Machtspielchen in den Vordergrund rücken und weniger wirklich im Interesse ALLER Mitglieder zu handeln. Aber ja, wenn man mitten drin steckt auf einer Seite, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht sehen kann/will.

Bei der Bahn mag das sicherlich sein. Aber wo trifft das bei Discover zu?

Dieser Beitrag wurde am 08.02.2024 20:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.02.2024 - 21:04 Uhr
UserCRJ9
User (129 Beiträge)
Welche Tarifverträge gelten denn bei Discover?
Seit wann ist ein Betriiebsrat für das fliegende Personal zuständig?
Wenn das so wäre, dann entsteht ein lustiger Präzedenzfall�
Beitrag vom 08.02.2024 - 22:20 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2185 Beiträge)
Ich hasse weder die VC noch Gewerkschaften an sich. Gewerkschaften waren wichtig und sind wichtig . Wenn man aber als neutraler Außenstehender mal drauf blickt, dann wird recht deutlich, dass es bei diesen ganzen Gewerkschaften im Flugwesen, aber auch bei der Bahn etc. mehr Gewerkschaftspolitik und Machtspielchen in den Vordergrund rücken und weniger wirklich im Interesse ALLER Mitglieder zu handeln. Aber ja, wenn man mitten drin steckt auf einer Seite, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht sehen kann/will.

Bei der Bahn mag das sicherlich sein. Aber wo trifft das bei Discover zu?

Diese Ignoranz nur aus diesem Satz zeigt schon, dass jegliche weitere Diskussion mit Ihnen unsinnig ist... Sie leben ihn Ihrer eigenen Welt. Das ist okay, aber dann können wir das hier auch beenden.
Beitrag vom 08.02.2024 - 22:48 Uhr
UserApollo
User (424 Beiträge)
Zu meinen Vorrednern: der Paragraph 75 regelt eben nur das der BR das nicht kann wenn Tarifverträge â??üblicherweiseâ??
- sprich - schon vorher über TVs geregelt wurden. Bei discover eben nicht der Fall weil bisher nicht tarifiert. Der BR kann auch keinen TV regeln aber eben eine BV. In meinem Unternehmen, 15 Niederlassungen in Deutschland, kein TV, seit Jahren gängige und gute Praxis. Der Arbeitgeber und der BR können auf Betriebsebenw über BVen alles regeln was sie regeln wollen, der Tarifvertrag stände aber juristisch darüber sofern es denn einen gäbe. Wir fahren in unserem Unternehmen sehr gut, sehr partnerschaftlich mit diesem Modell ohne das eine Gewerkschaft mit am Tisch sitzt
Beitrag vom 08.02.2024 - 23:18 Uhr
UserAngros
User (904 Beiträge)
Ich hasse weder die VC noch Gewerkschaften an sich. Gewerkschaften waren wichtig und sind wichtig . Wenn man aber als neutraler Außenstehender mal drauf blickt, dann wird recht deutlich, dass es bei diesen ganzen Gewerkschaften im Flugwesen, aber auch bei der Bahn etc. mehr Gewerkschaftspolitik und Machtspielchen in den Vordergrund rücken und weniger wirklich im Interesse ALLER Mitglieder zu handeln. Aber ja, wenn man mitten drin steckt auf einer Seite, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht sehen kann/will.

Bei der Bahn mag das sicherlich sein. Aber wo trifft das bei Discover zu?

Diese Ignoranz nur aus diesem Satz zeigt schon, dass jegliche weitere Diskussion mit Ihnen unsinnig ist... Sie leben ihn Ihrer eigenen Welt. Das ist okay, aber dann können wir das hier auch beenden.

Lustig, Sie stellen hier steile Thesen auf und wenn jemand nachfragt, worin Sie diese begründet sehen, unterstellem Sie demjeningen Ignoranz?
Beitrag vom 08.02.2024 - 23:46 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2185 Beiträge)
Ich hasse weder die VC noch Gewerkschaften an sich. Gewerkschaften waren wichtig und sind wichtig . Wenn man aber als neutraler Außenstehender mal drauf blickt, dann wird recht deutlich, dass es bei diesen ganzen Gewerkschaften im Flugwesen, aber auch bei der Bahn etc. mehr Gewerkschaftspolitik und Machtspielchen in den Vordergrund rücken und weniger wirklich im Interesse ALLER Mitglieder zu handeln. Aber ja, wenn man mitten drin steckt auf einer Seite, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht sehen kann/will.

Bei der Bahn mag das sicherlich sein. Aber wo trifft das bei Discover zu?

Diese Ignoranz nur aus diesem Satz zeigt schon, dass jegliche weitere Diskussion mit Ihnen unsinnig ist... Sie leben ihn Ihrer eigenen Welt. Das ist okay, aber dann können wir das hier auch beenden.

Lustig, Sie stellen hier steile Thesen auf und wenn jemand nachfragt, worin Sie diese begründet sehen, unterstellem Sie demjeningen Ignoranz?

Jop; weil jeder, der hier seit längerem mitliest, oder auch in anderen Quellen schaut, zumindest die Diskussionen darum kennt, dass die VC oder andere Gewerkschaften bei Discover, City, EW etc. nicht unbedingt nur das Beste für eben die Beschäftigten dieser Gesellschaften will, sondern Ihre Hauptklientel versucht zu schützen. Und wenn man das abstreitet, bzw so tut, als gäbe es sowas nicht, dann zeigt das Ignoranz.

Und damit ist auch vollkommen egal, was ich darauf antworten würde, es würde nichts bringen. Da kommt keine Diskussion zustande. Die Meinung bei vielen Usern hier ist so festgefahren, dass es eben nichts bringt.

Und wie gesagt, dass ist auch okay und wenn man persönlich betroffen ist, vielleicht auch normal; aber dann brauch man da auch nicht weiter drüber sprechen.
Beitrag vom 09.02.2024 - 00:34 Uhr
UserAngros
User (904 Beiträge)
Ich hasse weder die VC noch Gewerkschaften an sich. Gewerkschaften waren wichtig und sind wichtig . Wenn man aber als neutraler Außenstehender mal drauf blickt, dann wird recht deutlich, dass es bei diesen ganzen Gewerkschaften im Flugwesen, aber auch bei der Bahn etc. mehr Gewerkschaftspolitik und Machtspielchen in den Vordergrund rücken und weniger wirklich im Interesse ALLER Mitglieder zu handeln. Aber ja, wenn man mitten drin steckt auf einer Seite, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht sehen kann/will.

Bei der Bahn mag das sicherlich sein. Aber wo trifft das bei Discover zu?

Diese Ignoranz nur aus diesem Satz zeigt schon, dass jegliche weitere Diskussion mit Ihnen unsinnig ist... Sie leben ihn Ihrer eigenen Welt. Das ist okay, aber dann können wir das hier auch beenden.

Lustig, Sie stellen hier steile Thesen auf und wenn jemand nachfragt, worin Sie diese begründet sehen, unterstellem Sie demjeningen Ignoranz?

Jop; weil jeder, der hier seit längerem mitliest, oder auch in anderen Quellen schaut, zumindest die Diskussionen darum kennt, dass die VC oder andere Gewerkschaften bei Discover, City, EW etc. nicht unbedingt nur das Beste für eben die Beschäftigten dieser Gesellschaften will, sondern Ihre Hauptklientel versucht zu schützen. Und wenn man das abstreitet, bzw so tut, als gäbe es sowas nicht, dann zeigt das Ignoranz.

Und damit ist auch vollkommen egal, was ich darauf antworten würde, es würde nichts bringen. Da kommt keine Diskussion zustande. Die Meinung bei vielen Usern hier ist so festgefahren, dass es eben nichts bringt.

Und wie gesagt, dass ist auch okay und wenn man persönlich betroffen ist, vielleicht auch normal; aber dann brauch man da auch nicht weiter drüber sprechen.


Es würde mich jedenfalls doch sehr interessieren, wie Sie zu dieser Einschätzung gelangen:
"[...] dass die VC oder andere Gewerkschaften bei Discover, City, EW etc. nicht unbedingt nur das Beste für eben die Beschäftigten dieser Gesellschaften will, sondern Ihre Hauptklientel versucht zu schützen."

Oder besser gesagt, versuche ich es mal mit einer direkten Frage an Sie, denn die Unterstellung an sich ist - wie Sie schon sagen - ja nicht neu, aber etwas inhaltsleer: Was sollte die VC (in diesem Fall) denn Ihrer Meinung nach fordern, damit für die Beschäftigten bei Discover "das Beste" dabei herauskommt? Ich nehme an, Sie wissen, was das Beste für die Mitarbeiter dort ist, wenn Sie sich so darüber auslassen. Und inwiefern "schützt" das jetzige Vorgehen denn das, wie Sie sagen, Hauptklientel (ich nehme an, Sie meinen die LH-Piloten), die selbst vor Kurzem abgeschlossen haben?

edit: Formatierung

Dieser Beitrag wurde am 09.02.2024 00:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.02.2024 - 07:52 Uhr
Usercontrail55
User (6209 Beiträge)
Well, es zeigt halt mal wieder, dass es (oftmals) keine Gewerkschaften benoetigt, die zwischen den Mitarbeitern und der Firma stehen, schoenes Beispiel, dass man tarifliche Regelungen auch auf deutlich einfacherem Weg erreichen kann. Das nenne ich mal Effizient.
Ja, das unterstreicht den Trend. Die gewerkschaftliche Tarifierung ist auf dem Rückzug. Nur noch rund 50% uns es geht weiter runter, wie man sieht.

Wenn es keine Gewerkschaften benötigt, warum gab es diese BV nicht bereits vor Monaten?
Weil jede Erkenntnis ihre Zeit braucht ;-) Die Erkenntnis hatte der Chef der IG Metall schon 2010, aber die Transformation der GW geht scheinbar nur schleppend voran.
Dass es diese BV ohne die aktuellen Aktionen der VC nicht gegeben hätte ist zwar nicht sicher, der Zeitpunkt der Vereinbarung legt aber einen Zusammenhang immerhin nahe...
Ja, davon kann man ausgehen.
Beitrag vom 09.02.2024 - 08:03 Uhr
Usercontrail55
User (6209 Beiträge)
Andere Frage: Warum nicht? Wer gibt denn vor, dass Vergütungsthemen Tarifsache sind? Die Gewerkschaften, genau. Es steht aber nirgends gesetzlich geschrieben, dass Gehälter nur von Gewerkschaften ausgehandelt werden dürfen. Wäre auch schlecht für viele, da viele gar nicht in Gewerkschaften vertreten sind.

Jetzt wo Sie es ansprechen, bin ich mir nicht einmal sicher, ob die BV überhaupt zulässig ist:


Ist sie, wenn sie entsprechend formuliert ist. Sie darf nur das Grundgehalt nicht regeln, aber das steht ja in den individuellen Arbeitsverträgen. Zulagen und Boni und deren Verteilung kann sie schon. Ich denke die haben das schon sauber gemacht.
Siehe § 87 Mitbestimmungsrechte
1) Der Betriebsrat hat, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, in folgenden Angelegenheiten mitzubestimmen:
10. Fragen der betrieblichen Lohngestaltung, insbesondere die Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen und die Einführung und Anwendung von neuen Entlohnungsmethoden sowie deren Ã"nderung;
11. Festsetzung der Akkord- und Prämiensätze und vergleichbarer leistungsbezogener Entgelte, einschließlich der Geldfaktoren;

Beitrag vom 09.02.2024 - 08:07 Uhr
Usercontrail55
User (6209 Beiträge)
Welche Tarifverträge gelten denn bei Discover?
Seit wann ist ein Betriiebsrat für das fliegende Personal zuständig?
Seit 2019
Wenn das so wäre, dann entsteht ein lustiger Präzedenzfall�