Beitrag vom 06.08.2012 - 21:54 Uhr
@airborn: Die DLR ließ ich glatt aus, sorry folks, dabei wär ich doch mal fast bei Euch gelandet :)
Kein Zweifel, mit der dort (immer noch) konzentrierten Kompetenz könnte EDMO eine Jobmaschine von europäischen Dimensionen sein. Wär's mit der Do 728 ja fast geworden. Wie auch immer, luftseitig ist dort noch 'viel Luft', am Boden ebenso 'viel Boden'. Nicht nur für die in München so gut wie obdachlosen GA-Flieger, sondern auch für Flugschulen, Wartung, Vertrieb/Verkauf (siehe EDMA) und Networks wie NetJet (siehe EDFE), Einfach eine Verschwendung von lokalen Ressourcen die Privat & Buisnessflieger ungefragt auf's Land zu verbannen, oder ihnen MUC-Gebühren, samt Slots zu verpassen.
Beitrag vom 06.08.2012 - 22:24 Uhr
mir ist dieses "aviation bashing" schlicht nicht verstaendlich. taeglich fliegen mehr menschen von ueberall nach ueberall. gerade werden wie drekordzahlen von EZ gemeldet. es darf aber anscheinend nicht von einem airport in der naehe sei. oder verstehe ich da etwas falsch. paxzahlen pauschal: FR 75 mio, EZ 55 mio, AB 30 mio, LH euroland ca 50 mio. es gibt ja noch eine reihe anderer mit erheblichen befoerderungsleistungen. ich schaetze mal im europaverkehr ahebn wir es heute mit 600-700 mio pax pro jahr zu tun. das sind alles millionaere oder fliegen diese millionen alle von der wueste in die wueste (schoenes bild uebrigens)?
ich weiss, alles nur polemik, aber es muss doch bald einmal jemand, der zahlen ins verhaeltnis setzen und lesen kann, aufstehen und diesen "gegen-alles-und jedes-prozessierern" oeffentlich positive meinung entgegenstellen. die politik ist dabei voellig ueberfordert, weil sie sich ausschliesslich mit wahlterminen befasst.
jeder doedel mahnt sich sein recht auf ein auto ein, laerm gibt es nur von flugzeugen, autobahnen, hauptverkehrsstrassen, zugverkehr sind alle nicht erwaehnenswert, obwohl vielfach wesentlich lauter.
mit dem gleichen recht also mahne ich mein recht auf unbehinderten und ungestoerten luftverkehr ein, der einen recht erheblichen arbeitsmarkt darstellt und eine erstklassige quelle fuer technologischen fortschritt.
fraglos ist auch GA nicht eine frage von millionaeren. die masse dessen teilt sich in wirtschaftlich orientierte geschaeftsfliegerei und in private aktivitaet.
saludos a todos
charlie.f.kohn@sixpence-pictures.com
fine art photography // design // madrid
Beitrag vom 06.08.2012 - 23:15 Uhr
mir ist dieses "aviation bashing" schlicht nicht verstaendlich.
Ich glaube, dass in der Luft da politisch und psychologisch ein Stellvertreterkrieg stattfindet. Straße, Bahn, Baustellen (!) aller Art sind im Prinzip tabu, weil im Alltag unverzichtbar. Offenbar ist die in Summe nur gelegentlich genutzte Fliegerei ein Ventil, wo man sich über alles Unbehagliche im urbanen Leben schadlos auslassen kann.
An meinem Wohnort gibt's es die absurdesten Duelle zwischen Pressuregroups und Flughafen über Flugrouten, gemessen und gewichtet in Zehntel Dezibel, die für Tausende (gar nicht vorhandene) Gehirntumore verantwortlich gemacht werden. �bertrieben? Leider nicht, kann die entsprechenden OTS-Meldungen gern wieder ausgraben. Tatsache ist freilich, dass die bei mir vorbeifahrenden Busse abends jeden Flieger mühelos unhörbar machen.
Klar wohnt sich's in Anflug oder Abflugschneisen ungemütlich. Links und rechts der Bahnlinien und Hauptstraßen auch. Nur kann man mit denen politisch nicht punkten. "Sind wir doch froh, dass wir's haben". Die Flieger wollen wir auch, aber bitte doch nicht, wo wir wohnen (schon wegen dem Objektwert). Alles klar?
Anm.: In meiner Nähe wird demnächst ein Wohnblock mit 300 'hochklassigen' Wohnungen fertig. Direkt an einer Ausfahrtstraße mit 50.000+ Autos (+ LKWs) am Tag. Die Wohnungen sind alle verkauft. Tolle Infrastruktur, je 200m zur Autobahn und S-Bahn, und Nahversorgungszentrum vor der Haustür (mit 500 Parkplätzen). Soviel zur Logik der Fluglärmdiskussion.
Beitrag vom 07.08.2012 - 11:58 Uhr
@Nogger: Im Fall EDMO geht es nicht um einen zweiten Passagierflughafen für München, sondern um die Ausweitung der Betriebsbewilligung zu verstärkter Mitnutzung der Anlage durch die allgemeine Luftffahrt,, also für Geschäftsflugzeuge und private Flieger. Gegebenenfalls auch Werksverkehr. Derzeit müssen die 'Münchner Flieger' entweder auf relativ weit entfernte Plätze wie Augsburg, Landshut oder auch Manching ausweichen, oder MUC-Preise und Slotrestriktionen in Kauf nehmen. Zum Anderen belastet der GA-Verkehr am MUC nicht unbeträchtlich die Verkehrskapazität von MUC. Das freilich stärkt wiederum die Argumentation F�R eine dritte Piste.
Ursprünglich sollte am Standort Erding für den GA-Betrieb eine eigene Bahn gebaut werden, an der Stelle wo jetzt eine dritte Piste für Vollbetrieb hin soll. Dazu war im Norden auch ein eigener GA-Bereich geplant. Der fiel, wie die GA-Piste, 'Umweltbedenken' zum Opfer, genauer gesagt tausenden Klagen.
Beitrag vom 07.08.2012 - 22:50 Uhr
Soweit ich mich erinnern kann, wollte die FMG die GA damals nach dem Umzug ins Erdinger Moos komplett verbannen. Dagegen gab es damals einige Klagen von Betroffenen, und denen wurde stattgegeben.
Die Aufnahme des GA-Verkehrs in Erding war von Anfang an eine verbindliche Auflage für die IG MUC-2. Damit waren freilich weder die FMG noch die Privatflieger happy. Klagen gab's, aber DAGEGEN. Mit Teilerfolgen. "Dafür" war nur der Freistaat. Und jetzt hat er den Salat :)
Beitrag vom 07.08.2012 - 23:39 Uhr
Was heißt das denn? Die Privatflieger haben dagegen geklagt, dass sie in EDDM unterkommen? Wo wollten die denn hin? In Riem bleiben? Einen neuen Flugplatz für die Privatflieger?
Kleinflugzeuge auf einem internationalen Verkehrsflughafen sind nirgendwo lustig, am wenigsten für die Flieger. Geklagt haben, nach meiner Erinnerung, vor allem Anrainer und Aktivisten, u.a. gegen zusätzlichen GA-Verkehr im Nahbereich. Die Privatflieger wollten eine Wahl, Alternativen gab es ja genug, Pläne auch, zuletzt einen Umbau von Fürstenfeldbruck. Wenig Freude hatten die Flieger auch mit den Unterhachingern, die sie letztlich auch aus Neubiberg vertrieben haben. Oberpfaffenhofen ist eine reele Chance viele Fehler wieder gut zu machen. Auch wenn das den Augsburger nicht so gefallen wird, die haben von dem Hickhack am meisten profitiert,
Dieser Beitrag wurde am 07.08.2012 23:51 Uhr bearbeitet.