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Beitrag vom 14.07.2025 - 18:41 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2215 Beiträge)
Um es frei nach Pippi Langstrumpf zu sagen: "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt"
Ja, darauf läuft es hier hinaus.

Das hat er doch ganz anders gemeint!

Sie haben das offenbar, wie ich, völlig falsch verstanden bzw. 'Sie verstehen mal wieder nichts, aber sind wieder ganz groß darin aus aus nicht geschriebenen anderen eine Meinung zu unterstellen.'. Tja...


Nenne, keine Sorge, @Contrail hat es schon richtig verstanden.
Beitrag vom 14.07.2025 - 18:54 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4475 Beiträge)


Aha, das ist natürlich etwas anderes. Im Ernst, Subventionen sind Unterstützungszahlungen, wenn die Kosten nicht durch die Einnahmen gedeckt werden.
Investitionen, wie sie im (un-)gleichen maße auch in das Straßennetz getätigt werden. Oder bezeichnen Sie diese auch als "Subventionen"?
Vorsicht mit diesem Vergleich ;-) Die Einnahmen durch Mineralölsteuer, KFZ Steuer und Maut decken die reinen Infrastrukturkosten der Straße.
Dann sollte man Ihrer Meinung nach als Bahnfahren so verteuern, dass die Trassen bezahlt werden? Im Übrigen zahlt die DB sehr wohl Mineralölsteuer....

Schade, dass Sie nicht auf den "konkreten Unterschied?" der einzelnen Infrastukturen eingegangen sind.
Können wir gerne: Straßen und Schienen sind für den innerdeutschen Personen- und Warenverkehr unverzichtbar, Luftcargo auf großen Airports und in Leipzig auch... bedeutungslos auf Regionalflughäfen

Angewiesen auf den Flughafen in Dresden sind die Flugzeugwerke, das ist richtig. Genau wie Airbus auf Finkenwerder, wobei der halt keine Passagiere abfertigt. Alles andere ist die ewig gleiche Leier von den angeblichen Bedeutung von Provinzflughäfen für die örtliche Wirtschaft.
Das ist die ähnliche Leier wie "da muss man halt mal 2 Stunden bis zum nächsten Flughafen fahren, hat noch niemanden geschadet"
Das sehe ich völlig anders: denn Feederflüge und Ferienflüge von regionalen Flughäfen sind nur der persönlichen Bequemlichkeit geschuldet...
Eine Bedeutung, die angenommen wird, aber selten mit konkreten Zahlen unterfüttert wird.
Und noch seltener mit konkreten Zahlen widerlegt wird.
Darüber kann man nun aber heftig streiten: da weder das Eine noch das Andere wirklich belegt ist. Fakt ist aber, dass regionale Flughäfen in der Regel defizitär sind und subventioniert werden müssen, keinesfalls aber von den Fluggesellschaften, die diese benutzen bezahlt werden. Die jammern nur über die hohen Gebühren.

Noch mal: Wenn sie diese Rechnung aufmachen, dann müssten sie jede defizitäre Bus- und Bahnlinie auch so betrachten.

Ich denke diese Rosinenpickerei führt zu nichts. Es geht allgemein um öffentliche Infrastruktur. Vor welcher der Eine diese und der Andere jene mehr oder weniger nutzt. Da eine "Finanzierungsgerechtigkeit" schaffen zu wollen, ist kaum möglich. Man sollte seinen Mitmenschen vielleicht einfach auch einmal etwas gönnen können …

Stichwort 'Rosinenpickerei'. Da gibt es immer so einiges.

Zum Beispiel Ihre wiederholte (unrichtige) Angabe der Reiszeit LEJ - Dresden Hbf. Auf korrigierte, und belegte wirkliche Reiszeit sind Sie nicht eingegangen (kleiner Running-Gag: mit der S-Bahn/U-Bahn in Berlin braucht man von Haltstellen im Norden wirklich fast 2 Stunden zum BER, manchmal sogar mit Umsteigen - beschwert sich aber niemand drüber...)

Oder:
aus nachweislich ca. 1,3 Milliarden (ca.1.300.000.000) jährlichen Bahnreisenden pickt man nur die 12 Millionen (12.000.000) Fernreisenden raus und stellt damit völlig absurde Finanzvergleiche in den Raum.

Und der ebenfalls nachgewiesenen Tatsache, daß fast alle - eben bis auf einen - kleine Airports (manchmal sogar die großen...) Miese machen, wird dann eben dieser eine ins Feld geführt und das zur allgemeingültigen Formel erklärt. Über den früheren Einwand das DRE schon immer, auch mit niedrigen Gebühren Miese gemacht hat wird großmütig hinwegsehen.

Wie auch über die Frage, ob der Duenstleister der Airlines, die Airports, Ihre Kunden - eben die Airlines - mit überholen Rechnungen über den Tisch ziehen, oder ob diese doch nur die Kosten enthalten die für diese Dienstleistung entfallen.

Selbst der Verweis das AMS höhere Gebühren hat als z.B. FRA wird übergangen, passt ja auch nicht ins Bild der armen Airlines die Deutschland meiden, weil hier die Kosten und Gebühren 'zu hoch sind'.

usw.usf...und wenn sie nicht gestorben sind, dann picken sie noch heute (um ein wenig 'Comedy/Belustigung' reinzubringen...
Beitrag vom 14.07.2025 - 19:10 Uhr
UserChristian159
User (1772 Beiträge)
aus nachweislich ca. 1,3 Milliarden (ca.1.300.000.000) jährlichen Bahnreisenden pickt man nur die 12 Millionen (12.000.000) Fernreisenden raus und stellt damit völlig absurde Finanzvergleiche in den Raum.

Aber das machen Sie doch auch, wenn Sie vermuten, dass der Fernverkehr der Bahn demnächst die Gewinnschwelle erreicht. Der Nahverkehr wird dies nämlich niemals erreichen.
Im übrigen sprechen wir hier so gut wie immer vom Fernverkehr, weil der ja in Konkurrenz zum Luftverkehr steht (wie ja auch F11 in diesem Thread).
Fakt ist, dass nur eine Minderheit der Deutschen diesen Fernverkehr nutzt, alle aber bezahlen sollen.
Außerdem bezieht sich der ja auch von Ihnen oft zitierte Artikel 87 GG explizit auf den Fernverkehr.
Sehen Sie doch einfach ein, dass Ihre Argumentation nicht stichhaltig, sondern ideologisch beeinflußt ist.


Dieser Beitrag wurde am 14.07.2025 19:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.07.2025 - 19:21 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4475 Beiträge)
Kleine Ergänzung zu meinem Beitrag von 18:54 Uhr.

Ich habe mich geirrt, natürlich gibt es in Berlin Menschen, die sich über die lange Fahrzeit zum BER beschweren: die die TXL nachtrauern.

Und da im Norden Berlins ungefähr genau soviele Menschen leben wie in Elbflorenz, sollte man über die Wiedereröffnung von Tegel ernsthaft nachdenken.

Solche Anfahrtszeiten sind nämlich unzumutbar.

Absurder Gedanke? Achwas... .
Beitrag vom 14.07.2025 - 20:31 Uhr
UserTagesprophet
User (264 Beiträge)


Aha, das ist natürlich etwas anderes. Im Ernst, Subventionen sind Unterstützungszahlungen, wenn die Kosten nicht durch die Einnahmen gedeckt werden.
Investitionen, wie sie im (un-)gleichen maße auch in das Straßennetz getätigt werden. Oder bezeichnen Sie diese auch als "Subventionen"?
Vorsicht mit diesem Vergleich ;-) Die Einnahmen durch Mineralölsteuer, KFZ Steuer und Maut decken die reinen Infrastrukturkosten der Straße.
Dann sollte man Ihrer Meinung nach als Bahnfahren so verteuern, dass die Trassen bezahlt werden? Im Übrigen zahlt die DB sehr wohl Mineralölsteuer....

Schade, dass Sie nicht auf den "konkreten Unterschied?" der einzelnen Infrastukturen eingegangen sind.
Können wir gerne: Straßen und Schienen sind für den innerdeutschen Personen- und Warenverkehr unverzichtbar, Luftcargo auf großen Airports und in Leipzig auch... bedeutungslos auf Regionalflughäfen

Angewiesen auf den Flughafen in Dresden sind die Flugzeugwerke, das ist richtig. Genau wie Airbus auf Finkenwerder, wobei der halt keine Passagiere abfertigt. Alles andere ist die ewig gleiche Leier von den angeblichen Bedeutung von Provinzflughäfen für die örtliche Wirtschaft.
Das ist die ähnliche Leier wie "da muss man halt mal 2 Stunden bis zum nächsten Flughafen fahren, hat noch niemanden geschadet"
Das sehe ich völlig anders: denn Feederflüge und Ferienflüge von regionalen Flughäfen sind nur der persönlichen Bequemlichkeit geschuldet...
Eine Bedeutung, die angenommen wird, aber selten mit konkreten Zahlen unterfüttert wird.
Und noch seltener mit konkreten Zahlen widerlegt wird.
Darüber kann man nun aber heftig streiten: da weder das Eine noch das Andere wirklich belegt ist. Fakt ist aber, dass regionale Flughäfen in der Regel defizitär sind und subventioniert werden müssen, keinesfalls aber von den Fluggesellschaften, die diese benutzen bezahlt werden. Die jammern nur über die hohen Gebühren.

Noch mal: Wenn sie diese Rechnung aufmachen, dann müssten sie jede defizitäre Bus- und Bahnlinie auch so betrachten.

Ich denke diese Rosinenpickerei führt zu nichts. Es geht allgemein um öffentliche Infrastruktur. Vor welcher der Eine diese und der Andere jene mehr oder weniger nutzt. Da eine "Finanzierungsgerechtigkeit" schaffen zu wollen, ist kaum möglich. Man sollte seinen Mitmenschen vielleicht einfach auch einmal etwas gönnen können …

Stichwort 'Rosinenpickerei'. Da gibt es immer so einiges.

Zum Beispiel Ihre wiederholte (unrichtige) Angabe der Reiszeit LEJ - Dresden Hbf. Auf korrigierte, und belegte wirkliche Reiszeit sind Sie nicht eingegangen

Ich fand einfach, dass es die grundsätzliche Diskussion um öffentliche Daseinsvorsorge und deren Finanzierung nicht weiter bringt, und ohne substanziellen Gewinn nur unnötig aufbläht.

(kleiner Running-Gag: mit der S-Bahn/U-Bahn in Berlin braucht man von Haltstellen im Norden wirklich fast 2 Stunden zum BER, manchmal sogar mit Umsteigen - beschwert sich aber niemand drüber...)

Oder:
aus nachweislich ca. 1,3 Milliarden (ca.1.300.000.000) jährlichen Bahnreisenden pickt man nur die 12 Millionen (12.000.000) Fernreisenden raus und stellt damit völlig absurde Finanzvergleiche in den Raum.

Und der ebenfalls nachgewiesenen Tatsache, daß fast alle - eben bis auf einen - kleine Airports (manchmal sogar die großen...) Miese machen, wird dann eben dieser eine ins Feld geführt und das zur allgemeingültigen Formel erklärt. Über den früheren Einwand das DRE schon immer, auch mit niedrigen Gebühren Miese gemacht hat wird großmütig hinwegsehen.

Wie auch über die Frage, ob der Duenstleister der Airlines, die Airports, Ihre Kunden - eben die Airlines - mit überholen Rechnungen über den Tisch ziehen, oder ob diese doch nur die Kosten enthalten die für diese Dienstleistung entfallen.

Selbst der Verweis das AMS höhere Gebühren hat als z.B. FRA wird übergangen, passt ja auch nicht ins Bild der armen Airlines die Deutschland meiden, weil hier die Kosten und Gebühren 'zu hoch sind'.

usw.usf...und wenn sie nicht gestorben sind, dann picken sie noch heute (um ein wenig 'Comedy/Belustigung' reinzubringen...
Beitrag vom 14.07.2025 - 20:55 Uhr
Usercontrail55
User (6284 Beiträge)
Stichwort 'Rosinenpickerei'. Da gibt es immer so einiges.
Da sagen Sie was...

Und der ebenfalls nachgewiesenen Tatsache, daß fast alle - eben bis auf einen - kleine Airports (manchmal sogar die großen...) Miese machen, wird dann eben dieser eine ins Feld geführt und das zur allgemeingültigen Formel erklärt.
Wo haben Sie das denn her? Haben Sie da überhaupt mal irgendwo nachgeschaut, ob Ihre Rosinen denn wahr sind? Neben Memmingen waren in der Klasse unter 2Mio Passagiere/Jahr noch mindestens 3 weitere mit positivem Abschluss dabei.
Über den früheren Einwand das DRE schon immer, auch mit niedrigen Gebühren Miese gemacht hat wird großmütig hinwegsehen.

Wie auch über die Frage, ob der Duenstleister der Airlines, die Airports, Ihre Kunden - eben die Airlines - mit überholen Rechnungen über den Tisch ziehen, oder ob diese doch nur die Kosten enthalten die für diese Dienstleistung entfallen.

Selbst der Verweis das AMS höhere Gebühren hat als z.B. FRA wird übergangen, passt ja auch nicht ins Bild der armen Airlines die Deutschland meiden, weil hier die Kosten und Gebühren 'zu hoch sind'.
Auch hier wieder eine Rosine rausgepickt. AMS hat in der Tat die höheren Gebühren als FRA, aber nur was die Passagierpauschale betrifft. Wenn man alles zusammenrechnet, also auch die Gebühren für die Flugzeugabferigung (Lärmabgaben 3 x so hoch wie AMS), dann liegt AMS weiterhin unter FRA.

usw.usf...und wenn sie nicht gestorben sind, dann picken sie noch heute (um ein wenig 'Comedy/Belustigung' reinzubringen...
So sieht es aus.

Dieser Beitrag wurde am 15.07.2025 07:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.07.2025 - 21:03 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1620 Beiträge)
Aber das machen Sie doch auch, wenn Sie vermuten, dass der Fernverkehr der Bahn demnächst die Gewinnschwelle erreicht. Der Nahverkehr wird dies nämlich niemals erreichen.
Im übrigen sprechen wir hier so gut wie immer vom Fernverkehr, weil der ja in Konkurrenz zum Luftverkehr steht (wie ja auch F11 in diesem Thread).
Fakt ist, dass nur eine Minderheit der Deutschen diesen Fernverkehr nutzt, alle aber bezahlen sollen.
Ist wie dem Autoverkehr, der ja letztlich auch von allen bezahlt wird, da Mineralölsteuer etc. ja auch nicht zur Finanzierung der Autobahnen ausreichten.. warum sonst hat die Autobahn GmbH alle Ausbauplanungen erneut gestoppt,
Außerdem bezieht sich der ja auch von Ihnen oft zitierte Artikel 87 GG explizit auf den Fernverkehr.

Sehen Sie doch einfach ein, dass Ihre Argumentation nicht stichhaltig, sondern ideologisch beeinflußt ist.

Ja, es ist bekannt, dass in den Augen von Wissenschaftsleugnern die Folgen des Klimawandels und alle Bemühungen, diesen zumindest abzuschwächen "ideologisch" beeinflusst sind. Darum geht es Ihnen bei Ihren Vergleichen doch letztendlich, oder? Und nochmals: was haben Bahntrassen mit Provinzflughäfen zu tun? Beides gleichermaßen von öffentlichen Subventionen abhängig. Fragt sich nur, was auf lange Sicht ökonomisch und ökologisch wichtiger und sinnvoller ist.


Dieser Beitrag wurde am 14.07.2025 21:22 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.07.2025 - 21:21 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1620 Beiträge)

Dies steht Ihnen frei. Wie gesagt, zu den negativen Erlebnissen mit der Bahn könnten wir Ihnen als Familie ein ganzes Buch schreiben. Aber richtig, manchmal funktioniert es auch hervorragend. Ich habe letzte Woche für eine Strecke, bei welcher ich ausschließlich mit der Bahn 9 Stunden unterwegs gewesen wäre, mit einer Kombination aus Flug von München und dann Bahnfahrt direkt vom Flughafen Dresden 4 Stunden gebraucht (Anreise und Check in Zeit inkl.).

Jetzt nur so viel: Sie genauso wie ich gehen von vielen eigenen Erfahrungen aus: ich habe in den letzten 10 Jahren ca. 200 Bahnfahrten (einfach) im Fernverkehr in Deutschland, nach Österreich und Frankreich gemacht (von den vielen anderen Fahrten im Regionalverkehr ganz zu schweigen). Davon sind letztlich weit über 90% gut bis zufriedenstellend verlaufen .. heißt Sitzplätze waren reserviert, Züge mäßig voll bis voll, Verspätungen in Grenzen > 15 Minuten, Anschlüsse haben funktioniert, gastronomisches Angebot war da. Gepäck hatte Platz, Personal war freundlich und manchmal hilfsbereit. Bei den restlichen ca 10% gab es Probleme wie verpasste Anschlüsse, Suizide auf den Gleisen. Und zugegeben: nicht immer die notwendige Unterstützung.
Von 18 Flügen (einfach)in diesen Jahren war ein Mittelstreckenflug über zwei Stunden verspätet, ein Fernflug wurde 6 Wochen vor Abflug mit fadenscheinigen Begründungen gecancelt, ein Fernflug war 10 Stunden verspätet. Also: so viel zuverlässiger war das auch nicht.
Es hängt halt sehr viel von den persönlichen Erfahrungen ab. Und 2015 sind wir mit meiner Mutter (damals 85 Jahre und gehandicapt) von NBG nach Berlin Hbf mit ICE gefahren: Fliegen wäre für sie zu beschwerlich gewesen....
Und ja: meine Familie bzw. die Familien meiner Kinder könnten auch dicke Bücher schreiben über weniger angenehme Erfahrungen mit der DB schreiben, aber mindestens genauso dicke über die guten Erfahrungen. Das Gleiche gilt aber auch für Erfahrungen mit Flügen (nur deren Anzahl ist wesentlich geringer, die Erfahrungen genauso durchwachsen). Aber lassen wir das: es ist einfach zu schön, über die Bahn herzuziehen, nachdem deren Trassen 30 Jahre auf Verschleiß gefahren wurden. Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn man das Gleiche mit den Runways der Flughäfen gemacht hätte. Bei den Autobahnbrücken sieht man ja auch die Folgen...

Dieser Beitrag wurde am 14.07.2025 21:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.07.2025 - 21:32 Uhr
UserTagesprophet
User (264 Beiträge)

Dies steht Ihnen frei. Wie gesagt, zu den negativen Erlebnissen mit der Bahn könnten wir Ihnen als Familie ein ganzes Buch schreiben. Aber richtig, manchmal funktioniert es auch hervorragend. Ich habe letzte Woche für eine Strecke, bei welcher ich ausschließlich mit der Bahn 9 Stunden unterwegs gewesen wäre, mit einer Kombination aus Flug von München und dann Bahnfahrt direkt vom Flughafen Dresden 4 Stunden gebraucht (Anreise und Check in Zeit inkl.).

Jetzt nur so viel: Sie genauso wie ich gehen von vielen eigenen Erfahrungen aus: ich habe in den letzten 10 Jahren ca. 200 Bahnfahrten (einfach) im Fernverkehr in Deutschland, nach Österreich und Frankreich gemacht (von den vielen anderen Fahrten im Regionalverkehr ganz zu schweigen). Davon sind letztlich weit über 90% gut bis zufriedenstellend verlaufen .. heißt Sitzplätze waren reserviert, Züge mäßig voll bis voll, Verspätungen in Grenzen > 15 Minuten, Anschlüsse haben funktioniert, gastronomisches Angebot war da. Gepäck hatte Platz, Personal war freundlich und manchmal hilfsbereit. Bei den restlichen ca 10% gab es Probleme wie verpasste Anschlüsse, Suizide auf den Gleisen. Und zugegeben: nicht immer die notwendige Unterstützung.
Von 18 Flügen (einfach)in diesen Jahren war ein Mittelstreckenflug über zwei Stunden verspätet, ein Fernflug wurde 6 Wochen vor Abflug mit fadenscheinigen Begründungen gecancelt, ein Fernflug war 10 Stunden verspätet. Also: so viel zuverlässiger war das auch nicht.
Es hängt halt sehr viel von den persönlichen Erfahrungen ab. Und 2015 sind wir mit meiner Mutter (damals 85 Jahre und gehandicapt) von NBG nach Berlin Hbf mit ICE gefahren: Fliegen wäre für sie zu beschwerlich gewesen....
Und ja: meine Familie bzw. die Familien meiner Kinder könnten auch dicke Bücher schreiben über weniger angenehme Erfahrungen mit der DB schreiben, aber mindestens genauso dicke über die guten Erfahrungen. Das Gleiche gilt aber auch für Erfahrungen mit Flügen (nur deren Anzahl ist wesentlich geringer, die Erfahrungen genauso durchwachsen). Aber lassen wir das: es ist einfach zu schön, über die Bahn herzuziehen, nachdem deren Trassen 30 Jahre auf Verschleiß gefahren wurden.

Da haben Sie gerade einen ganz wichtigen Sachverhalt angesprochen. Die Bahn wurde, um sie für einen geplanten Börsengang "fit" zu machen vorsätzlich kaputt gespart. Recherchieren Sie mal wer daran alles beteiligt gewesen ist, und heute wortreich öffentlich den Zustand der Bahn beklagt.

Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn man das Gleiche mit den Runways der Flughäfen gemacht hätte. Bei den Autobahnbrücken sieht man ja auch die Folgen...
Beitrag vom 14.07.2025 - 21:53 Uhr
UserChristian159
User (1772 Beiträge)
Aber das machen Sie doch auch, wenn Sie vermuten, dass der Fernverkehr der Bahn demnächst die Gewinnschwelle erreicht. Der Nahverkehr wird dies nämlich niemals erreichen.
Im übrigen sprechen wir hier so gut wie immer vom Fernverkehr, weil der ja in Konkurrenz zum Luftverkehr steht (wie ja auch F11 in diesem Thread).
Fakt ist, dass nur eine Minderheit der Deutschen diesen Fernverkehr nutzt, alle aber bezahlen sollen.
Ist wie dem Autoverkehr, der ja letztlich auch von allen bezahlt wird, da Mineralölsteuer etc. ja auch nicht zur Finanzierung der Autobahnen ausreichten.. warum sonst hat die Autobahn GmbH alle Ausbauplanungen erneut gestoppt,

Genau!

Außerdem bezieht sich der ja auch von Ihnen oft zitierte Artikel 87 GG explizit auf den Fernverkehr.

Sehen Sie doch einfach ein, dass Ihre Argumentation nicht stichhaltig, sondern ideologisch beeinflußt ist.

Ja, es ist bekannt, dass in den Augen von Wissenschaftsleugnern die Folgen des Klimawandels und alle Bemühungen, diesen zumindest abzuschwächen "ideologisch" beeinflusst sind.

Nur das das mal klar ist: Ich bin kein Wissenschaftsleugner!

Darum geht es Ihnen bei Ihren Vergleichen doch letztendlich, oder?

Nein! Es geht darum, dass hier einer behauptet, die, die etwas nutzen, sollen es auch bezahlen und die, die es nicht nutzen, sollen es nicht bezahlnen. Nur darum geht es mir!

Und nochmals: was haben Bahntrassen mit Provinzflughäfen zu tun? Beides gleichermaßen von öffentlichen Subventionen abhängig. Fragt sich nur, was auf lange Sicht ökonomisch und ökologisch wichtiger und sinnvoller ist.

Dann sehe ich nicht das Problem, es genau so zu formulieren und nicht rumzuschwurbeln, dass nur diejeniegen etwas zahlen sollen, die es auch nutzen.

Man kann doch sagen, dass es politischer Wille ist, den Luftverkehr mittels Gebühren klein zu halten und die Bahn mit Subventionen zu pampern. Da muss man sich doch nicht so verrenken und wäre wenigstens ehrlich.
Beitrag vom 15.07.2025 - 08:01 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4475 Beiträge)
Ich denke wir können/sollten das beenden. Wir kommen nicht auf einen Nenner - muss ja auch nicht sein.

Abschließend, von meiner Seite, dazu ein paar (hoffentlich werden diese Quellen nicht angezweifelt) offizielle Zahlen und Verlautbarungen. 

Weltweit:
4,3 Milliarden Flugpassagiere - Bahnreisende in Deutschland gesamt: 
2,7 Milliarden (!)

(ist zwar ein etwas abstrakter Vergleich, aber doch schon aussagekräftig in Bezug auf dei Bedeutung der Bahn in Deutschland...)

 https://www.stern.de/news/mehr-passagiere-und-weniger-fluege-weltweit---geringer-low-cost-anteil-in-deutschland-35875452.html

Fernverkehr Bahn: 142.000.000 Reisende
(wo kommen die ominösen (nur) 12.000.000 eigentlich her?)
Bahn gesamt: 2.700.000.000

 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_135_461.html

Flugpassagiere Deutschland gesamt:
197.170.000 
(Erinnerung: 142.000.000 Bahnfernverkehr!)

 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_042_464.html

Hier noch ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema 'Pro und Contra' Regionalflughäfen:

 https://www.mdr.de/wissen/regional-flughaefen-provinz-klima-subventionen-100.html#:~:text=100%20Millionen%20Euro%20Steuergeld%20f%C3%BCr%20mitteldeutsche%20Flugh%C3%A4fen,werden%20soll.%20Der%20Gesellschaft%20droht%20die%20Pleite

M.E. sehr interessant darin die Grafik, wie lange man mit der Bahn vom Regionalflughafen zum nächsten größeren Flughafen braucht. Da ist Memmingen ganz vorn (längste Anreisezeit - vielleicht einer der Gründe für dessen Erfolg!?). 

Und auch die Ausführungen zur Bedeutung für die regionale Wirtschaft, diese meint: wichtig - die Airlines aber: zu wenig Bedarf/Passagiere. Interessant. 

Leider habe ich, trotz intensiver Recherche keine Statistik über Gewinn/Verluste der deutsche (Regional)Airports gefunden. Nur das hier:

 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/regionalflughaefen-krise-steuergelder-100.html

Dieses zu Memmingen:

 https://www.schwaebische.de/regional/bayern/der-memminger-flughafen-hebt-ab-2338918

Dazu aus dem Link (Tagesschau.de):

"Und noch etwas ist in Memmingen anders als an den meisten anderen Regionalflughäfen in Deutschland: Er ist privat betrieben und damit nicht in öffentlicher Hand. "Wirtschaftliches und unternehmerisches Knowhow hilft sicherlich, die Wirtschaftlichkeit und die Effizienz von manchen Verkehrsinfrastrukturen zu verbessern", glaubt Memmingens Airport-Chef Schmid."

Zeigt eine interessante Geschichte/ Entwicklung und vor allem die Voraussetzungen für den Erfolg dieses Flughafens. So macht ein (Regio)Airport auch Sinn.

Mal sehen ob sich Lübeck auch so erfolgreich entwickelt, beim Hahn klappt es ja wohl (noch) nicht.

Noch die Geschichte des Airports Dresden:

 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Dresden

Daraus:

"Mit Stand Januar 2024 gibt es nach dem Verlust der Flüge nach Amsterdam und London nur noch eine direkte Linienflug-Auslandsverbindung: nach Zürich."

Was m.E. die These (siehe auch Aussage der Airlines zum Geschäftsreisebetrieb aus dem mdr.de Bericht) des nicht ausreichenden Passagieraufkommens unterstreicht.

Mag sich jeder sein eigenes Bild machen und seine Meinung bilden. 

Meine ist bekannt: 2 (Internationale),  staatliche Airports für das Land Sachsen sind zu viel. 

Interessant wird es, wenn - wie beschlossen - ab 2027 keine Zuschüsse zum Verlustausgleich mehr gezahlt werden dürfen. Spätestens dann wird das passieren, was heute schon sinnvoll wäre: jeglichen Passaguerverkehr einstellen und Dresden als Betriebsflughafen der Elbflugwerft und für Rettungsflüge, Brandschutz etc. vorhalten. 


Edit: Korrektur Links

Dieser Beitrag wurde am 15.07.2025 08:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.07.2025 - 09:07 Uhr
Usercontrail55
User (6284 Beiträge)
Fernverkehr Bahn: 142.000.000 Reisende
(wo kommen die ominösen (nur) 12.000.000 eigentlich her?)
Na von Ihnen :-)
Beitrag vom 15.07.2025 - 09:21 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1620 Beiträge)

Da haben Sie gerade einen ganz wichtigen Sachverhalt angesprochen. Die Bahn wurde, um sie für einen geplanten Börsengang "fit" zu machen vorsätzlich kaputt gespart. Recherchieren Sie mal wer daran alles beteiligt gewesen ist, und heute wortreich öffentlich den Zustand der Bahn beklagt.
Das ist ja nun wirklich kein Geheimnis, dass die betreffenden Parteien heute wieder in der Regierung sitzen. Auch keine Geheimnis, dass große Teile der Bevölkerung eben diese Privatisierung gefordert haben....
Beitrag vom 15.07.2025 - 09:29 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1620 Beiträge)
Nein! Es geht darum, dass hier einer behauptet, die, die etwas nutzen, sollen es auch bezahlen und die, die es nicht nutzen, sollen es nicht bezahlnen. Nur darum geht es mir!

Und nochmals: was haben Bahntrassen mit Provinzflughäfen zu tun? Beides gleichermaßen von öffentlichen Subventionen abhängig. Fragt sich nur, was auf lange Sicht ökonomisch und ökologisch wichtiger und sinnvoller ist.

Dann sehe ich nicht das Problem, es genau so zu formulieren und nicht rumzuschwurbeln, dass nur diejeniegen etwas zahlen sollen, die es auch nutzen.
Da bin ich mit Ihnen durchaus einer Meinung! Sorry für die Unterstellungen!

Man kann doch sagen, dass es politischer Wille ist, den Luftverkehr mittels Gebühren klein zu halten und die Bahn mit Subventionen zu pampern. Da muss man sich doch nicht so verrenken und wäre wenigstens ehrlich.
In diesem Punkt kein Zustimmung: das widerspricht dem, was oben genannt wird: die Überlegungen was mittel- und langfristig ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Das hat nichts mit "Ideologie" zu tun. Ich unterstelle doch dies umgekehrt auch nicht. Sie gehen von der Diskussion über Provinzflughäfen zur allgemeinen Diskussionen über Gebühren über. Die Sinnhaftigkeit des Erhalts dieser kleinen Flughäfen steht m.E. doch auf einem anderen Blatt.
Beitrag vom 15.07.2025 - 11:03 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4475 Beiträge)
Fernverkehr Bahn: 142.000.000 Reisende
(wo kommen die ominösen (nur) 12.000.000 eigentlich her?)
Na von Ihnen :-)

Stimmt, da hab ich die Bahn ja selber 'schlecht' gemacht.
Der Forist schrieb ja von 18.000.000 - leider aber immer noch eklatant (genau: 124.000.000) weniger als die (wirklichen) 142.000.000 ... !?

Sorry in die Runde.
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