Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Attestor drückt bei Condor auf die ...

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Beitrag vom 18.09.2026 - 13:32 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
Kommt jetzt nicht überraschend, aber wollten hier ja viele nicht wahrhaben. Was musste man sich anhören, wenn man auf die schwierige Lage der Condor hingewiesen hat….
Beitrag vom 18.09.2026 - 14:44 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Kommt jetzt nicht überraschend, aber wollten hier ja viele nicht wahrhaben. Was musste man sich anhören, wenn man auf die schwierige Lage der Condor hingewiesen hat….

Das ist mir zu negativ. Sie könnten zur Abwechslung ja mal anerkennen, dass es die Condor immerhin noch gibt und das Management sich redlich bemüht! ;-) (zur Sicherheit)

Da weiß man garnicht, wo man anfangen soll. Was hat aero geschrieben, was ist PM?

"Nach Medieninformationen könnte Condor vor einem Weiterverkauf erstmal ganz vom aktuellen Mehrheitseigner Attestor übernommen werden."
Das ist eher ein Muss. Attestor hat bis Ende des Monats Zeit, ihre Vorkaufsrecht-Karte zu ziehen. Danach gehen die staatlichen Anteile in den Markt. Damit gäbe man das Heft aus der Hand, das dürfte Attestor nicht wollen.

"Condor hat sich mit Personalvertretern "grundsätzlich auf einen Zukunftspakt verständigt", sagte eine Condor-Sprecherin aero.de. "Die angestrebten Vereinbarungen schaffen vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen sowie anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine wichtige Grundlage, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen."
Das liest sich auf der UFO Seite etwas anders. Natürlich, da hat man erst mal Einsparungen verweigert und die Umsetzung der letzten VTV Ergebnisse sichergestellt. Nun ist man erneut "behind the curve" und schafft erst mal Mehrkosten. Sorry, da fehlen mir die Worte. Einsparungen ja, aber nicht über VTV oder MTV? Wie soll das gehen?

"Andernfalls könne sich "Attestor nicht vorstellen, das Wachstum der Condor weiterhin so zu begleiten, wie es eigentlich geplant ist", so die UFO.
Ui, das ist eine ziemlich offene Drohung des Investors. Da sind die tiefen Taschen des reichen Onkels wohl doch nicht mehr so tief.

"Die Zusammenarbeit mit Attestor bleibe "unverändert vertrauensvoll und ist auf die erfolgreiche Weiterentwicklung von Condor ausgerichtet"."
Das ist der übliche Satz vor dem großen Knall.

Wir werden sehen und nein! ich wünsche mir nicht, dass Condor es nicht schafft.


Dieser Beitrag wurde am 18.09.2026 16:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.09.2026 - 00:09 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
Wen es interessiert, hier die Stellungnahme der UFO im Wortlaut:

 https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2777-was-steckt-hinter-dem-zukunftspakt.html

Daraus:

"Von der Belegschaft wurde ein Beitrag von 35 Millionen Euro pro Jahr gefordert. Der Beitrag der Kabine sollte bei rund 10 Millionen Euro pro Geschäftsjahr liegen.
Condor ist aktuell bereits so groß wie nie zu vor und plant erneut das größte Wachstum der Geschichte, um rund 32 % in den Abflügen und rund 10 % im Personal. Ohne dieses weitere Wachstum wird der Wechsel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier nicht funktionieren.
Das ist eine Einschätzung des Arbeitgebers, die wir teilen."

Das ist doch eine durchaus positive Aussage der Gewerkschaft zur anstehende Aufgabe und zum AG!

Und weiter:

"Dass während des notwendigen Wachstums externe Krisen auftreten, die sich leider nicht auf eine wildgewordene Deutsche Lufthansa beschränken, die sich alle Mühe gibt Condor Steine in den Weg zu legen, ist bedauerlich. Denn gerade die weltweite Ölkrise, ausgelöst durch den USA-Iran-Krieg, machte die Gespräche der letzten Wochen unumgänglich."

Auch eine sehr interessante Ansicht der Gewerkschaft.

Attestor erwartet von Condor im nächsten und übernächsten Geschäftsjahr je 100 Mio. einzusparen. Also etwas was LHA seit mehreren Jahren (und das schon bevor es die aktuelle Kerosinkrise gab(!) versucht und immer noch nicht geschafft hat.

Ergo kein Grund über Condor zu 'richten', zumal ja der September noch nicht vorbei und damit der GB noch nicht vorliegt. Wobei die GL und Attestor sicher bereits wissen wie der ausfallen wird - deshalb sicher auch das Einsparungsverlangen für die nächsten Jahre. Aber die Ansage von Attestor bedeutet ja nicht, dass die ersten 100 Mio. Einsparung bis Ende September 26 fix sein müssen. Und von einem Ausstieg oder Verkauf etc. zu Ende September 26 war wohl auch noch nicht die Rede. Wenn denn überhaupt erst nach dem nächsten Geschäftsjahr (September 27).

Und da sich die GW grundsätzlich offensichtlich nicht 'querstellen' will (s.o.), und im Gespräch/ Austausch mit der GL steht, sehe ich durchaus Chancen für einen guten Ausgang.

Also abwarten.
Beitrag vom 19.09.2026 - 08:07 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Wen es interessiert, hier die Stellungnahme der UFO im Wortlaut:

 https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2777-was-steckt-hinter-dem-zukunftspakt.html

Daraus:

"Von der Belegschaft wurde ein Beitrag von 35 Millionen Euro pro Jahr gefordert. Der Beitrag der Kabine sollte bei rund 10 Millionen Euro pro Geschäftsjahr liegen.
Condor ist aktuell bereits so groß wie nie zu vor und plant erneut das größte Wachstum der Geschichte, um rund 32 % in den Abflügen und rund 10 % im Personal. Ohne dieses weitere Wachstum wird der Wechsel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier nicht funktionieren.
Das ist eine Einschätzung des Arbeitgebers, die wir teilen."

Das ist doch eine durchaus positive Aussage der Gewerkschaft zur anstehende Aufgabe und zum AG!
Immerhin ist man sich da einig. Bei der Umsetzubg steht man aber bereits auf der Bremse. Schön, dass die GW und das Management die Aussage der Condorbeobachter aus dem Frühjahr hier im Forum bestätigen "Condor ist zum Wachstum verdammt"
Und weiter:

"Dass während des notwendigen Wachstums externe Krisen auftreten, die sich leider nicht auf eine wildgewordene Deutsche Lufthansa beschränken, die sich alle Mühe gibt Condor Steine in den Weg zu legen, ist bedauerlich. Denn gerade die weltweite Ölkrise, ausgelöst durch den USA-Iran-Krieg, machte die Gespräche der letzten Wochen unumgänglich."

Auch eine sehr interessante Ansicht der Gewerkschaft.
Was ist das Interessante daran? Etwa, dass es ja das Schicksal war, welches die Situation befördert hat und nicht etwa ein Tarifabschluss in der Krise über 17%+?

Attestor erwartet von Condor im nächsten und übernächsten Geschäftsjahr je 100 Mio. einzusparen. Also etwas was LHA seit mehreren Jahren (und das schon bevor es die aktuelle Kerosinkrise gab(!) versucht und immer noch nicht geschafft hat.
Eigentlich geht es hier nur um Condor, warum bringen sie da LH ein? Aber gut, schauen wir drauf. Die Turnaroundergebnisse finden sie im GB2025.
Ergo kein Grund über Condor zu 'richten',
Es richtet doch keiner.
zumal ja der September noch nicht vorbei und damit der GB noch nicht vorliegt. Wobei die GL und Attestor sicher bereits wissen wie der ausfallen wird - deshalb sicher auch das Einsparungsverlangen für die nächsten Jahre.
Was lässt das wohl für den GB erwarten?
Aber die Ansage von Attestor bedeutet ja nicht, dass die ersten 100 Mio. Einsparung bis Ende September 26 fix sein müssen. Und von einem Ausstieg oder Verkauf etc. zu Ende September 26 war wohl auch noch nicht die Rede. Wenn denn überhaupt erst nach dem nächsten Geschäftsjahr (September 27).
Ah, "wohl auch noch nicht". Ist das ein kloppsches "noch" ;-)
Und da sich die GW grundsätzlich offensichtlich nicht 'querstellen' will (s.o.), und im Gespräch/ Austausch mit der GL steht, sehe ich durchaus Chancen für einen guten Ausgang.
Na ja, siehe oben, im ersten Gespräch haben sie schon mal einen Eingriff in den VTV vehement abgeblockt und Attestor hat ziemlich deutlich gekontert. Dier Frage wäre, was ist ein guter Ausgang? Das man gemeinsam die 100Mio findet? Das würde aber noch nichteinmal reichen, den letzten Abschluss 2025 (das beste Jahr der Condor) ins Positive zu drehen.
Also abwarten.
Wie immer.

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2026 08:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.09.2026 - 14:25 Uhr
UserMinorItem
User (149 Beiträge)
Immerhin bekennt man sich - falls Wachstum stattfindet - dazu, dies mit dem vorhandenen Personal zu stemmen.
Was die Bereitschaft wohl eher fördert, eventuell Zugeständnisse zu liefern.

Man könnte ja auch auf die völlig ausgefallene, und noch nie dagewesene Idee kommen, eine CondorCityAirlines zu gründen, oder Condor Discover...? Und dort versuchen 40% billiger einzustellen, um das vorhandene Personal unter Druck zu setzen und Zugeständnisse abzupressen...
Erkenne den Unterschied....
Beitrag vom 19.09.2026 - 15:27 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Immerhin bekennt man sich - falls Wachstum stattfindet - dazu, dies mit dem vorhandenen Personal zu stemmen.
Was die Bereitschaft wohl eher fördert, eventuell Zugeständnisse zu liefern.

Man könnte ja auch auf die völlig ausgefallene, und noch nie dagewesene Idee kommen, eine CondorCityAirlines zu gründen, oder Condor Discover...? Und dort versuchen 40% billiger einzustellen, um das vorhandene Personal unter Druck zu setzen und Zugeständnisse abzupressen...
Erkenne den Unterschied....
Der Unterschied ist der, dass man einfach den Namen Condor weggelassen hat und das Ganze Marabu nennt.
Jede Wette, dass Attestor eine Reihe von bereits durchgerechneten Ideen in der Schublade hat. Die werden den Weg gehen, der am meisten Rendite abwirft. Geht der nicht (mehr), gehen sie den Nächstrentabelsten. Die Aussage ist da recht deutlich "Andernfalls könne sich "Attestor nicht vorstellen, das Wachstum der Condor weiterhin so zu begleiten, wie es eigentlich geplant ist". Den Umweg über CondorCity Xy machen die nicht, brauchen die nicht. Die machen Kasse und sind weg.
Beitrag vom 19.09.2026 - 15:57 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
Wen es interessiert, hier die Stellungnahme der UFO im Wortlaut:

 https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2777-was-steckt-hinter-dem-zukunftspakt.html

Daraus:

"Von der Belegschaft wurde ein Beitrag von 35 Millionen Euro pro Jahr gefordert. Der Beitrag der Kabine sollte bei rund 10 Millionen Euro pro Geschäftsjahr liegen.
Condor ist aktuell bereits so groß wie nie zu vor und plant erneut das größte Wachstum der Geschichte, um rund 32 % in den Abflügen und rund 10 % im Personal. Ohne dieses weitere Wachstum wird der Wechsel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier nicht funktionieren.
Das ist eine Einschätzung des Arbeitgebers, die wir teilen."

Das ist doch eine durchaus positive Aussage der Gewerkschaft zur anstehende Aufgabe und zum AG!
Immerhin ist man sich da einig. Bei der Umsetzubg steht man aber bereits auf der Bremse. Schön, dass die GW und das Management die Aussage der Condorbeobachter aus dem Frühjahr hier im Forum bestätigen "Condor ist zum Wachstum verdammt"

'Steht auf der Bremsen? Es ist ein klares Bekenntnis der GW zum Kurs der GL (und Attestor).
Zu Kürzungen des bereits verhandelten sagt man (vorerst) nein. Aber immerhin will man den Kurs mitgehen will über das was und wie mit der GL reden. Klingt anders als in anderen Flugbetrieben.

Und 'ist zum Wachstum verdammt'?
Das steht da so ultimativ nicht !
Es ist von Wachstum in Bezug auf den 'Wandel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier' die Rede. Was einer anderen Airline (verständlicherweise) überhaupt nicht gefällt. Dieser Schwierigkeiten und dem z.Zt. vorhandenen sehr ungünstigen Geschäftsumfeld (siehe das andere Zitat) ist man sich offenbar bei der GW bewusst und bereit über den weiteren Weg, und eben auch Beiträge von der GW - Seite dazu, zu reden. Klingt für mich sehr vernünftig.

Und weiter:

"Dass während des notwendigen Wachstums externe Krisen auftreten, die sich leider nicht auf eine wildgewordene Deutsche Lufthansa beschränken, die sich alle Mühe gibt Condor Steine in den Weg zu legen, ist bedauerlich. Denn gerade die weltweite Ölkrise, ausgelöst durch den USA-Iran-Krieg, machte die Gespräche der letzten Wochen unumgänglich."

Auch eine sehr interessante Ansicht der Gewerkschaft.
Was ist das Interessante daran? Etwa, dass es ja das Schicksal war, welches die Situation befördert hat und nicht etwa ein Tarifabschluss in der Krise über 17%+?

Das interessant daran ist das man bei der GW die Schwierigkeiten der Situation und die Ursachen anerkennt. Und eben progressiv mittun will. Lässt auf ein intaktes Verhältniss GW - GL schließen.

Attestor erwartet von Condor im nächsten und übernächsten Geschäftsjahr je 100 Mio. einzusparen. Also etwas was LHA seit mehreren Jahren (und das schon bevor es die aktuelle Kerosinkrise gab(!) versucht und immer noch nicht geschafft hat.
Eigentlich geht es hier nur um Condor, warum bringen sie da LH ein? Aber gut, schauen wir drauf. Die Turnaroundergebnisse finden sie im GB2025.

Weil die GW die LH als (Mit)Grund für die derzeitigen Schwierigkeiten erwähnt.

Ergo kein Grund über Condor zu 'richten',
Es richtet doch keiner.

Ach nicht?

zumal ja der September noch nicht vorbei und damit der GB noch nicht vorliegt. Wobei die GL und Attestor sicher bereits wissen wie der ausfallen wird - deshalb sicher auch das Einsparungsverlangen für die nächsten Jahre.
Was lässt das wohl für den GB erwarten?

Das der voraussichtlich nicht so rosig ausfallen wird. Aber eben noch nicht vorliegt.

Aber die Ansage von Attestor bedeutet ja nicht, dass die ersten 100 Mio. Einsparung bis Ende September 26 fix sein müssen. Und von einem Ausstieg oder Verkauf etc. zu Ende September 26 war wohl auch noch nicht die Rede. Wenn denn überhaupt erst nach dem nächsten Geschäftsjahr (September 27).
Ah, "wohl auch noch nicht". Ist das ein kloppsches "noch" ;-)

Ne, eine (wohl von Ihnen missverstanden) Aussage das diese Einsparung (100 Mio.) für da nächste Geschäftsjahr seitens Attestor erwartet/ gefordert wird. Und eben nicht am 30.09.2026 100 Mio. 'auf dem Tisch liegen sollen'. Ich verstehe es so das Attestor der GL, und auch der GW, Zeit dafür gibt das zu wuppen.

Und da sich die GW grundsätzlich offensichtlich nicht 'querstellen' will (s.o.), und im Gespräch/ Austausch mit der GL steht, sehe ich durchaus Chancen für einen guten Ausgang.
Na ja, siehe oben, im ersten Gespräch haben sie schon mal einen Eingriff in den VTV vehement abgeblockt und Attestor hat ziemlich deutlich gekontert. Dier Frage wäre, was ist ein guter Ausgang? Das man gemeinsam die 100Mio findet? Das würde aber noch nichteinmal reichen, den letzten Abschluss 2025 (das beste Jahr der Condor) ins Positive zu drehen.

Die (2x) 100 Mio. sind eben nun mal die durch Attestor gestellte Aufgabe an Condor. Alles andere interpretieren Sie hinein.

Also abwarten.
Wie immer.

Ja, weil eben - s.o. - noch Zeit ist.
Beitrag vom 19.09.2026 - 18:50 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Wen es interessiert, hier die Stellungnahme der UFO im Wortlaut:

 https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2777-was-steckt-hinter-dem-zukunftspakt.html

Daraus:

"Von der Belegschaft wurde ein Beitrag von 35 Millionen Euro pro Jahr gefordert. Der Beitrag der Kabine sollte bei rund 10 Millionen Euro pro Geschäftsjahr liegen.
Condor ist aktuell bereits so groß wie nie zu vor und plant erneut das größte Wachstum der Geschichte, um rund 32 % in den Abflügen und rund 10 % im Personal. Ohne dieses weitere Wachstum wird der Wechsel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier nicht funktionieren.
Das ist eine Einschätzung des Arbeitgebers, die wir teilen."

Das ist doch eine durchaus positive Aussage der Gewerkschaft zur anstehende Aufgabe und zum AG!
Immerhin ist man sich da einig. Bei der Umsetzubg steht man aber bereits auf der Bremse. Schön, dass die GW und das Management die Aussage der Condorbeobachter aus dem Frühjahr hier im Forum bestätigen "Condor ist zum Wachstum verdammt"

'Steht auf der Bremsen? Es ist ein klares Bekenntnis der GW zum Kurs der GL (und Attestor).
Wo lesen sie das denn? Das Einzige, dem man zustimmt ist, dass es ohne weiteres Wachstum nicht gehen wird. Man ist zu klein (sagt auch Hr Gerber). Bisher hat man über den Kurs, wie das gehen soll auf GW Seite nichts gesagt, außer den ersten Vorschlag der GL zu kassieren.
Zu Kürzungen des bereits verhandelten sagt man (vorerst) nein. Aber immerhin will man den Kurs mitgehen will über das was und wie mit der GL reden. Klingt anders als in anderen Flugbetrieben.
Das Ziel erkennt man an, über der Kurs hat man noch nichts gesagt, außer erst mal "nein".
Und 'ist zum Wachstum verdammt'?
Das steht da so ultimativ nicht !
Nein, sagt aber Hr. Gerber.
Es ist von Wachstum in Bezug auf den 'Wandel vom Ferienflieger zum Netzwerkcarrier' die Rede. Was einer anderen Airline (verständlicherweise) überhaupt nicht gefällt.
Klar, warum auch. Welcome to Marktwirtschaft.
Dieser Schwierigkeiten und dem z.Zt. vorhandenen sehr ungünstigen Geschäftsumfeld (siehe das andere Zitat) ist man sich offenbar bei der GW bewusst und bereit über den weiteren Weg, und eben auch Beiträge von der GW - Seite dazu, zu reden. Klingt für mich sehr vernünftig.
Sagt ja auch niemand etwas anderes.
Und weiter:

"Dass während des notwendigen Wachstums externe Krisen auftreten, die sich leider nicht auf eine wildgewordene Deutsche Lufthansa beschränken, die sich alle Mühe gibt Condor Steine in den Weg zu legen, ist bedauerlich. Denn gerade die weltweite Ölkrise, ausgelöst durch den USA-Iran-Krieg, machte die Gespräche der letzten Wochen unumgänglich."

Auch eine sehr interessante Ansicht der Gewerkschaft.
Was ist das Interessante daran? Etwa, dass es ja das Schicksal war, welches die Situation befördert hat und nicht etwa ein Tarifabschluss in der Krise über 17%+?

Das interessant daran ist das man bei der GW die Schwierigkeiten der Situation und die Ursachen anerkennt. Und eben progressiv mittun will.
Den Teil sehen ich nirgends. Das interpretieren nun sie.
Lässt auf ein intaktes Verhältniss GW - GL schließen.
Das werden wir sehen. Bisher haben die GW noch nichts zu ihrer Bereitschaft gesagt.
Attestor erwartet von Condor im nächsten und übernächsten Geschäftsjahr je 100 Mio. einzusparen. Also etwas was LHA seit mehreren Jahren (und das schon bevor es die aktuelle Kerosinkrise gab(!) versucht und immer noch nicht geschafft hat.
Eigentlich geht es hier nur um Condor, warum bringen sie da LH ein? Aber gut, schauen wir drauf. Die Turnaroundergebnisse finden sie im GB2025.

Weil die GW die LH als (Mit)Grund für die derzeitigen Schwierigkeiten erwähnt.
Na klar, die GW. Aber Condor muss ihre Probleme selbst lösen und LH die ihrigen.
Ergo kein Grund über Condor zu 'richten',
Es richtet doch keiner.

Ach nicht?
Nein.
zumal ja der September noch nicht vorbei und damit der GB noch nicht vorliegt. Wobei die GL und Attestor sicher bereits wissen wie der ausfallen wird - deshalb sicher auch das Einsparungsverlangen für die nächsten Jahre.
Was lässt das wohl für den GB erwarten?

Das der voraussichtlich nicht so rosig ausfallen wird. Aber eben noch nicht vorliegt.

Aber die Ansage von Attestor bedeutet ja nicht, dass die ersten 100 Mio. Einsparung bis Ende September 26 fix sein müssen.
Sagt doch keiner. Wie kommen sie darauf??
Und von einem Ausstieg oder Verkauf etc. zu Ende September 26 war wohl auch noch nicht die Rede. Wenn denn überhaupt erst nach dem nächsten Geschäftsjahr (September 27).
Ah, "wohl auch noch nicht". Ist das ein kloppsches "noch" ;-)

Ne, eine (wohl von Ihnen missverstanden) Aussage das diese Einsparung (100 Mio.) für da nächste Geschäftsjahr seitens Attestor erwartet/ gefordert wird.
Das ist doch unstrittig. Wie sollte das 3 Wochen vor Ende Geschäftsjahr auch gehen?
Und eben nicht am 30.09.2026 100 Mio. 'auf dem Tisch liegen sollen'. Ich verstehe es so das Attestor der GL, und auch der GW, Zeit dafür gibt das zu wuppen.
Ja klar, niemand sagt etwas anderes.
Und da sich die GW grundsätzlich offensichtlich nicht 'querstellen' will (s.o.), und im Gespräch/ Austausch mit der GL steht, sehe ich durchaus Chancen für einen guten Ausgang.
Ist das jetzt Richten oder Interpretieren oder Wunsch?
Na ja, siehe oben, im ersten Gespräch haben sie schon mal einen Eingriff in den VTV vehement abgeblockt und Attestor hat ziemlich deutlich gekontert. Die Frage wäre, was ist ein guter Ausgang? Das man gemeinsam die 100Mio findet? Das würde aber noch nichteinmal reichen, den letzten Abschluss 2025 (das beste Jahr der Condor) ins Positive zu drehen.

Die (2x) 100 Mio. sind eben nun mal die durch Attestor gestellte Aufgabe an Condor. Alles andere interpretieren Sie hinein.
Aber die Zahlen des letzten Ergenisses liegen doch vor, die interpretiere ich doch nicht.
Aber ich spekuliere mal... die 100Mio sind auffällig rund und 10 Mio für die Kabine, oder 35Mio Gesamtpersonal, sind eine stolze Summe . Man testet eine grundsätzliche Bereitschaft zur Produktivitätssteigerung und erwartet, dass da zu wenig kommt. Dann kann man ohne schlechtes Gewissen Kasse machen und die Assets versilbern. Gewagt, ich weiß, aber nicht unmöglich. Am Ende zählt für einen Finanzinvestor nur das Endergebnis. Und der hat schon gesagt, wann da Ende ist.
Also abwarten.
Wie immer.

Ja, weil eben - s.o. - noch Zeit ist.
Wieviel Zeit ist denn? Attestor wartet doch nicht bis Ende 2028, ob geliefert wurde. Das kann sich ganz schnell entwickeln, wenn niemand mitzieht.

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2026 19:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.09.2026 - 21:12 Uhr
UserFRAHAM
User (1327 Beiträge)
Ganz so schnell würde ich weder Entwarnung geben noch den großen Knall ausrufen.

100 Millionen Euro Einsparungen pro Jahr sind bei rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz zunächst etwa vier Prozent. Kritischer ist aber die Aufteilung: 35 Millionen Euro sollen jährlich vom Personal kommen. Bei zuletzt rund 371 Millionen Euro Personalaufwand entspricht das fast 9,5 Prozent – und das bei gleichzeitig geplanten zehn Prozent Personalwachstum sowie vereinbarten Gehaltssteigerungen. Dazu sollen die Abflüge um 32 Prozent wachsen. Rechnerisch müsste die Zahl der Abflüge je Beschäftigtem damit um ungefähr 20 Prozent steigen. Das ist ein ausgesprochen ambitioniertes Produktivitätsprogramm.

Dass UFO Stufensprünge und eine Nullrunde bis 2030 abgewehrt hat, bedeutet nicht automatisch, dass außerhalb von VTV und MTV keine Einsparungen möglich wären. Effizientere Planung, geringerer Einsatz von Fremdleistungen und höhere Produktivität sind durchaus denkbar. Allerdings wird Condor erklären müssen, wie daraus dauerhaft 35 Millionen Euro pro Jahr entstehen sollen, ohne die Belastung des Personals massiv zu erhöhen.

Auch die wirtschaftliche Lage ist differenzierter als die oft genannten 151 Millionen Euro EBIT vermuten lassen. Der veröffentlichte HGB-Abschluss der Condor Flugdienst GmbH weist für 2024/25 einen Jahresfehlbetrag von 167,7 Millionen Euro, einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von gut einer Milliarde Euro und einen negativen operativen Cashflow aus. Im Abschluss wird außerdem festgehalten, dass die Zahlungsfähigkeit durch Finanzierungen und Garantien von Attestor gesichert wird und bei einer deutlichen Planverfehlung weiterer Finanzierungsbedarf entstehen könnte.

Das bedeutet nicht, dass Condor unmittelbar vor der Insolvenz steht. Das Unternehmen verfügt über eine moderne Flotte, wächst und hat den KfW-Kredit vorzeitig zurückgezahlt. Das Sparprogramm ist aber auch kein belangloses Vorsichtsmanöver.

Der Zeitpunkt dürfte zudem kaum zufällig sein: Attestor will die übrigen 49 Prozent übernehmen und anschließend möglichst einen strategischen Airlinepartner beteiligen. Eine verbesserte Kostenbasis macht Condor sowohl widerstandsfähiger als auch für einen neuen Investor attraktiver. Insofern sieht das für mich ebenso nach "Condor für den nächsten Eigentümerschritt vorbereiten" aus wie nach einer Reaktion auf eine akute Kostenkrise.

Die Formulierung von der "offenen Drohung" ist daher etwas theatralisch. Die Botschaft ist trotzdem unmissverständlich: Attestor will das geplante Wachstum nicht unbegrenzt weiterfinanzieren, solange Condor seine Kosten- und Ertragsstruktur nicht verbessert. Genau daran wird sich zeigen, ob aus dem Wachstum tatsächlich ein tragfähiges Netzwerkmodell wird.
Beitrag vom 21.09.2026 - 08:35 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Ganz so schnell würde ich weder Entwarnung geben noch den großen Knall ausrufen.

100 Millionen Euro Einsparungen pro Jahr sind bei rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz zunächst etwa vier Prozent. Kritischer ist aber die Aufteilung: 35 Millionen Euro sollen jährlich vom Personal kommen. Bei zuletzt rund 371 Millionen Euro Personalaufwand entspricht das fast 9,5 Prozent – und das bei gleichzeitig geplanten zehn Prozent Personalwachstum sowie vereinbarten Gehaltssteigerungen. Dazu sollen die Abflüge um 32 Prozent wachsen. Rechnerisch müsste die Zahl der Abflüge je Beschäftigtem damit um ungefähr 20 Prozent steigen. Das ist ein ausgesprochen ambitioniertes Produktivitätsprogramm.

Dass UFO Stufensprünge und eine Nullrunde bis 2030 abgewehrt hat, bedeutet nicht automatisch, dass außerhalb von VTV und MTV keine Einsparungen möglich wären. Effizientere Planung, geringerer Einsatz von Fremdleistungen und höhere Produktivität sind durchaus denkbar. Allerdings wird Condor erklären müssen, wie daraus dauerhaft 35 Millionen Euro pro Jahr entstehen sollen, ohne die Belastung des Personals massiv zu erhöhen.

Auch die wirtschaftliche Lage ist differenzierter als die oft genannten 151 Millionen Euro EBIT vermuten lassen. Der veröffentlichte HGB-Abschluss der Condor Flugdienst GmbH weist für 2024/25 einen Jahresfehlbetrag von 167,7 Millionen Euro, einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von gut einer Milliarde Euro und einen negativen operativen Cashflow aus. Im Abschluss wird außerdem festgehalten, dass die Zahlungsfähigkeit durch Finanzierungen und Garantien von Attestor gesichert wird und bei einer deutlichen Planverfehlung weiterer Finanzierungsbedarf entstehen könnte.

Das bedeutet nicht, dass Condor unmittelbar vor der Insolvenz steht. Das Unternehmen verfügt über eine moderne Flotte, wächst und hat den KfW-Kredit vorzeitig zurückgezahlt. Das Sparprogramm ist aber auch kein belangloses Vorsichtsmanöver.

Der Zeitpunkt dürfte zudem kaum zufällig sein: Attestor will die übrigen 49 Prozent übernehmen und anschließend möglichst einen strategischen Airlinepartner beteiligen. Eine verbesserte Kostenbasis macht Condor sowohl widerstandsfähiger als auch für einen neuen Investor attraktiver. Insofern sieht das für mich ebenso nach "Condor für den nächsten Eigentümerschritt vorbereiten" aus wie nach einer Reaktion auf eine akute Kostenkrise.

Die Formulierung von der "offenen Drohung" ist daher etwas theatralisch. Die Botschaft ist trotzdem unmissverständlich: Attestor will das geplante Wachstum nicht unbegrenzt weiterfinanzieren, solange Condor seine Kosten- und Ertragsstruktur nicht verbessert. Genau daran wird sich zeigen, ob aus dem Wachstum tatsächlich ein tragfähiges Netzwerkmodell wird.

Danke für den sachlichen Ansatz.

Im Moment sehe ich das wirklich so, dass sich das in alle Richtungen entwickeln kann. Sie haben die Zahlen mal runtergebrochen, ich gehe da nochmal weiter. Die 10Mio. der Kabine bedeuten rund 400,-€/Monat für jeden MA, auch in den Monaten wo er/sie garnicht da ist (Urlaub). Das ist eine stolze Summe und das außerhalb der TV/BV zu finden halte ich für nicht möglich. Das würde gleichzeitg die Frage auslösen, warum hat man das bisher nicht gemacht, warum hat man das liegengelassen? Das bedeutet, die unterschwellige Forderung ist, ihr müsst an die TV ran. Jetzt hat man durch das Nein zum VTV schon mal eine Möglichkeit zum Sparen ausgeschlossen und die dadurch entstehenden Mehrkosten müssen auch erst mal aufgeholt werden. Bleibt also nur der MTV.

Ich sehe das wirklich als Drohung. Alle sind sich einig, Investor, GL und GW, Condor muss wachsen um die nötigen Skalierungseffekte maximal zu nutzen um wettbewerbsfähig zu werden. Dann zu sagen, wenn ihr die Einsparungen nicht möglich macht, dann werden wir den Wachstumspfad nicht begleiten. Das ist schon ziemlich direkt.
Die veröffentlichte Formulierung ist ja nur eine Formulierung der GW. Wie genau das auf dem Tisch liegt wissen wir nicht.

Es wird immer die Rückzahlung der KfW Kredite so gelobt. Das war alternativlos für Attestor. Sollte man da patzen, greifen ganz neue Mechanismen und Attestor hätte nicht mehr die Möglichkeiten der vollen Kontrolle. Wovon wurde das bezahlt? Geld wurde bisher keines verdient, also bleibt nur ein weiterer Kredit.

Alle Kredite sind bereits durch alle Assets abgesichert. Zinsen werden nicht bezahlt sondern gestundet, neue Kredite sind daher nur mit hohem Sicherheitsaufschlag zu bekommen (siehe Air Baltic). Das ist eine Spirale, die durch den zu erwartenden Verlust für 25/26 noch mehr befeuert wird.

Im Moment ist die Lage kritisch und das globale Umfeld hilft auch nicht. Die runden 100Mio werden da nicht reichen und einen weiteren Investor auch nicht blenden. Ein bisschen Aufhübschen reicht nicht mehr.


Dieser Beitrag wurde am 21.09.2026 10:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.09.2026 - 10:08 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
Ganz so schnell würde ich weder Entwarnung geben noch den großen Knall ausrufen.

100 Millionen Euro Einsparungen pro Jahr sind bei rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz zunächst etwa vier Prozent. Kritischer ist aber die Aufteilung: 35 Millionen Euro sollen jährlich vom Personal kommen. Bei zuletzt rund 371 Millionen Euro Personalaufwand entspricht das fast 9,5 Prozent – und das bei gleichzeitig geplanten zehn Prozent Personalwachstum sowie vereinbarten Gehaltssteigerungen. Dazu sollen die Abflüge um 32 Prozent wachsen. Rechnerisch müsste die Zahl der Abflüge je Beschäftigtem damit um ungefähr 20 Prozent steigen. Das ist ein ausgesprochen ambitioniertes Produktivitätsprogramm.

Dass UFO Stufensprünge und eine Nullrunde bis 2030 abgewehrt hat, bedeutet nicht automatisch, dass außerhalb von VTV und MTV keine Einsparungen möglich wären. Effizientere Planung, geringerer Einsatz von Fremdleistungen und höhere Produktivität sind durchaus denkbar. Allerdings wird Condor erklären müssen, wie daraus dauerhaft 35 Millionen Euro pro Jahr entstehen sollen, ohne die Belastung des Personals massiv zu erhöhen.

Auch die wirtschaftliche Lage ist differenzierter als die oft genannten 151 Millionen Euro EBIT vermuten lassen. Der veröffentlichte HGB-Abschluss der Condor Flugdienst GmbH weist für 2024/25 einen Jahresfehlbetrag von 167,7 Millionen Euro, einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von gut einer Milliarde Euro und einen negativen operativen Cashflow aus. Im Abschluss wird außerdem festgehalten, dass die Zahlungsfähigkeit durch Finanzierungen und Garantien von Attestor gesichert wird und bei einer deutlichen Planverfehlung weiterer Finanzierungsbedarf entstehen könnte.

Das bedeutet nicht, dass Condor unmittelbar vor der Insolvenz steht. Das Unternehmen verfügt über eine moderne Flotte, wächst und hat den KfW-Kredit vorzeitig zurückgezahlt. Das Sparprogramm ist aber auch kein belangloses Vorsichtsmanöver.

Der Zeitpunkt dürfte zudem kaum zufällig sein: Attestor will die übrigen 49 Prozent übernehmen und anschließend möglichst einen strategischen Airlinepartner beteiligen. Eine verbesserte Kostenbasis macht Condor sowohl widerstandsfähiger als auch für einen neuen Investor attraktiver. Insofern sieht das für mich ebenso nach "Condor für den nächsten Eigentümerschritt vorbereiten" aus wie nach einer Reaktion auf eine akute Kostenkrise.

Die Formulierung von der "offenen Drohung" ist daher etwas theatralisch. Die Botschaft ist trotzdem unmissverständlich: Attestor will das geplante Wachstum nicht unbegrenzt weiterfinanzieren, solange Condor seine Kosten- und Ertragsstruktur nicht verbessert. Genau daran wird sich zeigen, ob aus dem Wachstum tatsächlich ein tragfähiges Netzwerkmodell wird.

Danke für den sachlichen Ansatz.

Im Moment sehe ich das wirklich so, dass sich das in alle Richtungen entwickeln kann. Sie haben die Zahlen mal runtergebrochen, ich gehe da nochmal weiter. Die 10Mio. der Kabine bedeuten rund 400,-€/Monat für jeden MA, auch in den Monaten wo er/sie garnicht da ist (Urlaub). Das ist eine stolze Summe und das außerhalb der TV/BV zu finden halte ich für nicht möglich. Das würde gleichzeitg die Frage auslösen, warum hat man das bisher nicht gemacht, warum hat man das liegengelassen? Das bedeutet, die unterschwellige Forderung ist, ihr müsst an die TV ran. Jetzt hat man durch das Nein zum VTV schon mal eine Möglichkeit zum Sparen ausgeschlossen und die entstehenden Mehrkosten müssen auch erst mal aufgeholt werden. Bleibt also nur der MTV.

Dann liege ich doch mit meine Schlußbemerkung in meinem ersten Beitrag "Also abwarten." nicht so ganz falsch.

Es kann sich in beide Richtungen entwickeln.

Klarw Ansagen sind gemacht, alle Beteiligten wissen Bescheid und haben ihre Bereitschaft zum 'Mittun' erklärt. M.E. gute Voraussetzungen.

Ich sehe das wirklich als Drohung. Alle sind sich einig, Investor, GL und GW, Condor muss wachsen um die nötigen Skalierungseffejkte maximal zu nutzen um wettbewerbsfähig zu werden. Dann zu sagen, wenn ihr die Einsparungen nicht möglich macht, dann werden wir den Wachstumspfad nicht begleiten. Das ist schon ziemlich direkt.

Es wird immer die Rückzahlung der KfW Kredite so gelobt. Das war alternativlos für Attestor. Sollte man da patzen, greifen ganz neue Mechanismen und Attestor hätte nicht mehr die Möglichkeiten der vollen Kontrolle. Wovon wurden das bezahlt? Geld wurde bisher keines verdient, also bleibt nur ein weiterer Kredit.

Alle Kredite sind bereits durch alle Assets abgesichert. Zinsen werden nicht bezahlt sondern gestundet, neue Kredite sind daher nur mit hohem Sicherheitsaufschlag zu bekommen (siehe Air Baltic). Das ist eine Spirale, die durch den zu erwartenden Verlust für 25/26 noch mehr befeuert wird.

Im Moment ist die Lage kritisch und das globale Umfeld hilft auch nicht. Die runden 100Mio werden da nicht reichen und einen weiteren Investor auch nicht blenden. Ein bisschen aufhübschen reicht nicht mehr.
Beitrag vom 21.09.2026 - 11:22 Uhr
UserVB
User (520 Beiträge)
Die Condor bewegt sich gewollt oder zufällig in Richtung deutsche Oneworld-Netzwerkairline, s. die neuesten Interline-Abkommen mit Qantas und American Airlines. Neben den Versuchen einer Annäherung an die ME3 natürlich.

Die Versuche, hier im Wettbewerb mit dem LH-Konzern Netzwerkgesellschaften im Oneword-Dunstkreis zu betreiben und wieder aufzugeben, hat dank Deutsche BA und später Air Berlin fast schon Tradition.

Da Condor ihre Nische im Ferienflugverkehr teilweise verlassen und bzw. wegen Discover verlassen musste wird ihre Weiterexistenz davon abhängen, ob die Oneworld-Mitglieder oder Emirates/Ethihad ein Interesse daran haben, dem LH-Konzern einen deutschen Wettbewerber entgegen zu setzen.
Im Prinzip braucht von denen niemand ernsthaft die Condor, da über die eigenen Allianz-Hubs bzw. die ME3-Hubs mehr oder weniger alle Netzwerkziele von Condor selbst erreicht werden können.

Die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt: Interesse ja, aber nur so lange man nicht viel Geld darin versenken muss.
Für Qantas ist die Condor vielleicht ganz interessant, um die Direktflüge nach Rom, Paris oder irgendwann auch mal wieder Frankfurt mit Anschlussflügen zu versorgen, aber dafür wird sie auch nicht dauerhaft in eine ansonsten defizitäre Gesellschaft in schwierigem Umfeld investieren.

Meine persönliche Prognose ist für die Condor daher leider: Zerschlagung der Vermögenswerte in einem Insolvenzverfahren, der LH-Konzern kauft wie bei Air Berlin ein paar Anteile der Vermögenswerte und auch die Marke Condor, benennt Discover in Condor um und für den Kunden ist in der Wahrnehmung alles wie früher (ich höre heute im persönlichen Umfeld immer wieder noch die Ansicht, die Condor gehöre zur Lufthansa). Zum Ausgleich einigt man sich mal wieder mit Easyjet, dass sie ein paar Flüge mehr ab Frankfurt anbieten, die dann sowieso irgendwann wieder eingestellt werden.

Alles sehr schade und für die Mitarbeiter sehr belastend.



Dieser Beitrag wurde am 21.09.2026 11:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.09.2026 - 12:13 Uhr
Usercontrail55
User (6329 Beiträge)
Dann liege ich doch mit meine Schlußbemerkung in meinem ersten Beitrag "Also abwarten." nicht so ganz falsch.

Es kann sich in beide Richtungen entwickeln.
Ah, das Ende der Condor ist eine realistische Option. Sachen gibt’s.

Klarw Ansagen sind gemacht, alle Beteiligten wissen Bescheid und haben ihre Bereitschaft zum 'Mittun' erklärt. M.E. gute Voraussetzungen.

Beitrag vom 03.10.2026 - 14:37 Uhr
UserTormek24
User (2 Beiträge)
Das Management von Condor hat es trotz der in den vergangenen Jahren aufgetretenen roten Zahlen nicht vermocht, die Entscheidung zu fällen, die beiden Wartungsaußenstationen in München und Hamburg zu schließen. Selbst andere Airlines sind in der Lage gewesen, Wartungsaußenstellen weltweit zu schließen und externe MROs mit entsprechenden Aufträgen zu betrauen.
Es entfallen Personalkosten, die in einem überaus hohen Maße anfallen. Es bestünde die Möglichkeit, erhebliche Einsparungen bei den Mietkosten, den Leasinggebühren für Fahrzeuge, der Ausrüstung sowie den Lagerkosten zu erzielen.
In einer derart angespannten wirtschaftlichen Lage stellt es bereits eine Form der Ressourcenverschwendung dar, diese prestigeträchtigen Stationen aufrechtzuerhalten.

Beitrag vom 03.10.2026 - 16:35 Uhr
UserA320Fam
User (2326 Beiträge)
Das Management von Condor hat es trotz der in den vergangenen Jahren aufgetretenen roten Zahlen nicht vermocht, die Entscheidung zu fällen, die beiden Wartungsaußenstationen in München und Hamburg zu schließen. Selbst andere Airlines sind in der Lage gewesen, Wartungsaußenstellen weltweit zu schließen und externe MROs mit entsprechenden Aufträgen zu betrauen.
Es entfallen Personalkosten, die in einem überaus hohen Maße anfallen. Es bestünde die Möglichkeit, erhebliche Einsparungen bei den Mietkosten, den Leasinggebühren für Fahrzeuge, der Ausrüstung sowie den Lagerkosten zu erzielen.
In einer derart angespannten wirtschaftlichen Lage stellt es bereits eine Form der Ressourcenverschwendung dar, diese prestigeträchtigen Stationen aufrechtzuerhalten.


Könnte vielleicht damit Zusammenhängen, das MRO-Leistungen bzw. deren Anbieter aktuell nicht gerade wie Sand am Meer vorhanden sind. Und wenn man einen finden _würde_, wäre unteranderem die Frage, was ruft der für Preise auf.
Also da im jetzigen Umfeld dran zu gehen und damit seine Stabile Opearation zu riskieren, wäre nahezu selbstmörderisch ... m.M.n. ...
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