Beitrag vom 24.07.2026 - 19:03 Uhr
Die Luftwaffe führt also übungshalber Hochrisikoflüge ohne ausreichende Planung aus. Das ist um so verwunderlicher, als dass diese Route nicht zufällig gewählt war.
Es ist unbegreiflich, warum so eine Tiefflugstrecke nicht vorab genau geprüft wird. Das Hindernis ist ja nicht einmal kurzfristig entstanden.
Vielleicht sollte man sich diesbezüglich bei unseren beiden südlichen Nachbarn mal umhören, da sind schon Privatpiloten professioneller unterwegs.
Beitrag vom 24.07.2026 - 19:36 Uhr
Die Luftwaffe führt also übungshalber Hochrisikoflüge ohne ausreichende Planung aus. Das ist um so verwunderlicher, als dass diese Route nicht zufällig gewählt war.
Es ist unbegreiflich, warum so eine Tiefflugstrecke nicht vorab genau geprüft wird. Das Hindernis ist ja nicht einmal kurzfristig entstanden.
Vielleicht sollte man sich diesbezüglich bei unseren beiden südlichen Nachbarn mal umhören, da sind schon Privatpiloten professioneller unterwegs.
Tja, so ändern sich die Zeiten! Ich war in den 70ern bei den Heeresfliegern, und da flogen wir mit der Alouette II mit 80 kt auf festgelegten Tiefflugstrecken in 10ft Höhe! Diese Tiefflugstrecken wurden aber vorher ausgiebig erkundet, und jede Leitung wurde auch den Karten markiert. Bevor man selbst diese Strecken fliegen durfte, musste man erstmal eine ausgiebige Einweisung mit Fluglehrer über sich ergehen lassen.
Leider ist auch damals ein tragischer Unfall bei einer solchen Tiefflugübung passiert.
Beitrag vom 25.07.2026 - 02:03 Uhr
@GB
Der Vorwurf mangelnder Professionalität ist unangemessen. Wer den Geländekonturflug nur unter Friedensbedingungen, nach vorheriger Aufklärung des Geländes, beherrscht, beherrscht ihn unter Einsatzbedingungen gar nicht. In Litauen würde im V-Fall auch niemand vorweg eilen, um zu gucken, ob alles sicher ist.
Beitrag vom 25.07.2026 - 10:06 Uhr
Der Vorwurf mangelnder Professionalität ist unangemessen.
Ein derart unnötiges und leicht ausschliessbares Risiko einzugehen ist unprofessionell.
Wer den Geländekonturflug nur unter Friedensbedingungen, nach vorheriger Aufklärung des Geländes,
beherrscht, beherrscht ihn unter Einsatzbedingungen gar nicht.
Flugvorbereitung hat hier nichts mit Durchführung zu tun. Ein Drahtseil kann man praktisch nicht erkennen, die Geländekontur aber schon. Man kann nicht üben, ein Drahtseil zu sehen, schon gar nicht bei bewegtem Hintergrund. Und falls ich mich recht erinnere, war es nicht sogar Nacht? Es geht doch nicht darum, dass die Piloten vorher das Gelände erkunden, sondern der/die Flugvorbereiter/-planer potentielle Hindernisse. Das übungshalber durchgeführte Tieffliegen incl. Unterfliegen der Brücke wurde und wird ja auch keineswegs kritisiert.
Zumal es, wie ich bereits schrieb, keine ad hoc Entscheidung für diese Strecke war.
Beitrag vom 25.07.2026 - 17:16 Uhr
Man mag es kaum glauben aber es gibt Übungszenarien in denen sich die Besatzung ihren Weg selber suchen muss.
Deswegen landeten ja auch ab und zu Amerikaner in Hessischen Feldern nachdem sie sich 'verflogen' hatten und nicht rechtzeitig zurückfinden konnten bevor das Wetter umschlug.