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Beitrag 1 - 5 von 5
Beitrag vom 28.07.2025 - 19:29 Uhr
UserGB
User (1172 Beiträge)
Seit grob über 20 Jahren gibt es Videoübertragung bei Modellflugzeugen, seit ungefähr 10 Jahren wird an sichtweitenüberschreitenden bodenkontrollierten Kleinflugkörpern gewerkelt, seit ein bis zwei Jahren sind Aufklärungs- und Kampfdrohnen im heissen Einsatz, und unser Ministerium träumt bereits von Plänen.

Vielleicht wären mittlerweile Pläne zur Beschaffung von Angriffsdrohnen-Abwehrsystemen angebrachter?

Beitrag vom 28.07.2025 - 20:43 Uhr
UserEricM
User (7370 Beiträge)
 https://www.bmvg.de/de/themen/drohne-heron-tp-beschaffung-gescheitert-25588

An der Technik lag es nicht. Am Ministerium diesmal auch nicht.
In diesem konkreten Fall muss sich die SPD an die Nase fassen (lassen).

Wobei man der SPD zugutehalten muss, dass in 2017 der medial am breitesten diskutierte Einsatz von Drohnen die idR völkerrechtswidrigen Luftschläge der USA auf vermeintliche Terroristen ( gerne auch mal eine Hochzeitsgesellschaft ) mit zusätzlichen Kollateralschäden wie Passanten und Familienangehörige durch MQ-9 Reaper waren, die im "Krieg gegen den Terror" Terror verbreitet haben.
 https://de.wikipedia.org/wiki/Drohnenangriffe_in_Pakistan

Wobei die MQ-9 und die Heron beide nicht wirklich dem heutigen Verständnis von "Drohne" entsprechen, was nur zeigt, wie ungenau und emotional aufgeladen der Begriff ist.

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2025 20:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.07.2025 - 20:56 Uhr
Userside|winder
User (69 Beiträge)
EricM hat es ganz gut zusammengefasst.

Die Beschaffung war und ist in Deutschland viel (!) zu politisiert aber das ist selbst in den USA so.

Erst war der mediale Hype gegen Drohnen und jetzt ist er eben für Drohnen aber die Laune von Journalisten welche solche Dinge nicht ansatzweise beurteilen können darf bei den Entscheidungen darüber natürlich auf garkeinen Fall eine Rolle spielen.
Beitrag vom 28.07.2025 - 23:01 Uhr
UserEricM
User (7370 Beiträge)
Vielleicht wären mittlerweile Pläne zur Beschaffung von Angriffsdrohnen-Abwehrsystemen angebrachter?

P.S.
Auch.
Aber auch dabei wäre es angebracht erst mal zu definieren, was mit "Drohne" gemeint ist.
Abwehr gegen eine MQ-9 ( etwa gleiche Spannweite wie eine 737 ), gegen eine kleinere Bayraktar, also Boebachtungs- und Hellfire Plattformen oder gegen kleine Einmal-Angriffsdrohnen mit eingebautem Sprengkopf wie eine Shahed 136 oder Helsing HX2 oder noch kleinere Quadcopter etwa in DJI Größe.

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2025 23:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.07.2025 - 12:39 Uhr
UserGB
User (1172 Beiträge)
Vielleicht wären mittlerweile Pläne zur Beschaffung von Angriffsdrohnen-Abwehrsystemen angebrachter?

P.S.
Auch.
Aber auch dabei wäre es angebracht erst mal zu definieren, was mit "Drohne" gemeint ist.
Abwehr gegen eine MQ-9 ( etwa gleiche Spannweite wie eine 737 ), gegen eine kleinere Bayraktar, also Boebachtungs- und Hellfire Plattformen oder gegen kleine Einmal-Angriffsdrohnen mit eingebautem Sprengkopf wie eine Shahed 136 oder Helsing HX2 oder noch kleinere Quadcopter etwa in DJI Größe.

Auch eine saubere Klassifizierung verhindert noch keinen Angriff. Ich würde deshalb - derzeit - nur zwei Klassen und den dazugehörigen Handlungsbedarf unterscheiden:

Den grössten Bedarf würde ich bei den kleinsten Systemen sehen, also den langsam fliegenden, propellergetriebenen Einheiten, typischerweise Quadrocopter. Die sind eine Mann-zu-Mann-Waffe und für die Kräfte an der Front eine direkte Bedrohung.

Drohnen auf Tragflächenbasis fliegen dagegen bislang signifikant schneller und weiter und benötigen andere und insbesondere weitreichendere Abfangmechanismen. Je mehr sie sich unbemannten Flugzeugen ähneln, desto besser sind sie mit herkömmlichen Mitteln aufzufinden und abzufangen.

Und ja,die Grenzen sind fliessend. Vorteile hat derjenige, der neuartige Waffen schnell einsetzt oder darauf schnell reagiert. Derjenige, der alles erst perfektionieren will, hat in Nicht-Friedenszeiten schon verloren. Und als Friedenszeit würde ich die Gegenwart nicht mehr bezeichnen wollen.