Beitrag vom 15.10.2026 - 20:36 Uhr
In Porto (!!!!) will LH ein Langstreckendrehkreuz einrichten und die deutschen Märkte Berlin, Düsseldorf und Hamburg werden nicht nur ignoriert sondern über Verkehrsrechte sogar aktiv bekämpft. Ich bin sicher, dass hat die portugisische Regierung erzwungen - die deutsche Regierung handelt leider nicht so. Lufthansa ist keine deutsche Airline mehr: das ist für das private Unternehmen ok und vielleicht ist es auch nachvollziehbar, aber Lufthansa sollte nicht mehr für Deutschland sprechen dürfen. Dafür engagiert sie sich einfach zu wenig im Land! FRA/MUC und eine stagnierende EW sind in einer polyzentrischen Wirtschaftsnation einfach nicht genug.
Beitrag vom 15.10.2026 - 22:11 Uhr
In Porto (!!!!) will LH ein Langstreckendrehkreuz einrichten und die deutschen Märkte Berlin, Düsseldorf und Hamburg werden nicht nur ignoriert sondern über Verkehrsrechte sogar aktiv bekämpft. Ich bin sicher, dass hat die portugisische Regierung erzwungen - die deutsche Regierung handelt leider nicht so. Lufthansa ist keine deutsche Airline mehr: das ist für das private Unternehmen ok und vielleicht ist es auch nachvollziehbar, aber Lufthansa sollte nicht mehr für Deutschland sprechen dürfen. Dafür engagiert sie sich einfach zu wenig im Land! FRA/MUC und eine stagnierende EW sind in einer polyzentrischen Wirtschaftsnation einfach nicht genug.
Die Lufthansa ist nach wie vor ein deutsches Unternehmen, die Lufthansa Group (!) aber einer der drei Großkonzerne in der EU, die im Legacy-Segment den europäischen Markt dominieren. Nicht von ungefähr ist deshalb die EU-Kommission für die kartellrechtliche Prüfung zuständig, nicht das Bundeskartellamt. Luftfahrt ist in Europa schon lange keine rein nationale Angelegenheit mehr - und zumindest in diesem Punkt hat Herr Spohr ja absolut Recht: Wenn in Europa in der Luftfahrt jeder der diversen Mittel- und Kleinstaaten sein eigenes "Ding" zu machen versuchen würde, die europäische Luftfahrt würde den globalen "Big Playern" der Branche aus den USA und China nicht viel entgegen zu setzen haben. Man sollte es deshalb umgekehrt sehen: Dass es mit FRA und MUC in Deutschland zwei international wettbewerbsfähige Hubs gibt, ist alles andere als selbstverständlich. Dass es mit Köln/Bonn und Leipzig zudem auch noch zwei international wettbewerbsfähige Cargo-Hubs in Deutschland gibt auch nicht. Dass es mit Düsseldorf, dem BER, HAM und Stuttgart obendrein gleich drei bis vier internationale Airports der zweiten Kategorie gibt dito. - Dass es in Portugal, einem Land mit immerhin ca. 10 Millionen Einwohnern, einen Hub unterhalb der Größenordnung des MUC (ca. 43 Mill. PAXE in MUC versus ca. 35 Mill. PAXE in Lissabon 2025) und einen internationalen Airport der zweiten Kategorie in etwa der Größenordnung des HAM (Porto - beide ca. 15 Mill. PAXE 2025) gibt - warum sollten wir in Deutschland darauf neidig sein? In Relation entsprechen die portugiesischen Zahlen in etwa den deutschen - und das ist gut für Europa.
Dieser Beitrag wurde am 15.10.2026 22:15 Uhr bearbeitet.