Beitrag vom 01.10.2026 - 11:21 Uhr
Helden gab es wohl einige,auf diesem Flug…
wer hat den Angreifer ueberwaeltigt?
wer hat das Flugzeug sicher gelandet,und kam zusaetzlich auf die Idee,zurueck nach Saudi,nach Tabuk,zu fliegen und hat zusaetzlich noch verhindert,ziemlich sicher,von den Israelis abgeschossen zu werden,was wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit passiert waere…(egal wer zum Schluss die Konrolle hatte)
Ziemlich krasse Geschichte
Beitrag vom 01.10.2026 - 11:31 Uhr
Man muss sich schon ernsthaft fragen, mit welchem flugbetrieblichen Qualitätsanspruch ein Fachmagazin wie aero.de solche Aussagen eines Passagiers völlig ungeprüft als Faktenbericht übernimmt. Die Story, ein Laie habe die Maschine aus einem Mach-0.8-Sturzflug gerettet, weil er TV-Dokumentationen geschaut hat, ist aerodynamisch und prozedural absoluter Unsinn.
Werft einen Blick auf die harten ADS-B-Telemetriedaten des Fluges FZ 1073:
* 05:20:45 UTC: Beginn des abrupten Höhenverlusts aus FL340.
* 05:21:15 UTC: Die 737 MAX stürzt mit Spitzen-Sinkraten von über -28.000 bis -30.000 ft/min gen Boden. Die Bodengeschwindigkeit schnellt im Dichtebereich auf knapp 580 Knoten hoch. Die dynamische Belastung auf die Zelle ist extrem.
* 05:21:48 – 05:21:55 UTC: Im Cockpit werden manuell die Transponder-Codes 7700 und direkt danach 7500 (Hijacking) gesetzt.
* 05:22:05 UTC (Der Pull-Up): Bei ca. 17.000 Fuß schlägt die Vertikalgeschwindigkeit abrupt ins Positive um (+8.000 ft/min).
Das Zeitfenster für den Sturzflug betrug unter 80 Sekunden.
In diesen knapp 80 Sekunden wirken massive Negativ-G-Kräfte auf die Kabine. Niemand rennt in dieser Phase geordnet durch den Gang, bricht eine gepanzerte Tür auf und zerrt jemanden aus dem Sitz.
Dass eine B737 MAX bei knapp 600 Knoten aus -30.000 ft/min abgefangen wird, ist die Folge massiven, physischen Krafteinsatzes am Steuerhorn (Control Column) – geleistet vom im Sitz angeschnallten, schwerverletzten Kapitän, der ums Überleben kämpfte.
Das bloße "Zurückziehen von Hebeln" (Schubhebel) durch einen Laien hätte bei diesem Anstellwinkel und dieser Sinkrate gar nichts bewirkt, sondern die Maschine augenblicklich in einen unkontrollierbaren Strömungsabriss verwickelt. Die spätere Ausmittlung, Trimmung und Kursfunktion nach Tabuk wurde nach der Täterüberwältigung von der an Bord befindlichen Deadhead-Crew (mitreisende flydubai-Piloten) übernommen.
Dass Laien-Passagiere nach einem traumatischen Erlebnis ihre Rolle maßlos überschätzen, ist menschlich verständlich. Dass ein renommiertes Luftfahrtportal wie aero.de dieses Hollywood-Märchen ohne jede physikalische Einordnung oder Distanzierung abdruckt, ist fachlich gelinde gesagt enttäuschend.
Dieser Beitrag wurde am 01.10.2026 11:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2026 - 12:35 Uhr
Die ganze Story ist, freundlich gesagt, ziemlich mysteriös. Zusammengestoppelt aus mehr oder weniger verifizierbaren Aussagen der unmittelbar Beteiligten. Was sonst kann aero berichten, als was aktuell am Tisch liegt, mit all seinen Widersprüchlichkeiten.