Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Keine Einigung zu FCAS

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 20.04.2026 - 13:30 Uhr
UserAyatollah
User (28 Beiträge)
Meine Wenigkeit hat ab Tag eins auf ein Scheitern gehofft bzw. spekuliert aber es ist schon irgendwo schade dass auch die zwei-Flugzeuge Lösung gescheitert ist nachdem es bekanntlich große (Kosten-)Vorteile im Betrieb mit sich bringt wenn sich verschiedene Flugzeugtypen die gleichen Systeme teilen und es das im Militärbereich zumindest in dem Maße wie es beim FCAS dann der Fall gewesen wäre noch nicht gibt.

Übrigens widersprechen sich die Interessen von Dassault und dem Rest der Französischen Verteidigungsindustrie an der Stelle massiv was vielleicht ein Indiz dafür ist dass die Probleme tatsächlich vom senilen Opa von Dassault ausgehen und nicht etwa vom Französischen Staat.
Schade dass Faury den nicht hat einfangen können so wie er den senilen Opa von Qatar Airways wieder eingefangen hat.


Ob das was nach dem FCAS kommt ein bemanntes oder unbemanntes Luftfahrzeug ist wird man sehen aber einen großen Unterschied in Kosten und Komplexität wird es bei den(selben) Anforderungen kaum machen sofern die unbemannte Lösung nicht sogar massiv teurer wird weil man vielleicht glaubt in dem Fall alle möglichen Absicherungen gegen alle möglichen Täusch- und Störmaßnahmen zu brauchen.

Sicher ist nur dass eine Entwicklung unter Deutscher/ Bayerischer Führung in einem super Endprodukt resultieren wird sofern man das unglaubliche Potential dieses Landes wirklich nutzt.
Infineon ist weltweit führend bei Hochstrom- und Hochfrequenz Halbleitern und hätte in Neubiberg sogar noch einen Bauplatz für eine Militärabteilung übrig, Osrams Displays waren für Apple leider zu teuer aber für Deutschlands F35 Nachfolger sicher gerade gut genug und natürlich ist unser Wissen im Bereich Faserverbundwerkstoffe, Metall, Chemie usw. Welten über dem Frankreichs und auch die Grundlagenforschung hat von der Dieseltechnologie über die Li-Ionentechnologie bis hin zur Perovskittechnologie (wird sehr wichtig in der Militärtechnik) erstaunliches hervorgebracht und ist natürlich in keiner Art und Weise mit der Frankreichs vergleichbar.
Beitrag vom 20.04.2026 - 14:06 Uhr
User-wolf-
User (441 Beiträge)
Man redet jetzt wieder davon Saab ins Boot zu holen. Aber was ist eigentlich mit Indra? Wo stehen die? Da hört man nichts.
Beitrag vom 20.04.2026 - 14:32 Uhr
UserAirbusinsider
User (35 Beiträge)
Es ist wirklich ein Armutszeugnis für Macron, dass er es nicht schafft Dassault bzw. Insbesondere Eric Trappier im Zaum zu halten. Außer Dassault hat niemand in Frankreich ein Interesse daran, dass Frankreich ein eigenes Flugzeug entwickeln muss. Das kann sich Frankreich gar nicht leisten. Trotzdem setzt er sich durch und bedient sich somit quasi selbst am französischen Staatshaushalt in absolut atemberaubender Art und Weise. Das finde ich schon für sich genommen skandalös.
Beitrag vom 20.04.2026 - 17:08 Uhr
UserMHalblaub
User (1297 Beiträge)
Man redet jetzt wieder davon Saab ins Boot zu holen. Aber was ist eigentlich mit Indra? Wo stehen die? Da hört man nichts.

Warum sollte es den Spaniern anders gehen, als den Deutschen. Die haben auch voll Bock für Frankreich die Entwicklung eines Flugzeugs zu zahlen und dafür 2,5 % an der Produktion zu erhalten.
Beitrag vom 20.04.2026 - 18:35 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Ich denke, die Politik sollte sich mal einen harten Blick auf die Realität gönnen. In den beiden laufenden Kriegen, in die führende Weltmächte gerade verwickelt sind ( Russland in der Ukraine und USA im Iran ), werden gerade die gleichen Lektionen gelernt:

Klassische, bemannte und hochkomplexe Waffensysteme mit sehr hohen Kosten (und daher kleinen Stückzahlen) mit Hightech-Munition (ebenfalls hohe Kosten/kleine Stückzahlen) sind gegen billige Massenfertigung im Nachteil. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung.
Das moderne Arsenal der Ukraine zeigt doch, wohin bewaffnete Konflikte sich entwickeln.

Man sollte daher das ganze FCAS Debakel beerdigen und das Geld in 10-20 kleinere und strukturell einfachere Projekte aufteilen, sofern 5-10 Mrd ein kleines Projekt sind, und Zukunftsfähigere Lösungen entwickeln als ein als ein bemanntes Kampfflugzeug, das bestenfalls 2040 fertig wird.

Sich nicht auf vergangenen Lorbeeren auszuruhen würde auch Dassault und Airbus gut tun.


Dieser Beitrag wurde am 20.04.2026 18:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.04.2026 - 20:31 Uhr
UserAyatollah
User (28 Beiträge)
Wer einen langen, blutigen Stellungskrieg wie in der Ukraine oder in Frankreich haben will weil er garkeine politischen Lösungen sucht sondern den Gegner einfach nur ausbluten will braucht natürlich keine modernen und komplexen Waffen und auch keine moderne und kompexe Ausbildung und in Stellvertreterkriegen ist das von den lachenden Dritten auch meistens so gewollt.

Nachdem sich aber weder der erste Weltkrieg noch der Ukrainekrieg für irgendeine kriegsführende Partei so wirklich gelohnt haben meine ich es wäre seeehr viel schlauer sich an Fall Gelb, Dessert Storm, Absolute Resolve und ähnlichen Aktionen welche im Rückblick meistens zwar nur temporäre aber grundsätzlich durchaus nachhaltige politische Lösungen ermöglicht haben orientieren.


Spektakuläre Erfolge sind möglich aber sie benötigen eine spektakuläre Vorbereitung auf Übungsplätzen, in Labors, Hinterzimmern usw.

Es mag sein dass spektakuläre Vorbereitung von Industrie und Militär (wieder) fehlende Vorbereitung der Politik zu einem großen Teil ausgleichen kann aber nachdem wir in Deutschland ja schon fest mit politischer Inkompetentz planen müssen können wir uns einfach keine Inkompetenz der Industrie mehr erlauben.
Beitrag vom 20.04.2026 - 22:53 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Wer einen langen, blutigen Stellungskrieg wie in der Ukraine oder in Frankreich haben will weil er garkeine politischen Lösungen sucht sondern den Gegner einfach nur ausbluten will braucht natürlich keine modernen und komplexen Waffen und auch keine moderne und kompexe Ausbildung und in Stellvertreterkriegen ist das von den lachenden Dritten auch meistens so gewollt.

Nachdem sich aber weder der erste Weltkrieg noch der Ukrainekrieg für irgendeine kriegsführende Partei so wirklich gelohnt haben meine ich es wäre seeehr viel schlauer sich an Fall Gelb, Dessert Storm, Absolute Resolve und ähnlichen Aktionen welche im Rückblick meistens zwar nur temporäre aber grundsätzlich durchaus nachhaltige politische Lösungen ermöglicht haben orientieren.


Was war dann das für ein Spaghetti-Schwurbel?
Weder im Irak 1991 noch in Venzuela 2026 haben unbemannte, automatische Systeme in hoher Stückzahl irgendeine Rolle gespielt.
Im Iran und in der Ukraine spielen sie dagegen eine entscheidende Rolle.

Spektakuläre Erfolge sind möglich aber sie benötigen eine spektakuläre Vorbereitung auf Übungsplätzen, in Labors, Hinterzimmern usw.

Es mag sein dass spektakuläre Vorbereitung von Industrie und Militär (wieder) fehlende Vorbereitung der Politik zu einem großen Teil ausgleichen kann aber nachdem wir in Deutschland ja schon fest mit politischer Inkompetentz planen müssen können wir uns einfach keine Inkompetenz der Industrie mehr erlauben.

Das sind so spektakulär nichtssagende Sätze, dass die nicht mal von einer KI stammen können...

Dieser Beitrag wurde am 20.04.2026 23:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.04.2026 - 14:01 Uhr
Userdsb
Luftfahrt
User (60 Beiträge)
Man sollte daher das ganze FCAS Debakel beerdigen und das Geld in 10-20 kleinere und strukturell einfachere Projekte aufteilen, sofern 5-10 Mrd ein kleines Projekt sind, und Zukunftsfähigere Lösungen entwickeln als ein als ein bemanntes Kampfflugzeug, das bestenfalls 2040 fertig wird.

Das kann man machen, damit begiebt man sich allerdings in eine 100% Abhängigkeit der USA, da europa kein 5. Generation Flugzeug im Angebot hat. Diese Systeme sind nicht wichtig für die Kriegsführung in der Breite, sie spielen aber aufgrund ihrer Fähigkeiten eine zentrale Schlüsselrolle.

Für mich stellt sich genau wie bei Patriot und Starlink bei solchen Projekten eigentlich nur die Gegenfrage: kann man sich die Abhängigkeit leisten?
Beitrag vom 21.04.2026 - 16:16 Uhr
UserAyatollah
User (28 Beiträge)
Wer einen langen, blutigen Stellungskrieg wie in der Ukraine oder in Frankreich haben will weil er garkeine politischen Lösungen sucht sondern den Gegner einfach nur ausbluten will braucht natürlich keine modernen und komplexen Waffen und auch keine moderne und kompexe Ausbildung und in Stellvertreterkriegen ist das von den lachenden Dritten auch meistens so gewollt.

Nachdem sich aber weder der erste Weltkrieg noch der Ukrainekrieg für irgendeine kriegsführende Partei so wirklich gelohnt haben meine ich es wäre seeehr viel schlauer sich an Fall Gelb, Dessert Storm, Absolute Resolve und ähnlichen Aktionen welche im Rückblick meistens zwar nur temporäre aber grundsätzlich durchaus nachhaltige politische Lösungen ermöglicht haben orientieren.


Was war dann das für ein Spaghetti-Schwurbel?
Weder im Irak 1991 noch in Venzuela 2026 haben unbemannte, automatische Systeme in hoher Stückzahl irgendeine Rolle gespielt.
Im Iran und in der Ukraine spielen sie dagegen eine entscheidende Rolle.


Sowohl im Iran als auch in der Ukraine haben Minen bzw. die Unfähigkeit diese schnell und viel zu räumen (aufgrund mangelhafter Angriffsvorbereitung) eine entscheidende Rolle gespielt wobei Drohnen erst lange danach ins Spiel kommen und dann lediglich eine weiterentwickelte bzw. fliegende Form der IEDs darstellen.
Demensprechend durchwachsen ist dann auch deren Bilanz gegen alles was halbwegs modern und kein 'weiches Ziel' ist.


Die Amerikaner haben schon Maduros Leibwächter aus dem Hubi heraus mit Mikrowellen gegrillt (scheint also doch sicher anwendbar zu sein ... deine Zitate kannst du selber suchen) und werden das in Zukunft dann auch mit Drohnen machen und dann ist das Thema auch wieder vom Tisch.
Die Lektion dabei wird sein dass man mit ziviler Technik doch einiges reißen kann und in Zukunft zumindest bei Verbrauchsmaterial wie z.B. den Mini-Marschflugkörpern welche gerade aufkommen stark darauf achten wird.
Wenn man sich mal anschaut was im Automobilbereich mit ebenfalls hohen Anforderungen an Feuchtigkeit, Temperatur, Schwingung usw. inzwischen alles möglich ist hätte man das aber auch vorhersehen können.
Ein Augsburger Startup names "RFA" ist gerade sogar dabei eine Orbitalrakete mit über einer Tonne Nutzlast aus Automotive Teilen zu bauen ...


Ich finds immer lustig wenn behauptet wird die Drohnen würden sich ja ach so schnell weiterentwickeln oh Gott oh Gott denn zum einen entwickeln die sich mangels Finanzierung und Kapazitäten (in) der Ukraine nicht besonders schnell wenn man bedenkt was dieselbe zivile Technologie in anderen Anwendungen alles hergibt und zum anderen entwickeln die sich ganz klar in die Richtung konventioneller Waffensysteme.
Bei deren neueren Designs ist schon nicht mehr ganz klar was eine Langstreckendrohne und was ein Marschflugkörper sein soll und Abfangdrohnen schauen auch immer mehr wie Raketen aus und sind es z.B. im Fall der "Cicada" von Diehl teilweise sogar schon.