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Beitrag 1 - 5 von 5
Beitrag vom 20.04.2021 - 10:26 Uhr
UserPLANEtruth
FQTV ex SEN CC-Lover Globetrotter Selbstzahlen
User (583 Beiträge)
CATA EU-Kommission ignoriert europäische Airlines

... oder haben die EU Fluggesllschaften einfach nur geschlafen in den vergangenen Jahren?
Mit Dumpingpreisen und Menschenrechten denke ich kann heute keine EU Fluggesllschaft mehr argumentieren, denn das was JOON bei AF und Eurowings Discover bei LH ist oder auch Norwegian Air Service mit Billigpersonal aus Asien, da zaehlen diese Argumente bei der weltweit beliebtesten Fluggesellschaft als Gegenargument nicht mehr!
Verdiente 5 Sterne Airline, Flugbetrieb auch zu CORONA Zeiten und Ticketabwicklungen in Rekordzeiten auch zur Pandemie, davon kann man bei ALLEN EU Fluggesellschaften nur traeumen!
Was sollen die USA sagen zu einem Open Sky Abkommen mit der EU?
Waehrend US Fluggesllschaften nur eine geringe Anzahl an Fluegen operiert im Vergleich zu den ganzen EU Fluggesellaschaften, ich denke jeder weiss wer hier der grosse Gewinner war? Nicht die Amerikaner, und dennoch wurde dieses Abkommen durchgepeitscht. Nun versucht sich eben Qatar an der EU, zu Recht, denn all die Gesellschfaten der EU haben geschlafen und versucht im Hinterzimmer mit dem Wettbewerb aus dem Mittleren Osten zu konkurrieren oder wie im Falle Lufthansa oder British Airways (an der Qatar Airways ja bekanntlich ein Grossaktionaer ist und noch zu Verhandlungsbeginn auch England ein EU Mitglied war) eine Kooperation mit diesen Fluggesellschfaten einzugehen.

Nun geht es einen Schritt weiter und CATA steht vor der Tuere.


Jetzt muessen eben die EU Gesellschaften mal zurueckstecken und dem besseren Wettbewerb freien Lauf lassen, VERDIENT wie ich finde!
Beitrag vom 20.04.2021 - 10:36 Uhr
UserJumpfly
User (227 Beiträge)
Früher wäre ich mit dieser Forderung konform gegangen, mittlerweile nicht mehr. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die klagenden Airlines aus Europa sind größtenteils bei Arbeitnehmerrechten dermaßen in der Abwärtsspirale, dass man da nicht mehr von signifikant anderen Bedingungen sprechen kann. Ja, in Doha sind die Arbeitnehmerrechte kaum existent, aber den Weg gehen doch viele EU Airlines derzeit mit Vollgas auch. Da werden LH intern Mitarbeiter freigestellt die sich dann anschließend intern auf die mehr oder weniger gleiche Stelle für 20% weniger Gehalt bewerben müssen, inkl. Probezeit und auch noch einer 2jährigen Vertragslaufzeit. Gewerkschaften wird das Leben möglichst schwer gemacht, woimmer es geht wird outgesourced. Ich betrachte die Öffnung des EU Marktes als nichts anderes als Outsourcing, nur dieses Mal eben nicht LH intern.
Nebenbei sei gesagt, dass Qatar bereits seit Längerem Frachtrechte aus der EU in Drittstaaten inne hat und u.a. ab Luxemburg internationale Frachtrouten betreibt. Der Frachtbereich sieht sich also dieser Herausforderung bereits länger ausgesetzt und die Welt ist dennoch nicht zusammengebrochen. Vielleicht gelingt dies AF, LH... ja auch. Wenn nicht soll es eben so sein.
Beitrag vom 20.04.2021 - 11:29 Uhr
UserViri
User (851 Beiträge)
Um es mit den Worten der LH auszudrücken: sie müssen sich dem Wettbewerb stellen.
Beitrag vom 21.04.2021 - 09:05 Uhr
UserUBomace
User (1 Beiträge)
Natürlich muss sich LH dem Wettbewerb stellen - einem fairen Wettbewerb. Denn zur Wahrheit gehört auch, über fairen Wettbewerb hat es keine arabische Fluggesellschaft geschafft so schnell so groß zu werden. Mit Wettbewerb hat das nichts zu tun - diese Firmen sind nicht so groß, weil sie es besser können. Diese Firmen sind alle in extremer Weise subventioniert und während hier in der EU Frau Vestager darüber wacht, dass niemand zu viel Unterstützung bekommt und der Staat an Lufthansa Kredite bezahlt mit horrenden Zinsen läuft es da unten am Golf etwas geräuschloser.
Ja, wenn Lufthansa etc. Mitarbeiter freistellen und zu schlechteren Konditionen wieder einstellen, dann ist das nicht OK! Auf dem Niveau arabischer Arbeitnehmerrechte sind wir hier aber noch lange nicht angekommen. Das ist Bullshit. Dinge wie Menschenrechte, Gleichberechtigung, Mitbestimmung, Transparenz etc. lasse ich hier mal außen vor. Im Moment wird der Versuch gemacht über steuerfinanziertes Kurzarbeitergeld, Menschen in der europäischen Airline-Industrie eine Perspektive zu geben und hier wird ein derartiger Blödsinn verbreitet. Für die Airline Industrie gilt, was für alle anderen Branchen auch gilt: Es ist wichtig die Arbeitsplätze im Land und in der EU zu behalten. Ein Unternehmen und Arbeitnehmer in Qatar zahlt uns keine Steuern. Wir haben in der EU viel Geld ausgegeben um diese Arbeitsplätze zu erhalten. Mann muss sie auch vor unlauterem Wettbewerb schützen. Hierbei geht es auch um die Schicksale der Mitarbeiter in der EU. Es ist ausserdem wichtig gewisse Kompetenzen im Land und in der EU zu behalten. Es ist wichtig, dafür zu sorgen, dass nicht gesamte Branchen in Bereiche der Welt abwandern, wo diese stark subventioniert werden und eine noch ungleich schlimmere Rechtlosigkeit in den Arbeitsverhältnissen herrscht als es Firmen wie Ryanair je erträumen würden. Industriepolitisch unklug. Sozialpolitisch unklug. Wenn wir unsere Standards nicht schützen, dann lassen wir jede Branche, die abwandern kann in einen Teil der Welt abwandern wo diese unterlaufen werden können. Das kann nicht unser Ziel sein.

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2021 11:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2021 - 11:27 Uhr
UserDaedalos1504
User (8 Beiträge)
Manchmal fragt man sich wirklich, ob die Kommission noch weiss, was sie tut...