Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa startet eigene Abfertigung...

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Beitrag vom 27.10.2025 - 14:31 Uhr
UserGB
User (857 Beiträge)
Soll uns das jetzt sagen, weil die LH nun längere Bodenzeiten und größere Zeitpuffer hat und damit unausgesprochen manchmal auch etwas träger gearbeitet werden kann, kann die Abfertigung somit auch von eigenen Leuten gesteuert werden?
Beitrag vom 27.10.2025 - 15:33 Uhr
UserFRAHAM
User (1232 Beiträge)
Keine Ahnung, wie Sie darauf kommen. Es war offensichtlich so, dass die bisherigen Services merhfach nicht ausgereicht haben, um knappe Anschlüsse sicher zu stellen. These: Man hat die Leistung wie üblich ausgeschrieben, ein Sales Mensch hat eine 80% Lösung angeboten und die 20% ins Risikomanagement verfrachtet und der Berater, der zur Ausschreibung geraten hat, hat seinen Bonus erhalten, der Vertriebler seinen Bonus und alle waren glücklich, bis sie die Realität einholt und die gegenseitigen Schuldzuweisungen solange zu Lasten von Endkunden und Mitarbeitern herum wandern, bis man einen "Neuanfang" vereinbart. In diesem hat LH erst mal das Logische gemacht - Zeitpuffer geschaffen durch längere Bodenzeiten.

Das ein einzelner Mitarbeiter vprher oder hinterher träger dadurch arbeiten würde, dass ergibt sich daraus nicht und ist auch unfair den einzelnen Mitarbeitern, die meist zu Ungunsten ihrer Gesundheit unter Druck gesetzt werden die berühmten Extra-Meilen zu gehen. Oder in einem Wort: Kapitalismus.
Beitrag vom 27.10.2025 - 17:49 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (206 Beiträge)
Interessant, dass man das für die ganze Gruppe in einer eigenen Einheit bündelt aber die Kernmarke selbst von einem Drittanbieter bearbeiten lässt.
Beitrag vom 27.10.2025 - 20:42 Uhr
Userdiver
User (190 Beiträge)
Interessant, dass man das für die ganze Gruppe in einer eigenen Einheit bündelt aber die Kernmarke selbst von einem Drittanbieter bearbeiten lässt.

Könnte auch einfach nur eine sinnvolle Strategie sein, um einen möglichst reibungsfreien Übergang zu ermöglichen. LHG hat Swissport Losch übernommen und damit eine bestimmte Kapazität für Abfertigungen. Kurzfristig auch noch weitere Abfertigungen von einem anderen Dienstleister (AeroGround) zu übernehmen, dürfte allein schon an der fehlenden Manpower scheitern. Ob langfristig (nach erfolgreicher Personalrekrutierung) LH nicht auch zu LGS wechselt, wird sich zeigen. leider sagt der Artikel nichts darüber, welche Firma bisher die anderen LHG-Airlines abfertigt - ich vermute mal Swissport Losch.
Beitrag vom 27.10.2025 - 22:35 Uhr
UserA320Fam
User (2160 Beiträge)
Interessant, dass man das für die ganze Gruppe in einer eigenen Einheit bündelt aber die Kernmarke selbst von einem Drittanbieter bearbeiten lässt.

Ich glaub es ist genau anders herum:
Die "Lufthansa Ground Services (LGS) übernimmt ab sofort die Abfertigung der Flüge von Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines und Swiss.
Beitrag vom 28.10.2025 - 00:54 Uhr
UserHeinzi
User (395 Beiträge)
Da sage man mal, bei der LH gäbe es keine Lernkurve. Kaum 30 Jahre haben die "Frontkräfte" aufgezeigt, woran die Abfertigungsprobleme liegen und schwupp, schon handelt der Vorstand. Das Outsourcing manchmal auch nur billiger ist, hat man in vielen Teilen der deutschen Industrie schon lange erkannt. Bei LH lassen sich demnächst mal wieder Manager für die Erkenntnis feiern. Glückwunsch!
Beitrag vom 28.10.2025 - 08:43 Uhr
UserFRAHAM
User (1232 Beiträge)
Outsourcing ist in der Regel bei gleichem Service-Level nicht billiger. Ausnahmen bilden tatsächlich selten gebrauchte Dienstleistungen. Das man an Destinationen mit 2 Flügen pro Woche kein eigenes Personal unterhält, kann sinnvoll sein. Unter der Maßgabe, dass die Löhne pro Mitarbeiter bei einem kleinen Unternehmen bei gleicher Tätigkeit auch gleich sein sollten wie bei einem großen Unternehmen, kann man den Wasserkopf bei beiden wegdiskutieren und das Geschäftsführergehalt noch für eine ungleich höhere Kostenstruktur opfern, aber spätestens die Gewinnmarge, die bleibt im Haus, wenn man kein Outsourcing betreibt.

Aber die meisten Manager denken nie so weit.
Beitrag vom 28.10.2025 - 11:42 Uhr
Userdiver
User (190 Beiträge)
Outsourcing ist in der Regel bei gleichem Service-Level nicht billiger. Ausnahmen bilden tatsächlich selten gebrauchte Dienstleistungen. Das man an Destinationen mit 2 Flügen pro Woche kein eigenes Personal unterhält, kann sinnvoll sein. Unter der Maßgabe, dass die Löhne pro Mitarbeiter bei einem kleinen Unternehmen bei gleicher Tätigkeit auch gleich sein sollten wie bei einem großen Unternehmen, kann man den Wasserkopf bei beiden wegdiskutieren und das Geschäftsführergehalt noch für eine ungleich höhere Kostenstruktur opfern, aber spätestens die Gewinnmarge, die bleibt im Haus, wenn man kein Outsourcing betreibt.

Vom Prinzip her haben Sie recht. Aber die Schwelle, ab der sich ein eigener Abfertiger lohnt, dürfte deutlich höher sein als die von Ihnen angegebenen 2 Flüge pro Woche. Denn einen gewissen "Wasserkopf" braucht es halt, die Mitarbeiter werden i.d.R. um die 40H/Woche arbeiten, Vertretungen für Urlaub & Krankheit muss gegeben sein etc. Wahrscheinlcih wird sich so was nur bei größeren Standorten (Hubs?) rechnen/umsetzen lassen.
Zudem wird Outsourcing ja auch oft gemacht, weil die Mitarbeiter beim Dienstleister eben schlechter bezahlt werden (anderer bzw. kein Tarifvertrag ....).
Beitrag vom 28.10.2025 - 12:07 Uhr
UserKonTra77
User (244 Beiträge)
Outsourcing ist in der Regel bei gleichem Service-Level nicht billiger. Ausnahmen bilden tatsächlich selten gebrauchte Dienstleistungen. Das man an Destinationen mit 2 Flügen pro Woche kein eigenes Personal unterhält, kann sinnvoll sein. Unter der Maßgabe, dass die Löhne pro Mitarbeiter bei einem kleinen Unternehmen bei gleicher Tätigkeit auch gleich sein sollten wie bei einem großen Unternehmen, kann man den Wasserkopf bei beiden wegdiskutieren und das Geschäftsführergehalt noch für eine ungleich höhere Kostenstruktur opfern, aber spätestens die Gewinnmarge, die bleibt im Haus, wenn man kein Outsourcing betreibt.

Aber die meisten Manager denken nie so weit.

Für Outsourcing gibt es viele Gründe und manche können sogar gut sein. Es gibt Mitarbeiter, die nach alten Verträge nach 10 Jahren ihre Unkündbarkeit erhielten und davon einige dann das Arbeiten zugunsten der Urlaubsoptimierung oder Nebendiensterwerb reduzierten. Da mag das Outsourcing brutto teurer sein, aber die Leistung auch wesentlich höher. Wenn man die eigene Mannschaft nicht auslasten kann, ist Outsourcing auch in vielerlei Hinsicht günstiger.
Unter Score wurde seinerzeit Teile des Mat-Planning ausgelagert. Für meine Werkstatt war das Gift, in anderen Bereichen gut.
Beitrag vom 29.10.2025 - 08:01 Uhr
Usercontrail55
User (5815 Beiträge)
Da sage man mal, bei der LH gäbe es keine Lernkurve. Kaum 30 Jahre haben die "Frontkräfte" aufgezeigt, woran die Abfertigungsprobleme liegen und schwupp, schon handelt der Vorstand. Das Outsourcing manchmal auch nur billiger ist, hat man in vielen Teilen der deutschen Industrie schon lange erkannt. Bei LH lassen sich demnächst mal wieder Manager für die Erkenntnis feiern. Glückwunsch!
Aber es bleibt outgesourced. Nur weil einem der Laden gehört, macht man es trotzdem nicht selbst. Gut, man hat jetzt schneller Zugriff auf Entscheidungen und Vereinbarungen, wenn man dann die Prozesse und Produkte im Griff hat, wird einfach mehr zu dieser Tochter verschoben. Günstiger, da nach TV Bodendienste vergütet, nicht nach TV LH. Das fängt jetzt in MUC an und wird weiter gehen. Die Vision ist da, Verdi beschreibt das in ihrem Rundschreiben und schwenkt bereits die weiße Fahne der Kapitulation.
Manager machen Managersachen, wieder mal. Ob’s funktioniert, man wird sehen.
Beitrag vom 29.10.2025 - 09:24 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3804 Beiträge)
Ja, "Die Vision ist da"...könnte man auch als 'billig, noch billiger, am billigisten' bezeichnen. Auf das DE ein Billig-, sorry Niedriglohnland werde... .
Beitrag vom 29.10.2025 - 10:12 Uhr
UserX-Ray
User (820 Beiträge)
Ja, "Die Vision ist da"...könnte man auch als 'billig, noch billiger, am billigisten' bezeichnen. Auf das DE ein Billig-, sorry Niedriglohnland werde... .

Laut DGB gehören mit dem Branchen-TV Boden "die Niedriglöhne in den Bodenverkehrsdiensten der Vergangenheit an." Daher werte ich ihre Kritik mal als gegenstandslos.

 https://www.dgb.de/service/weiterer-service/tarifmeldungen/tarifmeldung/historischer-erfolg-branchentarifvertraege-fuer-bodenverkehrsdienste-werden-allgemeinverbindlich/
Beitrag vom 29.10.2025 - 11:16 Uhr
UserGB
User (857 Beiträge)
Laut DGB gehören mit dem Branchen-TV Boden "die Niedriglöhne in den Bodenverkehrsdiensten der Vergangenheit an." Daher werte ich ihre Kritik mal als gegenstandslos.

Ein besserer Lohn kann noch immer ein niedriger sein.

Es wird stolz geklimpert, dass die Niedriglöhne der Vergangenheit angehören würden. Was ohne die Frage des Zutreffens beurteilen zu wollen in dieser Formulierung für eine Gewerkschaft natürlich kontraproduktiv ist, mit was wollen die dann bitteschön die nächste Tariferhöhung begründen? Aber man sieht, die fortscheitende Unfähigkeit zur sprachlichen Differenzierung kommt bereits in der oberen Mitte der Gesellschaft an.

Im übrigen ist die Höhe des Mindestlohns weit weniger relevant als der Median der gezahlten Stundensätze. Oder einfacher: Wenn der bisherige Mindestlohn von 15 auf 17 Euro erhöht wird und alle ohnehin schon 17,10 Euro bezahlt bekommen hätten, dann hätte dadurch kein Einziger auch nur einen Cent mehr.
Beitrag vom 29.10.2025 - 11:38 Uhr
Usercontrail55
User (5815 Beiträge)
Laut DGB gehören mit dem Branchen-TV Boden "die Niedriglöhne in den Bodenverkehrsdiensten der Vergangenheit an." Daher werte ich ihre Kritik mal als gegenstandslos.

Ein besserer Lohn kann noch immer ein niedriger sein.

Es wird stolz geklimpert, dass die Niedriglöhne der Vergangenheit angehören würden. Was ohne die Frage des Zutreffens beurteilen zu wollen in dieser Formulierung für eine Gewerkschaft natürlich kontraproduktiv ist, mit was wollen die dann bitteschön die nächste Tariferhöhung begründen?
Da mache ich mir keine Sorgen, das sind die GW bisher immer sehr kreativ gewesen.
Aber man sieht, die fortscheitende Unfähigkeit zur sprachlichen Differenzierung kommt bereits in der oberen Mitte der Gesellschaft an.
Na dann differenzieren Sie doch mal, was ist denn jetzt genau ein Niedriglohn? Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Niedriglohngrenze in Deutschland 13,79 € brutto pro Stunde (Stand April 2024),
Im übrigen ist die Höhe des Mindestlohns weit weniger relevant als der Median der gezahlten Stundensätze. Oder einfacher: Wenn der bisherige Mindestlohn von 15 auf 17 Euro erhöht wird und alle ohnehin schon 17,10 Euro bezahlt bekommen hätten, dann hätte dadurch kein Einziger auch nur einen Cent mehr.
Ja wenn,.... Ist er aber noch nicht. So wie es aussieht wird er auch bis Ende 2027 unter 15€ bleiben. Der Flächentarifvertrag läuft bis Anfang 2027. Also erst mal hier wieder viel Lärm um nichts.

Dieser Beitrag wurde am 29.10.2025 11:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.10.2025 - 17:00 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3804 Beiträge)
Ja, "Die Vision ist da"...könnte man auch als 'billig, noch billiger, am billigisten' bezeichnen. Auf das DE ein Billig-, sorry Niedriglohnland werde... .

Laut DGB gehören mit dem Branchen-TV Boden "die Niedriglöhne in den Bodenverkehrsdiensten der Vergangenheit an." Daher werte ich ihre Kritik mal als gegenstandslos.

 https://www.dgb.de/service/weiterer-service/tarifmeldungen/tarifmeldung/historischer-erfolg-branchentarifvertraege-fuer-bodenverkehrsdienste-werden-allgemeinverbindlich/

€ 17,00 ...toll. Sind ca. 2.600,00 brutto im Monat. Davon lässt sich sicher in 'Saus und Braus' leben... .

Vielleicht sollten Sie einfach mal etwas größer denken!?
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