Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa wirft bei Maskenpflicht da...

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Beitrag vom 27.05.2022 - 18:05 Uhr
Userfcb92
User (3 Beiträge)
Das heisst man kann bei der LH jetzt auch das Telefon anlassen, muss sich nicht mehr anschallen und unbegrenzt selber mitgebrachten Alkohol trinken (lässt sich ja angeblich alles nicht durchsetzen). Finde ich gut!

Die Sachen die Sie nennen, sind bei anderen Airlines bzw. in anderen Ländern auch nicht erlaubt - der Vergleich hinkt dementsprechend.
Beitrag vom 27.05.2022 - 18:19 Uhr
UserCinrella
User (180 Beiträge)
Bei anderen Airlines ist auch der Verzicht der Maske auf Flügen von/nach Deutschland nicht erlaubt, aber dass sich gerade die Lufthansa nicht darum kümmert spricht Bände. Steuermilliarden nimmt man gerne, wenn es dann ans Zurückgeben geht, dann
spricht die LH von "Nichtdurchsetzbarkeit", alles ist durchsetzbar. Wer keine Maske trägt fliegt, Ende der Diskussion. Gleich wie bei Rauchern, Anschnallmuffeln und anderen Nichtflugfähigen.

Das mit den "Steuermilliarden" sollte ja bekannt sein - Aber ein netter Stammtischspruch.
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht. Zudem ist es ja weiterhin nicht erlaubt und die Passagiere werden an Ihre gesetzliche Pflicht hingewiesen. Der Vergleich einer Maske mit den von Ihnen genannten Punkten ist wie Apfel und Birne. Oder ist für Sie eine fehlende Maske wirklich genauso gefährlich wie ein Feuer im Flugzeug?

Aber in einem haben Sie trotz Ihres LH-Hasses recht:
Wer keine Maske trägt fliegt, Ende der Diskussion.
Korrekt der fliegt jetzt ans Ziel
Beitrag vom 27.05.2022 - 22:41 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ist DE jetzt ein Rechts- oder ein Bananenstaat, in dem sich jede Firma aussuchen kann, welche Gesetze sie zu befolgen gedenkt?
Beitrag vom 27.05.2022 - 23:13 Uhr
UserJanO
User (40 Beiträge)
Es ist aber auch wirklich einfach nur noch absurd. Flug mit der Swiss von Budapest nach Zürich: Keine Maskenpflicht und kaum einer trägt eine Maske. Weiterflug nach Montreal: Maskenpflicht wegen Canada. Crew weist beim Boarding einmal darauf hin und verteilt bei Bedarf medizinische Masken. Zum Essen wird der Standard-Text verlesen, dass man auch zwischen den Bissen und Schlucken die Maske tragen muss, interessiert aber in der Praxis niemanden. Nach dem Essen war die Mehrheit ohne Maske und zur Landung wurde dann nochmal drauf hingewiesen, dass im Airpot Maskenpflicht ist. Da haben dann alle wieder brauchen eine Maske vorm aussteigen aufgesetzt.
Beitrag vom 28.05.2022 - 08:57 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ach? Gesetz auch gelesen?
Die Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln ist eine bundesbehördliche Anordnung und wird auch von dieser überwacht und durchgesetzt (Polizei oder Ordnungsamt). Die Verkehrsträger sind nicht verpflichtet diese Aufgabe zu übernehmen, da die Maskenpflicht nicht Teil des Beförderungsvertrages ist. Es sei denn, sie sind in den AGBs aufgeführt. Das hat meines Wissens nur der HVV. Das die Verkehrsträger das bisher mehr oder weniger stringend gehandelt haben, lag eher im Eigeninteresse, da die Gefahr bestand, dass Verkehrsdienste ansonsten eingestellt würden. Gleiches galt für die Flughäfen.
Andere Länder mögen da anders formuliert haben (vielleicht USA oder Kanda) aber in D ist es so. Daher ist die Abwägung, einfacher Hinweis reicht vs. Durchsetzung und mögliche Eskalation in einem Flugzeug, durchaus sinnvoll und auch rechtens.

Ist DE jetzt ein Rechts- oder ein Bananenstaat, in dem sich jede Firma aussuchen kann, welche Gesetze sie zu befolgen gedenkt?
Ein Rechtsstaat. Denn man kann sich die Auslegung von Gesetzen nicht einfach so wünschen ;-)
Beitrag vom 28.05.2022 - 09:32 Uhr
Userhobbes
User (62 Beiträge)
Es ist aber auch wirklich einfach nur noch absurd. Flug mit der Swiss von Budapest nach Zürich: Keine Maskenpflicht und kaum einer trägt eine Maske. Weiterflug nach Montreal: Maskenpflicht wegen Canada. Crew weist beim Boarding einmal darauf hin und verteilt bei Bedarf medizinische Masken. Zum Essen wird der Standard-Text verlesen, dass man auch zwischen den Bissen und Schlucken die Maske tragen muss, interessiert aber in der Praxis niemanden. Nach dem Essen war die Mehrheit ohne Maske und zur Landung wurde dann nochmal drauf hingewiesen, dass im Airpot Maskenpflicht ist. Da haben dann alle wieder brauchen eine Maske vorm aussteigen aufgesetzt.

Die Absurdität liegt in der Tatsache, dass Menschen keine Regeln mehr befolgen können (weil überfordert) oder wollen (weil verwöhnt).
Beitrag vom 28.05.2022 - 12:08 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ach? Gesetz auch gelesen?
Die Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln ist eine bundesbehördliche Anordnung und wird auch von dieser überwacht und durchgesetzt (Polizei oder Ordnungsamt).
Die Verkehrsträger sind nicht verpflichtet diese Aufgabe zu übernehmen, da die Maskenpflicht nicht Teil des Beförderungsvertrages ist.

Und auf welcher Basis haben dann LH und viele andere Gesellschaften bisher die Maskenpflicht durchgesetzt und damit Passagiere zum Maskentragen gezwungen oder Maskenverweigerer von Flügen ausgeschlossen?

Mir scheint, diese neue Argumentation impliziert vergangenes Fehlverhalten der Gesellschaften, da die Airlines ja nie wirklich verpflichtet waren, Maskenpflicht auch durchzusetzen und stattdessen ein unverbindlicher Hinweis auf Maskenpflicht über Lautsprecher gereicht hätte.

Ist DE jetzt ein Rechts- oder ein Bananenstaat, in dem sich jede Firma aussuchen kann, welche Gesetze sie zu befolgen gedenkt?
Ein Rechtsstaat. Denn man kann sich die Auslegung von Gesetzen nicht einfach so wünschen ;-)

S.o. ... das gilt auch für die Airlines, die hier nach über 2 Jahren ihre Auslegung dieses Gesetzes entsprechend ihrer Wünsche geändert haben.
Beitrag vom 28.05.2022 - 12:11 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Es ist aber auch wirklich einfach nur noch absurd.

Da widerspreche ich nicht mal. Hatten wir hier schon vor 2-3 Wochen mal.
Alle on oder alle off wäre sicher einfacher und nachvollziehbarer für Bürger, der Corona-Sch... nervt sowieso nur noch, etc.

Aber so als Fluggesellschaft kann man mMn nicht so einfach hier die Entscheidung treffen "och nö, keine Lust mehr" ...
Der Rückgriff auf das vermeintliche Sicherheitsargument zieht auch nicht so wirklich, da das die letzten 2 Jahre auch kein Thema war.

Dieser Beitrag wurde am 28.05.2022 12:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.05.2022 - 21:55 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ach? Gesetz auch gelesen?
Die Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln ist eine bundesbehördliche Anordnung und wird auch von dieser überwacht und durchgesetzt (Polizei oder Ordnungsamt).
Die Verkehrsträger sind nicht verpflichtet diese Aufgabe zu übernehmen, da die Maskenpflicht nicht Teil des Beförderungsvertrages ist.

Und auf welcher Basis haben dann LH und viele andere Gesellschaften bisher die Maskenpflicht durchgesetzt und damit Passagiere zum Maskentragen gezwungen oder Maskenverweigerer von Flügen ausgeschlossen?
Auf der Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, welche am 25. 5 ausgelaufen ist.

Mir scheint, diese neue Argumentation impliziert vergangenes Fehlverhalten der Gesellschaften, da die Airlines ja nie wirklich verpflichtet waren, Maskenpflicht auch durchzusetzen und stattdessen ein unverbindlicher Hinweis auf Maskenpflicht über Lautsprecher gereicht hätte.
Es gilt zu unterscheiden zwischen der Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln generell und den Auflagen durch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Die Mitarbeitenden sind danach zu schützen und zu sagen, Maske auf wenn ein FB in der Nähe ist, wäre nicht praktikabel.
Jetzt gilt die ASV nicht mehr und die Überwachung und Durchsetzung der Einhaltung der allgemeinen Maskentragpflicht in Verkehrsmitteln ist nicht Aufgabe der Beförderer. Somit ist ein Beförderer, der nur auf die Tragepflich hinweist jedoch diese nicht (mehr) durchsetzt, legal.
Woraus leiten Sie denn ein Fehlverhalten ab, wenn Sie sich auf Gesetze beziehen?

Ist DE jetzt ein Rechts- oder ein Bananenstaat, in dem sich jede Firma aussuchen kann, welche Gesetze sie zu befolgen gedenkt?
Ein Rechtsstaat. Denn man kann sich die Auslegung von Gesetzen nicht einfach so wünschen ;-)

S.o. ... das gilt auch für die Airlines, die hier nach über 2 Jahren ihre Auslegung dieses Gesetzes entsprechend ihrer Wünsche geändert haben.
S.o. die Rechtslage hat sich seit 25. 5 geändert.

Dieser Beitrag wurde am 28.05.2022 21:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2022 - 01:34 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (570 Beiträge)
@contrail55 @ericM

In gewisserweise kann ich LH schon verstehen. Dieses "ausbaden müssen" des völligen Versagens der Politik in dieser Frage (uneinheitliche deutsche, europäische und internationale Regeln bei der Masken(nicht)pflicht) kann einer Airline eigentlich nicht zugemutet werden.

Dazu kommt das in der Gesellschaft allgemein der Respekt von Menschen untereinander und gegenüber staatlichen REGELN (eine Maskenpflicht besteht halt nun mal staatlicherseits immer noch für bestimmte Bereiche, u.a. in Flugzeugen) völlig abnimmt.

Und eben der Staat sich aber aus der Durchsetzung dieser eigenen Regeln immer mehr raushält (u.a. das Gewaltmonopol besteht schon lange nicht mehr).
Das kann man auch im ÖPNV gut beobachten, wo Ordnungskräfte (die extra dafür da sind!) solche und andere Verstöße geflissentlich übersehen.

Da läuft ganz allgemein in der Gesellschaft etwas falsch.

Um zum Thema zurückzukommen:
es ist ja ein erwiesener Fakt das in den letzten Jahren Konflikte Paxe./.Paxe, Paxe./.Personal (manchmal auch andersherum...) auf Flügen, davor und danach, signifikant zunehmen. Nicht nur wegen der Maskenpflicht. Das begann bereits Jahre vor Covid. Siehe u.a.:

 https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/immer-mehr-randale-in-flugzeugen-wegen-der-maskenpflicht-17371736.html

Und sowas manchmal auch schwer eskalieren kann. Was dann auch die Sicherheit des Fluges insgesamt gefährden kann (glücklicherweise ist noch nichts dramatisches passiert).

Und hier macht es sich m.E. LH (und andere) ein wenig zu einfach. Die Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit an Bord ist nunmal die Aufgabe der Airline! Da hilft ein "Hinwegsehen" nur bedingt, es kann m.E. sogar die Konfliktspirale anheizen (wenn ein anderer Pax das nun überhaupt nicht gut findet, weil er sich gesundheitlich gefährdet sieht und nun ebenfalls den Konflikt sucht...).

Vielleicht sollten auch die europäischen Airlines über den Einsatz speziell geschulter (und ausgerüsteter) Sicherheitskräfte (Air- Marshalls) nachdenken und diese einsetzen?

Kostet Geld (ja ich weiß, die Kosten müssen runter...), aber bei der Sicherheit, und allem was diese verbessert, sollte und darf nicht gespart werden (wie eben auch bei der Technik dem Können/ der Ausbildung vorne und hinten uvam. was zur Flugsicherheit beiträgt).
Beitrag vom 29.05.2022 - 15:21 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ach? Gesetz auch gelesen?
Die Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln ist eine bundesbehördliche Anordnung und wird auch von dieser überwacht und durchgesetzt (Polizei oder Ordnungsamt).
Die Verkehrsträger sind nicht verpflichtet diese Aufgabe zu übernehmen, da die Maskenpflicht nicht Teil des Beförderungsvertrages ist.

Und auf welcher Basis haben dann LH und viele andere Gesellschaften bisher die Maskenpflicht durchgesetzt und damit Passagiere zum Maskentragen gezwungen oder Maskenverweigerer von Flügen ausgeschlossen?
Auf der Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, welche am 25. 5 ausgelaufen ist.
[...]
S.o. ... das gilt auch für die Airlines, die hier nach über 2 Jahren ihre Auslegung dieses Gesetzes entsprechend ihrer Wünsche geändert haben.
S.o. die Rechtslage hat sich seit 25. 5 geändert.

Danke für die Info.
Hätte der Artikel bzw der sprecher der LH über den wirklichen Grund auch nur ein Wort verloren, so etwa in der Form von:

"Wir werden seit 25.5. vom Arbeitsschutz-Gesetz nicht mehr gezwungen unsere Mitarbeiter dadurch vor Ansteckungen zu schützen, dass Passagiere Masken tragen, also tun wir das jetzt auch nicht mehr."

wäre der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung einfacher zu erkennen gewesen.
Stattdessen werden angebliche Sicherheitsprobleme bei der Durchsetzung der Maskenpflicht vorgeschoben.

Typisch...

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2022 15:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2022 - 15:33 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
@contrail55 @ericM

In gewisserweise kann ich LH schon verstehen. Dieses "ausbaden müssen" des völligen Versagens der Politik in dieser Frage (uneinheitliche deutsche, europäische und internationale Regeln bei der Masken(nicht)pflicht) kann einer Airline eigentlich nicht zugemutet werden.


Das deutsche Steuerrecht, das komplizierteste der Welt, muten wir auch jeder Firma zu.
Das ist mal genau gar kein Argument...

Dazu kommt das in der Gesellschaft allgemein der Respekt von Menschen untereinander und gegenüber staatlichen REGELN (eine Maskenpflicht besteht halt nun mal staatlicherseits immer noch für bestimmte Bereiche, u.a. in Flugzeugen) völlig abnimmt.

Nur in bestimmten Kreisen.
Das wäre mit einer entsprechend robusten Durchsetzung korrigierbar.

Und eben der Staat sich aber aus der Durchsetzung dieser eigenen Regeln immer mehr raushält (u.a. das Gewaltmonopol besteht schon lange nicht mehr).

Bitte was?
Beitrag vom 29.05.2022 - 16:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (570 Beiträge)
@contrail55 @ericM

In gewisserweise kann ich LH schon verstehen. Dieses "ausbaden müssen" des völligen Versagens der Politik in dieser Frage (uneinheitliche deutsche, europäische und internationale Regeln bei der Masken(nicht)pflicht) kann einer Airline eigentlich nicht zugemutet werden.


Das deutsche Steuerrecht, das komplizierteste der Welt, muten wir auch jeder Firma zu.
Das ist mal genau gar kein Argument...

Steuerrecht ist eine gesetzliche verpflichtende Regelung, die vom Staat - bei Nichteinhaltung - entsprechend durchgesetzt und sanktioniert wird (allerdings auch nicht gleich bei allen: bestimmte Firmen, mit entsprechenden Konstruktionen und guten Steuer"beratern" können sich diese dem gut entziehen, z.B. mit 'Filialen' in Steuerparadiesen).

Bei der Maskenpflicht ist das eben nicht so: die wird vom Staat und seinen Institutionen nicht (mehr) stringend durchgesetzt.

Dazu kommt das in der Gesellschaft allgemein der Respekt von Menschen untereinander und gegenüber staatlichen REGELN (eine Maskenpflicht besteht halt nun mal staatlicherseits immer noch für bestimmte Bereiche, u.a. in Flugzeugen) völlig abnimmt.

Nur in bestimmten Kreisen.

Dann fahren Sie mal ÖPNV oder Fahrrad. Diese 'bestimmten Kreise' werden immer größer und erstreckten sich mittlerweile über alle Gesellschaftsschichten.

Das wäre mit einer entsprechend robusten Durchsetzung korrigierbar.

Richtig, aber eben DAS geschieht nicht.

Und eben der Staat sich aber aus der Durchsetzung dieser eigenen Regeln immer mehr raushält (u.a. das Gewaltmonopol besteht schon lange nicht mehr).

Bitte was?

S.o..
Und falls Sie auf das von mir erwähnte "Gewaltmonopol" reflektieren: schauen/lesen Sie keine Nachrichten? Auf dem Papier (GG) steht das - klar, aber in der Praxis!? Fragen Sie nur mal Polizisten die beim Fußball zum Einsatz müssen oder in der Clankriminalität ermitteln,mit was die konfrontiert werden.
Beitrag vom 29.05.2022 - 16:39 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Und falls Sie auf das von mir erwähnte "Gewaltmonopol" reflektieren:
tu ich
schauen/lesen Sie keine Nachrichten? Auf dem Papier (GG) steht das - klar, aber in der Praxis!? Fragen Sie nur mal Polizisten die beim Fußball zum Einsatz müssen oder in der Clankriminalität ermitteln,mit was die konfrontiert werden.

Das Gewaltmonopol bestimmt, wer Gewalt einsetzen darf. In Deutschland ist das der Staat. Nicht nur auf dem Papier, sondern gerade auch in der Praxis.
Es bestimmt - natürlich - nicht, wer es versucht ohne es zu dürfen.

Versuche, das saatliche Gewaltmonopol (wo es existierte) zu umgehen, gab es auch schon immer.
Nennt sich "Verbrechen".
Beitrag vom 29.05.2022 - 19:04 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
> Alles ist durchsetzbar, aber die Kosten (nicht monetär gemeint) werden teilweise nicht dem Nutzen gerecht.

Andererseits beschließt die LH damit schlicht, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu wollen.
Im entsprechenden Gesetz steht ja kein Passus "aber nur falls die Kosten dem Nutzen gerecht werden".
Ach? Gesetz auch gelesen?
Die Maskentragepflicht in Verkehrsmitteln ist eine bundesbehördliche Anordnung und wird auch von dieser überwacht und durchgesetzt (Polizei oder Ordnungsamt).
Die Verkehrsträger sind nicht verpflichtet diese Aufgabe zu übernehmen, da die Maskenpflicht nicht Teil des Beförderungsvertrages ist.

Und auf welcher Basis haben dann LH und viele andere Gesellschaften bisher die Maskenpflicht durchgesetzt und damit Passagiere zum Maskentragen gezwungen oder Maskenverweigerer von Flügen ausgeschlossen?
Auf der Grundlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, welche am 25. 5 ausgelaufen ist.
[...]
S.o. ... das gilt auch für die Airlines, die hier nach über 2 Jahren ihre Auslegung dieses Gesetzes entsprechend ihrer Wünsche geändert haben.
S.o. die Rechtslage hat sich seit 25. 5 geändert.

Danke für die Info.
Hätte der Artikel bzw der sprecher der LH über den wirklichen Grund auch nur ein Wort verloren, so etwa in der Form von:

"Wir werden seit 25.5. vom Arbeitsschutz-Gesetz nicht mehr gezwungen unsere Mitarbeiter dadurch vor Ansteckungen zu schützen, dass Passagiere Masken tragen, also tun wir das jetzt auch nicht mehr."

wäre der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung einfacher zu erkennen gewesen.
Stattdessen werden angebliche Sicherheitsprobleme bei der Durchsetzung der Maskenpflicht vorgeschoben.

Typisch...
Na ja, sonst wird von keinem anderen Arbeitgeber verlangt sich zu erklären, warum er einer geänderten Gesetzeslage folgend die Belegschaft der Seuche zum Fraß vorwirft. Außer Ihnen scheint es kaum jemanden zu stören, im Gegenteil. Typisch... ;-)
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