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Beitrag vom 21.07.2021 - 07:48 Uhr
Usermarkussommer
User (148 Beiträge)
Ich wünsche der Linksfraktion einmal so eine Situation.
Ach ich habe vergessen, die Linken fliegen ja nicht.... mit wizzair, sondern Business-Class bei LH.
Beitrag vom 21.07.2021 - 08:15 Uhr
Usermuckster
User (114 Beiträge)
"Wenn 16 Streifenwagen der Polizei anrücken müssen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Situation am Gate aus dem Ruder gelaufen war. Trotzdem wurde das Personal nicht in Sicherheit gebracht und es wurden keine Ermittlungen eingeleitet oder Anzeigen geschrieben. Für mich ist das ein völlig falsches Zeichen."

Stimmt, aber will uns jetzt ausgerechnet die Linkspartei etwas über öffentliche Sicherheit oder den richtigen Umgang mit kriminellen Ausländern erzählen? Dass ich nicht lache.
Beitrag vom 21.07.2021 - 08:29 Uhr
UserVB
User (254 Beiträge)
Es wäre ganz schön zu wissen, warum die Maschine an Tag A ausgefallen und an Tag B verspätet war. War das die Verantwortung von Wizzair oder höhere Gewalt? Das geht aus dem Artikel nicht hervor.

Bei Verantwortung von Wizzair:
Da hätte ich das Nachtflugverbot nicht aufgehoben, sondern da hätte sich Wizzair etwas einfallen lassen müssen. Dass die Bundespolizei hier den für sie einfacheren Weg gesucht und Druck ausgeübt hat, dass der Flug in der Nacht startet, ist menschlich nachvollziehbar. Aber das darf nicht Schule machen - dann kann man Gesetze und Verordnungen auch gleich streichen, wenn sie außer Kraft treten, wenn es unbequem wird.
Im Zweifelsfall hätte Wizzair die Paxe nach CGN o. ä. mit Bussen fahren müssen - andere Fluggesellschaften machen das ja auch in umgekehrter Richtung, wenn bei Verspätungen die Maschinen zu spät ankommen.

Bei höherer Gewalt:
In einem so begründeten Ausnahmefall ist es richtig, dass das Ausnahmemöglichkeiten des Nachtflugverbotes genutzt wurden.

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2021 08:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.07.2021 - 09:15 Uhr
User4UPilot
User (337 Beiträge)
"Passagiere "erzwingen" Ausnahme von Nachtflugverbot"

Alle Macht dem Volke :)
Beitrag vom 21.07.2021 - 09:19 Uhr
UserViri
User (908 Beiträge)
Puh, also als Crew würde ich mich da nicht wohlfühlen. Wenn 16 Streifenwagen anrücken müssen und die Passagiere sich ihren Willen erzwingen, will ich nicht wissen, was für ne Bambule dann an Bord erst los sein muss.
Beitrag vom 21.07.2021 - 10:49 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (431 Beiträge)
Der Fehler ist wohl eher, das man die Maschiene nicht sofort wieder raus geschickt hat und 2x Mal die Ausnahmegenehmigung verweigert hat. Dann wäre der Flieger um 23 Uhr irgendwas ohne Tamtam raus.

Etwas augenmaß und verständnis hätte das Problem lange vorher gelöst, insofern kann ich die Paxe nur beglückwünschen.
Beitrag vom 21.07.2021 - 11:18 Uhr
User2ndSEG
User (248 Beiträge)
Sorry, aber hier sehe ich die Verantwortung ganz alleine bei WizzAir!

Alle Kosten minutiös auf diesen schäbigen Lowcoster abwälzen, Strafzahlungen wegen des Nachtstarts, Kompensationszahlungen an alle Passagiere durchsetzen, etc.

Wer alles auf Kante rechnet und operiert, der muss gnadenlos die Verantwortung dafür tragen, wenns dann halt nicht funktioniert. Vielleicht wird man dann wieder etwas vernünftiger in diesem Karussell des Lowcost-Irrsinns…

Aggression gegen Angestellte kann ich nicht akzeptieren, allerdings habe ich für die Emotionen der sitzen gelassenen Passagiere volles Verständnis.
Beitrag vom 22.07.2021 - 06:31 Uhr
Usermuckster
User (114 Beiträge)
Aggression gegen Angestellte kann ich nicht akzeptieren, allerdings habe ich für die Emotionen der sitzen gelassenen Passagiere volles Verständnis.

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen "zivilem Ungehorsam", um ein vermeintliches Recht oder eine Leistung durchzusetzen, und einem regelrechten Aufruhr, der nur mit sechzehn Streifenwagenbesatzungen in den Griff zu kriegen ist.
Beitrag vom 22.07.2021 - 09:24 Uhr
UserEricM
User (3271 Beiträge)
Wie auch immer die Einsatzleitung Druck auf die Rufbereitschaft der Lärmschutzbeauftragten ausgeübt hat, eine bereits 2 mal verweigerte Genehmigung dann doch zu erteilen, läuft zudem wohl letztendlich auf Rechtsbeugung hinaus...
Beitrag vom 22.07.2021 - 10:07 Uhr
Usercontrail55
User (2832 Beiträge)
Wie auch immer die Einsatzleitung Druck auf die Rufbereitschaft der Lärmschutzbeauftragten ausgeübt hat, eine bereits 2 mal verweigerte Genehmigung dann doch zu erteilen, läuft zudem wohl letztendlich auf Rechtsbeugung hinaus...

Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett?

Die örtlichen Flugbeschränkungen sind im Luftfahrthandbuch (AIP AD 2.20 EDDH) festgeschrieben. Rechtsgrundlage ist § 25 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 Luftverkehrsgesetz.

Der Fluglärmschutzbeauftragte kann von den dort genannten Regelungen im Einzelfall insbesondere dann Ausnahmen zulassen, wenn dies zur Vermeidung erheblicher Störungen im Luftverkehr oder in Fällen besonderen öffentlichen Interesses erforderlich ist.

Da er den Spielraum hat, wird kein Recht gebogen.

Die Frage wäre, wann wusste der Fluglärmschutzbeauftragte was und was nicht? Wenn er nichts über die Lage wusste, dann war es nur ein einfacher Antrag der abgelehnt wurde. Als er dann durch Information der Bundespolizei mehr wusste, Wiedereinreise nach D nicht möglich, Versorgung der 250 Passagiere in der Nacht nicht möglich, Testkapazitäten im Transitraum nicht möglich, ... hat er ein öffentliches Interesse deklariert und die Freigabe erteilt. Soweit die Hintergründe der kompletten dpa Meldung.
Da selbst die Linke keine Anfrage gestellt hat, scheint es da nichts zu bemängeln zu geben.

Das man als Airline mit einem Zeitfenster in einen Airport fliegt, der den Rückflug nicht zulässt, steht auf einem anderen Blatt. Ist aber nicht verboten.
Beitrag vom 22.07.2021 - 10:51 Uhr
UserAir Marshall
User (58 Beiträge)
Am 27.Juni.,08.& 11.Juli ist der Flug laut FR24 ebenfalls nach 23:00Uhr abgeflogen. Lagen hier ähnliche Vorkommnisse und Ausnahmegenehmigungen vor?
Beitrag vom 22.07.2021 - 11:17 Uhr
Usercontrail55
User (2832 Beiträge)
Am 27.Juni.,08.& 11.Juli ist der Flug laut FR24 ebenfalls nach 23:00Uhr abgeflogen. Lagen hier ähnliche Vorkommnisse und Ausnahmegenehmigungen vor?

Genehmigungen auf jeden Fall. Da gibt es wohl eine Zwischenphase bis Mitternacht...

"Eine gute Nachricht gab es für Anwohner: Die Zahl der Nachtflugverspätungen ging im vergangenen Jahr um 42 Prozent zurück. 2019 habe es 678 Fälle gegeben, an denen die Airlines von der Verspätungsregel zwischen 23.00 und 24.00 Uhr Gebrauch gemacht hätten, teilte der Flughafen mit. Im Vorjahr waren es demnach 1174 Flüge. Die Anzahl der Flüge in der Verspätungsstunde entsprach 2019 demnach einem Anteil von rund 0,4 Prozent an den Gesamtflugbewegungen. Am Flughafen gilt ein Nachtflugverbot zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr, nur bei "nachweislich unvermeidbaren Verspätungen" dürfen Flüge bis Mitternacht abgewickelt werden.

"Dieser Erfolg geht auf verschiedene Anstrengungen des Flughafens, der Airlines und der Umweltbehörde zurück: Wir hatten Ordnungswidrigkeitsverfahren mit hohen Gewinnabschöpfungen eingeleitet, eine Bearbeitungsgebühr erhoben und viele Gespräche geführt", sagte Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). "Die Bürgerschaft hatte außerdem den 21-Punkte-Plan beschlossen, den wir konsequent umsetzen." Die Zahl der Verspätungen müsse aber noch weiter sinken."

SZ 3.1.2020
Beitrag vom 22.07.2021 - 11:23 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (431 Beiträge)
Aggression gegen Angestellte kann ich nicht akzeptieren, allerdings habe ich für die Emotionen der sitzen gelassenen Passagiere volles Verständnis.

Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen "zivilem Ungehorsam", um ein vermeintliches Recht oder eine Leistung durchzusetzen, und einem regelrechten Aufruhr, der nur mit sechzehn Streifenwagenbesatzungen in den Griff zu kriegen ist.

Waren sie dabei?

Wenn sie bereits 24 stunden warten, ihre Tests auslaufen und es dann darum geht das sie eine nacht im Flughafen gefangen sind, weil sie weder zurück können / dürfen wegen den Tests, keine Verpflegung verfügbar ist,
und sich auch nicht weiter können, ja bravo, sie will ich sehen.

Und das weil es wohl um wenige Minuten ging, wenn man sich mal überlegt um welche Zeit wir hier sprechen.
Der Flieger wäre wohl irgendwo zw. 11 und 12 raus, wenn man das Tamtam nicht gehabt hätte.

Es sind Zeiten in denen auch Bürokraten einmal mit AUgenmass agieren müssen, das fällt Prinzipienreitern halt schwer.
Aber 200 Leute dort zu lassen ist gelinde gesagt unzumutbar, besonders nach dem Ablauf.
Beitrag vom 22.07.2021 - 14:47 Uhr
UserVJ 101
User (1052 Beiträge)
Wegen ein paar schimpfender Passagiere ein riesen Aufgebot von Bundespolizisten aufzubieten hat mit Sicherheit die Situation weiter aufgeheizt anstatt beruhigt.

Ein paar Wurstbrote, eine Kanne Tee und ein Sozialpädagoge wäre besser gewesen - dann hätte auch erklärt werden können, dass die Hamburger Nachts keinen Fluglärm wünschen.
Beitrag vom 22.07.2021 - 17:28 Uhr
UserEricM
User (3271 Beiträge)
Wie auch immer die Einsatzleitung Druck auf die Rufbereitschaft der Lärmschutzbeauftragten ausgeübt hat, eine bereits 2 mal verweigerte Genehmigung dann doch zu erteilen, läuft zudem wohl letztendlich auf Rechtsbeugung hinaus...

Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett?

Wenn der Antrag an dem Abend bereits 2 mal abgelehnt wurde, kann die die polizeiliche Einsatzleitung keine Angaben mehr nachliefern, die eine Genehmigung im legalen Rahmen erlauben würde.

"Die Passagiere sind sauer" oder "Die Passagiere randallieren" oder "ich hab hier zuwenig Personal" ist alles kein anerkannter Genehmigungsgrund für eine Ausnahme vom Nachtflugverbot.

Auch wenn ich Verständnis für eine Einsatzleitung habe, die den Druck, den sie hat, weiterreicht: Funktionieren hätte das nicht dürfen ...

Und mein Mitleid mit den Passagieren einer knallharten Billigst-Airline, die es schafft sogar die Mindeststandards in Puncto Service, Beschäftigungsverhältnisse und, äh, Generierung von "Zusatzeinnahmen" von Passagieren von Ryanair zu unterlaufen hält sich - sorry - in engen Grenzen.
You get what you pay for ...

Dieser Beitrag wurde am 22.07.2021 17:38 Uhr bearbeitet.
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