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Beitrag vom 14.03.2025 - 10:28 Uhr
UserJochen Hansen
User (316 Beiträge)
Moin,

absolut richtige Entscheidung!

Nach dem Drama mit den Geheimdienstinformation, Maxar Daten und Ziererfassung des HIMARS System in der Ukraine nicht verwunderlich.

Nachdem der US-Außenminister auf dem Weg zu den Verhandlungen mit den Ukrainern in Saudi-Arabien betont, "dass die USA momentan nicht planen, Russland militärisch in dem Konflikt zu unterstützen" frage ich mich, was für Gestalten momentan im Weißen Haus eigentlich an den Hebeln sitzen?

Die USA sind momentan definitiv keine Verbündeten, sondern Systemrivalen.

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 14.03.2025 - 11:43 Uhr
UserFW-Condor
User (247 Beiträge)
Und es ist ja nicht so, dass wir Europäer keine Alternativen im Angebot hätten. Warum sind den die Euro-Fighter bis heute nicht für die US-Kernwaffen qualifiziert? Weil es gewisse Herren nicht möchten?
Es klingt jetzt so platt wie die Sprüche von Trump: Europäer kaufen EU-Produkte, es ist sicher sinnvoll, wenn unser Geld bei uns bleibt.
Beitrag vom 14.03.2025 - 11:45 Uhr
User-wolf-
User (451 Beiträge)
Die letzte Generation des Eurofighter ist 4+. Austausch der fast 30 Jahre alten Jets und Käufe anstelle von einigen F35 haben fast 200 Bestellungen in die Auftragsbücher gespült.

Und nachdem DE ja auch Exporten an die Araber wieder zugestimmt hat dürfte da auch noch einiges kommen.
Beitrag vom 14.03.2025 - 13:48 Uhr
UserHHPit
User (16 Beiträge)
Sprechen Sie mal mit KSK Soldaten, wie deren Erfahrungen mit unserem großen Bruder in Afghanistan waren.
Die US amerikanischen Kollegen hatten mehr als nur einmal eine hidden agenda und waren jederzeit bereit dafür ihre Verbündeten im Stich zu lassen.
Durch DT ist dies nur noch brutaler und offensichtlicher geworden.
Beitrag vom 14.03.2025 - 13:49 Uhr
UserXOR
User (92 Beiträge)
Die F35 wird sowieso krass überbewertet.
Beitrag vom 14.03.2025 - 14:02 Uhr
Userrambazamba123
User (822 Beiträge)
Die F35 wird sowieso krass überbewertet.

Diese Aussage kann man aber auch nur fällen, wenn man sich nur die technischen Daten anschaut, was natürlich Unsinn ist.

Ist ja kein Flugzeug-Quartett, wo man einfach auf Schub, Anzahl der Triebwerke, Marschgeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, oder maximale Bewaffnung schaut und dann die Karten von Eurofighter, Gripen, Rafale, MiG, oder Suchoi daneben legt.

Das die F35 nicht für Dogfights und offene Auseinandersetzungen konzipiert wurde, ist klar. Aber das braucht sie auch gar nicht und das ist heutzutage auch kein wirkliches Kriterium mehr. Bis der Gegner aus der Entfernung, oder je nach Einsatzszenario auch aus der Nähe, merkt was los ist, ist es schon lange zu spät.

Im Verbund mit den Systemen, die sie unterstützen und mit denen sie vernetzt ist, ist die F35 akzuell das mit Abstand beste Kampfflugzeug dieses Planeten, da ändern auch die vielen technischen Probleme, die das Gerät hatte, oder hat, als auch die hohen Instandhaltungskosten, nichts entscheidendes. Da gibt es nicht mal ansatzweise ein System, was da mithalten kann, auch europäisch nicht - leider.

�ber 1.000 produzierte Exemplare + eine lange Bestellliste mit insgesamt über 3.400 Exemplaren sprechen für sich.

Aber genau hier liegt der Knackpunkt, warum viele Länder, außer den USA selbst und Israel, ob der neuen Unberechenbarkeit und dem Vertrauensverlust gegenüber der USA die Stirn runzeln.

Die F35 ist genau so lange die Königin der Lüfte, wie sie mit den unzähligen Aufklärungs-, Spionage- und Zieldaten der USA versorgt wird.


Den Eurofighter hat man übrigens nicht für die nukleare Teilhabe zertifiziert, weil es dem Deutschen Erbesnzähler zu teuer war und man ja seiner Zeit noch die Tornado weiter auslutschen konnte.

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2025 14:22 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.03.2025 - 14:19 Uhr
UserXOR
User (92 Beiträge)
Die F35 wird sowieso krass überbewertet.

Diese Aussage kann man aber auch nur fällen, wenn man sich nur die technischen Daten anschaut, was natürlich Unsinn ist.

Ist ja kein Flugzeug-Quartett, wo man einfach auf Schub, Anzahl der Triebwerke, Marschgeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, oder maximale Bewaffnung schaut und dann die Karten von Eurofighter, Gripen, Rafale, MiG oder Suchoi daneben legt.

Das die Kiste nicht für Dogfights und offene Auseinandersetzungen konzipiert wurde, ist klar. Aber das braucht sie auch nicht wirklich. Bis der Gegner aus der Entfernung merkt was los ist, ist es schon lange zu spät.

Im Verbund mit den Systemen, die sie unterstützen und mit denen sie vernetzt ist, ist die F35 akzuell das mit Abstand beste Kampfflugzeug dieses Planeten. Da gibt es nicht mal ansatzweise ein System, was da mithalten kann, auch europäisch nicht - leider.

Aber genau hier liegt der Knackpunkt, warum viele Länder, außer den USA selbst und Israel, ob der neuen Unberechenbarkeit und dem Vertrauensverlust gegenüber der USA die Stirn runzeln.

Die F35 ist genau so lange die Königin der Lüfte, wie sie mit den unzähligen Aufklärungs-, Spionage- und Zieldaten der USA versorgt wird.

Den Eurofighter hat man übrigens nicht für die nukleare Teilhabe zertifiziert, weil es dem Deutschen Erbesnzähler zu teuer war und man ja seiner Zeit noch die Tornado weiter auslutschen konnte.

Da wäre ich mir nicht so sicher.

Die früheren Ausführungen der F35 verwenden im Grunde nur aufgewärmtes Zeug aus anderen Programmen weil man so das durch das dämliche all-in-one Konzept enorm hohe Entwicklungsrisiko minimieren wollte.

In dem Kontext war die F22 für die F35 in etwa das was der A380 für den A350 war nur muss man sich den dann als konsequentes Downgrade vorstellen auch wenn das mit Block4 jetzt anders wird.

Man darf auch nicht vergessen dass sich die F35 auch über den Preis verkauft.



Den Tornado kann man übrigens noch länger auslutschen denn er wird gerade grundlegend überholt wobei der mittlere Rumpf sogar neu gebaut wird!

Die F35 sind für Deutschland im Grunde unnötig.
Beitrag vom 14.03.2025 - 14:40 Uhr
UserReal Dreamliner
"Konstrukteur"
User (434 Beiträge)
Die richtige Entscheidung und eine Entscheidung, die ich auch von unseren Leuten erwarte, die sich verantwortliche Politiker nennen.
Leider sind die gerade mit Totalverschuldung und Verfassungsschändung beschäftigt...
Beitrag vom 14.03.2025 - 14:45 Uhr
Userrambazamba123
User (822 Beiträge)
Die F35 wird sowieso krass überbewertet.

Diese Aussage kann man aber auch nur fällen, wenn man sich nur die technischen Daten anschaut, was natürlich Unsinn ist.

Ist ja kein Flugzeug-Quartett, wo man einfach auf Schub, Anzahl der Triebwerke, Marschgeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, oder maximale Bewaffnung schaut und dann die Karten von Eurofighter, Gripen, Rafale, MiG oder Suchoi daneben legt.

Das die Kiste nicht für Dogfights und offene Auseinandersetzungen konzipiert wurde, ist klar. Aber das braucht sie auch nicht wirklich. Bis der Gegner aus der Entfernung merkt was los ist, ist es schon lange zu spät.

Im Verbund mit den Systemen, die sie unterstützen und mit denen sie vernetzt ist, ist die F35 akzuell das mit Abstand beste Kampfflugzeug dieses Planeten. Da gibt es nicht mal ansatzweise ein System, was da mithalten kann, auch europäisch nicht - leider.

Aber genau hier liegt der Knackpunkt, warum viele Länder, außer den USA selbst und Israel, ob der neuen Unberechenbarkeit und dem Vertrauensverlust gegenüber der USA die Stirn runzeln.

Die F35 ist genau so lange die Königin der Lüfte, wie sie mit den unzähligen Aufklärungs-, Spionage- und Zieldaten der USA versorgt wird.

Den Eurofighter hat man übrigens nicht für die nukleare Teilhabe zertifiziert, weil es dem Deutschen Erbesnzähler zu teuer war und man ja seiner Zeit noch die Tornado weiter auslutschen konnte.

Da wäre ich mir nicht so sicher.

Die früheren Ausführungen der F35 verwenden im Grunde nur aufgewärmtes Zeug aus anderen Programmen weil man so das durch das dämliche all-in-one Konzept enorm hohe Entwicklungsrisiko minimieren wollte.

In dem Kontext war die F22 für die F35 in etwa das was der A380 für den A350 war nur muss man sich den dann als konsequentes Downgrade vorstellen auch wenn das mit Block4 jetzt anders wird.

Man darf auch nicht vergessen dass sich die F35 auch über den Preis verkauft.



Den Tornado kann man übrigens noch länger auslutschen denn er wird gerade grundlegend überholt wobei der mittlere Rumpf sogar neu gebaut wird!

Die F35 sind für Deutschland im Grunde unnötig.

Doch, da bin ich mir sogar sehr sicher. Keine Rüstungindustrie der Welt bietet momentan eine Plattform - und das ist das Entscheidende-, wie die der F35, so sehr mir das selbst auch nicht schmeckt, wenn ich es aus europäischer Sicht betrachte, aber es mich zumindest im Hinblick auf z.B. Russland freut, da deren SU-57 tatsächlich nur ein minimal vebessertes zusammengerührtes Zeug aus viel Alt und etwas Neu ist, aber allein schon die Tarnkappenfähigkeit von echter Gen 5 nicht erfüllt. Eher ein modern aussehendes Gen4 / Gen4+ Modell, welches aber auch nur in geringer Stückzahl produziert und wird.

Die F35 ist zudem bereits erfolgreich in Konflikten kampferprobt.

Die F35 ist darüberhinaus mit der F22 auch nicht wirklich vergleichbar.

Das eine ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das andere ein Luftüberlegenheitsjäger.

Da die F22 nicht exportiert und auch nicht mehr gebaut wird, die USA damit über die einzige Flotte dieses Typs verfügen, haben die USA hier in Kombination leider das Beste was aktuell am Markt ist.

Das ist übrigens auch dann der Punkt, der den Vergleich F35 zu F22 sowieso obsolet macht, denn kein anderes Land hat F22, oder wird sie je bekommen. Daher muss hier stets der Vergleich F35 zu etwas Anderem erfolgen. Und der ist ob der von mir oben genannten Dinge eindeutig.

Wo ich Dir recht gebe ist: Deutschland sollte sich den Kauf der F35 nach den Lehrstunden der vergangenen 4 Wochen noch einmal mehr als gut überlegen, ggf. den Eurofighter teuer nachzertifizieren, ansonsten, wie angesprochen, die Tornado weiter "auslutschen".

@Real Dreamliner:

Die richtige Entscheidung und eine Entscheidung, die ich auch von unseren Leuten erwarte, die sich verantwortliche Politiker nennen.

Volle Zustimmung, die kommende neue Bundesregierung sollte sich das nochmal genau anschauen.

Leider sind die gerade mit Totalverschuldung und Verfassungsschändung beschäftigt...

Diese Entscheidung ist aus meiner bescheidenen Sicht in der Sache unausweichlich und als absolut richtig zu betrachten, wenn man sich die derzeit geschaffenen weltweiten Realitäten genau betrachtet und dabei seine parteipolitische Brille, egel welcher Farbe, vom Gesicht nimmt.

Geschlafen hat man in Deutschland seit allerspätestens anfang der 2000er Jahre viel zu lange und gutgläubig, sogar bis zu allerletzt wollte man es nicht wahrhaben und hat es ignoriert. die horrende Rechnung dafür wird uns gerade durch die Realität präsentiert.

Allerdings habe ich hierzu auch Anmerkungen:

Wichtig ist, dass man, bevor man das Geld im großen Stil anfängt auszugeben, als erstes einmal endlich eine grundlegende Ã?berarbeitung des Beschaffungswesens angeht und das pronto.

Dieser Sumpf muss zwingend trockengelegt werden. Z.B. Frankreich und Japan schaffen es aus vergleichbaren Summen des deutschen Wehretats wesentlich mehr herauzuholen und dabei auch noch größere Armeestrukturen in Betrieb zu halten. Der Saustall in Koblenz (anders kann man das nicht bezeichnen) muss dringend aufgeräumt werden.

Schluss auch mit der Bestellung von goldenen Balkönchen und Verzierungen, um eierlegende Wollmilchsäue zu züchten, die die Kosten stark nach oben treiben und am Ende völlig am Einsatzzweck vorbei laufen, kompliziert und extrem teuer im Betrieb und in der Wartung, als auch unzuverlässig werden. Massenware von der Stange, am Besten Sammelbestellungen mit anderen Partnern in der EU bei Rüstungsbetrieben in der EU muss das Konzept sein.

Ich hoffe, dass Herr Pistorius uns als Verteidigungsminister erhalten bleibt und ihm vom wahrscheinlich kommenden Kanzler Merz nicht so viele Steine in den Weg gelegt werden, wie vom baldigen Kanzler a.D. Scholz, dem seine parteipolitischen Machtspielchen wichtiger waren, nachdem Pistorius zu viel gute Arbeit abgeliefert hat und er in der SPD-Wählerschaft zu beliebt und damit gefährlich wurde. Im Gegenteil, man sollte ihm den Rücken stärken, um grundlegende strukturelle Ã"nderungen mit voller Härte angehen zu können. Für meine Begriffe ist Pistorius, trotz einer auf den Rücken festgebundenen Hand, bislang der beste Verteidigungsminister, den wir seit Ewigkeiten hatten.

Das gilt auch für die zivile Seite was angehende Infrastrukturprojekte angeht.

Die Devise muss insgesamt lauten zu entbürokratisieren, entschlacken, vereinfachen, ausdünnen. Und auch hier Tempo Tempo Tempo.

Das ist der wichtigste Grundstein überhaupt, bevor man loslegt und kopflose Bestellungen tätigt.

Ansonsten verbrennt man einen erheblichen Teil der Mehrausgaben für die Verteidigung, als auch des neuen Sondervermögens für die Infrastruktur im Bürokratie- und Beschaffungsapparat. Das muss allen klar sein.

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2025 15:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.03.2025 - 15:09 Uhr
UserJochen Hansen
User (316 Beiträge)
Moin,

jeder dachte, es wird bei DT1 funktionieren, ich kaufe bissl Ami-Zeug und dann wird der Verrückte mit dem Selbstbräuner schon Ruhe geben.
Da aber DT2 mehr Zeit hatte, um sich vorzubereiten, sind mittlerweile nur Ja-Sager im Weißen Haus. Somit ist die F35 ein absolutes Risiko.

Man stelle sich nur vor, was Norwegen (mit Spitzbergen) oder Dänemark (mit Grönland) erwarten bzw. wenn DT verhindern möchte, dass die Europäer ihre NATO-Ostgrenze schützen oder Friedenstruppen in der Ukraine stellen und auch eine Luftüberwachung darstellen wollen. Da wird dieses Flugzeug im Verbund ganz schnell im Oval Office still gelegt und Lockheed guckt nur in die Röhre.
Der Eurofighter benötigt dringend ein upgrade und es müssen alle (Europäer und andere Kunde wie Japan etc.) an den Tisch, um ggf. GCAP & FCAS zu vereinen.

Gruß,
Jochen

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 14.03.2025 - 15:28 Uhr
Userrambazamba123
User (822 Beiträge)
Der Eurofighter benötigt dringend ein upgrade

Ja.

und es müssen alle (Europäer und andere Kunde wie Japan etc.) an den Tisch, um ggf. GCAP & FCAS zu vereinen.

Ja, hier sollten sowohl die beteiligten Länder, als auch die beteiligten Rüstungskonzerne über Ihren eigenen Schatten springen, alles zusammenlegen und mit höchstmöglicher Geschwindigkeit das Projekt in einer gemeinsamen Kraftanstrengung binnen kürzester Zeit auf den Markt bringen und nicht erst Mitte der 2030er. Möglich ist es, wenn es einen politischen und wirtschaftlichen Willen dazu gibt. Der Knall aus dem weißen Haus sollte eigentlich mehr aus laut genug dafür gewesen sein.
Beitrag vom 14.03.2025 - 15:58 Uhr
UserReal Dreamliner
"Konstrukteur"
User (434 Beiträge)
Michael Schöllhorn läßt ja durchblicken, was von der F-35 in einem nicht gefälligen Ernstfall zu erwarten wäre:

 https://futurezone.at/digital-life/airbus-manager-daenenmark-groenland-f-35-aufruestung-europa/403019752

Klar muß man hier die Werbung in eigener Sache berücksichtigen, halte das aber für eine realistische Aussage.
Wenn die USA schon HIMARS blockieren können, dann ganz bestimmt auch eine F-35.
Beitrag vom 14.03.2025 - 18:11 Uhr
Userrambazamba123
User (822 Beiträge)
Am Ende ist es ja nicht allein das Flugzeug.

Auch bei der Bewaffnung der F-35 sind wir mit z.B. der Luft-Luft Rakete AIM-120 AMRAAM derzeit komplett abhängig von den USA. Wenn die bei unseren mickrigen Beständen nichts nachliefern ist auch an der Stelle spätestens nach ein paar Missionen Schluss.

Das europäische Pendant Meteor, welches viel besser als das amerikanische Produkt ist, ist ja immer noch nicht voll in die F-35 integriert. Großbritannien spricht von frühestens 2027.

Gleiches gilt für die Kurzstrecken Luft-Luft AIM-9X Sidewinder, amerikanisches Produkt.

Ich hab noch nichts gelesen, dass eine weitaus bessere Kurzstrecken Luft-Luft Iris-T an ne F-35 passt, oder irgendwann passen soll.

Einzig die Kurzstrecken Luft-Luft AIM-132 ASRAAM aus dem europäischen Hause MBDA passt ran.

Gilt auch Abseits der F-35 für alle möglichen anderen Systeme wie Patriot (eigene Produktion in München frühstens nächstes Jahr, aber sicher auch nur Zusammensetzen von fertigen amerikanischen Bauteilen), HIMARS (Standard und ATACAMS USA only). Usw.

Nutzt ja nix, wenn das Gerät zwar rumfliegen und rumfahren kann, aber einfach keine Munition mehr bekommt, oder falls es doch noch Munition hat, diese aufgrund fehlender Zieldaten nicht mehr programmiert werden kann.

Und bei der F-35 deaktiviert man einfach die Datenlinks und dann wars das mit Einsätzen. Siehe auch Eintrag bei Wiki. Es werden Massenweise Daten gesammelt und ohne Upload nach jedem einzelnen Flug, ist das Flugzeug nicht mehr missionstauglich.

 https://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-35

"Unter anderem wurde das Autonomic Logistics Information System (ALIS) kritisiert, das autonome Logistik-Informationssystem der F-35. ALIS ist Eigentum der Herstellerfirma Lockheed Martin. Dabei handelt es sich um ein Computersystem, das fortlaufend Flugzeugdaten sammelt und analysiert. Diese Daten dienen für die Einsatzplanung, Bedrohungsanalysen, Wartungsdiagnosen und für die Bestellung von Ersatzteilen. Alle Betreiber der F-35, auch die außerhalb der USA, müssen ihre Missionsdateien nebst ALIS-Profilen vor und nach jedem Flug auf den neuesten Stand bringen. Hierfür müssen die Daten aus jeder F-35 ausgelesen und über eine Internetverbindung an den ALIS-Hauptrechner in Texas gesendet werden. Die Prüfberichte des DOT&E bemängeln die unzureichende Cybersicherheit der ALIS-Soft- und Hardware gegenüber Cyberattacken. Weiter werden nach Auffassung einiger F-35-Betreiber zu viele operative Daten der F-35 an die U.S. Army sowie an nichtstaatliche Firmen übermittelt".

Man kann es auch abkürzen: Bei diesen genannten Waffensystemen (und sicherlich noch einer ganze Reihe mehr) ist man auf Gedeih und Verderb komplett von dem Vertrauen abhängig, dass die USA das Zeug im Fall der Fälle nicht aus der Ferne deaktivieren, wenn ihnen nicht passt, was wir damit anstellen. Sicher auch eine top Versicherung für den theoretischen Fall, dass es mal militärisch zwischen USA und seinen (noch?!) Verbündeten knallt. Dann bist Du komplett nackt, wenn Du nicht, wie die Franzosen, fast alles selbst produzierst und jederzeit Herr der Lage bist. Wobei auch die Franzosen nach 2 Tagen Einsatz in Lybien schon bei den USA nach Raketennachschub für Ihre Flugzeuge anklopfen musste, weil die Bestände erschöpft waren.

In der Tiefe haben wir ja so ziemlich gar nichts an Munition, kein einziges europäisches Land, bei keiner einzigen Munitionsgattung. Auch hier muss kräftig produziert werden.

Wir haben aktuell ca. 120 155mm Artilleriegeschütze in der Bundeswehr. Wenn die in einem Konflikt 1 Jahr im Einsatz sein sollen brauchst Du bei 200 Schuss am Tag, was einem normalen Verbrauch entspricht, einfach mal 8,75 Mio 155mm Geschosse samt Zünder und Treibladung im Depot. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wir überhaupt 1 Mio haben = knapp 23 Schuss am Tag = nicht mal 1 Schuss pro Stunde pro Haubitze. Und andere Partner sind ja genau so blank, sonst hätte man der Ukraine ja mal locker flockig 5-10 Mio Geschosse rüberschieben können. Und dann muss das ja auch noch nachproduziert werden. Das neueste und einzig erschaffene Deutsche Werk in den letzten 3 Jahren - *Sarkasmus an* Juhu Zeitenwende *Sarkasmus aus* - schafft mit Glück irgendwann mal 200.000 Schuss pro Jahr auszustoßen. Und passend dazu brauchst Du dann auch noch ein großes Lager an Kaliber L52 Ersatzrohren, da die zwar inoffiziell viel mehr schaffen als angegeben, aber mit 5.000 Schuss offiziell ausgezeichnet sind. Wenn der Preis mit 3.500â?¬ pro 155mm Geschoss noch stimmt, dann kommen wir hier schon auf fast 31 MRD â?¬ für eine Jahresproduktion in dieser Rechnung.

100.000 Soldaten mit einem Sturmgewehr und 200 Schuss Verbrauch am Tag verschleißen 7,3 Milliarden Schuss im Jahr. Haben wir so einen Vorrat? Ich glaube kaum. Sicher nicht mal 100 Millionen Schuss. 100 Mio Schuss = nicht mal 3 Schuss pro Soldat pro Tag.

Nur damit man mal eine Vorstellung davon bekommt, was allein der Nachholbedarf für Deutschland bei seiner kleinen Menge an Gerät und Personal ist, um Vorräte für zwei Waffengattungen für gerade mal 1 Jahr zu haben, ohne dabei die Nachproduktion zu berücksichtigen.

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2025 18:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.03.2025 - 18:53 Uhr
UserGB
User (987 Beiträge)
Könnte mir bitte jemand präzisieren, was mit der Aussage, die Dänen kämen mit ihren F35 gar nicht bis Grönland, eigentlich gemeint war?
Beitrag vom 14.03.2025 - 18:54 Uhr
UserDaemotron
User (153 Beiträge)
Aus portugiesischer Sicht war das sicherlich eine sinnvolle Entscheidung, die sich m.E.n aber nicht 1:1 auf Deutschland übertragen lässt. Die Zertifizierung des EF2k für die B61 war nicht nur ein Tauziehen um Geld, sondern auch ein Erpressungsversuch, den Daumen auf die Systeme zu bekommen. Und das unter Administrationen in Washington, die noch als einigermaßen europafreundlich galten.

Wenn die F35 in Dt'land genau dafür genutzt werden, wofür sie beschafft wurden, sehe ich erst mal kein Problem - ihr Einsatz wäre ohnehin an die Freigabe amerikanischer Kernwaffen gebunden, wie wahrscheinlich das auch immer sein mag (vulgo: die Kisten werden einfach verstauben und keinen echten Zweck erfüllen, außer halt auf dem Papier).

Die Idee, in größerem Umfang F35 nachzubestellen (für andere Einsatzprofile außerhalb der nuklearen Teilhabe) dürfte aber wohl mit DT (hoffentlich) vom Tisch sein. Hier greifen genau die schon beschriebenen Probleme - Wartung, Ersatzteile und v.a. Munition bekommt man derzeit nur aus den USA. Die Integration und Zertifizierung europäischer Systeme (IRIS-T, Meteor) bedingt die Offenlegung aller Details dieser Systeme gegenüber LM - das will aktuell gut überlegt sein (das Wort Systemrivale fiel hier ja schon).

Die Achillesferse Europas liegt jedoch darin, dass wir nicht in der Lage sind, selbst ein Flugzeug der 5. oder gar 6. Generation zu entwerfen - das hat weniger mit fehlender Technologie zu tun, sondern in erster Linie mit viel zu langen Entwicklungszeiten ("Jäger 90" anyone?). Die wiederum sind darauf zurückzuführen, dass mehrere Länder gleichberechtigt nebeneinander am Tisch sitzen, und in jedem Land Wehrbeschaffung, Luftwaffe und Finanzministerium konkurrierend auf die Projekte einwirken. Vielleicht wäre es sinnvoller, sich statt an einer eierlegenden Wollmilchsau totzuentwickeln, lieber zwei oder drei Systeme in Auftrag zu geben, und je einem Land den Lead zu geben (z. B. könnte Schweden auf Basis der Gripen einen günstigen Mehrzweckjäger bauen, Frankreich eine Luftüberlegenheitslösung und Deutschland ein taktisches Angriffsflugzeug). Ja, man hat dann verschiedene Typen, aber möglicherweise schneller verfügbar und pro Stück deutlich günstiger (siehe USA - die versuchen ja auch nicht, alles in ein Flugzeug zu packen). Und wenn alle europäischen Ländern bestellen, lassen sich auch Stückzahlen erzielen, bei denen die Stückkosten zumindest einigermaßen im Rahmen bleiben könnten.

Im �brigen ist es mit den bewaffneten Plattformen nicht getan - Eurofighter, Rafale und Gripen sind daran gewöhnt, von einer Sentry oder einer vergleichbaren Plattform mit Daten versorgt zu werden. Tanker hat Europa ein eigenes Modell, aber eine luftgestütze �berwachungsplattform fehlt.
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