Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Wegner will BER-Nachtflugverbot lockern

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Beitrag vom 04.03.2025 - 18:08 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Ui, da geht ja mal wieder jemand mit vollem Logik-Shields-Up Modus in die Diskussion...

Es sei weder im Interesse der Umwelt noch der Passagiere, wenn Flugzeuge wegen weniger Minuten Verspätung weite Umwege fliegen müssten, sagte der CDU-Politiker

Natürlich nicht, das ist im Interesse der Anwohner, die sonst ständig auch später in der Nacht von der täglich neu überraschend eingetretenen Verspätung geweckt werden

Wegner betonte, dass es sich nicht um Hunderte Maschinen täglich handele, sondern die Zahl überschaubar sei.

Ebenfalls: Natürlich nicht. *facepalm*, schon gar nicht am BER. Aber 4 oder 5 im Abstand von 30 Minuten reichen völlig, um Anwohnern das halbe "Nachtflugverbot" zu versauen.

Wenn er das Nachtflugverbot, das den Ausbau des BER überhaupt erst genehmigungsfähig gemacht hat, schleifen will, sollte er auch klar benennen, welche Konsequenzen das für Anwohner hat, und wieso er denkt, die Anwohner müssten das hinnehmen.
Dann könnte man drüber diskutieren.
Aber so ist das nur eine billig-manipulative Pseudo-Argumentation.
Beitrag vom 04.03.2025 - 19:14 Uhr
UserFRAHAM
User (1284 Beiträge)
Airlines wie Ryanair beklagen immer wieder eine zu strikte Umsetzung. So hätten zwei Maschinen Mitte Februar nach Hannover umgeleitet werden müssen, "weil die Flugsicherung ihnen eine Landung innerhalb von 20 Minuten nach Beginn des Nachtflugverbots am Berliner Flughafen verweigerte", teilte die Billig-Airline mit.

Aha - wir reden also von Ryanair, die wieder ein Mal eine Sonderlocke möchte, weil die aus Wettbewerbsgründen die Flugpläne/Umläufe so weit wie möglich ausreizen. Soll also wieder die Allgemeinheit zu Lasten der Gewinnmaximierung von Ryanair leiden. Und wenn Ryanair sich wegen 20 Minuten beschwert reden wir nicht von 1-5 Minuten �berschreitung sondern von tatsächlich 20 (oder sogar leicht mehr). Da sind die Flüge aber noch so weit von Berlin weg, dass der Flug nach Hannover kein Mehrkoerisin benötigt.
Beitrag vom 04.03.2025 - 19:28 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4338 Beiträge)
"Airlines wie Ryanair beklagen immer wieder eine zu strikte Umsetzung."

'The regels sind the regels'
gilt halt auch für Ryanair.
Beitrag vom 04.03.2025 - 20:18 Uhr
UserKahuna75
User (85 Beiträge)
20 Minuten d'accord. Aber 10 Sekunden sind etwas, da fast man sich an den Kopf. Wir können ja mal ausrechnen, wieviel CO2 durch den Flug nach Hannover und die Busfahrt nach Berlin da unnötigerweise zusätzlich in die Luft geblasen wurde.

 https://www.focus.de/panorama/welt/mit-212-passagieren-an-bord-flieger-kommt-zehn-sekunden-zu-spaet-in-berlin-an-und-muss-in-andere-stadt-fliegen_id_260182338.html

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2025 21:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.03.2025 - 21:02 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Und wenn Ryanair sich wegen 20 Minuten beschwert reden wir nicht von 1-5 Minuten �berschreitung sondern von tatsächlich 20 (oder sogar leicht mehr).

Und sind die 20 Minuten erst mal etabliert, kommt das gleiche Argument mit "Wegen 10 Minuten mehr Verspätung musste ein Flug jetzt nach Hannover ausweichen" und schon sind wir bei 30.
Etc. pp.
Beitrag vom 05.03.2025 - 05:35 Uhr
UserTXL
User (2 Beiträge)
20 Minuten d'accord. Aber 10 Sekunden sind etwas, da fast man sich an den Kopf. Wir können ja mal ausrechnen, wieviel CO2 durch den Flug nach Hannover und die Busfahrt nach Berlin da unnötigerweise zusätzlich in die Luft geblasen wurde.

 https://www.focus.de/panorama/welt/mit-212-passagieren-an-bord-flieger-kommt-zehn-sekunden-zu-spaet-in-berlin-an-und-muss-in-andere-stadt-fliegen_id_260182338.html

Insbesondere ist dieser Fall so absurd, weil das Durchstarten und Abdrehen zu einer erheblichen Mehrbelastung an Lärm führt, als wenn die Maschine einfach gelandet wäre. Die Entscheidung zur Umleitung auf einem anderen Flughafen muss doch viel früher erfolgen oder in solch einer Situation auch flexibel das "Nachtflugverbot" erweitert werden.
Beitrag vom 05.03.2025 - 06:00 Uhr
UserTXL
User (2 Beiträge)
20 Minuten d'accord. Aber 10 Sekunden sind etwas, da fast man sich an den Kopf. Wir können ja mal ausrechnen, wieviel CO2 durch den Flug nach Hannover und die Busfahrt nach Berlin da unnötigerweise zusätzlich in die Luft geblasen wurde.

 https://www.focus.de/panorama/welt/mit-212-passagieren-an-bord-flieger-kommt-zehn-sekunden-zu-spaet-in-berlin-an-und-muss-in-andere-stadt-fliegen_id_260182338.html

Insbesondere ist dieser Fall so absurd, weil das Durchstarten und Abdrehen zu einer erheblichen Mehrbelastung an Lärm führt, als wenn die Maschine einfach gelandet wäre. Die Entscheidung zur Umleitung auf einem anderen Flughafen muss doch viel früher erfolgen oder in solch einer Situation auch flexibel das "Nachtflugverbot" erweitert werden.
Nun gut, offenbar hätte man mit einem Bußgeld landen können. War dann wohl doch die Entscheidung der Airline.
Beitrag vom 05.03.2025 - 06:41 Uhr
UserZH Flyers
-
User (494 Beiträge)
Deutschland ist luftfahrtfeindlich und bleibt es auch

Wegner machte nun deutlich, dass er kein Freund des Nachtflugverbots ist, aber keine politischen Mehrheiten dafür sieht, die Regelung aufzuweichen.
Beitrag vom 05.03.2025 - 06:47 Uhr
UserZH Flyers
-
User (494 Beiträge)
Das mit der Zeit lässt sich leicht regeln. Flugzeugs die schon im Approach sind dürfen landen, die anderen werden direkt abgewiesen. Bei Starts das gleiche. Flugzeuge die schon vom Gate los sind dürfen starten, die anderen nicht. Da reden wir dann von wenigen Minuten, nicht von 10 oder 20.
Beitrag vom 05.03.2025 - 08:19 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Insbesondere ist dieser Fall so absurd, weil das Durchstarten und Abdrehen zu einer erheblichen Mehrbelastung an Lärm führt, als wenn die Maschine einfach gelandet wäre. Die Entscheidung zur Umleitung auf einem anderen Flughafen muss doch viel früher erfolgen oder in solch einer Situation auch flexibel das "Nachtflugverbot" erweitert werden.
Nun gut, offenbar hätte man mit einem Bußgeld landen können. War dann wohl doch die Entscheidung der Airline.

Ja, so Fälle hatten wir hier in Frankfurt auch.
Morgens hat mal ein Schlauberger um 04:59:40 ein Durchstartmannöver eingeleitet, um nicht vor 05:00:00 aufzusetzen und so ein Bußgeld zu vermeiden.
Im Englischen gibt es dafür einen schönen Ausdruck: Malicious Compliance.
Ich denke mal dass in so Fällen eher das doppelte statt kein Bußgeld angemessen wäre, dann hören auch diese vermeintlich "absurden" Fälle auf.
Beitrag vom 05.03.2025 - 08:20 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2185 Beiträge)
20 Minuten d'accord. Aber 10 Sekunden sind etwas, da fast man sich an den Kopf. Wir können ja mal ausrechnen, wieviel CO2 durch den Flug nach Hannover und die Busfahrt nach Berlin da unnötigerweise zusätzlich in die Luft geblasen wurde.

 https://www.focus.de/panorama/welt/mit-212-passagieren-an-bord-flieger-kommt-zehn-sekunden-zu-spaet-in-berlin-an-und-muss-in-andere-stadt-fliegen_id_260182338.html

Insbesondere ist dieser Fall so absurd, weil das Durchstarten und Abdrehen zu einer erheblichen Mehrbelastung an Lärm führt, als wenn die Maschine einfach gelandet wäre. Die Entscheidung zur Umleitung auf einem anderen Flughafen muss doch viel früher erfolgen oder in solch einer Situation auch flexibel das "Nachtflugverbot" erweitert werden.
Nun gut, offenbar hätte man mit einem Bußgeld landen können. War dann wohl doch die Entscheidung der Airline.

Wird bei sowas wirklich ein Bußgeld fällig oder ist hier nur von dem Zuschlag für zu späte Landungen gemÃ¤ß der Gebührenordnung des BER die Rede? Der Unterschied zwischen der Landung zwischen 23:30-23:59 und der Landung ab 0:00 Uhr ist statt 300% Zuschlag, 500% Zuschlag... lohnt sich das da wirklich wegen der paar Sekunden abzudrehen?

Wenn ich das jetzt richtig sehe, müsste Alicante - BER Mittelstrecke sein, was 400� Entschädigung pro Passagier bedeutet, bei 212 Passagieren, sind wir da alleine bei 84.800 �; Unterbringungen oder Weiterreisen noch nicht einmal mit einbezogen. Kann das hier sein, dass die Crew/Airline sich einfach verzockt hat und das dann Medial versucht hat entsprechend zu verkaufen?

Wie @EricM schon schreib, diese Diskussion wird immer weitergehen. Selbst wenn man sagt, die ersten 5 Min nach Mitternacht sind frei oder auch nur die erste Minute, dann wird es irgendwann den Fall geben, dass jemand 10 Sekunden nach 0:01 Uhr landet und dann geht die Diskussion wieder los.
Beitrag vom 05.03.2025 - 09:17 Uhr
Userhamtlg
User (117 Beiträge)
Man darf ja nicht vergessen, dass es hier um Flüge geht, welche die 30 Minuten Karenzzeit für Verspätungen bereits aufgebraucht haben. Ab 23:30 sind keine geplanten Landungen mehr erlaubt. Bis 23:59 bei Verspätungen. Ab 00:00 darf man weiterhin landen, kostet die Airline aber eine Gebühr von EUR 50000,-. Egal wie man das jetzt ausdehnt, Ryanair weiß daß sie sich in den Grenzbereich begeben. Wenn die es innerhalb der halben Stunde zwischen 23:30 und 23:59 noch schaffen ist ja alles gut. Aber irgendwo ist eine Grenze, und die ist bei 00:00 Uhr gesetzt. Ein Verschieben auf 00:30 würde nur dazu führen daß Ryanair um 00:31 ankommt und wieder meckert. Ryanair muss seinen Flugplan halt so ausrichten, dass man immer vor 00:00 ankommt oder sie sollen es erst gar nicht versuchen den BER noch anzufliegen. Egal wo die Grenze liegt, diese Fluggesellschaft wird es immer bis zum Maximum und sogar etwas darüber ausreizen.
Beitrag vom 05.03.2025 - 09:22 Uhr
Userhamtlg
User (117 Beiträge)
Das mit der Zeit lässt sich leicht regeln. Flugzeugs die schon im Approach sind dürfen landen, die anderen werden direkt abgewiesen. Bei Starts das gleiche. Flugzeuge die schon vom Gate los sind dürfen starten, die anderen nicht. Da reden wir dann von wenigen Minuten, nicht von 10 oder 20.
Landen dürfen die bis 23:30, dann gibt es diese halbe Stunde bis 23:59 für verspätete Flüge. Ryanair verwuchtbahkt auf die letzte Minute noch zu landen, bricht dann aber den Abflug ab, weil bei einer Landung nach 00:00 dann eine Gebühr von EUR 50000,- fällig wird. Egal wo diese Grenze liegt, Ryanair wird immer auf die letzte Minute noch versuchen anzukommen.
Beitrag vom 05.03.2025 - 09:24 Uhr
Userhamtlg
User (117 Beiträge)
20 Minuten d'accord. Aber 10 Sekunden sind etwas, da fast man sich an den Kopf. Wir können ja mal ausrechnen, wieviel CO2 durch den Flug nach Hannover und die Busfahrt nach Berlin da unnötigerweise zusätzlich in die Luft geblasen wurde.

 https://www.focus.de/panorama/welt/mit-212-passagieren-an-bord-flieger-kommt-zehn-sekunden-zu-spaet-in-berlin-an-und-muss-in-andere-stadt-fliegen_id_260182338.html

Insbesondere ist dieser Fall so absurd, weil das Durchstarten und Abdrehen zu einer erheblichen Mehrbelastung an Lärm führt, als wenn die Maschine einfach gelandet wäre. Die Entscheidung zur Umleitung auf einem anderen Flughafen muss doch viel früher erfolgen oder in solch einer Situation auch flexibel das "Nachtflugverbot" erweitert werden.
Nun gut, offenbar hätte man mit einem Bußgeld landen können. War dann wohl doch die Entscheidung der Airline.

Wird bei sowas wirklich ein Bußgeld fällig oder ist hier nur von dem Zuschlag für zu späte Landungen gemÃ¤ß der Gebührenordnung des BER die Rede? Der Unterschied zwischen der Landung zwischen 23:30-23:59 und der Landung ab 0:00 Uhr ist statt 300% Zuschlag, 500% Zuschlag... lohnt sich das da wirklich wegen der paar Sekunden abzudrehen?

Wenn ich das jetzt richtig sehe, müsste Alicante - BER Mittelstrecke sein, was 400� Entschädigung pro Passagier bedeutet, bei 212 Passagieren, sind wir da alleine bei 84.800 �; Unterbringungen oder Weiterreisen noch nicht einmal mit einbezogen. Kann das hier sein, dass die Crew/Airline sich einfach verzockt hat und das dann Medial versucht hat entsprechend zu verkaufen?

Wie @EricM schon schreib, diese Diskussion wird immer weitergehen. Selbst wenn man sagt, die ersten 5 Min nach Mitternacht sind frei oder auch nur die erste Minute, dann wird es irgendwann den Fall geben, dass jemand 10 Sekunden nach 0:01 Uhr landet und dann geht die Diskussion wieder los.
Ja, eine Gebühr von EUR 50000,- wird fällig wenn man trotzdem nach 00:00 noch landet. Man hat ja das Karenzfenster von 20 Minuten nach 23:30. Ryanair reiztbhakt gerne alle Grenzen aus, bricht dann aber doch lieber ab wenn es 00:01 wird.
Beitrag vom 05.03.2025 - 11:49 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Deutschland ist luftfahrtfeindlich und bleibt es auch

Als Schweizer kann man leicht "luftfahrtfreundlich" sein. Zürich ist im Vergleich zu Frankfurt ein Provinzflughafen mit gerade mal ~220k Flugbewegungen pro Jahr _und_ er wickelt zudem einen ordentlichen Anteil der An/Abflüge über deutsches Gebiet ab.

Also _den_ Ball würde ich jetzt eher flach halten :)
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