Beitrag vom 04.10.2025 - 12:07 Uhr
Hier noch ein Zitat aus der NZZ über eine ready to use Antidrohnenwaffe - während sich die DLR im Forschungsstadium befindet.
"Der in Canberra entwickelte Hochenergie-Laser der Firma Electro Optic Systems (EOS) ist eines der Geräte, das derzeit für internationales Aufsehen sorgt. Der Laser, intern "Apollo" genannt, kann nach Firmenangaben Dutzende Drohnen pro Minute neutralisieren, und das zu sehr niedrigen Stückkosten: rund einem Dollar pro Schuss. Damit ist das System schneller und deutlich preiswerter als klassische Abwehrmunitionssysteme. Das System deckt alle Richtungen ab, auch nach oben, und ist so flexibel, dass es auf Fahrzeugen oder in Containern eingesetzt werden kann. Ein westliches Nato-Land hat die Technologie bereits geordert, um seine Flugabwehr zu verstärken."
Derartige Systeme sind nicht wirklich was Neues. Der Flaschenhals ist der Energiebedarf eines Hochenergiesystems speziell im mobilen Einatz. Sie brauchen mindestens das 2,5-fache der Laserleistung an Energie. Haben sie Informationen wie man das gelöst hat?
Beitrag vom 04.10.2025 - 12:33 Uhr
Der Flaschenhals ist der Energiebedarf eines Hochenergiesystems speziell im mobilen Einatz. Sie brauchen mindestens das 2,5-fache der Laserleistung an Energie. Haben sie Informationen wie man das gelöst hat?
Die Frage ist nicht, ob es Prototypen gibt, die Frage ist, wie oft und wie weit sie wirken können. Die Antwort ist logischerweise nicht für die Öffentlichkeit gedacht.
Dass Jubelarien bisher ausbleiben lässt aber viel Luft nach oben vermuten.
Beitrag vom 04.10.2025 - 13:44 Uhr
@EricM es ist tatsächlich noch schlimmer.
Die mediale Hysterie ist das Hauptziel der Russen.
Die ängstlichen Deutschen sind nämlich die einzigen Europäer welche Putin überhaupt noch beeindrucken kann.
In anderen Ländern lacht man über den und dort gibt es auch weniger solcher "Vorfälle" obwohl die wesentlich näher an Russland liegen.
Mit Verlaub, aber das ist Quatsch !
Weder die Polen, die Dänen, die Balten etc. 'lachen darüber'. Die nehmen das genauso ernst.
Ich behaupte nicht dass man das Problem ignorieren sollte denn wo wenig Intelligenz und viel Technik zusammenkommen entsteht natürlich ein perfekter Nährboden für Katastrophen.
Putin hat schonmal Bomben in Flugzeuge gebracht ohne dabei den Hauch einer Ahnung zu haben ob die so hochgeht dass sie nur ein bischen Sachschaden und den gewünschten psychologischen Effekt erziehlt oder ob sie einen Absturz mit tausenden Toten und Kriegseintritt der Nato zur Folge hat.
Aber nachdem das Ziel dieser Aktionen ja nur die Einschüchterung der Öffentlichkeit ist sollten unsere Medien und insb. die Politiker dabei einfach nicht mitmachen um Putin so die Motivation zu weiteren Aktionen zu nehmen während die Behörden darüber hinaus diese natürlich auch physisch verhindern und aufklären müssen was jetzt keine hohe Kunst ist wenn man im Rohde&Schwarz Katalog ein paar Kreuze gemacht hat oder einfach die Radaranlagen der Flughäfen erneuert.
Man muss immer von zwei Seiten kommen, gerade bei den Russen.
Ich denke nur das die bei Gegenmaßnahmen etwas schneller sein werden.
Oder die sind garnicht erst notwendig weil in Polen nicht dasselbe Maß an Kriminalität was man für solche Aktionen anwerben kann existiert und Putin weiß dass er mit solchen lächerlichen Nummern dort eh nicht landet.
Putin ist wie viele seiner Berufskolegen im Westen ein Egomane und hoffnungsloser Wichtigtuer und das hat man in den Ländern welche sich mit ihm schon länger auseinandersetzen müssen eben besser verstanden als hier.
Beitrag vom 04.10.2025 - 15:00 Uhr
Mir ist schon klar, dass einige Medien hier bereits von "Luftangriffen" oder "Drohnenalarm" in Deutschland" schreiben.
Bisher haben wir es nur mit Drohnensichtungen zu tun. Die Drohnen haben keinerlei feindliche oder gewalttätige Aktionen ausgeführt.
Noch vor 6 Monaten haben hier alle bei derartigen Berichten auf unverantwortliche Drohnenpiloten geschimpft und härtere Strafen für diese Idioten gefordert.
Plötzlich ist aber jede Drohnensichtung gleich ein russischer Angriff.
Ich halte das für medial erzeugte Hysterie, in der die eigentlichen Aktionen der hybriden russischen Aktionen vielleicht sogar die Minderheit ausmachen.
Der heutige Kontext ist sehr verschieden zu dem von vor 6 Monaten.
Die Aussagen von den in Dänemark gesichteten Drohnen kamen von Experten, die Drohnenmodelle kennen und einschätzen können und , deren Art des Einsatzes auch bewerten können. Demnach waren das in der Tat deutlich größere Drohnen, die es frei verkäuflich im Consumerbereich gar nicht gibt, zudem war deren Aufbau nicht mit den Consumerdingern vergleichbar. Auch die Art der Nutzung legt einen professionellen Hintergrund mit infrastruktureller Unterstützung nahe und keine Hobby-Drohnenpiloten. Auch der enorme Anstieg der Zahl der Sichtungen innerhalb kürzester Zeit spricht dagegen, auch wenn man hier und da Hobby-Trittbrettfahrer nicht ausschließen kann.
Also: eine rein mediale Panikmache sehe ich da nicht, vor allem, da der gesamte Vorfall eine eklatante Lücke in der Verteidigungsfähigkeit vor Augen führt, die mit herkömmlichen Mitteln (noch) nicht geschlossen werden kann.
Beitrag vom 04.10.2025 - 15:25 Uhr
@EricM
B) Wir reden von bisher nichts anderem als unbewaffneten zivilen Drohnen.
Da scheinen Sie besser informiert als Polizei und Militär - die wissen nämlich nichts über die Intruder und deren Ausrüstung.
Bisher haben wir es nur mit Drohnensichtungen zu tun. Die Drohnen haben keinerlei feindliche oder gewalttätige Aktionen ausgeführt.
Gewalttätig bisher nicht, aber sicher feindlich. Oder soll man die erheblichen Störungen an den diversen Flughäfen als freundliche Überflüge bezeichnen? Auch das systematische Abfliegen von Infrastruktur und Militärgelände sehe ich als Vorbereitung für weitergehende Maßnahmen an, die dann nicht mehr nur feindlich sondern vielleicht auch Gewalttätig sind.
Plötzlich ist aber jede Drohnensichtung gleich ein russischer Angriff.
Vielleicht nicht jede aber genug, oder besser, schon zu viele.
Wenn es miaut wie eine Katze und ein Fell wie eine Katze hat, dann ist es eine Katze.
Es gibt genügend hoch qualifizierte Wissenschaftler die sich mit Militär und Kriegen beschäftigen die genau solche Dinge als hybride Kriegsführung vorhergesagt haben. Kommt noch mehr. "keep calm and carry on"
Dieser Beitrag wurde am 04.10.2025 15:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.10.2025 - 15:43 Uhr
@EricM
B) Wir reden von bisher nichts anderem als unbewaffneten zivilen Drohnen.
Da scheinen Sie besser informiert als Polizei und Militär - die wissen nämlich nichts über die Intruder und deren Ausrüstung.
Bisher haben wir es nur mit Drohnensichtungen zu tun. Die Drohnen haben keinerlei feindliche oder gewalttätige Aktionen ausgeführt.
Gewalttätig bisher nicht, aber sicher feindlich. Oder soll man die erheblichen Störungen an den diversen Flughäfen als freundliche Überflüge bezeichnen? Auch das systematische Abfliegen von Infrastruktur und Militärgelände sehe ich als Vorbereitung für weitergehende Maßnahmen an, die dann nicht mehr nur feindlich sondern vielleicht auch Gewalttätig sind.
Plötzlich ist aber jede Drohnensichtung gleich ein russischer Angriff.
Vielleicht nicht jede aber genug, oder besser, schon zu viele.
Wenn es miaut wie eine Katze und ein Fell wie eine Katze hat, dann ist es eine Katze.
Es gibt genügend hoch qualifizierte Wissenschaftler die sich mit Militär und Kriegen beschäftigen die genau solche Dinge als hybride Kriegsführung vorhergesagt haben. Kommt noch mehr.
Ja, vielleicht hab ich einfach zu viel Respekt vor diesem Gegner im Osten verloren.
Vom Warschauer Pakt, der in den 80ern drohte mit 10.000 Panzern NATO Gebiet in Stunden zu überrollen hin zu Russland, dessen Blitzkrieg 2.0 nach 50km stecken blieb und sich in eine Wiederholung der Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs (+ Drohnen) verwandelte - gegen einen weit unterlegenen Gegner, den man auch noch ohne Vorwarnung aus 2 Richtungen überfallen hat.
Russland hat nach mehr als 3 Jahren "Sonderoperation" in der Ukraine mehr als 100.000 Soldaten und einen guten Teil seiner konventionellen "High-Tech" Bewaffnung verheizt - mit sehr überschaubaren Ergebnissen.
Wo sollte eine hybride Bedrohung Europas hinführen? Russland hat kein nennenswertes konventionelles Drohpotential mehr in Reserve.
Ich denke daher, die Verunsicherung der hiesigen Politik und Bevölkerung ist das einzige rationale Einsatzziel dieser Drohnen-Aktionen, vermutlich lediglich, um die Unterstützung der Ukraine zu reduzieren.
Je mehr wir darauf hysterisch reagieren, desto mehr tanzen wir nach der Pfeife des Kreml.
"keep calm and carry on"
Yep.
Dieser Beitrag wurde am 04.10.2025 15:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.10.2025 - 15:58 Uhr
Mir ist schon klar, dass einige Medien hier bereits von "Luftangriffen" oder "Drohnenalarm" in Deutschland" schreiben.
Bisher haben wir es nur mit Drohnensichtungen zu tun. Die Drohnen haben keinerlei feindliche oder gewalttätige Aktionen ausgeführt.
Noch vor 6 Monaten haben hier alle bei derartigen Berichten auf unverantwortliche Drohnenpiloten geschimpft und härtere Strafen für diese Idioten gefordert.
Plötzlich ist aber jede Drohnensichtung gleich ein russischer Angriff.
Ich halte das für medial erzeugte Hysterie, in der die eigentlichen Aktionen der hybriden russischen Aktionen vielleicht sogar die Minderheit ausmachen.
Der heutige Kontext ist sehr verschieden zu dem von vor 6 Monaten.
Die Aussagen von den in Dänemark gesichteten Drohnen kamen von Experten, die Drohnenmodelle kennen und einschätzen können und , deren Art des Einsatzes auch bewerten können. Demnach waren das in der Tat deutlich größere Drohnen, die es frei verkäuflich im Consumerbereich gar nicht gibt, zudem war deren Aufbau nicht mit den Consumerdingern vergleichbar. Auch die Art der Nutzung legt einen professionellen Hintergrund mit infrastruktureller Unterstützung nahe und keine Hobby-Drohnenpiloten.
Ja, ist bei einzelnen Aktionen, gerade in der Nähe offener See (Dänemark, Norddeutschland) durchaus wahrscheinlich.
Auch der enorme Anstieg der Zahl der Sichtungen innerhalb kürzester Zeit spricht dagegen, auch wenn man hier und da Hobby-Trittbrettfahrer nicht ausschließen kann.
Wir sehen (glaube ich) erst mal nur eine erhöhte Anzahl an Sichtungen (bzw vermuteten Sichtungen), über die in der Presse ausführlich berichtet wird.
Unsere Sensivität für derartige Meldungen ist stark gestiegen.
Also: eine rein mediale Panikmache sehe ich da nicht, vor allem, da der gesamte Vorfall eine eklatante Lücke in der Verteidigungsfähigkeit vor Augen führt, die mit herkömmlichen Mitteln (noch) nicht geschlossen werden kann.
Definitiv. Auch wenn ich unsere Verwundbarkeit im Cyber-Bereich, also über IT Angriffe auf öffentliche Einrichtungen und Betreiber von kritischer Infrastruktur nochmal deutlich höher einschätze.
Dieser Beitrag wurde am 04.10.2025 15:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.10.2025 - 21:09 Uhr
Beitrag vom 05.10.2025 - 15:19 Uhr
Ja, vielleicht hab ich einfach zu viel Respekt vor diesem Gegner im Osten verloren.
Vom Warschauer Pakt, der in den 80ern drohte mit 10.000 Panzern NATO Gebiet in Stunden zu überrollen hin zu Russland, dessen Blitzkrieg 2.0 nach 50km stecken blieb und sich in eine Wiederholung der Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs (+ Drohnen) verwandelte - gegen einen weit unterlegenen Gegner, den man auch noch ohne Vorwarnung aus 2 Richtungen überfallen hat.
Russland hat nach mehr als 3 Jahren "Sonderoperation" in der Ukraine mehr als 100.000 Soldaten und einen guten Teil seiner konventionellen "High-Tech" Bewaffnung verheizt - mit sehr überschaubaren Ergebnissen.
Wo sollte eine hybride Bedrohung Europas hinführen? Russland hat kein nennenswertes konventionelles Drohpotential mehr in Reserve.
Bin ja auch ein Kind des Kalten Kriegs und kann das deswegen schon nachvollziehen.
Damals waren die Sowjets ja noch in der Lage Flugzeuge, Panzer und solches Großgerät in industrieller Serienfertigung in großer Stückzahl zu produzieren. Russland kann das heute so nicht mehr - außer: bei Drohnen. Daher besteht die Gefahr eine Schwemme am Himmel, der wir nur wenig
entgegenzusetzen hätten.
Natürlich funktioniert das grundsätzlich auch umgekehrt, nur ist Russland im Vergleich zu Europa zu dermaßen viel größer und mögliche Ziele liegen soviel weiter auseinander als in Europa, so das Massen-Drohnenangriffe Richtung Westen wesentlich größeres Schadenspotential hätte als Richtung Osten - allein schon wegen der Reichweite.
Wir sehen (glaube ich) erst mal nur eine erhöhte Anzahl an Sichtungen (bzw vermuteten Sichtungen), über die in der Presse ausführlich berichtet wird.
Unsere Sensitivität für derartige Meldungen ist stark gestiegen.
Durch den Krieg ist letzteres ganz sicher der Fall. Hysterie und Panik ist
ja auch völlig deplaziert (das ist ja ein Ziel des Kremls), aber abgesehen von den ganzen Hobbypiloten, die mit ihren jetzt Geofencing-unbeschränkten DJI-Drohnen ie Situation mit der gebietenden Ernsthaftigkeit zu begegnen Himmel bevölkern mal abgesehen: die Sichtung der Drohnen in Dänemark mit mutmaßlich militärischen Hintergrund ist definitiv ein Grund, die Sache mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu regnen und Abwehrmaßnahmen zu entwickeln.
Beitrag vom 05.10.2025 - 16:19 Uhr
@Eric M:
"Ja, vielleicht hab ich einfach zu viel Respekt vor diesem Gegner im Osten verloren.
Vom Warschauer Pakt, der in den 80ern drohte mit 10.000 Panzern NATO Gebiet in Stunden zu überrollen hin zu Russland, dessen Blitzkrieg 2.0 nach 50km stecken blieb und sich in eine Wiederholung der Grabenkämpfe des 1. Weltkriegs (+ Drohnen) verwandelte - gegen einen weit unterlegenen Gegner, den man auch noch ohne Vorwarnung aus 2 Richtungen überfallen hat.
Russland hat nach mehr als 3 Jahren "Sonderoperation" in der Ukraine mehr als 100.000 Soldaten und einen guten Teil seiner konventionellen "High-Tech" Bewaffnung verheizt - mit sehr überschaubaren Ergebnissen."
Nach solventen Schätzungen (Nato, britscher Geheimdienst Uno usw.) sind etwa 250.000 russische Soldaten getötet und 100.000 ukrainische. Weiter bis zum 31. Juli 2025 mindestens 13.883 Todesopfer in der ukrainischen Zivilbevölkerung , darunter mindestens 726 Kinder.
Des weiteren sind über 20% des Landes von den Russen besetzt oder bereits annektiert. Wenn Sie davon nicht beeindruckt sind, na gut. Auch wenn sich der Diktator verrechnet hat, die ziehen das auch noch länger durch und werden kaum aufgeben. Und dann?
Unsere Experten (ich meine die politischen) hatten ja bereits vor 2 Jahren den Niedergang Russlands allein durch die Sanktionen prophezeit. Wuschdenken.