Beitrag vom 13.07.2026 - 10:04 Uhr
Glaub nicht dass man im 21sten Jahrhundert noch die Gültigkeit der Gasgleichung überprüfen muss
Das natürlich nicht, aber jetzt muss ich doch mal fragen: Wie stellen Sie sich Kondensation vor, die unabhängig von der Dichte der verfügbaren Kondensationskeimen funktioniert? Diese Dichte bestimmt die Wolkenbildung und die wiederum bestimmt die Änderung der Strahlungsbilanz der Stratosphäre und damit deren lokale Temperatur und die Änderung des Taupunkts.
Wie wollen Sie das alles alleine über ein ideales Gas bzw die Gasgleichung bestimmen?
Mit Gasgleichung, Adsorbtionsgleichgewichten usw. im Computer und zur Validierung vielleicht ein paar Experimente in einem Druckgefäß.
So eine Frage ist eigentlich ziemlich gut geeignet für ein theoretisches Modell bzw. eine Simulation.
Genau, wobei die Strahlungsbilanz und Temperaturschichtung abhängig von der Wolkenbildung in einem Druckgefäß zu validieren, dass wird schon wieder eng. Daher frage ich mich die ganze Zeit, warum Sie so auf der Gasgleichung rumreiten, als könnte man das gesuchte Verhalten einfach ausrechnen.
Wie die Kondensationskeime ausschauen müsste das DLR nach seinen 'Schnüffelflügen' ja wissen wobei man sich auch die bestimmt hätte sparen können indem man diese Partikel ganz unspektakulär einfach an einem Triebwerksprüfstand an dem man die Drücke variieren kann entnimmt.
Die Frage ist ja, wie sich das Gesamtsystem bei Abwesenheit von zusätzlichen Kondensationskeimen aus Triebwerken verhält.
Beitrag vom 13.07.2026 - 10:39 Uhr
Glaub nicht dass man im 21sten Jahrhundert noch die Gültigkeit der Gasgleichung überprüfen muss
Das natürlich nicht, aber jetzt muss ich doch mal fragen: Wie stellen Sie sich Kondensation vor, die unabhängig von der Dichte der verfügbaren Kondensationskeimen funktioniert? Diese Dichte bestimmt die Wolkenbildung und die wiederum bestimmt die Änderung der Strahlungsbilanz der Stratosphäre und damit deren lokale Temperatur und die Änderung des Taupunkts.
Wie wollen Sie das alles alleine über ein ideales Gas bzw die Gasgleichung bestimmen?
Mit Gasgleichung, Adsorbtionsgleichgewichten usw. im Computer und zur Validierung vielleicht ein paar Experimente in einem Druckgefäß.
So eine Frage ist eigentlich ziemlich gut geeignet für ein theoretisches Modell bzw. eine Simulation.
Genau, wobei die Strahlungsbilanz und Temperaturschichtung abhängig von der Wolkenbildung in einem Druckgefäß zu validieren, dass wird schon wieder eng. Daher frage ich mich die ganze Zeit, warum Sie so auf der Gasgleichung rumreiten, als könnte man das gesuchte Verhalten einfach ausrechnen.
Glaubs oder nicht aber man kann tatsächlich unterschiedliche Größen unabhängig voneinander messen ...
das ist üblicherweise der Vorteil von Laborexperimenten und der Weg von einer Beobachtung zu einer Gleichung und die kommt dann in einen Computer um vom vereinfachten zum realen System zu kommen.
Wenn man die Wolke mal hat kann man die Strahlungsbilanz einfach mit einer Grafikkarte ausrechnen nachdem die sich heute hauptsächlich mit Raytracing beschäftigen und dementsprechend gut darin sind und so zumindest für diesen Schritt wahrscheinlich nicht mal ein Großrechner bemüht werden muss.
Beitrag vom 13.07.2026 - 13:26 Uhr
Glaubs oder nicht aber man kann tatsächlich unterschiedliche Größen unabhängig voneinander messen ...
Ja, eben. Messen und rechnen ist halt ein Unterschied.
Und unabhängig voneinander messen auch nur dann, falls die Größen voneinander unabhängig sind, was in diesem Fall nicht zutrifft, da Wolkenbildung den Temperaturgradienten und damit die weitere Kondensation beeinflusst.
Aber ist Ok, ich habe mittlerweile verstanden, was Sie zur Diskussion beitragen wollten.
Beitrag vom 13.07.2026 - 22:54 Uhr
Glaubs oder nicht aber man kann tatsächlich unterschiedliche Größen unabhängig voneinander messen ...
Ja, eben. Messen und rechnen ist halt ein Unterschied.
Und unabhängig voneinander messen auch nur dann, falls die Größen voneinander unabhängig sind, was in diesem Fall nicht zutrifft, da Wolkenbildung den Temperaturgradienten und damit die weitere Kondensation beeinflusst.
Nein, nicht nur wenn die Größen voneinander unabhängig sind.
Man hällt die eine konstant und misst derweil die andere und macht das immer wieder mit variierenden jeweils konstanten Werten ...
anders wäre man nie auf Gleichungen mit fünf oder noch mehr Variablen gekommen.
Diese ganzen grundlegenden thermodynamischen Prozesse von Entropie bis Kondensation sind insbesondere mit Wasser sowas von abgefrühstückt und hervorragend simuliert. Mir tun die Menschen welche solche Banalitäten erforschen müssen wirklich leid denn was die machen ist im Grunde nichts anderes als die Bibel nochmal zu übersetzen oder nochmal die DNA von E.coli zu decodieren.
Aber ist Ok, ich habe mittlerweile verstanden, was Sie zur Diskussion beitragen wollten.
Freut mich wirklich!
Beitrag vom 14.07.2026 - 00:07 Uhr
Schade dass unser Universalexperte für nichts und garnichts (siehe Lilium, Russische Airliner, Corona etc.) wieder gleich alles niederbrüllen muss nur weil ihm irgendein Wort nicht passt.
Elektrochemische Systeme erzielen z.B. als Li-Ionen Akkumulatoren eine wesentlich höhere Effizienz als Wärmekraftmaschinen nördlich von 90% und es ist grundsätzlich möglich solche Prozesse auch im Kontext von Kohlenwasserstoffen zu realisieren wenn auch sehr komplex aufgrund der vielen Einzelschritte vom großen, uneinheitlichen Kohlenwasserstoff zum kleinen CO2 Molekül da man ähnlich wie in der Zellatmung jeden dieser Einzelschritte in einer spezifischen, kontrollierten Umgebung ablaufen lassen muss um die dabei jeweils freiwerdende Energie nicht zu verlieren.
Sobald man es aber schafft einen ausreichend großen Teil dieser Komplexität irgendwie in Festkörperchemie d.h. vorallem in Katalysatoren/ Katalysatorsysteme auszulagern und die mechanische Komplexität ausreichend zu reduzieren könnte man eine solche Brennstoffzelle durchaus leicht, kompakt und zuverlässig konstruieren.
Grundsätzlich könnte die Effizienz auch noch höher ausfallen als bei Li-Ionen Akkumulatoren da bei diesen ein großer Teil der Wärmeverluste ja aus der Wanderung der Energieträger durch das feste Trägermedium resultieren wobei in einer Brennstoffzelle die Energieträger ja entweder frei oder in einem flüssigen Trägermedium vorliegen was auch den Vorteil hat dass diese so wesentlich einfacher an die wesentlich saubereren Elektrodenoberflächen adsorbieren können d.h. auch die Verluste durch kinetische Effekte minimiert werden.
Diese kinetischen Verluste sind dabei natürlich nicht mit denen in der Natur bzw. in der Zellatmung vergleichbar da man im Labor natürlich nicht den Zwängen der Selbstreplikation unterliegt und so anorganische Katalysatoren aus allen stabilen Elementen des Periodensystems auf allen möglichen Oberflächen mit wesentlich höherer Spezifität und Effizienz als Enzyme aus Peptiden herstellen kann.
So viel zu physikalischen Möglichkeiten.
Bemerkenswert ist, dass Sie anderen vorwerfen, sie würden "niederbrüllen", um anschließend selbst mit persönlichen Angriffen einzusteigen. Das ersetzt allerdings keine belastbaren Argumente.
Der Rest Ihres Beitrags ist vor allem eine Sammlung von Konjunktiven: könnte, wäre möglich, wenn man es schafft, irgendwie auslagern. Das ist keine Beschreibung einer real existierenden Technologie, sondern eine theoretische Wunschvorstellung.
Dass etwas den Naturgesetzen nicht widerspricht, bedeutet noch lange nicht, dass es technisch oder wirtschaftlich umsetzbar ist. Nach derselben Logik könnte man auch behaupten, Kernfusion im Kofferformat sei "grundsätzlich möglich" – solange man die noch ungelösten Probleme einfach ausblendet.
Gerade die direkte elektrochemische Umsetzung komplexer Kohlenwasserstoffe ist seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung. Wenn sich die von Ihnen skizzierte Lösung so naheliegend realisieren ließe, hätten Industrie und Forschung sie längst entwickelt.
Ihr Beitrag belegt daher vor allem eines: Zwischen theoretischer Physik, Laborchemie und marktreifer Technik liegen Welten. Diese Lücke schließen keine langen Fachbegriffe und keine Kette von Konjunktiven. Physikalische Möglichkeiten sind eben noch keine technischen Lösungen.