Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Boeing sucht die Nähe zu Washington

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Beitrag vom 09.05.2022 - 19:13 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (738 Beiträge)
Auf jeden Fall ist es damit kein Alleingang der FAA sondern eine grössere politische Entscheidung. Ich weiss nicht, ob es innerhalb der EASA ein parlamentarisches Gremium der Mitgliedsländer gibt, in denen Mehrheitsentscheidungen getroffen werden müssen zu wichtigen politischen Entscheidungen der EASA? Falls da einer querschiesst war es da eventuell. Man hat ja einen gültigen Termin 31.12.2022.
Generell würde ich mich als Europa und ach China fragen, wenn den die FAA mit der Idee käme den Termin nach hinten zu schieben, nützt mir das oder bin ich dagegen und selbst wenn ich es neutral sehe, was kann ich der FAA oder/und USA und/oder Boeing als Gegenleistung abringen.
Die Frage ist auch, politische Entscheidungen brauchen in der Regel sehr lange. Ist es eventuell nicht dafür schon zu spät, um von allen Gremien für eine Verschiebung in 2023 bis Ende 2022 noch grünes Licht zu erhalten.
Ich sehe das denkbar schlecht für Boeing. Wäre nur die USA/FAA involviert, dann ist die politische Einsicht da. International sind da ganz viele andere Interessen. Ich sehe das wie Avalon:  https://www.aerotelegraph.com/boeing-verbrennt-geld-in-nie-da-gewesenem-ausmass

Wäre es nicht wichtig, die Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen!?
Zwei Katastrophen mit 346 Toten sollten doch eigentlich Anlass genug sein nicht irgendwelche politischen und/oder wirtschaftlichen Schacherreien (gibt's Du mir, geb ich Dir...) zu betreiben.
Beitrag vom 09.05.2022 - 21:34 Uhr
UserEricM
User (3962 Beiträge)
Wäre es nicht wichtig, die Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen!?

Für das Boeing-Management offenbar nicht wirklich ...

Da die Erkenntnis, dass man aufgund bewusst getroffener Management-Entscheidungen Schrott entwickelt und weiterhin baut, noch nicht oben angekommen ist, kann man einfach nur gespannt warten, welche Katastrophe diese Firma als nächstes verursachen wird.

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2022 22:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.05.2022 - 10:32 Uhr
UserVJ 101
User (1183 Beiträge)
Wäre es nicht wichtig, die Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen!?

Für das Boeing-Management offenbar nicht wirklich ...

Da die Erkenntnis, dass man aufgund bewusst getroffener Management-Entscheidungen Schrott entwickelt und weiterhin baut, noch nicht oben angekommen ist, kann man einfach nur gespannt warten, welche Katastrophe diese Firma als nächstes verursachen wird.

Aus Sicht des Management ist Sicherheit die Aufgabe des Quality Managements im Zusammenspiel mit Entwicklung und Produktion, das Top Management hat zu Verantworten, dass der Konzern erfolgreich ist, abzulesen an den Quartalsberichten.
Zu Recht wird herausgestellt, dass das oberste Management von Boeing ganz offensichtlich verkennt, dass es selbst die letztendliche Verantwortung für die Qualität (und damit Sicherheit) trägt.
Das Tragische ist, dass dies vom Markt mangels Konkurrenz kaum bestraft wird, der einzige Mit-Wettbewerber ist nicht in der Lage seine Produktion so weit hochzufahren, dass sämtliche Aufträge mit übernommen werden können - wobei es nicht wünschenswert wäre einen Monopolisten dann entstehen zu lassen.
Beitrag vom 10.05.2022 - 12:18 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (738 Beiträge)
Wäre es nicht wichtig, die Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen!?

Für das Boeing-Management offenbar nicht wirklich ...

Da die Erkenntnis, dass man aufgund bewusst getroffener Management-Entscheidungen Schrott entwickelt und weiterhin baut, noch nicht oben angekommen ist, kann man einfach nur gespannt warten, welche Katastrophe diese Firma als nächstes verursachen wird.

Wobei ich hierbei weniger auf das Boeing Management reflektiere (welches ohne Zweifel für das ganze Desaster und die Toten verantwortlich ist), sondern auf die - von einigen Foristen hier angedeuteten - möglichen "Mauscheleien" zwischen FAA, EASA und CAAC.
Ich hoffe sehr, daß diese sich NICHT von Politik und Wirtschaft instrumentalisieren lassen!
Beitrag vom 10.05.2022 - 13:38 Uhr
Userdlehmann66
User (464 Beiträge)
Wobei ich hierbei weniger auf das Boeing Management reflektiere (welches ohne Zweifel für das ganze Desaster und die Toten verantwortlich ist), sondern auf die - von einigen Foristen hier angedeuteten - möglichen "Mauscheleien" zwischen FAA, EASA und CAAC.
Ich hoffe sehr, daß diese sich NICHT von Politik und Wirtschaft instrumentalisieren lassen!

Ich wollte auch nur andeuten, dass die CAAC wohl einer Terminverschiebung auch zustimmen muss. Die CAACC ist eine Behörde in China. China ist einer Diktatur näher als einer Demokratie. Wie wichtig Menschenleben im Verhältnis zum Erreichen politischer Ziele in Diktaturen sind kriegen wir gerade live in der Ukraine vorgeführt.
Wenn es zwischen den nationalen Flugsicherheitsagenturen keine Einigung über eine Terminverschiebung gibt, dann bleibt es beim 31.12.2022 d.h. könnte dann bedeuten die MAX 10 wird nie zugelassen und die anderen MAX verlieren die Zulassung und für Boeing sieht es dann wirtschaftlich ganz ganz schlecht aus.
Für das Boeing Management ist die Gewissenschere aktuell schon sehr gross. Sie verbrennen Geld und müssen wieder für einen stabilen Income sorgen. Dann kann man in die Zukunft schauen und neue Projekte angehen ABER eigentlich müssten sie noch mehr Geld investieren und z.B. die Entwicklung massiv ausbauen und Management wieder mit der Technik und der Sicherheit zusammenführen. Gewonnen hat aber die Ivestoren Sicht d.h. erst mal auf Teufel komm raus Income.
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