Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa und Verdi arbeiten an Lösung

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Beitrag vom 21.02.2024 - 13:04 Uhr
Userrambazamba123
User (483 Beiträge)
Warum müssen eigentlich bei LH immer erst koostenintensive Streiks durchgeführt werden bis man sich mal bewegt und ernsthaft versucht eine Lösung zu finden. Warum nicht den Konflikt gar nicht erst komplett eskalieren lassen und vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???
Das müssen Sie die Verdi fragen! Warum den Konflikt bereits unmittelbar nach Vorstellung der jeweiligen Positionen eskalieren und nicht vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???

Nun, wenn man so verfolgt, was man öffentlich lesen kann und was einem so aus diesem Kreis nebenbei zugetragen wird:

Weil LH schon seit Ende 2023 das Angebot im Groben kannte, Spohr im Dezember und Januar in seinem Mitarbeiterforum zu seinen MA im Wesentlichen "zu teuer, is nicht, zahlen wir nicht, unverschämt, unmöglich" wetterte.

Man ließ dann schon vor der ersten Verhandlungsrunde durchblicken: Gibt gar nichts.

Dann kam die erste Verhandlungsrunde, in der es seitens LH folgendes Gegenangebot gab: Gar kein Angebot. Man ist unverrichteter Dinge wieder auseinander gegangen.

Dann kam in der nächsten Runde das erste Angebot, welches unsäglich niedrig war und keinerlei Basis für vernünftige Verhandlungen darstellte. Einige Forderungen wurden gänzlich missachtet und gar nicht erst beantwortet.

Es führte zum ersten Warnstreik.

Dann gab es die nächste Verhandlungsrunde. Man erhöhte seitens LH das Angebot marginal und senkte die Laufzeit von 36 auf 25 Monate, dafür kam dann die große Kröte 11 statt 8 Monate Nullzeit drauf. In der Presse brüstete man sich mit "Wir bieten faire 10% im ersten Jahr". Natürlich, aber eben mit dem klitzekleinen Haken 11 von 12 Monaten Nullrunde. Entsprechend wird die Erhöhung der Inflationsausgleichsprämie, die anfänglich nur für die LHT in voller Höhe vorgesehen war, von 2.000€ auf 3.000€, zum Großteil von den Mitarbeitern selbst getragen. Während dieser Verhandlung bat man zudem seitens LH um Verlängerung bis spät in die Nacht, um dann zu sagen "Ätschibätschi, doch kein nochmal verbessertes Angebot."

Die Mitarbarbeiter fühlen sich einfach verschaukelt. Und das zurecht. Daher war die Ablehnung dieses Angebots unter der Belegschaft auch fast 100%.

Wie schon Einige hier schrieben: vertrimmen, vertrimmen, vertrimmen, aussitzen, verschieben, ein paar Bröcken hinwerfen usw.

Nun scheint aber nach Jahren des Hinnehmens ein Punkt erreicht, an dem der Boden "aufmüpfig" wird.

Irgendwo gab es gestern zu lesen, dass ver.di beim Boden über 2.000 Neueintritte zu verzeichnen hat. Angesichts der hier in den Nachrichten propagierten 20.000 Gesamtpersonal, von denen ja sicherlich ein größerer Teil bereits organisiert war, ist das ein klares Signal an Lufthansa. Die Mitarbeiter scheinen aufgewacht.

Das LH gestern Streikbrechern 100€ Gutscheine im Online-Shop + ein kostenfreies Mittagessen bot, spricht auch Bände.

Bald wird das Konzernergebnis vorgelegt werden. Man munkelt in der Presse ja mit rund 2,7 MRD € schon bereits vom höchsten operativen Gewinn aller Zeiten.

Die Abschlüsse mit den Piloten waren anständig, trotz einer Laufzeit von 5 Jahren.

Bei UFO hat man mittlerweile bereits 14 Verhandlungsrunden mit ähnlichem Ergebnis wie beim Boden hinter sich. Zumindest kann man auch hier als Boden eine Befürchtung und Tendenz herauslesen.

Das ist so nicht vermittelbar.

Dieser Beitrag wurde am 21.02.2024 13:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.02.2024 - 13:21 Uhr
UserX-Ray
User (517 Beiträge)
Denn komischerweise setzt man nie den Rotstift beim dicken Wasserkopf an.

Ja, schon komisch.

 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lufthansa-konzernumbau-101.html

LoL - sie posten was von 2015! Und mir geht es um
die außertariflichen Beschäftigten im Glashaus in Frankfurt. Das sind ja nicht alles Manager. Aber halt eine Menge an Personal! Wird ein neues AOC aufgemacht benötigt man ebenso wieder Dutzend neuer AT‘ler.

Dann muss das LAC ja bei der Eröffnung halb leer gewesen sein, wenn da angeblich immer mehr Leute hinzukommen können ohne dass eine Erweiterung notwendig wird.

Der Punkt ist, dass Spohr bereits nach einem Jahr im Amt genau das umgesetzt hat, was nach ihrer Behauptung angeblich "nie" vorkommt. Ihre Aussage ist somit unwahr.
Beitrag vom 21.02.2024 - 16:10 Uhr
UserChristian159
User (871 Beiträge)
Warum müssen eigentlich bei LH immer erst koostenintensive Streiks durchgeführt werden bis man sich mal bewegt und ernsthaft versucht eine Lösung zu finden. Warum nicht den Konflikt gar nicht erst komplett eskalieren lassen und vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???

Weil dieser LH Vorstand einfach nichts lernt. Der Personalkörper wird als lästiger Feind betrachtet und wird mit aller Macht bekämpft.

Condor z.b kann das ganz anders.
Ja klar. Das liest sich aber bei der UFO ganz anders.
"Das ist nicht der Condor-Spirit, liebe Geschäftsleitung" "Kündigungen wegen Krankheit werden in einer noch nie dagewesenen Anzahl ausgesprochen, auch bei Mitarbeitern in einem laufendem BEM-Verfahren."
Alles dazu hier
 https://www.ufo-online.aero/de/themen/condor/item/2292-krank-ist-krank.html
Was ist da los in der Wohlfühloase? War der letzte "wir haben uns lieb" Tarifabschluss ohne Nebengeräusche zu großzügig und jetzt muss die Profitabilität woanders erzeugt werden?
Ich habe für die Kollegen am Boden volles Verständnis. Haltet durch. Eure Zeit ist endlich gekommen.
Wenn es schief geht, sind Sie dann auch solidarisch?

Immerhin hat die GF von Condor auf das letzte, auf ähnliche Weise von der Gewerkschaft vorgetragenen, Konflikt- Potential, angemessen und mit der GW gemeinsam reagiert, das Problem wurde gelöst, ganz ohne Streiks.

Das Dokument liest sich eher so, dass die GF das Problem eben nicht gelöst hat!
Schließlich wird hier genau auf die gleichen Probleme hingewiesen, die nach Ihrer Ansicht vor gut einem Jahr "ganz ohne Streik" angeblich gelöst wurden!



Mal abwarten wie die GF von Condor jetzt auf die Hinweise vom 08.02.24 (!) reagiert. Ich bin da fast sicher: auch hier werden sie eine Lösung GEMEINSAM mit Ihren MA finden und das nicht mit einen jahrelangen Gezerre (vorsichtig ausgedrückt) und ohne Streiks.

Nein, anscheinend wurden vor gut einem Jahr keine Lösungen GEMEINSAM gefunden, sonst wäre sie ja behoben und würden nicht immer noch vorhanden sein!

Schon ein Unterschied!
Beitrag vom 21.02.2024 - 16:34 Uhr
Usercontrail55
User (4624 Beiträge)
Warum müssen eigentlich bei LH immer erst koostenintensive Streiks durchgeführt werden bis man sich mal bewegt und ernsthaft versucht eine Lösung zu finden. Warum nicht den Konflikt gar nicht erst komplett eskalieren lassen und vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???
Das müssen Sie die Verdi fragen! Warum den Konflikt bereits unmittelbar nach Vorstellung der jeweiligen Positionen eskalieren und nicht vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???

Nun, wenn man so verfolgt, was man öffentlich lesen kann und was einem so aus diesem Kreis nebenbei zugetragen wird:

Weil LH schon seit Ende 2023 das Angebot im Groben kannte, Spohr im Dezember und Januar in seinem Mitarbeiterforum zu seinen MA im Wesentlichen "zu teuer, is nicht, zahlen wir nicht, unverschämt, unmöglich" wetterte.
Na da sind Sie doch mit ihm bei der Tonalität auf einer Wellenlänge ;-) das könnte doch auch von Ihnen gekommen sein, nur eben andersrum.

Man ließ dann schon vor der ersten Verhandlungsrunde durchblicken: Gibt gar nichts.

Dann kam die erste Verhandlungsrunde, in der es seitens LH folgendes Gegenangebot gab: Gar kein Angebot. Man ist unverrichteter Dinge wieder auseinander gegangen.
Stimmt, das kam auch erst in der 2. Runde. In der Ersten hat die GW ihre Forderung präsentiert und erläutert.
Dann kam in der nächsten Runde das erste Angebot, welches unsäglich niedrig war und keinerlei Basis für vernünftige Verhandlungen darstellte. Einige Forderungen wurden gänzlich missachtet und gar nicht erst beantwortet.
So ist das in Verhandlungen, jeder legt seine Wunschliste auf den Tisch. Dann wird gesprochen, nicht gleich gestreikt.
Es führte zum ersten Warnstreik.

Dann gab es die nächste Verhandlungsrunde. Man erhöhte seitens LH das Angebot marginal und senkte die Laufzeit von 36 auf 25 Monate, dafür kam dann die große Kröte 11 statt 8 Monate Nullzeit drauf. In der Presse brüstete man sich mit "Wir bieten faire 10% im ersten Jahr". Natürlich, aber eben mit dem klitzekleinen Haken 11 von 12 Monaten Nullrunde. Entsprechend wird die Erhöhung der Inflationsausgleichsprämie, die anfänglich nur für die LHT in voller Höhe vorgesehen war, von 2.000€ auf 3.000€, zum Großteil von den Mitarbeitern selbst getragen. Während dieser Verhandlung bat man zudem seitens LH um Verlängerung bis spät in die Nacht, um dann zu sagen "Ätschibätschi, doch kein nochmal verbessertes Angebot."

Die Mitarbarbeiter fühlen sich einfach verschaukelt.
Das kommt davon, wenn die GW alle Gesprächsinhalte jedesmal durchsticht.
Und das zurecht. Daher war die Ablehnung dieses Angebots unter der Belegschaft auch fast 100%.

Wie schon Einige hier schrieben: vertrimmen, vertrimmen, vertrimmen, aussitzen, verschieben, ein paar Bröcken hinwerfen usw.

Nun scheint aber nach Jahren des Hinnehmens ein Punkt erreicht, an dem der Boden "aufmüpfig" wird.

Irgendwo gab es gestern zu lesen, dass ver.di beim Boden über 2.000 Neueintritte zu verzeichnen hat.
Da waren die Maßnahmen doch schon mal erfolgreich. Für die Verdi. Das bringt ordentlich Geld in die Kasse.
Angesichts der hier in den Nachrichten propagierten 20.000 Gesamtpersonal, von denen ja sicherlich ein größerer Teil bereits organisiert war, ist das ein klares Signal an Lufthansa. Die Mitarbeiter scheinen aufgewacht.
Wird man sehen. Könnte aber auch noch ein schlechter Traum sein. Haben andere Vereinigungen hier auch schon erleben dürfen.
Das LH gestern Streikbrechern 100€ Gutscheine im Online-Shop + ein kostenfreies Mittagessen bot, spricht auch Bände.
Völlig legitim.
Bald wird das Konzernergebnis vorgelegt werden. Man munkelt in der Presse ja mit rund 2,7 MRD € schon bereits vom höchsten operativen Gewinn aller Zeiten.
Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.
Die Abschlüsse mit den Piloten waren anständig, trotz einer Laufzeit von 5 Jahren.

Bei UFO hat man mittlerweile bereits 14 Verhandlungsrunden mit ähnlichem Ergebnis wie beim Boden hinter sich. Zumindest kann man auch hier als Boden eine Befürchtung und Tendenz herauslesen.
Das ist so nicht vermittelbar.
Wenn so wie hier verkauft wird, sicher nicht.

Dieser Beitrag wurde am 21.02.2024 16:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.02.2024 - 16:46 Uhr
Userrambazamba123
User (483 Beiträge)
Das kommt davon, wenn die GW alle Gesprächsinhalte jedesmal durchsticht.

Das ist doch der neue Ansatz von ver.di. Die aktuellen Verhandlungen bauen auf tausenden Anregungen und Rückmeldungen von Mitgliedern auf und werden entsprechend in der Mitgliedschaft diskutiert, bevor weitere Schritte folgen. Dies steht konträr zu dem früheren Vorgehen, dass man auf eigene Faust mit Vorstellungen in die Verhandlungen ging und den Mitgliedern lediglich die Ergebnisse zur Abstimmung / Annahme / Ablehnung präsentiert hat.

M.E. ist der neue Weg ein besserer.


Dann wird gesprochen, nicht gleich gestreikt

Das kann man schlecht pauschalisieren.


Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.

Nun, das biegt sich LH selbst aber auch immer so zurecht, wie es gerade am besten gebraucht werden kann.
Beitrag vom 21.02.2024 - 18:19 Uhr
Userflydc9
User (793 Beiträge)
Warum müssen eigentlich bei LH immer erst koostenintensive Streiks durchgeführt werden bis man sich mal bewegt und ernsthaft versucht eine Lösung zu finden. Warum nicht den Konflikt gar nicht erst komplett eskalieren lassen und vorher mal versuchen eine Lösung zu finden???


weil es sonst zu einfach wäre
Beitrag vom 21.02.2024 - 20:23 Uhr
UserAirboeing300
User (47 Beiträge)
Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.

Sie sollten aber wissen dass es bei dem Lufthansa Boden Tarifvertrag mitnichten nur um die LHA geht.
Beitrag vom 21.02.2024 - 22:05 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (2292 Beiträge)
Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.

Sie sollten aber wissen dass es bei dem Lufthansa Boden Tarifvertrag mitnichten nur um die LHA geht.

...und es passt halt eben gut in die 'LH GF Verteidiger' Propaganda...🫠😅
Beitrag vom 22.02.2024 - 07:33 Uhr
Usercontrail55
User (4624 Beiträge)
Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.

Sie sollten aber wissen dass es bei dem Lufthansa Boden Tarifvertrag mitnichten nur um die LHA geht.
Ja, das stimmt, das habe ich fälschlicherweise vermischt.
Dennoch ist die Aussage des Rekordergebnisses als Grundlage für die Forderungen nicht korrekt, denn jedes betroffene Geschäftsfeld hatte schon höhere Ergebnisse. Unklar ist zudem, wo diese Ergebnisse erwirtschaftet wurden, besonders bei international tätigen Bereichen wie die Technik.
Kurz, ist die Aussage, übernommen aus der Argumentation der GW, so überhaupt zulässig? Ich denke nicht. Aber Danke für den Hinweis.
Beitrag vom 22.02.2024 - 07:44 Uhr
Usercontrail55
User (4624 Beiträge)
Das kommt davon, wenn die GW alle Gesprächsinhalte jedesmal durchsticht.

Das ist doch der neue Ansatz von ver.di. Die aktuellen Verhandlungen bauen auf tausenden Anregungen und Rückmeldungen von Mitgliedern auf und werden entsprechend in der Mitgliedschaft diskutiert, bevor weitere Schritte folgen. Dies steht konträr zu dem früheren Vorgehen, dass man auf eigene Faust mit Vorstellungen in die Verhandlungen ging und den Mitgliedern lediglich die Ergebnisse zur Abstimmung / Annahme / Ablehnung präsentiert hat.

M.E. ist der neue Weg ein besserer.
Ich glaube nicht, dass man früher nicht wusste was die Basis will und man nur auf eigene Faust in die Verhandlungen ging. Das wäre fatal.
In diesen Verhandlungen geht es zu wie auf dem Pferdemarkt, wenn du dich hier bewegen würdest, dann könnte ich mich hier bewegen usw. Da jeden Schritt nach Außen zu tragen schränkt die taktischen Möglichkeiten ein. Klar, man geht immer mit Maximalforderungen rein, wohl wissend, dass es da Abstriche geben wird. Je mehr man nach Außen manifestiert, dasto größer mache ich mir selbst den Druck zu liefern.

Dann wird gesprochen, nicht gleich gestreikt

Das kann man schlecht pauschalisieren.
Ok, dann die Frage, warum geht man in diesem Fall gleich in den Streik und eskaliert sofort maximal? Wie will man das steigern, wenn Bedarf da wäre? Mehre Tage?

Oha, da schmücken Sie sich aber mit fremden Federn, passt aber in die ganze GW Propaganda. Das ist das Group Ergebnis, nicht das der LHA. Um die geht es aber in den Verhandlungen. Wollen Sie etwa der Swiss und allen anderen in die Kasse greifen, weil die einen super Gewinn eingefahren haben? Den der LHA müssen wir noch sehen, ob es da für die 1 Mtd gereicht hat. Wenn alle so inspiriert zulangen, wird davon nicht viel übrig bleiben.

Nun, das biegt sich LH selbst aber auch immer so zurecht, wie es gerade am besten gebraucht werden kann.
Hätten Sie da ein Beispiel? Mit dieser Argumantation stellen Sie sich aber auf den gleichen, hier gerne verteufelten, Level ;-) Macht es dieses Vorgenhen damit besser?
Es bleibt, während ein Teilbereich sehr gut performt hat und andere eher nicht, dürfen die alle über einen Kamm geschoren werden? Jeder von diesen Bereichen bewegt sich in einem eigenen Wettbewerbsumfeld und ist nur bedingt vergleichbar.

Dieser Beitrag wurde am 22.02.2024 07:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.02.2024 - 09:20 Uhr
UserA320Fam
User (1734 Beiträge)
@Contrail
Ich habe deine Argumentation verstanden. Bisher hatte ich dich immer auf der Arbeitnehmerseite gesehen. Hier argunentierst du nun heftigst für den Arbeitgeber und massiv gegen ver.di und GW im allgemeinen. Ich bin da etwas verwirrt. Du sagst also erst 36 nun 25 Monate Laufzeit für einmal 5 und 4.5% und einer irgendwie mit reingemurksten Inflationsprämie sund für die betroffenen Bereiche genug? Eher wäre sogar weniger angemessen für Teilbereiche die nicht performen?
Wie gesagt, ich hatte dich als alten GW und BR in Erinnerung. 🤔
Beitrag vom 22.02.2024 - 10:22 Uhr
Usercontrail55
User (4624 Beiträge)
@Contrail
Ich habe deine Argumentation verstanden. Bisher hatte ich dich immer auf der Arbeitnehmerseite gesehen. Hier argunentierst du nun heftigst für den Arbeitgeber und massiv gegen ver.di und GW im allgemeinen. Ich bin da etwas verwirrt. Du sagst also erst 36 nun 25 Monate Laufzeit für einmal 5 und 4.5% und einer irgendwie mit reingemurksten Inflationsprämie sund für die betroffenen Bereiche genug? Eher wäre sogar weniger angemessen für Teilbereiche die nicht performen?
Wie gesagt, ich hatte dich als alten GW und BR in Erinnerung. 🤔
Da hast Du recht, habe das wohl ungenau ausgedrückt.
Auslöser war die Aussage von @rambazamba123 "Bald wird das Konzernergebnis vorgelegt werden. Man munkelt in der Presse ja mit rund 2,7 MRD € schon bereits vom höchsten operativen Gewinn aller Zeiten." Hier wird für mich zuviel in einen Topf geworfen, auch in der Argumentation der GW.
Erstens ist es so falsch und zweitens fehlt mir da die Differenzierung. Das zeichnet ein gefährliches Bild, denn es weckt unerfüllbare Erwartungenn in der Gruppe der verhandelten MA, die im Detail betrachtet dramatische Auswirkungen haben können. Bestes Beispiel ist Dein Standort in SXF, hier steht eine klare Schließungsandrohung im Raum, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen oder bei der Cargo, so ist von Kollegen zu hören, gibt es in der Abwicklung kaum noch gelbe Ausweise und wenn der Kostenunterschied zu den Dienstleistern noch größer wird, ist das Verlangen noch mehr auszulagern nicht auszuschließen.
Ob und wie im Ergenbis der TV da differenziert wird, das muss man abwarten. Aber in der ganzen GW Kommunikation findet die Differenzierung nicht statt und unter dem Strich sind genau das die Gründe, warum es die Spartengewerkschaften gibt.
Nicht alles was contra GW ist, ist automatisch pro Arbitgeber. Ich hoffe das ist klarer geworden, sonst gerne fragen, auch per PM.
Beitrag vom 22.02.2024 - 10:34 Uhr
UserHeinzi
User (123 Beiträge)
Leider hat es in den vergangenen 30 Jahren nie ein monetäres commitment zu seinen Mitarbeitern gegeben. Jedes Jahr wird gelobt, "Ihr seid die Besten, Danke für die tolle Leistung, wirhaben aber leider nichts für Euch" und wie Spohr einmal öffentlich bei einer UFO veranstaltung zu einer Flugbegleiterin sagte "Schauen Sie auf Ihren Ausweis, das muss reichen".
Sind die Zeiten schaus GF Sicht schlecht, gibt es nichts zu verteilen, sind die Zeiten gut, gibt es auch nichts zu verteilen, weil die Zeiten ja wieder schlecht werden. Zumindest für das Gros der Beschäftigten und bis auf das kleine gallische Dorf im Glashaus, wo mit Fixgehältern und Boni hin und her geschaufelt wird, je nach Geschäftssituation damit unter dem Strich für einzelne genug übrig bleibt. Die Mitarbeiter haben das einfach satt.
In den Verhandlungen gibt es zudem ein weiteres Problem. Die Gewerkschaften verhandeln nur mit Spohr`s Marionetten ohne Entscheidungsbefugnis und Entscheidungsspielräume. Man hat manchmal den Eindruck, die wissen noch nicht einmal selbst, was sie sich trauen dürfen oder ob sie Glasperlen in die Waagschale werfen dürfen. Oft genug wurden am Abend Verhandlungsfortschritte mit seinen Marionetten erzielt und man war allseits positiv gestimmt auf einem guten Weg zu sein. Am nächsten Morgen kamen dieselben GF-Marionetten mit eingezogenem Schwanz wieder in die Verhandlungen und stellten weitere Forderungen, oder zogen alle Ergebnisse wieder vom Tisch. Der Chef hatte gesprochen. Mitunter gab es auch Termine, zu denen man nur der Form halber erschien, um sich anzustarren und die GF-Seite von vorn herein klar macht, dass sie nichts anzubieten hat. Nach 30 min trennt man sich fast wortlos. Anschließend heißt es dann in der LH lancierten Presse wieder, " Die Gewerkschaften brechen die Verhandlungen ab und ziehen den Streik zu Lasten der Kunden vor". Nur, dass es eben diese "Verhandlungen" nicht gab.
Dieses Verhalten provoziert halt auch die heutige Situation.
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