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Beitrag vom 06.11.2023 - 22:41 Uhr
UserEricM
User (7369 Beiträge)
"Es ist nur schwer vermittelbar, dass etwa Weihnachtsmärkte mit Betonbarrikaden gesichert werden, und unsere Flughäfen werden als Hochsicherheitsbereiche von Betreibern stiefmütterlich behandelt", sagte Teggatz am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch das geht auch in die emotionale Richtung (Gruß an @FloCo)
Der eigentliche Hochsicherheitsbereich beim Fliegen ist das Flugzeug selbst, nicht das Flughafengelände.

Auch der Flughafen an sich stellt schon einen Sicherheitsbereich da, der entsprechend geschützt werden muss. Nicht umsonst wird jetzt von sämtlichen Seiten gefordert, dass da Verbesserungen kommen müssen. Aber die ganzen Diskussionen der Sicherheitsexperten, Polizei, etc. sind ja sicherlich auch alle nur Stammtischgelaber.


Ich bin mir sehr sicher, das Wort "Stammtischgelaber" in dieser Diskussion nicht benutzt zu haben.

Alle Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen dienen letztendlich dem Ziel, den Hochsicherheitsbereich Flugzeug zu schützen, seinen Laderaum, die Kabine und besonders das Cockpit.

Das Bedrohungsprofil umfasst dabei primär den Schmuggel von Bomben oder Waffen an Bord und keinen direkten offenen Angriff auf den Perimeter.
Passiert der tatsächlich mal, wird der Flughafen geräumt sowie der Betrieb eingestellt und ist damit "sicher".

Ein Weihnachtsmarkt hat nur Fußgängerzugang während der Ã?ffnungszeiten. Ein Flughafen muss von Fahrzeugen aller Art im Betrieb angefahren werden können.
Ein Weihnachtsmarkt hat auch eine ganz andere Bedrohungsprofil, also andere Arten und Angriffspunkte, Schaden anzurichten.

Da Sie das schon einmal behauptet haben, aber leider nicht auf meine Rückfrage geantwortet haben: Welche Fahrzeuge müssen denn regelmäßig auf das Flughafengelände fahren?


Genaue Anzahlen oder Typen pro Flughafen kann Ihnen da vermutlich niemand liefern.
Aber wenn man sich mal Frankfurt in Google Maps/Earth anschaut gibt es da einige Fahrspuren die teilweise bis auf Flugfeld führen. Die meisten davon 2-spurig pro Richtung.
Ich denke das würde man nicht bauen, wenn da nie oder nur ganz selten mal was fahren würde...


Das Argument scheint daher wenig sachlich zu sein, bzw vergleicht Ã"pfel mit Birnen.

Klar, man kann sich das alles drehen wie man will. Immerhin scheinen die Sicherheitsexperten am Flughafen und der Flughafen selbst jetzt tätig zu werden und bereits neue Sicherungsmaßnahmen einzurichten.

Der Mob brüllt ja auch gerade sehr laut.
Ich meine damit ausdrücklich jetzt nicht den Sprecher der GdP, sondern mehr so die deutschen Online- Foren.
Reden wir in 2 Jahren mal drüber was wirklich geändert wurde, nachdem die Karawane der öffentlichen Empörung weitergezogen ist und wir festgestellt haben, dass wir noch ganz viele andere Sicherheitsprobleme als das Vorfeld des Hamburger Flughafens haben...

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2023 22:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2023 - 23:20 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
Auch der Flughafen an sich stellt schon einen Sicherheitsbereich da, der entsprechend geschützt werden muss. Nicht umsonst wird jetzt von sämtlichen Seiten gefordert, dass da Verbesserungen kommen müssen. Aber die ganzen Diskussionen der Sicherheitsexperten, Polizei, etc. sind ja sicherlich auch alle nur Stammtischgelaber.


Ich bin mir sehr sicher, das Wort "Stammtischgelaber" in dieser Diskussion nicht benutzt zu haben.

Stimmt, deswegen ist es ja auch nicht als Zitat gekennzeichnet. Sie bezeichneten lediglich die Rufe nach mehr Sicherheit als etwas, was man einfach am Stammtisch machen kann. Da hier Sicherheitsexperten und Polizisten genau das fordern, was User hier im Forum gefordert haben, was Sie dann zu dieser Einordnung geführt hat, geht es dann schon in diese Richtung.
Oder ist etwas was User hier fordern Stammtisch, wenn dieselbe Forderung von Sicherheitsexperten kommt dann auf einmal nicht mehr Stammtisch?

Da Sie das schon einmal behauptet haben, aber leider nicht auf meine Rückfrage geantwortet haben: Welche Fahrzeuge müssen denn regelmäßig auf das Flughafengelände fahren?


Genaue Anzahlen oder Typen pro Flughafen kann Ihnen da vermutlich niemand liefern.
Aber wenn man sich mal Frankfurt in Google Maps/Earth anschaut gibt es da einige Fahrspuren die teilweise bis auf Flugfeld führen. Die meisten davon 2-spurig pro Richtung.
Ich denke das würde man nicht bauen, wenn da nie oder nur ganz selten mal was fahren würde...

Ah okay, na dann. Bleibt dann noch die Frage, inwiefern u.a. Sperren, die man in Windeseile im Boden versenken kann und so unter anderem bei Fußgängerzonen, Feuerwehrzufahrten oder Wege zu anderen schützenswerten Gebäuden Anwendung finden, für einen Flughafen zum Problem werden sollten und dort die Logistik zum Erliegen bringen sollten, aber das wird wohl auch irgendwie spekulativ begründbar sein....

Klar, man kann sich das alles drehen wie man will. Immerhin scheinen die Sicherheitsexperten am Flughafen und der Flughafen selbst jetzt tätig zu werden und bereits neue Sicherungsmaßnahmen einzurichten.

Der Mob brüllt ja auch gerade sehr laut.
Ich meine damit ausdrücklich jetzt nicht den Sprecher der GdP, sondern mehr so die deutschen Online- Foren.
Reden wir in 2 Jahren mal drüber was wirklich geändert wurde, nachdem die Karawane der öffentlichen Empörung weitergezogen ist und wir festgestellt haben, dass wir noch ganz viele andere Sicherheitsprobleme als das Vorfeld des Hamburger Flughafens haben...

Jep, schauen wir mal. Vielleicht baut man ja das, was gerade schon gebaut wird, einfach wieder ab.
Beitrag vom 07.11.2023 - 06:50 Uhr
UserFRAHAM
User (1331 Beiträge)
Ah okay, na dann. Bleibt dann noch die Frage, inwiefern u.a. Sperren, die man in Windeseile im Boden versenken kann und so unter anderem bei Fußgängerzonen, Feuerwehrzufahrten oder Wege zu anderen schützenswerten Gebäuden Anwendung finden, für einen Flughafen zum Problem werden sollten und dort die Logistik zum Erliegen bringen sollten, aber das wird wohl auch irgendwie spekulativ begründbar sein....

Sperren in Windeseile im Boden versenkbar findet man nicht an Fußgängerzone, es sei denn wir haben ein völlig anderes Verständnis von "Windeseile". Jede Fahrzeugvereinzelungsanlage (und sowas braucht es) kann entweder schnell (Ampelsystem) oder sicher (Poller/Auffahrschutz/stabilere Tore). Es fahren eine Unmenge von Fahrzeugen rein und raus. Alleine schon für Ver- und Entsorgung der Flugzeuge (außer Kerosin). Und manchmal erwischt so ein Schutzmechanismus auch mal jemanden, der eigentlich durch gedurft hätte (ist nicht mal ein Fahrzeug eines deutschen Politiker am weißen Haus "aufgespießt" worden?)

Man muss sich immer vor Augen halten, was man schützen möchte und wie viel der Schutz kosten darf. Das jemand unbefugt durch Zäune oder Einfahrten in den Sicherheitsbereich kommt, wird von allen Sicherheitsbehörden in der Welt als wahrscheinlich gewertet. In vielen Ländern gibt es sogar manchmal keine Zäune .. aber das ist eine andere Geschichte. Das nicht jeder einfach so auf dem Vorfeld rumfahren kann, dafür reicht eine einfache Schranke, die ja auch nicht unbewacht sind. Sollte dann doch wie hier mal ein Fahrzeug durchbrechen, waren ja offensichtlich genügend EInsatzkräfte und Feuerwehren auch schnell zur Stelle. Die Risikoanalysen und ihre Maßnahmen wurden offensichtlich richtig gemacht, denn es ist niemand zu Schaden gekommen. Für "gefährlichere" Situationen haben die Sicherheitskräfte auch härtere Maßnahmen im Repertoire.

Vielleicht sollten sich die 82 Millionen Sicherheitsexperten wieder als Corona-Spezialisten oder Bundestrainer versuchen - hier kann man nicht so viel Geld verdienen.

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2023 06:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.11.2023 - 07:47 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
Ah okay, na dann. Bleibt dann noch die Frage, inwiefern u.a. Sperren, die man in Windeseile im Boden versenken kann und so unter anderem bei Fußgängerzonen, Feuerwehrzufahrten oder Wege zu anderen schützenswerten Gebäuden Anwendung finden, für einen Flughafen zum Problem werden sollten und dort die Logistik zum Erliegen bringen sollten, aber das wird wohl auch irgendwie spekulativ begründbar sein....

Sperren in Windeseile im Boden versenkbar findet man nicht an Fußgängerzone, es sei denn wir haben ein völlig anderes Verständnis von "Windeseile". Jede Fahrzeugvereinzelungsanlage (und sowas braucht es) kann entweder schnell (Ampelsystem) oder sicher (Poller/Auffahrschutz/stabilere Tore). Es fahren eine Unmenge von Fahrzeugen rein und raus. Alleine schon für Ver- und Entsorgung der Flugzeuge (außer Kerosin). Und manchmal erwischt so ein Schutzmechanismus auch mal jemanden, der eigentlich durch gedurft hätte (ist nicht mal ein Fahrzeug eines deutschen Politiker am weißen Haus "aufgespießt" worden?)

Vielleicht haben wir dann wirklich verschiedene Ansichten, was schnell istâ?¦ Hörman beispielsweise bietet Anlagen an, die innerhalb von 1,5 Sekunden im Boden versenkt sind. Inwiefern das den Betrieb am Flughafen stören sollte, bleibt mir ein Rätsel.
Wenn da jemand aufgespießt wird, dann hat das in der Regel eine Fehlnutzung als Grund. Die Tore sind doch eh bewacht, dann kann man diese Anlagen auch manuel absenken, damit sowas nicht passiert.

Man muss sich immer vor Augen halten, was man schützen möchte und wie viel der Schutz kosten darf. Das jemand unbefugt durch Zäune oder Einfahrten in den Sicherheitsbereich kommt, wird von allen Sicherheitsbehörden in der Welt als wahrscheinlich gewertet. In vielen Ländern gibt es sogar manchmal keine Zäune .. aber das ist eine andere Geschichte. Das nicht jeder einfach so auf dem Vorfeld rumfahren kann, dafür reicht eine einfache Schranke, die ja auch nicht unbewacht sind. Sollte dann doch wie hier mal ein Fahrzeug durchbrechen, waren ja offensichtlich genügend EInsatzkräfte und Feuerwehren auch schnell zur Stelle. Die Risikoanalysen und ihre Maßnahmen wurden offensichtlich richtig gemacht, denn es ist niemand zu Schaden gekommen. Für "gefährlichere" Situationen haben die Sicherheitskräfte auch härtere Maßnahmen im Repertoire.

Ja, es ist alles einigermaßen gute gegangenâ?¦ aber nicht, weil die Sicherheitsvorkehrungen so wunderbar funktioniert haben, sondern weil es â??bloßâ?� um eine Entführung ging. Wäre das Auto eine Autobombe gewesen, wäre das Geschrei jetzt noch größer. Und das Schöne ist: jeder der sowas jetzt evt. vor haben könnte, gerade in einer Zeit, in der durch den Gaza-Krieg von deutlich erhöhter islamistischer Terrorgefahr gesprochen wird, hat jetzt gesehen, wie einfach das geht.
Alleine deshalb schon ist es jetzt fahrlässig zu sagen: passt schon, bau die Schranke wieder auf, ist ja nichts passiert.

Vielleicht sollten sich die 82 Millionen Sicherheitsexperten wieder als Corona-Spezialisten oder Bundestrainer versuchen - hier kann man nicht so viel Geld verdienen.

Ah, die typische Aussage, die immer kommt, wenn jemand eine andere Meinung hat. *Gähn* lassen Sie mich raten: als nächste kommt der Verweis, dass solche Forderungen ja nur aus der AfD und dem rechten Spektrum kommen können?

*edit: Typos korrigiert

Dieser Beitrag wurde am 07.11.2023 08:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.11.2023 - 10:05 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4550 Beiträge)

Der Mob brüllt ja auch gerade sehr laut.
Ich meine damit ausdrücklich jetzt nicht den Sprecher der GdP, sondern mehr so die deutschen Online- Foren.

Gut zu wissen dass du bei den ForeN den Ã?berblick hast.

Und da isser schon wieder unser Ex, Ex, Ex...@legacy.

Ich befürchte allerdings, bei dem Tonfall wird auch dieser Account nicht lange existieren.

Aber hartnäckig ist er auf jeden Fall!
Beitrag vom 07.11.2023 - 18:21 Uhr
UserFW 190
User (2384 Beiträge)
Ein besserer Schutz wäre zum Beispiel in solchen Fällen generell nicht alle Einzelheiten zu veröffentlichen. Damit ist dann kein Lehrstoff für Nachahmer da.
"Bewaffnetes gewaltsames Eindringen auf Das Flughafengelände bis zu den Fluzeugen" hätte doch für alle gereicht.

So wir hier geschehen kann sich doch der geneigte Terrorist über die Widerstandsfähigkeit der Schranke bestens in formieren. Bei den FFF wurde auch sehr exakt mit geteilt wie schwach der Zaun letztlich ist. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Ist noch besser geworden, heute ist in der Schleswig Holstein Zeitung ein Bild aus der Vogelperspektive mit den 3 wichtigen Punkten: Toreinfahrt, der Weg zu den Flugzeugen und dann der Standort des Pkw zu sehen. Weiter Fotos des Zauntores, der Schranke und der provisorischen Absperrung.

Mir fehlen dann aber noch die genauen Pläne der Verbesserung mit Angaben der Materialstärken und sonstige Maßnahmen usw. Auch Hinweise auf das Gewicht und die Geschwindigkeit des Pkw in diesem Falles stehen noch aus damit man die erforderliche Wucht (Impuls) oder kinetische Energie besser für zukünftige Fälle ausrechnen kann.

Wir sicher bald zu lesen sein. Ist ja so wichtig für alle zu wissen wie sicher der Flughafen dann ist. So nach dem Motto, ein 5t kommt da nicht mehr durch! (dann nehmen wir doch lieber gleich einen 40t wie auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin)
Wer Sarkasmus finden darf ihn behalten.
Beitrag vom 07.11.2023 - 21:09 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (854 Beiträge)

... Wäre das Auto eine Autobombe gewesen, wäre das Geschrei jetzt noch größer. Und das Schöne ist: jeder der sowas jetzt evt. vor haben könnte, gerade in einer Zeit, in der durch den Gaza-Krieg von deutlich erhöhter islamistischer Terrorgefahr gesprochen wird, hat jetzt gesehen, wie einfach das geht.
Mann hat auch schon gesehen, wie einfach es ist, eine (bzw. auch mehrere) Bomben im Ã?PNV zu platzieren. Wieviel in mehr Sicherheit soll man da investieren? Personenschleusen?
Alleine deshalb schon ist es jetzt fahrlässig zu sagen: passt schon, bau die Schranke wieder auf, ist ja nichts passiert.
Niemand sagt, dass es nicht auch Ã"nderungen geben wird, aber auch die werden nicht unüberwindbar sein. Für die Sicherheit gibt es ein komplexes System. Einzelne Elemente (hier die Fahrzeugschleuse mit Doppelschranke) können dabei auch mal versagen und werden, nach ausführlicher Analyse gegebenen Falls verbessert. Aber auch danach kann es sein, dass einzelne Elemente mit entsprechendem Aufwand überwunden werden können.
...
Beitrag vom 07.11.2023 - 21:56 Uhr
Userfbwlaie
User (5429 Beiträge)
Es ist wohl überraschend, dass der PKW ohne grösseren Beschädigungen auf das Rollfeld fahren konnte.
Das muss wirklich nicht sein. Falls man die einfahrenden Fahrzeuge nur etwas kontrollieren will, gibt es genügend Zeit für das Ausfahren von robustere Absperrelementen.
Alles kann man sicherlich nicht abdecken. Aber ein Durchgeknllter sollte nicht so einfach alle Sperren durchbrechen können.
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