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Beitrag vom 28.02.2020 - 17:10 Uhr
UserFraBay83
User (28 Beiträge)
Man sollte allgemein so lange Strecken mit zwei Crews fliegen, die während des Fluges einen Sichtwechsel vollziehen. Große Maschinen wie der A380 haben sogar eigene Kojen und sanitäre Bereiche, wo die pausierenden Crewmitglieder ihre Zeit verbringen.

Ansonsten sollten viele Piloten nicht zu sehr meckern. Die meiste Zeit des Fluges, übernimmt die Maschine alle Aufgaben und der Pilot sitzt nur vorne rum und guckt aus dem Fenster. Die körperliche und psychische Belastung ist teilweise gering und kann weit über mehr als acht Stunden ausgehalten werden!

Sorry aber da reden Sie wieder einen Stuss zusammen der an Polemik nicht zu übertreffen ist! Ich hocke garantiert nicht 8h im Cockpit und dreh Däumchen! Ja der Autopilot übernimmt im Wesentlichen die Steuerung des Flugzeuges. Aber was glauben Sie würde der Computer ohne Eingaben machen?! Nichts! Da er ja Vorgaben braucht um den Flieger zu steuern. Und ob Sie es glauben oder nicht, bei Ultralangstrecken fliegen bereits 2 Crews mit. Soviel zu Ihrem Geblubber das wiedermal null Inhalt hat. Fliegen Sie mal Langstrecke durch verschiedene Zeitzonen, da ist das mit der körperlichen und physischen Belastung ganz schnell anders. Desweiteren müssen wir regelmäßig zum ärztlichen Checkup, weil eben die besagte Belastung enorm ist. Sonst könnte man sich das Theater ja sparen.

Ich bin verwundert das es in unserer modernen Zeit nicht Flieger gibt, wo auch die Eingaben automatisch ablaufen. Jedoch ist sowas eine Frage der Zeit. Das autonome Fliegen im zivilem Bereich wird auch kommen. Nicht morgen, nicht in 10 Jahren, aber es wird kommen, so dass vorne keine Piloten mehr drin sitzen, sondern nur noch eine Person, die alle Systeme überwacht und notfalls eingreifen kann.

Mir ist klar, welche Belastungen in dem Beruf vorherrschen. Viele Piloten waren ja auch beim Militär und sind sehr belastbar. Während durch G-Kräfte alle an Bord schon ohnmächtig sind, kam es vor, dass die Piloten noch hellwach sind und eine Maschine in extremen Situationen retten. Bei AF447 geht man davon aus, dass alle an Bord schon K.O. waren, da die Maschine binnen weniger Minuten Kilometer weit gefallen ist. Laut Blackbox wissen wir aber, die Piloten waren bis zum Aufschlag wach, kotzten sich nicht voll etc. Da sieht man was die Jungs wegstecken können.

Ich denke aber sie wissen auch nicht wie es ist nach Australien als Pilot zu fliegen, so weit ich weiß sind sie bei Ryanair und fliegen nicht Langstrecke!

Hören Sie bitte endlich mal auf von Sachen zu sprechen von denen Sie keine Ahnung haben! Welche G-Kräfte?! Ich fliege zivile Passagierjets! Und woher stammt der Irrglaube ich wäre bei Ryanair?! Ich habe es an anderer Stelle bereits erwähnt, ich bin Freelancer und fliege für diverse Airlines. Zur Zeit besitze ich das Typerating für 767, 777 und 747. Und ja die Langstrecke nach Australien kenne ich! Bereits dutzendfach geflogen...
Beitrag vom 28.02.2020 - 22:16 Uhr
Userdidigolf
User (294 Beiträge)
Sagt einer, der keine Erfahrung hat in dem Bereich.

Gerade weil der Computer alles macht, schlafen Piloten ein und es wird ihnen langweilig.
Schon mal 8 Stunden auf einem Sitz verharrt ?

Aber ein Amazon-Mitarbeiter muss es ja wissen.

Die modernen Linienmaschinen übernehmen eben heutzutage sehr viele Aufgaben. Was die Systeme im Cockpit betrifft, da hat schon längst eine andere Zeitrechnung begonnen. Maschinen wie die 777, 787 oder der A350 können sogar alleine landen, wenn es am Flughafen die dafür benötigten Bodensysteme gibt.

Natürlich habe ich schon 8 Stunden vor einem Computer gehockt, allerdings musste ich dort durchgehend und aktiv Aufgaben bewältigen.

Ich arbeite nicht bei Amazon, sondern bei der Bertelsmann-Gruppe!

Und wiedermal eine Ihrer Beiträge, die zeigen dass Sie eigentlich keine Ahnung von der Luftfahrt haben! Entweder stammt Ihr "Fachwissen" aus dem Flugzeugquartett oder Sie kennen einen, der einen kennt, dessen Onkel einen Piloten kennt!
Fangen wir mal hier an:
Also die genannten modernen Maschinen können sogar alleine landen, boaaah, da sind wir aber beeindruckt!
Das konnten sogar schon die L1011 Tristar aus den 70ern, oder eine B747-200 aus der gleichen Zeit!
Schlafkojen haben nicht nur die A380, sondern alle Langstreckenmaschinen der renommierten Fluggesellschaften!
Welche G-Kräfte bei Verkehrsmaschinen auftreten sollen, wissen auch nur Sie, mir ist das in 30 Jahren und über 20000h nie aufgefallen, ausser man hat das im Simulator mal ausprobiert!
Das aus dem Fenster schauen haben ja andere schon klargestellt, genau wie auch die Belastung durch den Zeitzohnenunterschied.
Was aber bisher noch gar nicht geschrieben wurde, dass auch der Sauerstoffgehalt in der Kabinenhöhe geringer ist als am Boden, ausser Sie klettern auf die Berge!
Machen Sie doch einfach mal auf einem Langstreckenflug einen Test und versuchen Sie z.B. Sudokurätsel zu lösen! Sie werden schnell merken, dass es deutlich schwieriger ist als am Boden, da auch das Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt wird!
Und jetzt stellen Sie sich mal vor, eine Crew muss nach einem 20stündigen Flug eine Landung unter schwierigen Wetterbedingungen durchführen und dann gibts plötzlich noch ein technisches Problem. Auch wenn man auf diesem Flug mal schlafen konnte, was ja durch die schon genannten Zeitzohnen schwierig ist, fehlen durch geringeren Sauerstoff und Schlafmangel durchaus einige Prozent Ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit und schon kann es schwierig werden!
Wie andere schon schrieben, bitte lassen Sie es hier Ihre Weisheiten zu verbreiten, die gar keine sind!
Beitrag vom 29.02.2020 - 08:43 Uhr
UserFlyTweety
User (204 Beiträge)

Was aber bisher noch gar nicht geschrieben wurde, dass auch der Sauerstoffgehalt in der Kabinenhöhe geringer ist als am Boden, ausser Sie klettern auf die Berge!
Machen Sie doch einfach mal auf einem Langstreckenflug einen Test und versuchen Sie z.B. Sudokurätsel zu lösen! Sie werden schnell merken, dass es deutlich schwieriger ist als am Boden, da auch das Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt wird!
Und jetzt stellen Sie sich mal vor, eine Crew muss nach einem 20stündigen Flug eine Landung unter schwierigen Wetterbedingungen durchführen und dann gibts plötzlich noch ein technisches Problem. Auch wenn man auf diesem Flug mal schlafen konnte, was ja durch die schon genannten Zeitzohnen schwierig ist, fehlen durch geringeren Sauerstoff und Schlafmangel durchaus einige Prozent Ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit und schon kann es schwierig werden!

Wobei grade der Punkt eigentlich am leichtesten zu beheben wäre.
Es gibt ja einige, die in großer Höhe ihren Job machen müssen. (Observatorien ect.)

So wäre es sicher einfach, die Crew in ihren Ruhephasen mit Sauerstoff anzureichern, z.B. über die allseits bekannten Nasensonden.
Kostet nicht viel, würde die Sicherheit aber on oben beschriebenen Szenarien merklich steigern.
Beitrag vom 29.02.2020 - 08:45 Uhr
UserJoachimE
User (137 Beiträge)
Ich hatte vor ein paar Jahren das Glück einen First Class Flug von Frankfurt nach Santiago de Chile über Miami mit AA hin und zurück für 2000 € zu bekommen.

Die größte Überraschung war, daß ich trotz entspanntem Flug und Bett völlig platt war, als ich angekommen bin. Seit dem "meckere" ich auch nicht mehr über Manager, die rund um die Uhr unterwegs sind ...
Beitrag vom 29.02.2020 - 10:56 Uhr
Userfbwlaie
User (4379 Beiträge)
Im Dezember 2019 bin ich von Sydney über Hongkong nach Frankfurt geflogen.
In Sysdney hatte ich mich leicht müde gemacht und im Flug nach Hongkong kaum noch Alkohol getrunken und mir einen Film angesehen. Abends in Hongkong gab es leichte Kost und kein Alkohol. So war zum Weiterflug schon etwas müde. Beim Weiterflug nach Frankfurt hatte ich dann das Abendessen gleich verpennt und bin erst 1,5 Stunden vor der Landung wach geworden. In Frankfurt fühlte ich mich dann wach und ausgeschlafen - ich hatte doch alles richtig gemacht. Trotzdem brauchte ich noch einige Tage bis zur vollständigen Akklimatisierung.
Nun, ich bin "etwas" älter.
Was könnte das für einen Qantas-Flugbegleiter/Piloten? Wenigstens Zwei Tage bezahltes Herumhängen in London (Sydney -> London)? Welche Aktivitäten sind diesmal förderlich für den Rückflug? Welchen Spesensatz soll man dafür bekommen? Und zu Hause ist man fit für das Familienleben und die Kleinigkeiten, die so anfallen?
Beitrag vom 29.02.2020 - 11:04 Uhr
Usergordon
User (1746 Beiträge)
Was könnte das für einen Qantas-Flugbegleiter/Piloten? Wenigstens Zwei Tage bezahltes Herumhängen in London (Sydney -> London)? Welche Aktivitäten sind diesmal förderlich für den Rückflug? Welchen Spesensatz soll man dafür bekommen? Und zu Hause ist man fit für das Familienleben und die Kleinigkeiten, die so anfallen?


Dazu - leicht abgewandelt - @Pilot Response aus dem paralellen Kanada-Thread:

Es gibt auch in Australien freie Berufswahl!

Es muss ja keiner diese Strecke fliegen ....

Dieser Beitrag wurde am 29.02.2020 11:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.02.2020 - 14:38 Uhr
UserWMJH
User (96 Beiträge)
Am besten ist es nicht mehr auf den Stuß von Dortmunder1987 enzugehen, den hat er auch schon in anderem Post losgelassen.

@fbwlaie: obwohl ich auch schon häufig kreuz und quer Langstrecken in der Welt geflogen bin kann ich Ihre Aussage bestätigen: Australien war das einzige Ziel bei dem ich Umstellungsprobleme hatte.
Aber Quantas wird hoffentlich wissen auf was sie sich einlassen und von den Crews fordern.
Beitrag vom 29.02.2020 - 16:10 Uhr
UserDavid Webb
User (166 Beiträge)


Mir ist klar, welche Belastungen in dem Beruf vorherrschen. Viele Piloten waren ja auch beim Militär und sind sehr belastbar. Während durch G-Kräfte alle an Bord schon ohnmächtig sind, kam es vor, dass die Piloten noch hellwach sind und eine Maschine in extremen Situationen retten. Bei AF447 geht man davon aus, dass alle an Bord schon K.O. waren, da die Maschine binnen weniger Minuten Kilometer weit gefallen ist. Laut Blackbox wissen wir aber, die Piloten waren bis zum Aufschlag wach, kotzten sich nicht voll etc. Da sieht man was die Jungs wegstecken können.

Woher kommt denn diese Aussage zu AF447?

Nein, man geht nicht KO weil der Flieger sinkt. Und ich habe auch noch nie gehört das man an board der Maschiene bewusstlos sein sollte.


Ich denke aber sie wissen auch nicht wie es ist nach Australien als Pilot zu fliegen, so weit ich weiß sind sie bei Ryanair und fliegen nicht Langstrecke!
Beitrag vom 29.02.2020 - 16:56 Uhr
UserPille
User (182 Beiträge)
Aber Quantas wird hoffentlich wissen auf was sie sich einlassen und von den Crews fordern.
Eben. Qantas gibt es seit hundert Jahren (1920). Länger als LH (1926 bzw. 1953).
Beitrag vom 29.02.2020 - 16:57 Uhr
UserPille
User (182 Beiträge)
Mir ist klar, welche Belastungen in dem Beruf vorherrschen. Viele Piloten waren ja auch beim Militär und sind sehr belastbar. Während durch G-Kräfte alle an Bord schon ohnmächtig sind, kam es vor, dass die Piloten noch hellwach sind und eine Maschine in extremen Situationen retten. Bei AF447 geht man davon aus, dass alle an Bord schon K.O. waren, da die Maschine binnen weniger Minuten Kilometer weit gefallen ist. Laut Blackbox wissen wir aber, die Piloten waren bis zum Aufschlag wach, kotzten sich nicht voll etc. Da sieht man was die Jungs wegstecken können.
Woher kommt denn diese Aussage zu AF447?
Ich würde "etwas" Ironie dahinter vermuten. Aber trotzdem nett beschrieben.
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