Beitrag vom 11.02.2026 - 21:03 Uhr
Ich denke im letzten Teil des Zitates "Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort" ist der Sinn: Dubai, VAE etc. als potentielle Märkte für die ostdeutschen Industrien.
Man darf nicht vergessen, dass Berlin seine Wirtschaftskraft zu einem ordentlichen Anteil über Start-Ups bezieht. So gesehen ist die Verbindung nach Dubai schon sinnig, wirbt Dubai ja aktiv gerade Influencer und Start-Ups mit Steuergeschenken ab.
Einzige (fast) 4 Mio Stadt in Europa ohne EK Anbindung sollte reichen
Einwohnerzahl alleine macht noch keine AUslastung und schon gar keinen Gewinn. Wenn Berlin so interessant wäre, hätte man dafür seitens EK schon Hamburg oder andere kleinere Destinationen einstellen können ...
Beitrag vom 11.02.2026 - 22:07 Uhr
Ich denke im letzten Teil des Zitates "Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort" ist der Sinn: Dubai, VAE etc. als potentielle Märkte für die ostdeutschen Industrien.
Man darf nicht vergessen, dass Berlin seine Wirtschaftskraft zu einem ordentlichen Anteil über Start-Ups bezieht. So gesehen ist die Verbindung nach Dubai schon sinnig, wirbt Dubai ja aktiv gerade Influencer und Start-Ups mit Steuergeschenken ab.
Einzige (fast) 4 Mio Stadt in Europa ohne EK Anbindung sollte reichen
Einwohnerzahl alleine macht noch keine AUslastung und schon gar keinen Gewinn. Wenn Berlin so interessant wäre, hätte man dafür seitens EK schon Hamburg oder andere kleinere Destinationen einstellen können ...
So sorry, aber dieses 'Argument' ist schon irgendwie lustig. Wenn es um die Anwerbung von (Billig) Airlines für (Provinz)Airports geht, dann bringt das (neue) Angebot selbstverständlich auch neue Kunden/ PAXe und ist extenziell für die dortige Wirtschaft.
Beim BER bringt ein neuer Premium- Carrier natürlich absolut keinen Mehrwert.
Das ist hanebüchen, angesichts (alleine) der Einwohnerzahl in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Ostpolens. Ganz abgesehen von den dortigen, in der Gesamtheit doch vielen, Unternehmen.
Beitrag vom 12.02.2026 - 07:56 Uhr
Ich denke im letzten Teil des Zitates "Eine Direktverbindung in eine wichtige globale Wachstumsregion stärkt ganz Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort" ist der Sinn: Dubai, VAE etc. als potentielle Märkte für die ostdeutschen Industrien.
Man darf nicht vergessen, dass Berlin seine Wirtschaftskraft zu einem ordentlichen Anteil über Start-Ups bezieht. So gesehen ist die Verbindung nach Dubai schon sinnig, wirbt Dubai ja aktiv gerade Influencer und Start-Ups mit Steuergeschenken ab.
Einzige (fast) 4 Mio Stadt in Europa ohne EK Anbindung sollte reichen
Einwohnerzahl alleine macht noch keine AUslastung und schon gar keinen Gewinn. Wenn Berlin so interessant wäre, hätte man dafür seitens EK schon Hamburg oder andere kleinere Destinationen einstellen können ...
Warum soll man eingeschwungene Märkte einstellen? Es war doch klar, dass die VAE mehr Rechte bekommen, für welche Gegenleistung auch immer.
Beitrag vom 12.02.2026 - 08:34 Uhr
Eure Argumente und Diskussion klingt irgendwie wie aus der Zeit gefallen. Berlin ist mittlerweile wahrscheinlich die einzige Metropole in Europa, die nicht von EK angeflogen wird. Es wird Zeit und es ist einfach unglaublich, wie lange Lufthansa dies verhindern konnte.
Können Sie in irgendeiner Weise sachlich belegen, dass es die Lufthansa war? Und können Sie nachweisen, dass das Passagieraufkommen ausreichen wird, um wirtschaftlich erfolgreich solche Flüge anzubieten? Können Sie ein Ziel nennen, dass Sie von BER aus nicht jetzt schon (ohne EK) mit einem, zwei Umstiege(n) erreichen können? Können Sie die Wirtschaftszweige in Berlin (Brandenburg) benennen, die auf EK-Verbindungen zwingend angewiesen sind? Ansonsten bleibt Ihr Beitrag im billigen Populismus stecken.
Darum geht es doch überhaupt nicht. EK möchte dort gerne hinfliegen, also warum nicht!? Der Rest dieser Überlegungen ist nicht Ihr Business und auch nicht meins. Irgendwie wirkt das übergriffig, zu meinen, hier ein Businessmodell bewertende müssen/können.
Wenn LH nun über FRA/MUC ebenbürtige Verbindungen anbietet, werden "die Deutschen" die letzten sein, nicht auch bei LH zu buchen.
Beitrag vom 12.02.2026 - 09:05 Uhr
Mich interessiert wirklich wie viele der Spezialisten hier tatsächlich vom BER fliegen oder vom Sofa aus nur Stuss verzapfen? Ich fliege im Jahr zwischen 12 und 15 mal ab dem BER Langstrecke. Früher meist mit der LH Gruppe über FRA/MUC/ZRH, danach bevorzugt mit BA über London oder FINNAIR über Helsinki. Gerade letzteres macht seit dem Ukrainekrieg keinen Sinn mehr, daher bin ich die letzten 2 Jahre fast ausschliesslich mit Qatar geflogen. Die bieten im Moment drei tägliche Flüge zwischen dem BER und DOH alle mit der 787-9 (311 Sitze) sprich 933 Sitze gesamt an. Auf den letzten 25 Flügen von oder zum BER mit Qatar waren gerade 2 Sitze in Business freigeblieben und auch die Economy sah von der Ferne gut gebucht aus. Ein Grossteil (geschätzt 80%) der Bizpassagiere sind Nichtdeutsche, die auch nicht in Berlin wohnen (Asiaten, Menschen aus dem Mittleren Osten, aus Australien und Afrika). Diese kommen für Messen, Veranstaltungen und Geschäftsbesuche nach Berlin, Touristen kommen häufig für Sightseeing, Kreuzfahrten ab Rostock oder für Konzerte), überraschend viele Passagiere kommen explizit für die Opern nach Berlin und geben sich dann mehrere Aufführungen während ihrer Zeit in der Hauptstadt. Ein Emiratesflug würde primär zusätzliche Passagiere in die Hauptstadt bringen, die zwar gerne mit EK fliegen, aber bisher nach Hamburg oder Frankfurt mussten. Der Lufthansa werden diese Flüge wenige Passagiere kosten, der Wirtschaftsstandort Berlin wird aber gestärkt. Der Preisstruktur wird es auch guttun, da QR bisher doch ziemlich hohe Preise aufruft. Sprich Win-Win für (fast) alle.
Beitrag vom 12.02.2026 - 09:23 Uhr
Ich kann nachvollziehen, dass die deutschen Airlines und allen voran (eigentlich nur?) die Lufthansa-Gruppe massiv gegen eine Emirates-Anbindung von Berlin sind.
Andererseits finde ich es schon etwas befremdlich, wenn hier Emirates-Flüge nach Berlin als Schaden für die deutsche Wirtschaft in Summe gesehen werden. Abgesehen davon, dass aus Deutschland (Airbus) zahlreiche Großraumflugzeuge an den Golf exportiert werden, dient eine bessere Anbindung von Ostdeutschland vor allem erst einmal der lokalen exportorientierten Wirtschaft dort.
Das Argument "braucht man nicht, weil man erreicht die meisten Ziele jetzt auch schon mit einem Umstieg" ist technisch sicher richtig, aber Emirates ist nun einmal die größte Langstreckenfluggesellschaft der Welt und in weiten Teilen der Welt der Standard für globales Reisen. Das kann man jetzt aus Lufthansa-Sicht doof finden, ist aber so. Eine Emirates-Anbindung kann lokal schon als positiver Standortfaktor gesehen werden und gerade im BER-Umland (Brandenburg) kann man das eigentlich nur begrüßen.
Was richtig ist: die Lufthansa ist auch ein Teil der Sicherheitsstruktur von Deutschland und es ist wichtig, hier einen leistungsfähigen Carrier vor Ort zu haben. Andererseits: wenn ich mich den Beginn von Corona zurückerinnere - damals hat Qatar Airways und nicht etwa Lufthansa die Linienverbindungen noch lange Zeit aufrecht erhalten, als Lufthansa (und Condor) schon lange Teil der extra vergüteten "Maas-Airline"-Rückholflüge war und den eigenen Betrieb praktisch eingestellt hat.
Dieser Beitrag wurde am 12.02.2026 09:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.02.2026 - 10:39 Uhr
Was richtig ist: die Lufthansa ist auch ein Teil der Sicherheitsstruktur von Deutschland und es ist wichtig, hier einen leistungsfähigen Carrier vor Ort zu haben. Andererseits: wenn ich mich den Beginn von Corona zurückerinnere - damals hat Qatar Airways und nicht etwa Lufthansa die Linienverbindungen noch lange Zeit aufrecht erhalten, als Lufthansa (und Condor) schon lange Teil der extra vergüteten "Maas-Airline"-Rückholflüge war und den eigenen Betrieb praktisch eingestellt hat.
Die Flotte von LH hat in dieser Zeit rund 1 MRD pro Monat verbrannt, bei einem Unternehmen, dass sich in einem stark regulierten Markt selbst finanzieren muss. Wenn QR eine Milliarde verbrennt, wird das vom Staat ausgeglichen und gut ist. Gilt auch für EK.
LH hat einfach das maximal mögliche Geld mitgenommen um die Geldverbrennung zu reduzieren. Mit regulären Flügen war da, außer Bellyfracht, nicht mehr viel zu holen.
QR konnte das finanziell ziemlich egal sein.
Bitte etwas mehr Fairness in dieser Bewertung.
Beitrag vom 12.02.2026 - 12:13 Uhr
Als Berliner würde ich eine Emirateslinie sehr begrüßen.
Am Ende muss doch jede Airline ihren Businesscase selbst entscheiden und nicht die Poltik oder hier die Foristen. Wenn Emirates schon seit vielen vielen Jahren nach Berlin will, auch mit großem Gerät, dann wird das schon seinen wirtschaftlichen Hintergrund haben. Auch in Dubai kann und muss man rechnen. Die Bevormundung der Berliner, ihr könnt doch jetzt auch überall hin nun habt euch mal nicht so, geht gar nicht. Man stelle sich nur die Situation anders herum vor: Berlin wäre großes Lufthansa-Drehkreuz und München wäre auf die Gnade von Zubringerflügen angewiesen. Herr Söder würde persönlich im BMV die entsprechenden Verträge drucken und unterschreiben um an dieser Situation etwas zu ändern. Das käme für das bayrische Selbstverständnis überhaupt nicht in Frage. Und die Berliner sind dann schon größenwahnsinnig wenn es "nur" um Emirates geht? Wirklich?
Frankfurt und München leben nur von der Umsteigefunktion, wo diese stattfindet ist erst einmal wurscht. Gemessen am lokalen Aufkommen dort würde auch ein Airport wie Tegel reichen. Das Argument der lokalen Wirtschaftsstärke ist daher nicht tragbar.
Auch das Argument nach subventionierten und unfairen Geschäftsmodellen in weiten Teilen der Welt von Lufthansa und Politik gehe ich nicht mit. Weite Teile der deutschen Wirtschaft schaffen es hervorragend, sich bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen aus Deutschland heraus weltweit zu behaupten und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Man muss dann nur um soviel besser sein wie man teurer ist, dann entscheidet das mehr an Leistung und Qualität. Wir haben es bei uns in der Firma auch regelmäßig geschafft, uns im weltweiten Wettbewerb gegen Firmen aus Indien uns sonst wo mit deutschen Kostenstrukturen durchzusetzen. Diese Herausforderung muss man halt nur annehmen. Wenn Lufthansa ein schlechtes Produkt zu Premiumpreisen verkaufen will, dann geht das nur über Protektionismus.
Und ja, jeder Emiratesflug ist für den Gast tausendmal angenehmer als mit Lufthansa, in allen Reiseklassen. Auch die Airports in Frankfurt und München sind nicht angenehm zum umsteigen. Da hilft echt nur Tür zu und die Leute zwingen das nutzen zu müssen.
Dieser Beitrag wurde am 12.02.2026 13:12 Uhr bearbeitet.