Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / zu: Emirates: Keine Stornierungen be...

Beitrag 1 - 6 von 6
Beitrag vom 27.09.2006 - 09:25 Uhr
UserGast
User (-4 Beiträge)
Airbus ist in der Patsche
Beitrag vom 27.09.2006 - 11:17 Uhr
Userairlinestrategy...
User (735 Beiträge)
etwas zu flapsig kommentiert! Emirates laesst ein paar grosse Worte spielen, weil es ja um Entschaedigungen geht... Emirates braucht dieses Flugzeug mehr als alle anderen, weil sie jetzt schon Strecken haben auf denen sie es zweimal taeglich fuellen koennten! Das sind pro Flug ca. eine 777-300 plus eine 777-200/A330-200... also eine Menge Holz! Emirates hat ein anderes Problem: um den Amerikanern zu gefallen ist man von RR aud GP umgestiegen. Das Flugerprobungsverfahren dieser neuen Triebwerke ist viel spaeter gestartet worden und ist auch etwas umfangreicher, weil es sich um ein ganz neues Triebwerk handelt. Das RR Trent ist hingegen ´nur´ eine Weiterentwicklung der besteheden Trentreihe. Es wird also nur die engine/airframe testreihe durchgefuehrt. Das Problem liegt darin, dass Airbus anscheinend nicht genügend A380 bauen kann, und alle bis auf eines die RR Triebwerke haben, weil die meisten diese bestellt haben. Die Verzoegerungen sind also etwas schlimmer bei Emirates als bei SQ, QF und LH.
Beitrag vom 27.09.2006 - 11:32 Uhr
UserTowerfunk
User (56 Beiträge)
Korean Air wird auch unsanft getroffen - die haben meines wissens bereits vier ihrer 747-400 für 2007 fest abgegeben und sind dringend auf die A380 angewiesen. Schadenersatz ist dabei dann wohl auf die Erstattung des Ersatzleasings zu beziehen. Und was kurzfristleasing bei der ILFC kostet möchte man wohl gar nicht wissen :roll:
Beitrag vom 27.09.2006 - 11:54 Uhr
Userairlinestrategy...
User (735 Beiträge)
ja, ILFC ist sowieso idR teurer als andere... KAL hat meines Wissens auch GP engines gekauft... Entschaedigungen sind wohl vertraglich geregelt und duerften sich auf viele Ersatzzahlungen belaufen - nicht nur Ersatzleasing bzw. damit verbundenen Kosten. Ich binmir sicher, dass auch Strafzahlungen (´penalties´) mit im Vertrag stehen, weil sowas in der Warenhandlung standard ist... wie es auch immer ist, Airbus hat hier grossen Mist gebaut und es wuerde mich nicht wundern, wenn herauskommen wuerde dass die Franzosen die Hauptschuld tragen...
Beitrag vom 27.09.2006 - 12:04 Uhr
UserAirTommy
User (803 Beiträge)
@terrificturk: Weist Du, unter welchem Recht die Veträge geschlossen wurden? Immer nach dem französischen Code Civil / Code de Commerce oder nach dem Recht des Heimatlandes der Besteller? Penalty Damages könnten sich sonst nämlich auch kraft gesetz ergeben. Ist nicht unüblich, dass in den Verträgen eine Schiedsgerichtsvereinbarung für solche Fälle greift, denn bei mehrfach verschobenen Lieferterminen passen die Standardklauseln oft nicht mehr. Vertragsstrafen sind meist sehr konkret definiert und nicht dynamisch. Nach der ersten Verzögerung dürften die meisten Vertragsstrafen damit ausgeschöpft sein. Nach deutschem Recht würde eine dynamische Vertragsstrafe z.B. regelmäßig als unwirksam erachtet werden.
Beitrag vom 27.09.2006 - 12:14 Uhr
Userairlinestrategy...
User (735 Beiträge)
Airbus ist offiziell eine franzoesische Firma! Demnach werden wohl viele Verkaufsvertraege nach franzoesischem Recht abgeschlossen, obwohl auch hier EU Gesetzgebung einfluss hat, soweit es EU-weite Vertragsklauseln gibt. Der Rest ist dann wohl Verhandlungssache. Oftmals wird in Europa auch englisches Vertragsrecht genommen, weil es viel flexibler und einfacher ist als deutsches bzw. franzoesisches... Ich gehe mal davon aus, dass die Vertraege schon knacking sind, zudem es hier um hoehere Betraege geht...