Beitrag vom 15.08.2007 - 13:34 Uhr
Ich persönlich finde es nicht richtig, wenn der Luftfahrt ein grosser Teil der Schuld an der Klimaerwärmung in die Schuhe geschoben wird, obwohl ihr Anteil sehr klein ist. Vielmehr sollte man ein Augenmerk auf die Energiegewinnung richten, wo mit sehr umweltunverträglichen Mitteln Energie gewonnen wird (Bsp. Kohlenkraftwerke). Sicher stimmt es, dass neue Flugzeuge zum Ausbau der Flotten gekauft werden, aber auch um alte, "schmutzige" Maschinen zu ersetzen. Man sollte sich vielleicht vorher darüber Gedanken machen, bevor man solche Aktionen veranstaltet.
Beitrag vom 15.08.2007 - 16:49 Uhr
Ist ja schön, dass die Effizienz in 10 Jahren um 20% verbessert wurde, keine Frage. In der gleichen Zeit sind aber die Passagierzahlen um deutlich mehr gestiegen, wenn man Frankfurt (FRA) als Maßstab nimmt: von ca. 30 (1990) auf ca. 50 Mio (2000) pro Jahr (Quelle:
http://www.kennedyairport.com). Die weltweiten Zahlen habe ich leider gerade nicht greifbar, aber dass sie stark wachsen und somit die Effizienzsteigerungen mindestens teilweise kompensieren, dürfte klar sein. Dem Treibhauseffekt ist egal, aus welchem Schlot die Abgase kommen. Bei 3,5% Anteil an den Gesamtemissionen gibt es natürlich größere "Baustellen" als die Luftfahrt. Aber es soll bitte keiner so tun, als handele es sich um eine "grüne" Industrie.
Beitrag vom 15.08.2007 - 16:57 Uhr
Natürlich ist die Luftfahrt keine "grüne Industrie" - aber eine ausgesprochen öko-effiziente! Zudem - wie in dem artikel richtig herausgestellt - ist wirklich bemerkenswert, dass die Verbesserungen in der Luftfahrt tatsächlich allein auf Initiative der Luftfahrtunternehmen umgesetzt wurden; ohne / mit wenig staatlicher Lenkung. Hier sieht man doch, dass der Markt sich sehr gut selbst regulieren kann.
Beitrag vom 15.08.2007 - 18:29 Uhr
Die Luftfahrtindustrie steigert die Effizienz ihrer Flotten aber nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit oder wegen des Klimaschutzes, sondern weil Kerosin selbst bei 3-4 l pro 100 km und Passagier eine Menge im Laufe eines Jahres viel Geld kostet und es ständig teurer wird. Das hat sie schon getan, bevor Klimawandel ein Thema war. Die Bahn emittiert (nach eigenen Angaben!) nur 1/3 eines Autos oder 1/4 eines Flugzeugs pro km und Passagier (Quelle:
http://www.bahn.de). Natürlich ist das auf Langstrecken keine Alternative, und das Bahnnetz ist nicht überall gleich gut ausgebaut, aber wer z.B. innereuropäisch parallel zu gut ausgebauten Strecken noch fliegt (z.B. London/Paris, Paris/Frankfurt, Köln/Paris, Berlin/Frankfurt, Frankfurt/Köln, Paris/Lyon,... ), sollte sich schon mal überlegen, ob das nötig ist oder nur Statussymbol. Wenn die Lautstärke nicht auch irgendwie mit der Effizienz zusammenhinge und es keine Lärmschutzverordnungen gäbe oder (Androhungen von) Nachtflugverbote(n), wo stünden wir dann? Warum will denn heute keiner mehr freiwillig eine 747-100 betreiben?
Beitrag vom 15.08.2007 - 19:53 Uhr
[quote:4b1baca0e8=´terrificturk´]wie die meisten Energieexperten halte auch ich die Angaben der Bahn für stark übertrieben und exakte Nachweise fehlen![/quote:4b1baca0e8] Ich habe den Hinweis "eigene Angabe" schon bewusst gesetzt. Aber wessen eigene Angaben kann man schon gescheit prüfen? Ich werde mich jedenfalls neben keine Zapfsäule eines Flughafens oder an den Stromzähler der Bahn stellen. A propos: Was genau macht Sie denn zum "Energieexperten"? So eine Website aufsetzen kann ich auch -- ohne Referenzkunden. Wenn ich mir den Hinweis erlauben darf, sollten Sie mal daran arbeiten, dass man Ihre Website auch findet, wenn man Ihr Pseudonym googelt. Was man da im Moment (außer aero.de) findet, ist eher geschäftsschädigend für einen "Energieexperten"... Nichts für ungut.
Beitrag vom 15.08.2007 - 20:25 Uhr
:lol: Moin, da haben sich wieder zwei gefunden. [quote:4022fe5def]3.) Ich bin wenigstens hier angemeldet und schriebe nicht mit irgendeinem gastprofil, das man täglich ändern kann um nicht mit seinen Aussagen in Vebrindung gebracht zu werden. [/quote:4022fe5def] Also um darüber mal etwas zu sagen, das man sich hier als Gast äußern kann "macht Ã"ußerungen möglich die man sonst als damit in Verbindung zu bringend nicht tun würde", weil es folgen haben könnte für den einen oder anderen. Trotzdem sollten wir schon vernünftig und achtsam miteinander umgehen, man kann auch nur die Argumente sehen ohne zu wissen wer die sagt. Ich sehe dies Gruppe durchaus positiv, sie rüttelt an Wirtschaftsunternehmen wie man Bäume schüttelt und verlangt mehr zu tun, natürlich muss man dabei schon auf dem Teppich bleiben, nicht alles geht von Heute auf Morgen. :wink: Danke
Beitrag vom 15.08.2007 - 20:56 Uhr
Also, dass die Bahn ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist, ist nun eines der größten Ammenmärchen der Grünen. Auch Landschaftsverbrauch spielt eine Rolle in der Aufstellung einer Ã?kobilanz - und hier ist der Luftverkehr nun klar im Vorteil. Ab 400 Kilometer ist und bleibt das Flugzeug das umweltfreundlichste Verkehrsmittel.
Beitrag vom 15.08.2007 - 21:07 Uhr
CSU ist doch auch nicht anders - wie sonst erklärt man sich die ICE-Trasse Nürnberg - München? Für diese Milliarden hätten man mehrere Landebahnen bauen können; aber 10 Min Zeitersparnis auf einer 1,5 stündigen Bahnfahrt sind ja auch was... :roll: