Beitrag vom 11.02.2026 - 11:08 Uhr
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:19 Uhr
Moin,
Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.
Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:25 Uhr
Naja, wer von uns würde freiwillig seinen "Besitzstand" aufgeben? Vermutlich keiner, man verlangt es nur von Anderen.
Eine Airline bietet leider ein extrem kapitalintensives Produkt mit relativ fixen Kosten (z.B. Kerosin), das aus Kundensicht leicht substituierbar ist, an. Natürlich ist das Netzwerk der Lufthansa etwas wert, aber dieses haben AF/KLM und IAG auch.
Der Konzern ist also in einem fiesen Sandwich zwischen den Kosten und einer fehlenden Kundentreue.
Deswegen glaube ich nicht, dass die Piloten langfristig ihre Vergütung halten können.
Dieser Beitrag wurde am 11.02.2026 11:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:31 Uhr
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.
Das können Sie als Außenstehender (der im letzten Jahr, mit großen Bauchschmerzen, mal wieder LH gebucht hat und sehr enttäuscht war...) genau und detailliert beurteilen? Respekt!
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Ökonomische Fakten.
Siehe oben, die kennen Sie im Detail?
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Besitzstandswahrung, tja das ist so.
Legitim Erworbenes gibt man nicht freiwillig und gerne auf. Aber Sie wären sicher sofort bereit entsprechende 'Angebote' Ihres AG (der Ihre Leben - heute und zukünftig - verschlechtern/ schwieriger machen würden) klag- und kampflos zu akzeptieren. Vorbildlich!
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:31 Uhr
Moin,
Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.
Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.
Gruß,
Jochen
Ihre Argumentation ist nicht nur einseitig, sondern konstruiert ein Bedrohungsszenario, als wäre es bereits beschlossene Sache. Aus "es könnte passieren" wird "es wird passieren" – und daraus dann die moralische Rechtfertigung für alles Weitere. Das ist mehr Dramatisierung als Analyse.
Zu behaupten, Cockpit und Kabine würden nicht ernst genommen, blendet schlicht aus, dass es Verhandlungen, Angebote und Gesprächsrunden gegeben hat. Man kann diese ablehnen oder für unzureichend halten – aber so zu tun, als würde niemand zuhören, ist bequem und mobilisierend, nur eben nicht besonders redlich.
Der Turnaround ist kein Wunschkonzert. Natürlich werden in dieser Phase Strukturen hinterfragt und Effizienzthemen adressiert. Gleichzeitig in Produkt, Marke oder Infrastruktur zu investieren, ist kein Affront gegen die Belegschaft, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer das gegeneinander ausspielt, tut so, als könne ein Konzern im internationalen Wettbewerb ausschließlich nach innen denken.
Und ja, auch das Management trägt Verantwortung – gerade bei Projekten wie Allegris. Aber die Komplexität solcher Programme reflexhaft "oben" abzuladen, ist ebenso simpel wie die Erzählung, jede strukturelle Veränderung sei ein Angriff auf die Belegschaft.
Ein Streik ist legitim. Ihn jedoch als alternativlos darzustellen und jede unternehmerische Entscheidung als Beweis von Geringschätzung umzudeuten, wirkt weniger wie sachliche Interessenvertretung – und mehr wie bewusstes Zuspitzen für die eigene Anhängerschaft.
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:41 Uhr
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.
Das können Sie als Außenstehender (der im letzten Jahr, mit großen Bauchschmerzen, mal wieder LH gebucht hat und sehr enttäuscht war...) genau und detailliert beurteilen? Respekt!
Auch als Außenstehender vermag ich Artikel und Analysen in entsprechenden Veröffentlichungen zu lesen und bisweilen sogar zu verstehen. Und was hat ein Flug mit der LH damit zu tun?
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Ökonomische Fakten.
Siehe oben, die kennen Sie im Detail?
Siehe oben: der Veröffentlichungen gibt es viele zu diesem Thema.
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Besitzstandswahrung, tja das ist so.
Legitim Erworbenes gibt man nicht freiwillig und gerne auf. Aber Sie wären sicher sofort bereit entsprechende 'Angebote' Ihres AG (der Ihre Leben - heute und zukünftig - verschlechtern/ schwieriger machen würden) klag- und kampflos zu akzeptieren. Vorbildlich!
Auch hier können Sie wieder nur polemisieren: wo geht es denn im aktuellen Konflikt mit VC um "Verschlechterungen"? Und seit wann gibt es für die Gewerkschaften ein Mitspracherecht bei unternehmerischen Entscheidungen?
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Hierzu sagen Sie nichts? Wie verstehen Sie Sozialpartnerschaft?
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:48 Uhr
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Auch hier wird wieder mit Bullshit Fakten/Zahlen "argumentiert"!
Es sind nicht 228 Mio MEHR, die Kosten liegen jetzt bei 108 Mio!
Es wäre also eine Erhöhung um 120 Mio
Und:
1. Sind die 228 Mio eine Hochrechnung von LH, die ja gaaaanz bestimmt völlig stimmt bis ins Detail
und
2. Wären es 228 Mio, wenn die Forderungen vollumfänglich erfüllt werden, daran glaubt nicht mal die VC!
Aber Hauptsache man hat mal wieder ein paar PseudoFakten rausgehauen!
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:53 Uhr
Moin,
Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.
Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.
Gruß,
Jochen
Ihre Argumentation ist nicht nur einseitig, sondern konstruiert ein Bedrohungsszenario, als wäre es bereits beschlossene Sache. Aus "es könnte passieren" wird "es wird passieren" – und daraus dann die moralische Rechtfertigung für alles Weitere. Das ist mehr Dramatisierung als Analyse.
Zu behaupten, Cockpit und Kabine würden nicht ernst genommen, blendet schlicht aus, dass es Verhandlungen, Angebote und Gesprächsrunden gegeben hat. Man kann diese ablehnen oder für unzureichend halten – aber so zu tun, als würde niemand zuhören, ist bequem und mobilisierend, nur eben nicht besonders redlich.
Der Turnaround ist kein Wunschkonzert. Natürlich werden in dieser Phase Strukturen hinterfragt und Effizienzthemen adressiert. Gleichzeitig in Produkt, Marke oder Infrastruktur zu investieren, ist kein Affront gegen die Belegschaft, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer das gegeneinander ausspielt, tut so, als könne ein Konzern im internationalen Wettbewerb ausschließlich nach innen denken.
Und ja, auch das Management trägt Verantwortung – gerade bei Projekten wie Allegris. Aber die Komplexität solcher Programme reflexhaft "oben" abzuladen, ist ebenso simpel wie die Erzählung, jede strukturelle Veränderung sei ein Angriff auf die Belegschaft.
Ein Streik ist legitim. Ihn jedoch als alternativlos darzustellen und jede unternehmerische Entscheidung als Beweis von Geringschätzung umzudeuten, wirkt weniger wie sachliche Interessenvertretung – und mehr wie bewusstes Zuspitzen für die eigene Anhängerschaft.
Aha, also verhandelt die UFO bei der Cityline einen Sozialplan den es gar nicht benötigt, weil die Cityline weiter bestand hat, oder wie kann ich das verstehen? Müssen die Cityline MA also nicht (sofern sie noch in der Luftfahrt arbeiten wollen) mit sanften Nachdruck zu schlechteren Konditionen zu LH City wechseln?
Beitrag vom 11.02.2026 - 12:05 Uhr
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.
Das können Sie als Außenstehender (der im letzten Jahr, mit großen Bauchschmerzen, mal wieder LH gebucht hat und sehr enttäuscht war...) genau und detailliert beurteilen? Respekt!
Auch als Außenstehender vermag ich Artikel und Analysen in entsprechenden Veröffentlichungen zu lesen und bisweilen sogar zu verstehen. Und was hat ein Flug mit der LH damit zu tun?
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Ökonomische Fakten.
Siehe oben, die kennen Sie im Detail?
Siehe oben: der Veröffentlichungen gibt es viele zu diesem Thema.
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Besitzstandswahrung, tja das ist so.
Legitim Erworbenes gibt man nicht freiwillig und gerne auf. Aber Sie wären sicher sofort bereit entsprechende 'Angebote' Ihres AG (der Ihre Leben - heute und zukünftig - verschlechtern/ schwieriger machen würden) klag- und kampflos zu akzeptieren. Vorbildlich!
Auch hier können Sie wieder nur polemisieren: wo geht es denn im aktuellen Konflikt mit VC um "Verschlechterungen"? Und seit wann gibt es für die Gewerkschaften ein Mitspracherecht bei unternehmerischen Entscheidungen?
Sie schrieben das Sie 'entsprechende Veröffentlichungen' lesen. Haben Sie überlesen das die Piloten seinerzeit auf Ihre gesicherte Altersvorsorge verzichtet haben zugunsten eines risikoreicheren Modelles und dafür im Gegenzug eine 'Zukunftsperspektive' erhalten haben, die 2021 vom AG einseitig gekündigt wurde? Das ist ganz eindeutig eine Verschlechterung (zum vorherigen)!
Ich würde sowas auch nicht ohne Widerstand hinnehmen.
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Hierzu sagen Sie nichts? Wie verstehen Sie Sozialpartnerschaft?
Richtig, weil mir dazu relevante Innenansichten, zu dem was da abläuft/ passiert, fehlen.
Beitrag vom 11.02.2026 - 12:35 Uhr
Moin,
Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Streikt VC für die KollegInnen in der Kabine? Nein, für sich und nur für sich, also bitte schön trennen.
Beitrag vom 11.02.2026 - 12:37 Uhr
Naja, wer von uns würde freiwillig seinen "Besitzstand" aufgeben? Vermutlich keiner, man verlangt es nur von Anderen.
Eine Airline bietet leider ein extrem kapitalintensives Produkt mit relativ fixen Kosten (z.B. Kerosin), das aus Kundensicht leicht substituierbar ist, an. Natürlich ist das Netzwerk der Lufthansa etwas wert, aber dieses haben AF/KLM und IAG auch.
Kerosin zählt nicht zu den Fixkosten.
Der Konzern ist also in einem fiesen Sandwich zwischen den Kosten und einer fehlenden Kundentreue.
Deswegen glaube ich nicht, dass die Piloten langfristig ihre Vergütung halten können.
So lange die Nachfrage das Angebot übersteigt, leider ja.
Beitrag vom 11.02.2026 - 12:44 Uhr
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.
Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.
Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.
Auch hier wird wieder mit Bullshit Fakten/Zahlen "argumentiert"!
Es sind nicht 228 Mio MEHR, die Kosten liegen jetzt bei 108 Mio!
Es wäre also eine Erhöhung um 120 Mio
Und:
1. Sind die 228 Mio eine Hochrechnung von LH, die ja gaaaanz bestimmt völlig stimmt bis ins Detail
Die Rechnung können Sie selber machen:
1.800€*12 (Monate) * 5000 (Anzahl Piloten) = 108Mio €.
und
2. Wären es 228 Mio, wenn die Forderungen vollumfänglich erfüllt werden, daran glaubt nicht mal die VC!
und ob Erhöhung oder insgesamt... ein 3stelliger Millionen Betrag für die Renten einer einzigen Berufsgruppe auszugeben, wenn der operative Gewinn gerade mal so hoch ist... ist krank... bzw. macht das Unternehmen krank.
In Deutschland leben wir in einer sozialen Marktwirtschaft, starke Schulter sollen mehr Schultern. Aber die starken Piloten nutzen ihre Kraft um mehr für sich herauszuholen. Wenn dann Teile des Konzern aufgegeben werden, können das die starken Piloten verkraften, aber nicht die in den unteren Tarifgruppen, die weniger Gehalt und weniger Rente bekommen. Da geht es wirklich um Existenzen und nicht, ob man später die ein oder andere Mietwohnung mehr hat.
Aber Hauptsache man hat mal wieder ein paar PseudoFakten rausgehauen!
Beitrag vom 11.02.2026 - 13:14 Uhr
Aha, also verhandelt die UFO bei der Cityline einen Sozialplan den es gar nicht benötigt, weil die Cityline weiter bestand hat, oder wie kann ich das verstehen?
1. UFO WILL einen TV verhandeln, sie verhandeln noch nicht. Das ist ein feiner Unterschied. Dieses 11th Hour Manöver braucht es wohl, weil das vorherige Konzept nicht ausreichend war. (siehe UFO macht es besser)
2. Ob es mitteilungspflichtige Ereignisse gab und was da mit dem Betriebsrat besprochen/verabredet wurde ist nicht bekannt. LH sagte, die Schließung der CLH ist noch nicht beschlossen. Dies könnte darauf hindeuten, dass es so etwas braucht. Die werden das schon richtig machen, denn es drohen empfindliche Strafen bei Missachtung. Allerdings würde auch die schrittweise Stilllegung der Canadair hier als Betriebsänderung gelten, mMn.
Müssen die Cityline MA also nicht (sofern sie noch in der Luftfahrt arbeiten wollen) mit sanften Nachdruck zu schlechteren Konditionen zu LH City wechseln?
Beitrag vom 11.02.2026 - 14:01 Uhr
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.
Dieser Beitrag wurde am 11.02.2026 14:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.02.2026 - 15:44 Uhr
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.
Aber was ist mit Discover? Wer ist die Strecken denn vorher geflogen, ist das keine Auslagerung?