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Beitrag 16 - 30 von 40
Beitrag vom 21.08.2020 - 12:45 Uhr
UserNicci72
User (452 Beiträge)
Was ich mich beim Lesen dieses Artikels gefragt habe: Wie hier hinter den Kulissen der LH-Vorstands-Lobbyismus so gearbeitet hat, dass das Bundesverteidigungsministerium die unabdingbare Hilfestellung leistet, die Einrichtung platt zu machen. Denn dass diese Einrichtung abgewickelt werden soll ist nach den hier zu lesenden Informationen offenkundig.
Was ich mich beim Lesen Ihres Beitrags gefragt habe, was wollen Sie eigentlich sagen? Warum sollte der LH Vorstand hinter den Kulissen arbeiten, wenn er die Flugschule nicht mehr braucht. Er schließt sie bei Bedarf einfach, so wie er GWI oder SXD geschlossen hat.
Dass Grundproblem ist natürlich, dass in den nächsten zehn Jahren junge Nachwuchspiloten im Grunde nicht mehr gebraucht werden. Jedenfalls nicht in Europa. Die bereits im Beruf befindlichen Piloten werden es vielfach sehr schwer haben, sich in ihrem Beruf zu halten und von der aktuellen Performance ihrer Airline und dem dafür richtigen Type Rating abhängen - oder wer braucht z.B. jetzt noch Piloten mit Type Rating für die Dash 8-400 wie die von LGW? Das heißt selbst für viele bereits beruflich etablierte Piloten wird ihr Traum vom Fliegen bei der Arbeitsagentur, in der Umschulung, im vorgezogenen Ruhestand oder in letzter Konsequenz auch bei Hartz IV enden. Das ist die sehr brutale und traurige Realität. Platt für Berufseinsteiger gibt es ds praktisch nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt.
Eben.
Das richtig dicke Ende wird dann so etwa in 2030 kommen wenn sich die Luftfahrtindustrie hoffentlich von diesem Desaster erholt hat und von den benötigten Kapazitäten dann wieder auf dem Stand von 2019 ist und die im Beruf verbliebenen Piloten zu einem erheblichen Prozentsatz anfangen werden, aus regulären Altersgründen in den Ruhestand zu treten. Qualifizierungsinfrastruktur lässt sich immer einfacher abbauen als wieder aufbauen und gute Leute lassen sich immer leichter abschrecken als motivieren. Das wird aber keinen auf seine Quartalsbilanz fixierten BWLer auch nur einen Moment lang irritieren.
Sie geben hier einen 10 Jahre Horizont an. Was soll bis dahin passieren? Man verbrennt Geld um eine Infrastrutur aufrecht zu erhalten, von der keiner weiß, ob man sie dann noch braucht.
Zynisch gesprochen: In der längerfristigen Zukunft, wenn die Fachkompezenz der etablierten Piloten wegen deren Abgangs aus dem Arbeitsmarkt aufgezehrt ist, heißt die Parole dann: Von Pakistan lernen heißt siegen lernen! Dort wird schliesslich schon heute demonstriert, dass man auch ohne fachliche Qualifikation und Lizensierung und mit völlig unzureichender Fachkompezenz bei der Mehrzahl der dann von solchem Personal durchgeführten Flüge nicht abstürzt.
Da hätte ich Ihnen mehr Differenzierung zugetraut. Alle Airlines in der Welt schaffen es, ihre Flotten zu bereedern, auch auf vernünftigem Niveau. Außerdem geht es hier bei LAT ja nur einen Standort. Über die die Standorte in USA, Wien und Zürich steht da nichts. Keine Sorge, das Abendland geht nicht unter.

Nur eine kurze sachliche Richtigstellung. Im Artikel wird berichtet, dass es an der Bremer Verkehrsfliegerschule vier Gruppen von Flugschülern gebe: Lufthansa, Bundeswehr, ANA und Privatschüler, wobei letztere aber offenbar eine eher marginale Gruppe bilden (um auf Ihre Nachfrage antizipatorisch zu antworten: Das lässt sich aus dem Textzusammenhang erschließen, vorausgesetzt man will es). Die Lufthansa hat ihre Flugschüler abgezogen, aber im Text wird berichtet, dass nach Darstellung der Verkehrsfliegerschule selbst die Verkehrsliegerschule auch mit den Bundeswehrflugschülern und den ANA-Flugschülern allein über Wasser zu halten wäre, auch ohne die Lufthansa-Flugschüler. Und ausgerechnet jetzt, in diesem kritischen Moment, zieht die Bundeswehr ihre Flugschüler auch ab, obwohl sie im Gegensatz zur kommerziellen Verkehrsfliegerei sehr wohl noch Bedarf an Nachwuchsschulungen hat und deshalb auch eine Neuausschreibung getätigt hat. Also, ich habe mir da dann die Frage gestellt, die ich mir gestellt habe. Sie müssen sich diese Frage aber nicht stellen und Sie müssen sie vor allem auch nicht beantworten.
Ob die Bremer Verkehrsfliegerschule einfach par ordre du mufti zu schließen ist oder ob womöglich tarifliche Vereinbarungen mit den immerhin 150 Beschäftigten dies verhindert weiss ich nicht, ich könnte es mir aber vorstellen. Keine Sorge: Sie müssen es sich nicht vorstellen können.

Da ich diese Berichterstattung über die Entwicklung an der Bremer Verkehrsfliegerschule inzwischen auch in mehreren Zeitungen gelesen habe und sie von keiner Seite dementiert wurde gehe ich von ihrer sachlichen Ruchtigkeit aus. Keine Sorge, Sie müssen das nicht tun.

Dies allein zur Faktizität dessen, worüber in diesem Thread hier kommuniziert wird. Inhaltlich werde ich keine Diskussion mehr mit Ihnen zu führen versuchen. Nehmen Sie meine Meinung zur Kenntnis oder lassen Sie es bleiben. Ja, ich weiss, Sie sind über mich enttäuscht und hätten mir wirklich mehr und Besseres zugetraut.
Beitrag vom 21.08.2020 - 13:34 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)
Was ich mich beim Lesen dieses Artikels gefragt habe: Wie hier hinter den Kulissen der LH-Vorstands-Lobbyismus so gearbeitet hat, dass das Bundesverteidigungsministerium die unabdingbare Hilfestellung leistet, die Einrichtung platt zu machen. Denn dass diese Einrichtung abgewickelt werden soll ist nach den hier zu lesenden Informationen offenkundig.
Was ich mich beim Lesen Ihres Beitrags gefragt habe, was wollen Sie eigentlich sagen? Warum sollte der LH Vorstand hinter den Kulissen arbeiten, wenn er die Flugschule nicht mehr braucht. Er schließt sie bei Bedarf einfach, so wie er GWI oder SXD geschlossen hat.
Dass Grundproblem ist natürlich, dass in den nächsten zehn Jahren junge Nachwuchspiloten im Grunde nicht mehr gebraucht werden. Jedenfalls nicht in Europa. Die bereits im Beruf befindlichen Piloten werden es vielfach sehr schwer haben, sich in ihrem Beruf zu halten und von der aktuellen Performance ihrer Airline und dem dafür richtigen Type Rating abhängen - oder wer braucht z.B. jetzt noch Piloten mit Type Rating für die Dash 8-400 wie die von LGW? Das heißt selbst für viele bereits beruflich etablierte Piloten wird ihr Traum vom Fliegen bei der Arbeitsagentur, in der Umschulung, im vorgezogenen Ruhestand oder in letzter Konsequenz auch bei Hartz IV enden. Das ist die sehr brutale und traurige Realität. Platt für Berufseinsteiger gibt es ds praktisch nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt.
Eben.
Das richtig dicke Ende wird dann so etwa in 2030 kommen wenn sich die Luftfahrtindustrie hoffentlich von diesem Desaster erholt hat und von den benötigten Kapazitäten dann wieder auf dem Stand von 2019 ist und die im Beruf verbliebenen Piloten zu einem erheblichen Prozentsatz anfangen werden, aus regulären Altersgründen in den Ruhestand zu treten. Qualifizierungsinfrastruktur lässt sich immer einfacher abbauen als wieder aufbauen und gute Leute lassen sich immer leichter abschrecken als motivieren. Das wird aber keinen auf seine Quartalsbilanz fixierten BWLer auch nur einen Moment lang irritieren.
Sie geben hier einen 10 Jahre Horizont an. Was soll bis dahin passieren? Man verbrennt Geld um eine Infrastrutur aufrecht zu erhalten, von der keiner weiß, ob man sie dann noch braucht.
Zynisch gesprochen: In der längerfristigen Zukunft, wenn die Fachkompezenz der etablierten Piloten wegen deren Abgangs aus dem Arbeitsmarkt aufgezehrt ist, heißt die Parole dann: Von Pakistan lernen heißt siegen lernen! Dort wird schliesslich schon heute demonstriert, dass man auch ohne fachliche Qualifikation und Lizensierung und mit völlig unzureichender Fachkompezenz bei der Mehrzahl der dann von solchem Personal durchgeführten Flüge nicht abstürzt.
Da hätte ich Ihnen mehr Differenzierung zugetraut. Alle Airlines in der Welt schaffen es, ihre Flotten zu bereedern, auch auf vernünftigem Niveau. Außerdem geht es hier bei LAT ja nur einen Standort. Über die die Standorte in USA, Wien und Zürich steht da nichts. Keine Sorge, das Abendland geht nicht unter.

Nur eine kurze sachliche Richtigstellung. Im Artikel wird berichtet, dass es an der Bremer Verkehrsfliegerschule vier Gruppen von Flugschülern gebe: Lufthansa, Bundeswehr, ANA und Privatschüler, wobei letztere aber offenbar eine eher marginale Gruppe bilden (um auf Ihre Nachfrage antizipatorisch zu antworten: Das lässt sich aus dem Textzusammenhang erschließen, vorausgesetzt man will es). Die Lufthansa hat ihre Flugschüler abgezogen, aber im Text wird berichtet, dass nach Darstellung der Verkehrsfliegerschule selbst die Verkehrsliegerschule auch mit den Bundeswehrflugschülern und den ANA-Flugschülern allein über Wasser zu halten wäre, auch ohne die Lufthansa-Flugschüler. Und ausgerechnet jetzt, in diesem kritischen Moment, zieht die Bundeswehr ihre Flugschüler auch ab, obwohl sie im Gegensatz zur kommerziellen Verkehrsfliegerei sehr wohl noch Bedarf an Nachwuchsschulungen hat und deshalb auch eine Neuausschreibung getätigt hat. Also, ich habe mir da dann die Frage gestellt, die ich mir gestellt habe. Sie müssen sich diese Frage aber nicht stellen und Sie müssen sie vor allem auch nicht beantworten.
Ob die Bremer Verkehrsfliegerschule einfach par ordre du mufti zu schließen ist oder ob womöglich tarifliche Vereinbarungen mit den immerhin 150 Beschäftigten dies verhindert weiss ich nicht, ich könnte es mir aber vorstellen. Keine Sorge: Sie müssen es sich nicht vorstellen können.

Da ich diese Berichterstattung über die Entwicklung an der Bremer Verkehrsfliegerschule inzwischen auch in mehreren Zeitungen gelesen habe und sie von keiner Seite dementiert wurde gehe ich von ihrer sachlichen Ruchtigkeit aus. Keine Sorge, Sie müssen das nicht tun.

Dies allein zur Faktizität dessen, worüber in diesem Thread hier kommuniziert wird. Inhaltlich werde ich keine Diskussion mehr mit Ihnen zu führen versuchen. Nehmen Sie meine Meinung zur Kenntnis oder lassen Sie es bleiben. Ja, ich weiss, Sie sind über mich enttäuscht und hätten mir wirklich mehr und Besseres zugetraut.

Aber spannend wäre es schon, wie Sie mit der Verkehrsfliegerschule umgehen würden, wenn Sie es entscheiden könnten. Überlegungen, wie es hier weitergehen sollte, konnte ich Ihren Ausführungen nicht entnehmen.
Aber keine Sorge, Sie müssen das nicht tun.
Beitrag vom 21.08.2020 - 13:58 Uhr
Usercontrail55
User (2898 Beiträge)
Was ich mich beim Lesen dieses Artikels gefragt habe: Wie hier hinter den Kulissen der LH-Vorstands-Lobbyismus so gearbeitet hat, dass das Bundesverteidigungsministerium die unabdingbare Hilfestellung leistet, die Einrichtung platt zu machen. Denn dass diese Einrichtung abgewickelt werden soll ist nach den hier zu lesenden Informationen offenkundig.
Was ich mich beim Lesen Ihres Beitrags gefragt habe, was wollen Sie eigentlich sagen? Warum sollte der LH Vorstand hinter den Kulissen arbeiten, wenn er die Flugschule nicht mehr braucht. Er schließt sie bei Bedarf einfach, so wie er GWI oder SXD geschlossen hat.
Dass Grundproblem ist natürlich, dass in den nächsten zehn Jahren junge Nachwuchspiloten im Grunde nicht mehr gebraucht werden. Jedenfalls nicht in Europa. Die bereits im Beruf befindlichen Piloten werden es vielfach sehr schwer haben, sich in ihrem Beruf zu halten und von der aktuellen Performance ihrer Airline und dem dafür richtigen Type Rating abhängen - oder wer braucht z.B. jetzt noch Piloten mit Type Rating für die Dash 8-400 wie die von LGW? Das heißt selbst für viele bereits beruflich etablierte Piloten wird ihr Traum vom Fliegen bei der Arbeitsagentur, in der Umschulung, im vorgezogenen Ruhestand oder in letzter Konsequenz auch bei Hartz IV enden. Das ist die sehr brutale und traurige Realität. Platt für Berufseinsteiger gibt es ds praktisch nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt.
Eben.
Das richtig dicke Ende wird dann so etwa in 2030 kommen wenn sich die Luftfahrtindustrie hoffentlich von diesem Desaster erholt hat und von den benötigten Kapazitäten dann wieder auf dem Stand von 2019 ist und die im Beruf verbliebenen Piloten zu einem erheblichen Prozentsatz anfangen werden, aus regulären Altersgründen in den Ruhestand zu treten. Qualifizierungsinfrastruktur lässt sich immer einfacher abbauen als wieder aufbauen und gute Leute lassen sich immer leichter abschrecken als motivieren. Das wird aber keinen auf seine Quartalsbilanz fixierten BWLer auch nur einen Moment lang irritieren.
Sie geben hier einen 10 Jahre Horizont an. Was soll bis dahin passieren? Man verbrennt Geld um eine Infrastrutur aufrecht zu erhalten, von der keiner weiß, ob man sie dann noch braucht.
Zynisch gesprochen: In der längerfristigen Zukunft, wenn die Fachkompezenz der etablierten Piloten wegen deren Abgangs aus dem Arbeitsmarkt aufgezehrt ist, heißt die Parole dann: Von Pakistan lernen heißt siegen lernen! Dort wird schliesslich schon heute demonstriert, dass man auch ohne fachliche Qualifikation und Lizensierung und mit völlig unzureichender Fachkompezenz bei der Mehrzahl der dann von solchem Personal durchgeführten Flüge nicht abstürzt.
Da hätte ich Ihnen mehr Differenzierung zugetraut. Alle Airlines in der Welt schaffen es, ihre Flotten zu bereedern, auch auf vernünftigem Niveau. Außerdem geht es hier bei LAT ja nur einen Standort. Über die die Standorte in USA, Wien und Zürich steht da nichts. Keine Sorge, das Abendland geht nicht unter.

Nur eine kurze sachliche Richtigstellung. Im Artikel wird berichtet, dass es an der Bremer Verkehrsfliegerschule vier Gruppen von Flugschülern gebe: Lufthansa, Bundeswehr, ANA und Privatschüler, wobei letztere aber offenbar eine eher marginale Gruppe bilden (um auf Ihre Nachfrage antizipatorisch zu antworten: Das lässt sich aus dem Textzusammenhang erschließen, ç).
Stimmt. Das ist klar zu lesen, habe ich aber auch nicht angezweifelt. Mir ging es, auch das kann man lesen (Zitat "vorausgesetzt man will es"), um die Aussage des Vorstands-Lobbyismus. Das Sie sich ja gerne auf Fakten stützen, wo findet man dazu was in diesem Artikel?
Die Lufthansa hat ihre Flugschüler abgezogen, aber im Text wird berichtet, dass nach Darstellung der Verkehrsfliegerschule selbst die Verkehrsliegerschule auch mit den Bundeswehrflugschülern und den ANA-Flugschülern allein über Wasser zu halten wäre, auch ohne die Lufthansa-Flugschüler. Und ausgerechnet jetzt, in diesem kritischen Moment, zieht die Bundeswehr ihre Flugschüler auch ab, obwohl sie im Gegensatz zur kommerziellen Verkehrsfliegerei sehr wohl noch Bedarf an Nachwuchsschulungen hat und deshalb auch eine Neuausschreibung getätigt hat.
Genau. Der Vertrag mit dem Kunden läuft aus, aber er bittet den bisherigen Dienstleister um ein Angebot. Dann will er, so interpretiere ich das, mit diesem Dienstleister grundsätzlich weitermachen. Wo greift da der Lobbyismus?
Wenn das Also, ich habe mir da dann die Frage gestellt, die ich mir gestellt habe. Sie müssen sich diese Frage aber nicht stellen und Sie müssen sie vor allem auch nicht beantworten.
Da das so keinen Sinn macht, habe ich mir die Frage gestellt, was wollen Sie mit dem Hinweis auf Lobbyismus sagen?
Ob die Bremer Verkehrsfliegerschule einfach par ordre du mufti zu schließen ist oder ob womöglich tarifliche Vereinbarungen mit den immerhin 150 Beschäftigten dies verhindert weiss ich nicht, ich könnte es mir aber vorstellen. Keine Sorge: Sie müssen es sich nicht vorstellen können.Kann ich auch nicht. Ich bin da jetzt so lange dabei, Standortgarantien sind mir da nicht begenet. Dezentral, Crewbasen in HAM, TXL, DUS, Technik, .... alles weg.

Da ich diese Berichterstattung über die Entwicklung an der Bremer Verkehrsfliegerschule inzwischen auch in mehreren Zeitungen gelesen habe und sie von keiner Seite dementiert wurde gehe ich von ihrer sachlichen Ruchtigkeit aus. Keine Sorge, Sie müssen das nicht tun.
Das habe ich ja nie angezweifelt, im Gegenteil. LAT hat in D allein 8 Standorte, sowie in A und CH. Warum nicht ausdünnen, wenn der Bedarf weg ist? Klar, für den Betroffenen ist der eigene Standort der Wichtigste. Also, was tun?
Eine Idee noch zu den Zeitungen. Wenn 20 Zeitungen fast wortgleich die dpa Meldung zu Bremen abdrucken, dann erhöht sich nicht zwangsläufig der Informationsgehalt um das 20igfache. Selbst ein Dementi würde nichts darüber aussagen, dass sich da nicht doch etwas tut.
Dies allein zur Faktizität dessen, worüber in diesem Thread hier kommuniziert wird.
Mit Verlaub, was in einem Thread kommuniziert wird ist in der Regel nur in der Nähe der Faktizität, seltener mit ihr deckungsgleich. Nehmen Sie Ihre Aussage zu 2030. Das sind keine Fakten, das ist spekulativ.
Inhaltlich werde ich keine Diskussion mehr mit Ihnen zu führen versuchen.
Das müssen Sie nicht versuchen, einfach machen. Klappt doch gut.
Nehmen Sie meine Meinung zur Kenntnis oder lassen Sie es bleiben. Ja, ich weiss, Sie sind über mich enttäuscht und hätten mir wirklich mehr und Besseres zugetraut.
Die nehme ich zur Kenntniss, warum auch nicht. Habe ja nichts gegen Sie.

Edit Typo


Dieser Beitrag wurde am 21.08.2020 14:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.08.2020 - 15:15 Uhr
UserAm-Boss
User (53 Beiträge)
Ich wollte den selbstbeweihräucherten Ausführungen von @fliegerschmutz ein Zitat einer Representantin der Lufthansapiloten entgegen halten.

Zu "Fachidioten" findet sich in Wikipedia übrigens:
"Als Fachidiot (vor allem in Österreich auch Fachtrottel) wird ein Experte bezeichnet, der eine Problematik nur aus der Perspektive seines Fachgebietes kennt, allein aus seiner Sichtweise erfassen kann und nicht alle Möglichkeiten und Richtungen in Betracht zieht, die für die vollständige Verständlichkeit und Erfassbarkeit eines Gegenstandes, einer Sache oder Thematik erforderlich wären. Häufig tut sich der Fachidiot schwer, sich in andere hineinzuversetzen und seine eingeschränkte Perspektive zu ergänzen und zu erweitern. Weitere mögliche Betrachtungsweisen lehnt er infolge selektiver Wahrnehmung (Egoismus, Narzissmus) und daraus folgender Ignoranz ab."
Volltreffer, Danke !!!
Beitrag vom 21.08.2020 - 15:30 Uhr
UserAm-Boss
User (53 Beiträge)
Inhaltlich werde ich keine Diskussion mehr mit Ihnen zu führen versuchen.
Na hoffentlich halten Sie wenigstens dieses mal Wort.
Nehmen Sie meine Meinung zur Kenntnis oder lassen Sie es bleiben.
Gewiss.
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:34 Uhr
UserViri
User (926 Beiträge)
Natürlich verstehen Sie das ;)
Ich wollte den selbstbeweihräucherten Ausführungen von @fliegerschmutz ein Zitat einer Representantin der Lufthansapiloten entgegen halten.

Aha, also wollten Sie nur rumstänkern? Alles klar, habs verstanden ;-)
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:39 Uhr
UserViri
User (926 Beiträge)
Das habe ich ja nie angezweifelt, im Gegenteil. LAT hat in D allein 8 Standorte, sowie in A und CH. Warum nicht ausdünnen, wenn der Bedarf weg ist? Klar, für den Betroffenen ist der eigene Standort der Wichtigste. Also, was tun?

Wieviele davon sind denn tatsächlich für die Ausbildung von angehenden Flugzeugführern vorgesehen? Dass es Standorte mit Simulatoren gibt, wo bestehende Piloten ins Training gehen - geschenkt. Dazu gehören FRA, VIE und ZRH. Hier geht es aber um die Ab-initio Schulungen und da sehe ich kapazitätstechnisch langsam einen Engpass auf die LAT zukommen. Der Standort in VRB wird nicht mehr verwendet (entweder wurden die Verträge nur eingefroren oder sogar komplett gekündigt) und ob Goodyear in absehbarer Zeit wieder genutzt werden kann, steht in den Sternen. Dann bleibt nur noch Rostock-Laage sowie Grenchen. Und da will man jetzt die Bundeswehr, die MPL und die ATPL Schüler alle unterbringen (vorausgesetzt, Bremen schließt wirklich)? Und wo soll dann die Theorieausbildung stattfinden? Für MPL wie ATPL fand diese gebündelt in BRE statt.

Mir ist durchaus bewusst, dass es für einige Zeit keinen Bedarf an neuen Piloten geben wird. Aber ein Pilot ist auch nicht mal eben in 6 Wochen ausgebildet und die ältere Generation geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Wenn man die Ausbildung jetzt so knallhart runterfährt, wird man in einigen Jahren erneut in das andere Extrem kommen, nicht mit der Ausbildung hinterherzukommen und die Flotte nicht bereedern zu können.

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2020 17:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:50 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)
Natürlich verstehen Sie das ;)
Ich wollte den selbstbeweihräucherten Ausführungen von @fliegerschmutz ein Zitat einer Representantin der Lufthansapiloten entgegen halten.

Aha, also wollten Sie nur rumstänkern? Alles klar, habs verstanden ;-)

Ich habe doch nur eine Lufthansapilotin zitiert ...
Ich gehe davon aus, sie weiß wovon sie spricht.
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:54 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)

Mir ist durchaus bewusst, dass es für einige Zeit keinen Bedarf an neuen Piloten geben wird. Aber ein Pilot ist auch nicht mal eben in 6 Wochen ausgebildet und die ältere Generation geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Wenn man die Ausbildung jetzt so knallhart runterfährt, wird man in einigen Jahren erneut in das andere Extrem kommen, nicht mit der Ausbildung hinterherzukommen und die Flotte nicht bereedern zu können.

Und was ist jetzt Ihr Rat in einer Zeit in der jeden Tag 15 bis 20 Mio. Euro verbrannt werden? Lassen Sie hören!
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:55 Uhr
UserViri
User (926 Beiträge)
Natürlich verstehen Sie das ;)
Ich wollte den selbstbeweihräucherten Ausführungen von @fliegerschmutz ein Zitat einer Representantin der Lufthansapiloten entgegen halten.

Aha, also wollten Sie nur rumstänkern? Alles klar, habs verstanden ;-)

Ich habe doch nur eine Lufthansapilotin zitiert ...
Ich gehe davon aus, sie weiß wovon sie spricht.

Der Herr Franz hat auch mal gesagt: "Die Zitrone ist nie ausgequetscht". Darf ich also, ausgehend von Ihrer Logik, annehmen, dass Herr Spohr genauso denkt? Sind ja beides Manager.
Beitrag vom 21.08.2020 - 17:59 Uhr
UserViri
User (926 Beiträge)

Mir ist durchaus bewusst, dass es für einige Zeit keinen Bedarf an neuen Piloten geben wird. Aber ein Pilot ist auch nicht mal eben in 6 Wochen ausgebildet und die ältere Generation geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Wenn man die Ausbildung jetzt so knallhart runterfährt, wird man in einigen Jahren erneut in das andere Extrem kommen, nicht mit der Ausbildung hinterherzukommen und die Flotte nicht bereedern zu können.

Und was ist jetzt Ihr Rat in einer Zeit in der jeden Tag 15 bis 20 Mio. Euro verbrannt werden? Lassen Sie hören!

Wieviel verbrennt denn die Flugschule so davon? Aktuell dürfte sie doch noch am besten da stehen: die Flugschüler sind on hold, verbrennen also kein Geld, die Mitarbeiter in Kurzarbeit, d.h die Lohnkosten sind auch niedrig. Und das, was Geld bringt, nämlich ANA und BW, läuft weiter, spült also etwas Geld in die Kasse. Aber das ist genau das, was ich meine: man darf aufgrund von kurzfristigem Aktionismus nicht die langfristigen Konsequenzen vergessen, sonst heult man in einigen Jahren wieder rum, dass man Flieger stehen lassen muss, weil die Leute fehlen...
Beitrag vom 21.08.2020 - 18:14 Uhr
Usercontrail55
User (2898 Beiträge)
Das habe ich ja nie angezweifelt, im Gegenteil. LAT hat in D allein 8 Standorte, sowie in A und CH. Warum nicht ausdünnen, wenn der Bedarf weg ist? Klar, für den Betroffenen ist der eigene Standort der Wichtigste. Also, was tun?

Wieviele davon sind denn tatsächlich für die Ausbildung von angehenden Flugzeugführern vorgesehen? Dass es Standorte mit Simulatoren gibt, wo bestehende Piloten ins Training gehen - geschenkt. Dazu gehören FRA, VIE und ZRH. Hier geht es aber um die Ab-initio Schulungen und da sehe ich kapazitätstechnisch langsam einen Engpass auf die LAT zukommen. Der Standort in VRB wird nicht mehr verwendet (entweder wurden die Verträge nur eingefroren oder sogar komplett gekündigt) und ob Goodyear in absehbarer Zeit wieder genutzt werden kann, steht in den Sternen. Dann bleibt nur noch Rostock-Laage sowie Grenchen. Und da will man jetzt die Bundeswehr, die MPL und die ATPL Schüler alle unterbringen (vorausgesetzt, Bremen schließt wirklich)? Und wo soll dann die Theorieausbildung stattfinden? Für MPL wie ATPL fand diese gebündelt in BRE statt.

Mir ist durchaus bewusst, dass es für einige Zeit keinen Bedarf an neuen Piloten geben wird. Aber ein Pilot ist auch nicht mal eben in 6 Wochen ausgebildet und die ältere Generation geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Wenn man die Ausbildung jetzt so knallhart runterfährt, wird man in einigen Jahren erneut in das andere Extrem kommen, nicht mit der Ausbildung hinterherzukommen und die Flotte nicht bereedern zu können.

Vielleicht wird man das so nicht mehr brauchen.
Das ist die Krux, vom AG erwartet man, dass er um den Laden zu retten alles versucht und auch mal querdenkt. Aber mit dem Querdenken tun wir uns selbst aber schwer. Wir kennen die Zahlen nicht, kennen nicht die Kosten, den Bedarf oder die Kapazitäten die vorhanden sind oder gebraucht werden. Vielleicht plant man ja für die Zukunft mit eigener Ausbildung und Ready Enrty? Qualifiziertes Personal hat der Markt in Hülle und Fülle und es war ja ein Dauerargument, dass der Bedarf eigentlich nie passend gedeckt wurde. Vielleicht löst das ja dieses Problem.
So wie Sie jetzt argumentieren, alles schön vor Ort gebündelt, vielleicht will der Kunde BW das genauso. Vielleicht hat er alles was er braucht in RLG und will nicht mehr pendeln oder auslagern? Wer weiß das schon? Es gibt so viele Variablen. Die LAT Gruppe hat 4 Standorte mit Flugbetrieb, evtl. geht man runter auf 3. In FRA und MUC wird Unterricht umgestellt auf virtuell. Da werden reichlich Raumkapazitäten frei, usw. usw.
Beitrag vom 21.08.2020 - 20:17 Uhr
UserViri
User (926 Beiträge)
Das habe ich ja nie angezweifelt, im Gegenteil. LAT hat in D allein 8 Standorte, sowie in A und CH. Warum nicht ausdünnen, wenn der Bedarf weg ist? Klar, für den Betroffenen ist der eigene Standort der Wichtigste. Also, was tun?

Wieviele davon sind denn tatsächlich für die Ausbildung von angehenden Flugzeugführern vorgesehen? Dass es Standorte mit Simulatoren gibt, wo bestehende Piloten ins Training gehen - geschenkt. Dazu gehören FRA, VIE und ZRH. Hier geht es aber um die Ab-initio Schulungen und da sehe ich kapazitätstechnisch langsam einen Engpass auf die LAT zukommen. Der Standort in VRB wird nicht mehr verwendet (entweder wurden die Verträge nur eingefroren oder sogar komplett gekündigt) und ob Goodyear in absehbarer Zeit wieder genutzt werden kann, steht in den Sternen. Dann bleibt nur noch Rostock-Laage sowie Grenchen. Und da will man jetzt die Bundeswehr, die MPL und die ATPL Schüler alle unterbringen (vorausgesetzt, Bremen schließt wirklich)? Und wo soll dann die Theorieausbildung stattfinden? Für MPL wie ATPL fand diese gebündelt in BRE statt.

Mir ist durchaus bewusst, dass es für einige Zeit keinen Bedarf an neuen Piloten geben wird. Aber ein Pilot ist auch nicht mal eben in 6 Wochen ausgebildet und die ältere Generation geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Wenn man die Ausbildung jetzt so knallhart runterfährt, wird man in einigen Jahren erneut in das andere Extrem kommen, nicht mit der Ausbildung hinterherzukommen und die Flotte nicht bereedern zu können.

Vielleicht wird man das so nicht mehr brauchen.
Das ist die Krux, vom AG erwartet man, dass er um den Laden zu retten alles versucht und auch mal querdenkt. Aber mit dem Querdenken tun wir uns selbst aber schwer. Wir kennen die Zahlen nicht, kennen nicht die Kosten, den Bedarf oder die Kapazitäten die vorhanden sind oder gebraucht werden. Vielleicht plant man ja für die Zukunft mit eigener Ausbildung und Ready Enrty? Qualifiziertes Personal hat der Markt in Hülle und Fülle und es war ja ein Dauerargument, dass der Bedarf eigentlich nie passend gedeckt wurde. Vielleicht löst das ja dieses Problem.
So wie Sie jetzt argumentieren, alles schön vor Ort gebündelt, vielleicht will der Kunde BW das genauso. Vielleicht hat er alles was er braucht in RLG und will nicht mehr pendeln oder auslagern? Wer weiß das schon? Es gibt so viele Variablen. Die LAT Gruppe hat 4 Standorte mit Flugbetrieb, evtl. geht man runter auf 3. In FRA und MUC wird Unterricht umgestellt auf virtuell. Da werden reichlich Raumkapazitäten frei, usw. usw.

Wenn wir wieder auf eine Situation wie vor Corona zusteuern, wird man den Bedarf aber nicht mit R/E füllen können, da diese dann wieder Mangelware sein werden.

So wie es aktuell klingt, will man aber von 4 Flugbetrieben auf 2 runter. 50% Kapazität ist schon eine Hausnummer!
Beitrag vom 21.08.2020 - 20:28 Uhr
Usergordon
User (3067 Beiträge)

Wenn wir wieder auf eine Situation wie vor Corona zusteuern, wird man den Bedarf aber nicht mit R/E füllen können, da diese dann wieder Mangelware sein werden.

Und wenn nicht? Dann passt das doch. Ist einfach eine Wette auf die Zukunft. Wobei völlig offen ist, ob LH diese Zukunft noch erleben wird.

So wie es aktuell klingt, will man aber von 4 Flugbetrieben auf 2 runter. 50% Kapazität ist schon eine Hausnummer!

In dieser Zeit sind Überkapazitäten halt nicht mehr finanzierbar. Aber prinzipiell haben Sie recht. Das Geld wird ja z.Zt. an vielen Stellen rausgeworfen. Warum also nicht auch hier!
Beitrag vom 21.08.2020 - 21:01 Uhr
UserBald-Lokführer
User (512 Beiträge)

In dieser Zeit sind Überkapazitäten halt nicht mehr finanzierbar. Aber prinzipiell haben Sie recht. Das Geld wird ja z.Zt. an vielen Stellen rausgeworfen. Warum also nicht auch hier!

Bekommen Sie eigentlich immer noch Ihre Aufstockung vom Gehalt?