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Beitrag 16 - 30 von 38
Beitrag vom 14.12.2024 - 09:38 Uhr
UserChristian159
User (1766 Beiträge)
@Jordan

... weil es nicht mehr eine so große Nachfrage gibt!

Tja, ist ja wohl eindeutig: die Nachfrage fehlt.

Aber Sie hatten doch diese Woche auf das Interview in Spiegel Online verwiesen ("Es werden die wahren Gründe benannt"), wo ein Nachfrageproblem nur als eines unter vielen Gründen genannt wird.
Die "wahren Gründe" waren vor 5 Tagen noch: hohe Standortkosten, Personalmangel, Flugzeugmangel, Reduzierung von Geschäftsreisetäigkeit.
Das ist Ihrer Meinung noch vor 5 Tagen der Wahrheit sehr nahe gekommen.

Warum fokussieren Sie sich jetzt explizit auf die Nachfrage?

Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte.
Und das ist da auch aus Sicht einiger Kommentatoren der Sinn von Gebühren- und Steuererhöhungen.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2024 09:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2024 - 10:00 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1612 Beiträge)
@Jordan

... weil es nicht mehr eine so große Nachfrage gibt!

Tja, ist ja wohl eindeutig: die Nachfrage fehlt.

Aber Sie hatten doch diese Woche auf das Interview in Spiegel Online verwiesen ("Es werden die wahren Gründe benannt"), wo ein Nachfrageproblem nur als eines unter vielen Gründen genannt wird.
Die "wahren Gründe" waren vor 5 Tagen noch: hohe Standortkosten, Personalmangel, Flugzeugmangel, Reduzierung von Geschäftsreisetäigkeit.
Das ist Ihrer Meinung noch vor 5 Tagen der Wahrheit sehr nahe gekommen.

Warum fokussieren Sie sich jetzt explizit auf die Nachfrage?
Weil es der "Vorredner" tat?

Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte.
Da sind wir wieder m Bereich der Vermutungen. Vor nicht all zu langer Zeit sprach die LHG davon, dass es kein Nachfrage- sondern ein Angebotsproblem gäbe. Das sieht jetzt schon weder anders aus.
Und das ist da auch aus Sicht einiger Kommentatoren der Sinn von Gebühren- und Steuererhöhungen.
Der Sinn liegt nicht in der geringeren Profitabilität...vor allem die Gebühren sollten die Kosten decken.
Beitrag vom 14.12.2024 - 10:44 Uhr
Usercontrail55
User (6267 Beiträge)
Es freut mich, dass Sie das nun auch differenzierter sehen und nicht nur Geld allein entscheident ist, auch die Work/Life Balance eine Rolle spielt. Egal, wie viel mal zahlt (zahlen würde) man hätte in der heutigen Zeit Rekrutierungsprobleme Menschen für Schichtarbeit zu begeistern.

Ich bin sicher mit einem entsprechenden Gehalt wäre das möglich.
Möglicherweise. Was ist denn nun das ominöse "entsprechende" Gehalt? Sie/F11 sprechen immer wieder von, ausreichend, entsprechend, ordentlich. Passt denn dieses Gehalt überhaupt in die heutige Vergütungslandschaft? Früher hat man das mehr an Gehalt gerrne mal noch mitgenommen, heute liegt der Fokus auf WL. Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, haben den Fokus viel mehr auf Individualisierung der Arbeitszeit gelegt und, ja, zahlen jetzt auch mehr. Das hat etwas entspannt. Laut deren Aussage ist die WL immer noch DER Treiber bei der Bersetzung offener Stellen. Das deckt sich mit der Statistik, immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit, somit auch bei weniger Einkommen.

Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems.

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2024 10:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2024 - 11:51 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1612 Beiträge)
Es freut mich, dass Sie das nun auch differenzierter sehen und nicht nur Geld allein entscheident ist, auch die Work/Life Balance eine Rolle spielt. Egal, wie viel mal zahlt (zahlen würde) man hätte in der heutigen Zeit Rekrutierungsprobleme Menschen für Schichtarbeit zu begeistern.

Ich bin sicher mit einem entsprechenden Gehalt wäre das möglich.
Möglicherweise. Was ist denn nun das ominöse "entsprechende" Gehalt? Sie/F11 sprechen immer wieder von, ausreichend, entsprechend, ordentlich. Passt denn dieses Gehalt überhaupt in die heutige Vergütungslandschaft? Früher hat man das mehr an Gehalt gerrne mal noch mitgenommen, heute liegt der Fokus auf WL. Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, haben den Fokus viel mehr auf Individualisierung der Arbeitszeit gelegt und, ja, zahlen jetzt auch mehr. Das hat etwas entspannt. Laut deren Aussage ist die WL immer noch DER Treiber bei der Bersetzung offener Stellen. Das deckt sich mit der Statistik, immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit, somit auch bei weniger Einkommen.
Da muss man aber genau hinschauen, in welchen Berufen zu welchen Bedingungen. Und eine angemessenes Gehalt ist eines, dass einer Familie ermöglicht, auch davon zu leben, vor allem unter der Voraussetzung, dass nicht mehr als 25% des Einkommens für Miete benötigt wird. Und das ist in München und Umgebung eben nicht gegeben, weil dort über 33 % für Miete aufgewendet werden muss (Berlin 32 %, Brandenburg 29 %)

Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems. Und zu den hohen Kosten

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)
Genau! Tun sie! Und noch ist das nicht "die" Politik, sondern einige Ministerpräsidenten.
Beitrag vom 14.12.2024 - 12:10 Uhr
Usercontrail55
User (6267 Beiträge)
Es freut mich, dass Sie das nun auch differenzierter sehen und nicht nur Geld allein entscheident ist, auch die Work/Life Balance eine Rolle spielt. Egal, wie viel mal zahlt (zahlen würde) man hätte in der heutigen Zeit Rekrutierungsprobleme Menschen für Schichtarbeit zu begeistern.

Ich bin sicher mit einem entsprechenden Gehalt wäre das möglich.
Möglicherweise. Was ist denn nun das ominöse "entsprechende" Gehalt? Sie/F11 sprechen immer wieder von, ausreichend, entsprechend, ordentlich. Passt denn dieses Gehalt überhaupt in die heutige Vergütungslandschaft? Früher hat man das mehr an Gehalt gerrne mal noch mitgenommen, heute liegt der Fokus auf WL. Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, haben den Fokus viel mehr auf Individualisierung der Arbeitszeit gelegt und, ja, zahlen jetzt auch mehr. Das hat etwas entspannt. Laut deren Aussage ist die WL immer noch DER Treiber bei der Bersetzung offener Stellen. Das deckt sich mit der Statistik, immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit, somit auch bei weniger Einkommen.
Da muss man aber genau hinschauen, in welchen Berufen zu welchen Bedingungen.
Aber wieso? Der Miete ist es doch egal, welchen Job man macht und welche Bedingungen. Am Ende des Tages muss, um Ihren Vergleich zu nutzen, die Miete bezahlt werden. TZ scheint da kein Hindernis zu sein.
Und eine angemessenes Gehalt ist eines, dass einer Familie ermöglicht, auch davon zu leben, vor allem unter der Voraussetzung, dass nicht mehr als 25% des Einkommens für Miete benötigt wird. Und das ist in München und Umgebung eben nicht gegeben, weil dort über 33 % für Miete aufgewendet werden muss (Berlin 32 %, Brandenburg 29 %)
Wie kommen Sie denn auf die 25%? Das scheint eine Utopie zu sein. Welche Quelle nutzen Sie für die Zahlen? Wenn man das auf die AN am Flughafen bezieht, dann geht es denen am BER blendend. Flächentarifvertrag in D für Bodenverkehrsdienste und Security, bei niedrigeren Mieten. Die müssten denen doch die Türen einrennen, nach der "odentliche Vergütung" Logik. Machen die aber nicht. ð?¤?
Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems. Und zu den hohen Kosten

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)
Genau! Tun sie! Und noch ist das nicht "die" Politik, sondern einige Ministerpräsidenten.
Immerhin keine Hinterbänkler, sonder Positionen mit Einfluss.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2024 12:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2024 - 12:27 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4452 Beiträge)
Es freut mich, dass Sie das nun auch differenzierter sehen und nicht nur Geld allein entscheident ist, auch die Work/Life Balance eine Rolle spielt. Egal, wie viel mal zahlt (zahlen würde) man hätte in der heutigen Zeit Rekrutierungsprobleme Menschen für Schichtarbeit zu begeistern.

Ich bin sicher mit einem entsprechenden Gehalt wäre das möglich.
Möglicherweise. Was ist denn nun das ominöse "entsprechende" Gehalt? Sie/F11 sprechen immer wieder von, ausreichend, entsprechend, ordentlich. Passt denn dieses Gehalt überhaupt in die heutige Vergütungslandschaft? Früher hat man das mehr an Gehalt gerrne mal noch mitgenommen, heute liegt der Fokus auf WL. Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, haben den Fokus viel mehr auf Individualisierung der Arbeitszeit gelegt und, ja, zahlen jetzt auch mehr. Das hat etwas entspannt. Laut deren Aussage ist die WL immer noch DER Treiber bei der Bersetzung offener Stellen. Das deckt sich mit der Statistik, immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit, somit auch bei weniger Einkommen.

Wer bestimmt denn 'die heutige Vergütungslandschaft!? Wir leben immer noch in einem Hochpreisland, vor allem in dem Raum, über den wir sprechen.
Sie arbeiten bei/für LH, das ist bekannt, und wenn ich Ihre Beiträge zusammen richtig erfassen, dann möchten Sie (und LH) das in der Luftfahrt in Deutschland ein 'Dritte- Welt- Lohnniveau' eingeführt wird. Das mit der WL ist auch nur eine Behauptung von Ihnen. In diesem Zusammenhang: wenn ich (siehe Beitrag von @F11) nicht genügend Gehalt für meine (schwere) Arbeit, ausreichend für ein sorgenfreies Leben, bekomme, dann gibt es auch keine WL -
das ist Unsinn!


Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems.

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)

Die 'Politik' macht erstmal noch gar nichts! Einige Landesfürsten, die auch mal gerne defizitäre (und unnötige) Airports mit Steuergeldern am Leben erhalten, denken darüber nach. Warten wir mal ab was die Bundespolitik, vermutlich erst nach der Wahl, dazu beschließen wird. Es wäre sicher interessant für die Wähler, vor der Wahl, zu erfahren, wie sich die Parteien dazu positionieren- wird aber wohl nichts dazu kommen, könnte ja potentielle Wähler abschrecken.

Zu @Christian159s Beitrag:

"Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte."

Könnte!

Man sieht was man sehen will, nicht das was offensichtlich ist.
Nur verwunderlich, wenn dies sogar aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt.
Beitrag vom 14.12.2024 - 12:45 Uhr
Usercontrail55
User (6267 Beiträge)
Wer bestimmt denn 'die heutige Vergütungslandschaft!?
Die Teilnehmer am System.
Wir leben immer noch in einem Hochpreisland, vor allem in dem Raum, über den wir sprechen.
Sie arbeiten bei/für LH, das ist bekannt, und wenn ich Ihre Beiträge zusammen richtig erfassen, dann möchten Sie (und LH) das in der Luftfahrt in Deutschland ein 'Dritte- Welt- Lohnniveau' eingeführt wird.
Wie kommen Sie denn darauf? Was die LH will weiß ich nicht, ich will das jedenfalls nicht. Das ist eine wiederkehrende Aussage von Ihnen. Wenn man etwas aus einem anderen Blickwinkel als Ihren betrachtet, dann unterstellen Sie, man würde diesen anderen Blickwinkel auch als meinung vertreten. Dem ist aber nicht so.
Was die Vergütungslandschaft angeht, ganz allgemein, so sehe ich eine Gefahr für die Gesellschaft, wenn einfache Tätigkeiten so viel verdienen, wie Tätigkeiten, die eine hohe Qualifikation erfordern. Wo ist da der Anreiz sich aufwändig zu qualifizieren? Sehe ich gerade in meinem privaten Umfeld, da kommt die ein oder andere ins Grübeln ob sich das Studium gelohnt hat.
Das mit der WL ist auch nur eine Behauptung von Ihnen.
Dazu kann man viele Studien und Aussagen von Personalern lesen. Müssen Sie auch nicht annehmen, werden wir eh nicht ändern. Weder die Einkommen noch die Ansprüche.
In diesem Zusammenhang: wenn ich (siehe Beitrag von @F11) nicht genügend Gehalt für meine (schwere) Arbeit, ausreichend für ein sorgenfreies Leben, bekomme, dann gibt es auch keine WL -
das ist Unsinn!
Ja, vielleicht. Woher kommt die steigende TZ? Ideen dazu?

Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems.

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)

Die 'Politik' macht erstmal noch gar nichts! Einige Landesfürsten, die auch mal gerne defizitäre (und unnötige) Airports mit Steuergeldern am Leben erhalten, denken darüber nach. Warten wir mal ab was die Bundespolitik, vermutlich erst nach der Wahl, dazu beschließen wird. Es wäre sicher interessant für die Wähler, vor der Wahl, zu erfahren, wie sich die Parteien dazu positionieren- wird aber wohl nichts dazu kommen, könnte ja potentielle Wähler abschrecken.
Das würde ich jetzt in die Kategorie "sieht was man sehen will" einordnen.
Zu @Christian159s Beitrag:

"Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte."

Könnte!

Man sieht was man sehen will, nicht das was offensichtlich ist.
Nur verwunderlich, wenn dies sogar aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt.
Jetzt ist also wahr, was aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt? Sie überraschen mich immer wieder.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2024 16:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2024 - 13:23 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1612 Beiträge)

Möglicherweise. Was ist denn nun das ominöse "entsprechende" Gehalt? Sie/F11 sprechen immer wieder von, ausreichend, entsprechend, ordentlich. Passt denn dieses Gehalt überhaupt in die heutige Vergütungslandschaft? Früher hat man das mehr an Gehalt gerrne mal noch mitgenommen, heute liegt der Fokus auf WL. Die Unternehmen, mit denen ich zu tun habe, haben den Fokus viel mehr auf Individualisierung der Arbeitszeit gelegt und, ja, zahlen jetzt auch mehr. Das hat etwas entspannt. Laut deren Aussage ist die WL immer noch DER Treiber bei der Bersetzung offener Stellen. Das deckt sich mit der Statistik, immer mehr Menschen arbeiten Teilzeit, somit auch bei weniger Einkommen.
Da muss man aber genau hinschauen, in welchen Berufen zu welchen Bedingungen.
Aber wieso? Der Miete ist es doch egal, welchen Job man macht und welche Bedingungen. Am Ende des Tages muss, um Ihren Vergleich zu nutzen, die Miete bezahlt werden. TZ scheint da kein Hindernis zu sein.
Und eine angemessenes Gehalt ist eines, dass einer Familie ermöglicht, auch davon zu leben, vor allem unter der Voraussetzung, dass nicht mehr als 25% des Einkommens für Miete benötigt wird. Und das ist in München und Umgebung eben nicht gegeben, weil dort über 33 % für Miete aufgewendet werden muss (Berlin 32 %, Brandenburg 29 %)
Wie kommen Sie denn auf die 25%? Das scheint eine Utopie zu sein. Welche Quelle nutzen Sie für die Zahlen? Wenn man das auf die AN am Flughafen bezieht, dann geht es denen am BER blendend. Flächentarifvertrag in D für Bodenverkehrsdienste und Security, bei niedrigeren Mieten. Die müssten denen doch die Türen einrennen, nach der "odentliche Vergütung" Logik. Machen die aber nicht. ð?¤?
Also zu den genauen Zahlen: die 25% sind in der Tat eher utopisch, aber auch schon über dem EU-Durchschnitt (Quelle: KfW) 13 % der Bevölkerung in Deutschland muss mehr als 40% ihres verfügbaren Einkommens für Miete ausgeben (Quelle: destatis.de). Am teuersten ist der Großraum München (quelle: de.statista.com) Und dazu eine einfache Rechnung: Wenn also ein AN ein Einkommen von 2200 â?¬ netto hat, stehen also bei einem Mietanteil von 30 % 600 â?¬ für Miete bereit. Dafür kann man in München wohl kaum eine familientaugliche Wohnung mieten. Laut Mietspiegel würde eine 60qm Wohnung 874,80 â?¬ kosten. Dabei sind das alles natürlich Mittelwerte, also eher theoretische Zahlen. Fakt ist: in München (wie auch in Berlin) ist bezahlbarer Wohnraum knapp und teuer.
Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems. Und zu den hohen Kosten

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)
Genau! Tun sie! Und noch ist das nicht "die" Politik, sondern einige Ministerpräsidenten.
Immerhin keine Hinterbänkler, sonder Positionen mit Einfluss.
Und Menschen, die an eher kurzfristigen Wahlerfolgen interessiert sind.
Beitrag vom 14.12.2024 - 13:45 Uhr
UserChristian159
User (1766 Beiträge)
Zu @Christian159s Beitrag:

"Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte."

Könnte!

Ja, im Gegensatz zu Ihnen verwende ich den Konjunktiv, weil ich Ihren Infinitiv (anscheinend glauben Sie das Monopol auf die Wahrheit zu haben) für etwas einseitig halte.

Man sieht was man sehen will, nicht das was offensichtlich ist.

Genau, das meine ich: was gestern noch für Sie "die wahren Gründe" waren, reduziert sich plötzlich auf einen Aspekt. Gestern waren es viele Gründe, plötzlich ist es nur noch einer. Da ist das Verwenden des Infinitivs schon gewöhnungsbedürftig.

Nur verwunderlich, wenn dies sogar aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt.

Das ist überhaupt nicht vewunderlich, das ist ja das Argument, das die Airlines in den vergangenen Tarifverhandlungen immer wieder ins Feld geführt haben und das von den Gewerkschaften nicht akzeptiert wurde.

Aber zum Thema, man sieht nur, was man will, aus dem selben Artikel:
â??Zum Nachteil von Privat- und Geschäftsreisenden stehen Verbindungen von deutschen Flughäfen nicht mehr zur Verfügungâ??, beklagt ADV-Chef Ralph Beisel, der die hohen Standortkosten aufgrund staatlich geregelter Steuern und Gebühren dafür verantwortlich macht. â??Wir haben ein klares Angebots-, kein Nachfrageproblemâ??.

Und nun?
Beitrag vom 14.12.2024 - 14:02 Uhr
UserChristian159
User (1766 Beiträge)
@Jordan

... weil es nicht mehr eine so große Nachfrage gibt!

Tja, ist ja wohl eindeutig: die Nachfrage fehlt.

Aber Sie hatten doch diese Woche auf das Interview in Spiegel Online verwiesen ("Es werden die wahren Gründe benannt"), wo ein Nachfrageproblem nur als eines unter vielen Gründen genannt wird.
Die "wahren Gründe" waren vor 5 Tagen noch: hohe Standortkosten, Personalmangel, Flugzeugmangel, Reduzierung von Geschäftsreisetäigkeit.
Das ist Ihrer Meinung noch vor 5 Tagen der Wahrheit sehr nahe gekommen.

Warum fokussieren Sie sich jetzt explizit auf die Nachfrage?
Weil es der "Vorredner" tat?

Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte.
Da sind wir wieder m Bereich der Vermutungen. Vor nicht all zu langer Zeit sprach die LHG davon, dass es kein Nachfrage- sondern ein Angebotsproblem gäbe. Das sieht jetzt schon weder anders aus.

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Das es weniger Geschäftsreisen geben wird befürchtet die Airlinebranche doch schon seit Jahren, was ja auch in den Tarifverhandlungen immer wieder ins Feld geführt und von den Gewerkschaften ignoriert wurde.
Trotzdem kann es ja einen Nachfragerückgang aus reduziertem Angebot geben, weil die (Standort-)Kosten keine Profitabilität versprechen.

Und das ist da auch aus Sicht einiger Kommentatoren der Sinn von Gebühren- und Steuererhöhungen.
Der Sinn liegt nicht in der geringeren Profitabilität...vor allem die Gebühren sollten die Kosten decken.

Für einige Kommentatoren (nicht Sie!) präferieren hohe Standortkosten, damit sich das Angebot reduziert. Eine geringere Profitabilität ist dann die Folge.
Was die Kostendeckung durch Gebühren angeht gebe ich Ihnen recht, allerdings sollte Anreize zur Effizienzsteigerung gegeben werden und nicht Monopolstellungen ausgenutzt werden.
Die von der CDU eingeführte Luftverkehrssteuer dient allerdings nicht der Kostendeckung und könnte daher auch abgeschafft werden.
Beitrag vom 14.12.2024 - 15:01 Uhr
Usercontrail55
User (6267 Beiträge)
Wie kommen Sie denn auf die 25%? Das scheint eine Utopie zu sein. Welche Quelle nutzen Sie für die Zahlen? Wenn man das auf die AN am Flughafen bezieht, dann geht es denen am BER blendend. Flächentarifvertrag in D für Bodenverkehrsdienste und Security, bei niedrigeren Mieten. Die müssten denen doch die Türen einrennen, nach der "odentliche Vergütung" Logik. Machen die aber nicht. ð?¤?
Also zu den genauen Zahlen: die 25% sind in der Tat eher utopisch, aber auch schon über dem EU-Durchschnitt (Quelle: KfW) 13 % der Bevölkerung in Deutschland muss mehr als 40% ihres verfügbaren Einkommens für Miete ausgeben (Quelle: destatis.de). Am teuersten ist der Großraum München (quelle: de.statista.com) Und dazu eine einfache Rechnung: Wenn also ein AN ein Einkommen von 2200 â?¬ netto hat, stehen also bei einem Mietanteil von 30 % 600 â?¬ für Miete bereit. Dafür kann man in München wohl kaum eine familientaugliche Wohnung mieten. Laut Mietspiegel würde eine 60qm Wohnung 874,80 â?¬ kosten. Dabei sind das alles natürlich Mittelwerte, also eher theoretische Zahlen. Fakt ist: in München (wie auch in Berlin) ist bezahlbarer Wohnraum knapp und teuer.
Fakt ist aber auch, dass in München eine Menge Menschen wohnen, die wesentlich weniger als der neue VTV Boden oder Security verdienen (rd.50% Quelle: Statistische Landesamt Bayern). Ihr Beispiel liegt da auch um einiges drunter. Irgendwie geht es dann doch. Jetzt müssten die doch gerne am Flughafen arbeiten wollen, wo sie doch dort mehr verdienen können. Machen die aber nicht. Es scheint also noch etwas anderes zu sein, was die Entscheidung für einen bestimmten Arbeitsplatz beeinflusst. Mehr sage ich doch nicht, nur das eine Fixierung auf die Vergütung nicht ausreicht, um das Mitarbeiterproblem zu lösen.
Das haben wohl auch einge Arbeitgeber erkannt und handeln entsprechend.
Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
> Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems. Und zu den hohen Kosten

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)
Genau! Tun sie! Und noch ist das nicht "die" Politik, sondern einige Ministerpräsidenten.
Immerhin keine Hinterbänkler, sonder Positionen mit Einfluss.
Und Menschen, die an eher kurzfristigen Wahlerfolgen interessiert sind.
Aber sind es nicht die, von denen Sie erwarten, dass sie die Kastanien aus dem sprichwörtlichen Klimafeuer holen sollen. Viel Vertrauen scheinen Sie da nicht zu haben.

Dieser Beitrag wurde am 14.12.2024 16:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.12.2024 - 17:13 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1612 Beiträge)

Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)
Genau! Tun sie! Und noch ist das nicht "die" Politik, sondern einige Ministerpräsidenten.
Immerhin keine Hinterbänkler, sonder Positionen mit Einfluss.
Und Menschen, die an eher kurzfristigen Wahlerfolgen interessiert sind.
Aber sind es nicht die, von denen Sie erwarten, dass sie die Kastanien aus dem sprichwörtlichen Klimafeuer holen sollen. Viel Vertrauen scheinen Sie da nicht zu haben.
Das trifft durchaus zu: die Mehrheit der Politiker hat kein Interesse mehr, die Kastanien aus dem Klimafeuer (wie Sie es nennen) zu holen, denn das bringt deren Meinung nach keine Wählerstimmung. Und so wird gegen besseres Wissen wieder gegen das Verbrenner-Aus polemisiert, werden Maßnahmen, die dem Klimaschutz dienen, in Frage gestellt und dem Wähler vorgegaukelt, dass alles so bleiben kann wie es war. Der wahre Grund für den Stillstand in Deutschland ist der mangelnde Wille, die mangelnde Bereitschaft zu Veränderung - gerade auch durch "die" Politik. Und damit keine falschen Schlüsse gezogen werden: ganz klar werden bei den Wahlen die jeweiligen Mehrheiten entscheiden, das ist in einer Demokratie so. Ob sich daraus auch eine vernunftgeleitete Politik ergibt, steht auf einem anderen Blatt.
Beitrag vom 14.12.2024 - 19:04 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4452 Beiträge)
Wer bestimmt denn 'die heutige Vergütungslandschaft!?
Die Teilnehmer am System.

Wer sind denn 'die Teilnehmer am System'? Die AN, denen keine Löhne geboten werden von denen man in bestimmten Gebieten sorgenfrei leben kann, bestimmt nicht. Und nein darüber müssten wir nicht mehr diskutieren, denn darüber sollte es keinen Zweifel mehr geben- jedenfalls wenn man bereit ist die realen Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen.

Wir leben immer noch in einem Hochpreisland, vor allem in dem Raum, über den wir sprechen.
Sie arbeiten bei/für LH, das ist bekannt, und wenn ich Ihre Beiträge zusammen richtig erfassen, dann möchten Sie (und LH) das in der Luftfahrt in Deutschland ein 'Dritte- Welt- Lohnniveau' eingeführt wird.
Wie kommen Sie denn darauf? Was die LH will weiß ich nicht, ich will das jedenfalls nicht. Das ist eine wiederkehrende Aussage von Ihnen. Wenn man etwas aus einem anderen Blickwinkel als Ihren betrachtet, dann unterstellen Sie, man würde diesen anderen Blickwinkel auch als meinung vertreten. Dem ist aber nicht so.

Dann erklären Sie doch bitte einmal wie man Ihr 'Verständnis' und Eintreten für geringere Löhne - wie geschrieben 'von denen man nicht sorgenfrei leben kann' - sonst verstehen soll? Und die Forderung der LH (nicht nur der) ebenfalls?

Was die Vergütungslandschaft angeht, ganz allgemein, so sehe ich eine Gefahr für die Gesellschaft, wenn einfache Tätigkeiten so viel verdienen, wie Tätigkeiten, die eine hohe Qualifikation erfordern. Wo ist da der Anreiz sich aufwändig zu qualifizieren? Sehe ich gerade in meinem privaten Umfeld, da kommt die ein oder andere ins Grübeln ob sich das Studium gelohnt hat.

Ahja, es braucht also wieder Tagelöhner?

Das mit der WL ist auch nur eine Behauptung von Ihnen.
Dazu kann man viele Studien und Aussagen von Personalern lesen. Müssen Sie auch nicht annehmen, werden wir eh nicht ändern. Weder die Einkommen noch die Ansprüche.

Ich bezog mich ausdrücklich auf die o.g. Gruppe von AN, die, nach Ihre Auffassung ja nicht für "...einfache Tätigkeiten so viel verdienen,..." dürfen.

In diesem Zusammenhang: wenn ich (siehe Beitrag von @F11) nicht genügend Gehalt für meine (schwere) Arbeit, ausreichend für ein sorgenfreies Leben, bekomme, dann gibt es auch keine WL -
das ist Unsinn!
Ja, vielleicht. Woher kommt die steigende TZ? Ideen dazu?

Sicher nicht bei den o.g. AN.

> Eine mögliche Effizienzsteigerung ist natürlich Teil der Lösung. Und klar: letztlich zahlt immer der Kunde.
Eben, da er das aber nicht mehr mitmacht ist das ein Teil des Problems.

So sorry, das ist eine unbewiesene Behauptung der Luftfahrt- Branche.
Siehe die Antwort von @Christian zu "wahre Gründe" und ist das nicht in Ihrem Sinne? Fliegen muss teurer werden und durch die Billigflieger fliegen viel zu viele unsinnig durch die Gegend. Wenn das unbewiesen ist, warum macht denn die Politik plötzlich wilde Sachen und will die Gebühren nicht nur senken, sondern teilweise sogar abschaffen? Spinnen die? ;-)

Die 'Politik' macht erstmal noch gar nichts! Einige Landesfürsten, die auch mal gerne defizitäre (und unnötige) Airports mit Steuergeldern am Leben erhalten, denken darüber nach. Warten wir mal ab was die Bundespolitik, vermutlich erst nach der Wahl, dazu beschließen wird. Es wäre sicher interessant für die Wähler, vor der Wahl, zu erfahren, wie sich die Parteien dazu positionieren- wird aber wohl nichts dazu kommen, könnte ja potentielle Wähler abschrecken.
Das würde ich jetzt in die Kategorie "sieht was man sehen will" einordnen.

Warum, ist doch z.Zt. eine Tatsache, oder haben Sie da andere Informationen?

Zu @Christian159s Beitrag:

"Eine geringere Nachfrage könnte ja auch Resultat eines geringeren Angebots sein, was wiederum die Folge aus hohen Standortkosten und einer dadurch geringeren Profitabilität sein könnte."

Könnte!

Man sieht was man sehen will, nicht das was offensichtlich ist.
Nur verwunderlich, wenn dies sogar aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt.
Jetzt ist also wahr, was aus dem Munde eines Luftfahrtmanagers kommt? Sie überraschen mich immer wieder.

Nicht immer, was ich ja auch nirgendwo behauptet habe, aber manchmal kommt es doch sehr konkret rüber.
Beitrag vom 15.12.2024 - 09:08 Uhr
Usercontrail55
User (6267 Beiträge)
Wer bestimmt denn 'die heutige Vergütungslandschaft!?
Die Teilnehmer am System.

Wer sind denn 'die Teilnehmer am System'?
Sie, ich, die AN, die Unternehmen, die GW, ...
Die AN, denen keine Löhne geboten werden von denen man in bestimmten Gebieten sorgenfrei leben kann, bestimmt nicht. Und nein darüber müssten wir nicht mehr diskutieren, denn darüber sollte es keinen Zweifel mehr geben- jedenfalls wenn man bereit ist die realen Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen.
Zu den realen Verhältnissen gehört auch, dass es schwieriger wird Ausbildungsplätze zu besetzen. Einer der Gründe ist, dass man mit Anlernjobs mehr verdient als in einer Ausbildung und öfters auch danach. Später bleibt man auf diesem Weg hängen.
Ich sage nirgendwo, dass man das mit niedrigeren Löhnen kontern sollte. Ich sehe das dieses Thema in der Realität ein Problem ist. Ein einfaches Erhöhen von Vergütungen durch das ganze System scheint mir auch keine Lösung zu sein, denn wir sind schon ein Hochpreis Land, wie Sie schreiben. Höhere Löhne (Kosten allgemein) kosten Arbeitsplätze, wie man ja bereits sehen kann.
Wenn es in bestimmten Bereichen starke Gewerkschaften mit dem Willen das zu nutzen gibt, dann ist das ein nicht zu unterschätzende Eingriff in die Vergütungslandschaft. Ich habe für das komplexe Thema keine Lösung, sehe es aber.

Zurück zu den Steuern und Gebühren. Wenn man durch einfache Umlage der Personalkosten immer höhere Vergütungen zahlt (zahlen kann), ohne Regulativ, dann hat das Auswirkungen.
Wir leben immer noch in einem Hochpreisland, vor allem in dem Raum, über den wir sprechen.
Sie arbeiten bei/für LH, das ist bekannt, und wenn ich Ihre Beiträge zusammen richtig erfassen, dann möchten Sie (und LH) das in der Luftfahrt in Deutschland ein 'Dritte- Welt- Lohnniveau' eingeführt wird.
Wie kommen Sie denn darauf? Was die LH will weiß ich nicht, ich will das jedenfalls nicht. Das ist eine wiederkehrende Aussage von Ihnen. Wenn man etwas aus einem anderen Blickwinkel als Ihren betrachtet, dann unterstellen Sie, man würde diesen anderen Blickwinkel auch als meinung vertreten. Dem ist aber nicht so.

Dann erklären Sie doch bitte einmal wie man Ihr 'Verständnis' und Eintreten für geringere Löhne - wie geschrieben 'von denen man nicht sorgenfrei leben kann' - sonst verstehen soll? Und die Forderung der LH (nicht nur der) ebenfalls?
Siehe oben, ich trete nicht für niedrigere Löhne ein und eine Forderung der LH kann ich auch nicht erklären. Sie sprechen immer von Einkommen 'von denen man nicht sorgenfrei leben kann'. Haben Sie denn mittlerweile mal nachgeschaut, was jetzt am Boden und bei der Security verdient wird? Hört sich nicht so an.

Ich bezog mich ausdrücklich auf die o.g. Gruppe von AN, die, nach Ihre Auffassung ja nicht für "...einfache Tätigkeiten so viel verdienen,..." dürfen.
Das wird nicht richtiger, auch wenn Sie es immer wiederholen.
In diesem Zusammenhang: wenn ich (siehe Beitrag von @F11) nicht genügend Gehalt für meine (schwere) Arbeit, ausreichend für ein sorgenfreies Leben, bekomme, dann gibt es auch keine WL -
das ist Unsinn!
Ja, vielleicht. Woher kommt die steigende TZ? Ideen dazu?

Sicher nicht bei den o.g. AN.
Haben Sie da eine Quelle zu der These? Das statistische Bundesamt sagt da etwas anderes.



Dieser Beitrag wurde am 15.12.2024 09:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.12.2024 - 14:17 Uhr
UserEricM
User (7291 Beiträge)
Zu den realen Verhältnissen gehört auch, dass es schwieriger wird Ausbildungsplätze zu besetzen. Einer der Gründe ist, dass man mit Anlernjobs mehr verdient als in einer Ausbildung und öfters auch danach. Später bleibt man auf diesem Weg hängen.

an einem Flughafen?
Wie viele Stellen gibt es in gut bezahlte Anlern-Jobs insgesamt?
Und wie viele unbesetzte Ausbildungsplätze?
Wenn Sie alle Anlern-Jobs am Flughafen streichen würden, wäre das ein Tropen auf den heißen Stein.

Ich denke wir sehen hier eher Anzeichen des demographischen Wandels der immer geringeren Geburtenzahlen der frühen 2000er. Das wird ab jetzt mit jedem Jahrgang schlimmer werden.
Arbeitgeber müssen attraktiver Jobs (monetär und nicht-monetär) bieten und um Bewerber werben.

Die junge Generation (20-30) achtet auf berufliche Sicherheit - und gerade da sind andere Arbeitgeber deutlich besser aufgestellt als Flughäfen und Airlines, die haupsächlich durch Personalquerelen, Verlagerungs- und Abbau-Diskussionen, Streits und Streiks in der Presse vorkommen.

Ein einfaches Erhöhen von Vergütungen durch das ganze System scheint mir auch keine Lösung zu sein, denn wir sind schon ein Hochpreis Land, wie Sie schreiben.
Höhere Löhne (Kosten allgemein) kosten Arbeitsplätze, wie man ja bereits sehen kann.

Wo sieht man das?
Ich sehe hier im RMG immer noch auf fast jedem Wagen einer Handwerksfirma das Schild "Mitarbeiter gesucht". Trotz der im Handwerksbereich stark gestiegenen Löhne und Preise in den letzten Jahren.
Auch andere Firmen abseits des Logistik-Bereichs gehen weiter vergleichsweise gut.

Im Automobilbereich findet gerade ein struktureller Umbruch weg vom Verbrenner statt. Der damit verbundene Arbeitsplatzabbau wurde in Firmen und Verbänden der Branche seit 10 Jahren ausgiebeig diskutiert. Da sollte aktuell niemand in Industrie, Geewerkschaften und Politik wirklich überrascht reagieren.
Wenn entsprechende Ã"ußerungen fallen, wie aktuell bei der CxU, dann ist das nichts anderes als ein sich-einschleimen beim (hoffentlich doofen) Wähler.
Wahlkampf-Kasperletheater.

Wenn es in bestimmten Bereichen starke Gewerkschaften mit dem Willen das zu nutzen gibt, dann ist das ein nicht zu unterschätzende Eingriff in die Vergütungslandschaft. Ich habe für das komplexe Thema keine Lösung, sehe es aber.

Der Markt regelt das doch. Gewerkschaften sind (hierzulande) Teil, dieses Gesamtsystems "Markt". Wenn sie überziehen, schaden sie ihrer eigenen Klientel.

Zurück zu den Steuern und Gebühren. Wenn man durch einfache Umlage der Personalkosten immer höhere Vergütungen zahlt (zahlen kann), ohne Regulativ, dann hat das Auswirkungen.

Der Markt ist doch das Regulativ.
Flughäfen beispielsweise stehen vor der Wahl, entweder zuwenig Personal zu haben oder mehr Geld für Personal auszugeben.
Welche Möglichkeit bevorzugen Airlines?
Mangelwirtschaft oder höhere Kosten?
Man kann ja schlecht Menschen zwingen, für weniger Geld zu arbeiten als der Arbeitsmarkt offenbar hergibt, oder?