Beitrag vom 23.09.2026 - 13:56 Uhr
Die Lufthansa-Argumentation greift zu kurz. Dass eine gute internationale Anbindung für Unternehmen wichtig ist, steht außer Frage. Daraus folgt aber nicht, dass der Staat wirtschaftlich nicht mehr tragfähige innerdeutsche Flugverbindungen subventionieren sollte.
Lufthansa selbst beschreibt ihre Zubringer als Mischkalkulation: Die Kurzstrecke muss sich nicht allein rechnen, sondern wird durch die Langstrecke mitfinanziert. Wenn dieses Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, stellt sich die Frage, warum ausgerechnet der Steuerzahler die Differenz ausgleichen soll.
Die Argmmentation greift in meinem Aufgen aber auch zu kurz:
Die massiven Stuererhöhungen führen doch erst dazu, dass die Strecken unrentabel werden und nicht anderes herum.
Mit Klimapolitik kann ich mir das nicht vernünftig erklären. Wenn der Politik wirklich an einer Reduzierung des CO² Ausstoßes gelegen ist und das auch noch im deutschen Alleingang in Angriff nehmen will, dann sollte man die größten CO² Verschmutzer ins Vesir nehmen und nicht eine witschaftlich wichtige Branche im Heimatmarkt kaputt machen, ohne dass das globale Klima davon irgend einen Nutzen hat. Die gesamte Luftfahrt trägt, je nach SChätzung, nur zu maximal 5% zum CO² Ausstoß bei und die Kurzfächenflüge davon wiederum nur ein en Anteil von weniger als 1/10.
Wenn man zum Schutz des Klimas bereit ist, den wirtschaftsstandort Deutschland zu gefährden, dann sollte man sich meiner Meinung nach schon eine lohnendere Branche heruassuchen. Im Energiesektor wird ein Vielfaches an CO² verursacht. Es hätte aber beispielsweise kaum messbaren Schaden verursacht, wenn die Politik den Stromanbeitern schon vor vielen Jahren den verpflichtenden Einbau von Smartmetern auferlegt hätte. Ich muss hier nicht ausführen, welchen Mehrwert das für die Erneuerbaren Energien und den Geldbeutel von uns allen gebracht hätte. Statt dessen Opfert man in Deutschland die Kurzstrecke, ohne dass dis auch nur ansatzweise den gleichen Effekt auf das Klima hätte.
Ihre Argumentation greift aus meiner Sicht an mehreren Stellen zu kurz. Dass die Luftfahrt "nur" einen relativ kleinen Anteil an den globalen Emissionen hat, ist kein Argument dafür, sie von Klimaschutzmaßnahmen auszunehmen. Nach dieser Logik könnte man praktisch jede einzelne Branche herausnehmen, solange man nur eine größere findet.
Auch das Argument vom "deutschen Alleingang" ist etwas merkwürdig. Deutschland ist schließlich nicht der einzige Staat, der CO? bepreist, fossile Energien verteuert oder den Verkehr klimafreundlicher machen will. Und selbst wenn Deutschland irgendwo vorangeht: Seit wann ist es ein Gegenargument gegen eine Maßnahme, dass andere Staaten nicht schnell genug nachziehen? Dann könnte man Klimapolitik gleich komplett einstellen und darauf warten, dass irgendjemand anderes anfängt (wobei viele andere schon längst angefangen haben).
Dass höhere Abgaben bestimmte Kurzstrecken unrentabel machen, ist zudem kein Beweis dafür, dass die Politik "die Branche kaputtmacht" – genau die Veränderung von Preisen und Nachfrage kann ja das politische Ziel sein. Und natürlich kann man gleichzeitig über wesentlich größere Hebel im Energiesektor reden. "Es gibt einen größeren Emittenten" ist aber kein besonders überzeugendes Argument dafür, einen anderen Emittenten gar nicht anzufassen.
Am Ende bleibt von der Argumentation vor allem: Klimaschutz ja, aber bitte nicht bei der Branche, um die es gerade geht. Das ist politisch legitim – als Sachargument ist es allerdings etwas dünn.
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:03 Uhr
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:11 Uhr
Den betroffenen Bundesländern steht es doch frei, ihren Schuldenstand zu erhöhen und damit bessere Anbindungen zu finanzieren. Wo ist das Problem? Dass man es dann selber zahlen muss?
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:19 Uhr
Den betroffenen Bundesländern steht es doch frei, ihren Schuldenstand zu erhöhen und damit bessere Anbindungen zu finanzieren. Wo ist das Problem? Dass man es dann selber zahlen muss?
Das wäre doch Erpressung seitens der Lufthansa. Steht so im ersten Kommentar.
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:25 Uhr
Verstehe das Problem nicht, läuft doch alles nach plan:
https://www.aero.de/news-43981/Gruene-stellen-Passagierbetrieb-in-Bremen-in-Frage.html
Ja mei, manchmal braucht es länger bis etwas Sinnvolles geschieht.
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:28 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Ich glaube, Sie denken, es ginge nur um Bremen an sich. Es geht aber auch um die gesamte Region nordwestlich von Bremen. Das ist das Einzugsgebiet. Wenn diese Firmen und Privatpersonen nach HAM oder HAJ fahren sollen, können sie auch gleich nach AMS fahren und sparen einmal Umsteigen...
Und? machen die Personen und Firmen das nicht schon so? Warum Langstrecke über FRA wenn es über AMS ohne Umsteigen geht? Welchen Grund gibt es für die "Betroffenen" denn aktuell, via BRE mit LH zu fliegen? Das Ganze nennt sich im Übrigen Wettbewerb....
Beitrag vom 23.09.2026 - 14:48 Uhr
Den betroffenen Bundesländern steht es doch frei, ihren Schuldenstand zu erhöhen und damit bessere Anbindungen zu finanzieren. Wo ist das Problem? Dass man es dann selber zahlen muss?
Das wäre doch Erpressung seitens der Lufthansa. Steht so im ersten Kommentar.
Ne, das wäre einfach nur ziemlich dumm von den betreffenden Bundesländern.
Aber wie kennzeichneten Sie kürzlich selber einen Ihrer Posts: wieder mal nichts verstanden. :::)))
Beitrag vom 23.09.2026 - 15:29 Uhr
Den betroffenen Bundesländern steht es doch frei, ihren Schuldenstand zu erhöhen und damit bessere Anbindungen zu finanzieren. Wo ist das Problem? Dass man es dann selber zahlen muss?
Das wäre doch Erpressung seitens der Lufthansa. Steht so im ersten Kommentar.
Ne, das wäre einfach nur ziemlich dumm von den betreffenden Bundesländern.
Aber wie kennzeichneten Sie kürzlich selber einen Ihrer Posts: wieder mal nichts verstanden. :::)))
Doch, ich habe es verstanden!
Sie haben der Lufthansa Erpressung unterstellt ("Ausnutzung der Marktmacht"). Und das ist doch wohl Schwachsinn.
Einer hat ein Problem, ein anderer zeigt eine Lösung… mit Preisschild.
Sie wollen nur provozieren, das ist alles!
Beitrag vom 23.09.2026 - 15:38 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Ich glaube, Sie denken, es ginge nur um Bremen an sich. Es geht aber auch um die gesamte Region nordwestlich von Bremen. Das ist das Einzugsgebiet. Wenn diese Firmen und Privatpersonen nach HAM oder HAJ fahren sollen, können sie auch gleich nach AMS fahren und sparen einmal Umsteigen...
Und? machen die Personen und Firmen das nicht schon so? Warum Langstrecke über FRA wenn es über AMS ohne Umsteigen geht? Welchen Grund gibt es für die "Betroffenen" denn aktuell, via BRE mit LH zu fliegen? Das Ganze nennt sich im Übrigen Wettbewerb....
Nein, das Ganze nennt sich "Wir als Lufthansa verlagern unser Wachstum nach München und vergrößern dort unsere Langstreckenflotte. Deshalb steuern wir unseren Zubringerverkehr vermehrt über MUC."
Das Problem ist hausgemacht und man benötigt mit Sicherheit keine Subventionen.
Was ist der nächste Schritt: Androhung von Streckenstreichungen, falls es keine Subventionen gibt?
Lufthansa ist nicht Ryanair.
Beitrag vom 23.09.2026 - 15:48 Uhr
> Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Ich glaube, Sie denken, es ginge nur um Bremen an sich. Es geht aber auch um die gesamte Region nordwestlich von Bremen. Das ist das Einzugsgebiet. Wenn diese Firmen und Privatpersonen nach HAM oder HAJ fahren sollen, können sie auch gleich nach AMS fahren und sparen einmal Umsteigen...
Und? machen die Personen und Firmen das nicht schon so? Warum Langstrecke über FRA wenn es über AMS ohne Umsteigen geht? Welchen Grund gibt es für die "Betroffenen" denn aktuell, via BRE mit LH zu fliegen? Das Ganze nennt sich im Übrigen Wettbewerb....
Nein, das Ganze nennt sich "Wir als Lufthansa verlagern unser Wachstum nach München und vergrößern dort unsere Langstreckenflotte. Deshalb steuern wir unseren Zubringerverkehr vermehrt über MUC."
Das Problem ist hausgemacht und man benötigt mit Sicherheit keine Subventionen.
Anscheinend benötigt Bremen Subventionen, wenn ich den Artikel richtig verstanden habe.
Was ist der nächste Schritt: Androhung von Streckenstreichungen, falls es keine Subventionen gibt?
>
Wieso Androhung? Man streicht Strecken, wenn sie nicht rentabel sind. Sollte man Ihrer Meinung nach nicht rentable Strecken betreiben? Das Gejammer der Länder und Flughäfen ist erbärmlich.
Beitrag vom 23.09.2026 - 16:00 Uhr
Ja wie denn jetzt? Nicht einmal mit dem Billo-Ableger City Airlines, lassen sich innerdeutsche Zubringerstrecken betreiben?!?
Na dann schlage ich vor, am besten alle deutschen Zubringerstrecken nach FRA und MUC ganz einzustellen, wenn da nur Verluste gemacht werden. Werden dann ja schon sehen, wie sich das auf die anderen Flüge es der Hubs auswirkt.
Und die Konkurrenz freut sich...
Beitrag vom 23.09.2026 - 16:08 Uhr
Ja wie denn jetzt? Nicht einmal mit dem Billo-Ableger City Airlines, lassen sich innerdeutsche Zubringerstrecken betreiben?!?
Na dann schlage ich vor, am besten alle deutschen Zubringerstrecken nach FRA und MUC ganz einzustellen, wenn da nur Verluste gemacht werden. Werden dann ja schon sehen, wie sich das auf die anderen Flüge es der Hubs auswirkt.
Und die Konkurrenz freut sich...
Trotz Frust einfach nochmal (oder wahrscheinlich erstmals) den Artikel lesen!
Beitrag vom 23.09.2026 - 16:18 Uhr
Trotz Frust einfach nochmal (oder wahrscheinlich erstmals) den Artikel lesen!
Mein lieber Christian159!
1.) Ich habe den Artikel gelesen
2.) auch wenn Sie das jetzt vielleicht enttäuscht; ich bin nicht frustriert.
Eigentlich kann ich über die Chuzpe der Lufthansa nur mehr staunen. Genauso darüber, wie Sie - egal was CS macht - es immer und immer wieder bedingungslos verteidigen.
Und jetzt werden Sie vermutlich mir wieder irgendwas in den Mund legen. Aber auch darüber kann ich nur mehr staunen und manchmal sogar lachen. Also; feel free, go ahead!
Beitrag vom 23.09.2026 - 17:05 Uhr
@mucin
Wenn gelesen, dann bleiben Sie doch beim Inhalt des Artikels. Und lenken jetzt nicht wieder gewollt aber unnütz auf das Thema CS ab. Der Hauptplot ist hier, das die Stadt/Provinz samt Flughafen Bremen den Verlust der Strecke BRE-FRA bedauert. Die privatwirtschaftiche Firma Deutsche Lufthansa AG(DLH) kann diese weder selbst noch mit Töchtern wirtschaftlich darstellen. Nun macht sie einen Vorschlag, nix Forderung, wie es möglicherweise doch gehen könnte. Aber für sie wirtschaftlich müsste eine Rückkehr in jedem Falle sein...
Beitrag vom 23.09.2026 - 17:06 Uhr
Trotz Frust einfach nochmal (oder wahrscheinlich erstmals) den Artikel lesen!
Mein lieber Christian159!
1.) Ich habe den Artikel gelesen
2.) auch wenn Sie das jetzt vielleicht enttäuscht; ich bin nicht frustriert.
Eigentlich kann ich über die Chuzpe der Lufthansa nur mehr staunen. Genauso darüber, wie Sie - egal was CS macht - es immer und immer wieder bedingungslos verteidigen.
Was soll ich machen ... wenn Sie so einen Unsinn schreiben?
Und jetzt werden Sie vermutlich mir wieder irgendwas in den Mund legen.
Muss ich nicht, ich kann Sie ja zitieren:
Na dann schlage ich vor, am besten alle deutschen Zubringerstrecken nach FRA und MUC ganz einzustellen, wenn da nur Verluste gemacht werden.
Im Artikel steht:
Lufthansa betrachtet die Zubringer als Mischkalkulation - ein Kurzstreckenflug muss sich nicht alleine, aber mit den Langstreckenpassagieren an Bord tragen.
Was soll also Ihr polemischer Vorschlag, alle deutschen Zubringerstrecken einzustellen? Man stellt die ein, die in dieser "Mischkalkulation" durchfallen.
Würden Sie denn diese Flüge weiterhin betreiben?